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  #1  
Alt 17-01-2007, 17:22
Benutzerbild von bikergirl
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Okinawan Goju Ryu & MMA
 
Registrierungsdatum: 11.04.2005
Ort: England
Alter: 34
Beiträge: 389
Standard Wie realistisch muss es sein?

Auf einem anderen Forum hatten wir die Diskussion um einen Selbstverteidigungskurs für Frauen. Der Verein (Karate) hat einen Ruf, recht 'hardcore' zu sein, es ist Vollkontakt und der Sensei ist für seine praktischen Anwendung sehr bekannt hier (auf unserer kleinen Insel).

Bei diesem Seminar sollte es speziell um Angriffe gehen, die gem. Polizeistatistiken am häufigsten gegen Frauen verwendet werden, also zum Beispiel den Griff von hinten, aber dabei versuchen, die Frau wegzuschleppen.

Nun war die Frage folgendes: eine von den Frauen in dem Forum hat gesagt, sie tut alles, um sich gegen Überfälle zu schützen - sie hat keine Musik an, wenn sie zu Fuss geht, sie bucht ihr Taxi vorher am Samstag Abend usw und sie macht VK Karate. Das alles tut sie, um sich vor einem Trauma zu schützen, was vielleicht nie passieren wird. Wenn sie aber zu diesem Seminar gehen würde, wäre es garantiert.

Ich denke für mich persönlich wäre es kein Trauma, auch wenn's realitätsnah ist, bin ich mir im Endeffekt immer bewusst, dass ich im Dojo bin.

Wie realitätsnah muss es Eurer Meinung nach sein, um wirklich etwas zu bringen?

Was denkt ihr?
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  #2  
Alt 17-01-2007, 17:56
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 12.02.2002
Beiträge: 504
Standard

Verdammt gute Frage, die du da stellst. Und du hast recht, es ist fast unmöglich wirklich realitätsnahe Szenarien in der Trainingshalle auf zu bauen, und obwohl eine gewisse Portion VK nützlich ist, schützt es auch nicht vor der Aneignung von Reflexen, die im realen Leben tödlich sein können.

In der Trainingshalle kann man ausgezeichnet Kampfsimilationen machen, wo Reaktionen aufgebaut werden, die einfach nur ausgelöst werden, bevor man denkt. Einmal hat z.B. ein bekannter von mir mich überraschend von hinten umklammern wollen. Eigentlich passierte es auch an einem Ort, wo ein realer Angriff eigentlich völlig unwahrscheinlich war. Hat trotzdem weh getan.

Die Problematik entsteht eigentlich in dem Moment, wo man Zeit zum Überlegen hat. Kann ich abhauen? Muss ich kämpfen? Muss ich doch nicht kämpfen? sind eingentlich die Fragen die - evtl. anders formuliert - im Kopf rum schwirren, die Angst steigern lassen und die Kampffähigkeit evtl. mindern können.

Die am realitätsnächsten Szenarien, die ich erlebt habe, habe ich in beim Militär erlebt. Ich gehörte zu einer Patrulleneinheit, die recht gut in der Abwehr gegen Spezialeinheiten ausgebildet war. Das wirklich realitätsnahe geht im Kopf ab. Z.B. hat man elegentlich dafür gesorgt, dass genügend Störfaktoren, wie explodierende Feuerwerkskörper, vorhanden waren, während man sich auf was ganz anderes Konzentrieren sollte. Dunkelheit, Müdigkeit und Hunger sorgen nach ein Paar Tagen auch davor, dass man irgendwann kaum richtig zwischen realität und Übungsszenarium unterscheidet.
Es gibt eine Menge von diesen Faktoren, die man ins "Ziwile" umsetzen kann. Erschöpfung, psychischen Druck und Lärm lässt sich mit einiger Fantasie immer in irgendeiner Form erzeugen.
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  #3  
Alt 17-01-2007, 17:57
Benutzerbild von Alfons Heck
Global Moderator
Kampfkunst: Hapkido
 
Registrierungsdatum: 19.12.2001
Ort: FFM, Hessen
Alter: 48
Beiträge: 5.592
Standard

Zitat:
Zitat von bikergirl
...eine von den Frauen in dem Forum hat gesagt, sie tut alles, um sich gegen Überfälle zu schützen - sie hat keine Musik an, wenn sie zu Fuss geht, sie bucht ihr Taxi vorher am Samstag Abend usw und sie macht VK Karate. Das alles tut sie, um sich vor einem Trauma zu schützen, was vielleicht nie passieren wird. Wenn sie aber zu diesem Seminar gehen würde, wäre es garantiert...
Mir drängt sich die Frage auf: Hat diese Frau schon ein Trauma? (Taxi vorab buchen... und Karate ist jetzt nicht gerade für seinen Kuschelfaktor sprich Körperkontakt beim Training bekannt)

Ich denke wenn man etwas Realitätsnähe in so einen Kurs bringt stehen einigen Teilnehmerinnen schon die Tränen in den Augen (habe ich bei meinen Schnupperkursen immer erlebt). Das sollte aber beim Training einer Angriffsituation (kann auch verbal sein) der Fall sein und nicht zum Abschluß des Kurses. Denn nach dem "Kennenlernen" eines Angriffs muß das ganze auf jeden Fall in der Gruppe durchgesprochen werden.
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  #4  
Alt 18-01-2007, 14:31
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Muay Thai / Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 105
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Meine Meinung, um so realistischer, um so besser. Mein Trainer hat mal bei einem Trainigscamp nur für die Mädels einen SV Kurs angeboten wo wir am letzten Tag einzeln im Dunkeln vom Hotel zum Strand laufen mussten. Wir hatten überhaupt keine Ahnung was uns erwartet. Die Männer griffen unvermittelt an ( Würgen von hinten, umklammern, was wir halt gelernt HÄTTEN sollen ) und wir solllten die erlernten Techniken anwenden. Ich kann bloß aus eigener Erfahrung sagen dass da so einiges schief ging und genau die Techniken, die wir zig mal geübt hatten, nur teilweise oder gar nicht funktioniert haben. Ich habs echt nicht geglaubt. Ich mach wirklich Kampfsport fast solange ich laufen kann aber als mich damals so ein 100++ kg Mann von hinten fest umklammert hatte wär ich garantiert nicht mehr rausgekommen wenn das echt gewesen wäre. Das wichtigste was mir der Kurs gebracht hat ist vorsichtiger zu sein, vor allem nachts ohne Begleitung und ich lass keinen auch nur annähernd so nah rankommen dass der mich packen kann.
LG
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Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert
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  #5  
Alt 19-01-2007, 17:03
Benutzerbild von ***Nakatomi***
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
Registrierungsdatum: 28.12.2005
Alter: 35
Beiträge: 2.640
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hab das schonmal gehört mit realitätsnahen übungen in tiefgaragen u.s.w.
ich glaub, wenn da was schiefgeht, kann sich da eine fette angstneurose draus entwickeln.
die angst wird in einer sv würgesituation ja nicht weniger, wenn du weisst, es ist gespielt.und wenn der angreifer dann auch nicht locker lässt, hat man sich mit dem seminar eine angsterfahrung "zuvorgeholt" der man eigendlich entgehen wollte. ob das besser ist???

normale sv trainings seminare halte ich für angebrachter für ganz normale frauen. wo selbstbewusstsein aufgebaut wird.

ich für meinen fall würds gern ausprobieren- aber ich bin kein massstab
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  #6  
Alt 19-01-2007, 17:26
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Kampfkunst: Taijiquan und anderes
 
Registrierungsdatum: 26.12.2006
Alter: 44
Beiträge: 2.846
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Naja, ich hab jeweils sehr lange gebraucht, um reale Schockerlebnisse zu "verdauen", und das, obwohl sie von außen betrachtet sooo furchtbar schlimm nun auch nicht waren. Also ich würde zu so einem SV-Kurs nicht hingehen, schon garnicht, wenn ein psychologisch unbedarfter "Je härter-je besser"-Karatetrainer der Lehrer ist.
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  #7  
Alt 22-01-2007, 10:48
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Kampfkunst: Karate (Shotokan)
 
Registrierungsdatum: 10.01.2007
Ort: Steiermark
Alter: 47
Beiträge: 22
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Zitat:
Zitat von mohr
Das wichtigste was mir der Kurs gebracht hat ist vorsichtiger zu sein, vor allem nachts ohne Begleitung und ich lass keinen auch nur annähernd so nah rankommen dass der mich packen kann.
Das ist auch das Wichtigste - selbst für einen durchtrainierten 100 kg - Karateka.
Wer vollkommen überraschend angegriffen wird, hat selten auch nur den Hauch einer Chance. Aber wachsam, die Sinne geschärft, unterwegs sein, "stupid places" meiden, Fallen riechen - das ist schon die halbe Miete. Das hat nichts mit Angst oder gar Paranoia zu tun, sondern sollte zu einem Standardverhalten werden wie das anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto.

Und: seine eigenen Fähigkeiten in Sachen waffenloser SV nicht überschätzen. Jede "Waffe", sinnvoll eingesetzt, erhöht die Chancen erheblich. Ein Straßenräuber mit einem simplen Messer ist eine tödliche Gefahr, gegen die keine waffenlose Kampfkunst hinreichend zuverlässig wirkt. Das geht nur in schlechten Filmen und verantwortungslosen Lehrgängen.

LG
Andy
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  #8  
Alt 26-01-2007, 10:23
Benutzerbild von ***Nakatomi***
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
Registrierungsdatum: 28.12.2005
Alter: 35
Beiträge: 2.640
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mal was aktuelles zur selbstverteidigung
frauen-selbstverteidigung-berlin-10-11-2-07-Seminar mit Tanja Breuing, Trainerin der Berliner Polizei
ein seminar, das ausschliesslich im dojo stattfindet.
von einer frau- für frauen.
und vermutlich einer guten einschätzung darüber, was kriminelle subjekte am liebsten machen
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  #9  
Alt 26-01-2007, 15:29
inaktiv
Kampfkunst: .
 
Registrierungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 1.004
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Na ja, ich dachte mal, dass man realitätsnah trainieren sollte. Möglichst realitätsnahe Situationen simulieren damit die Frauen ihre Ängsten verlieren, ihre Stärken erkennen und trotzdem realistisch bleiben.
Ich bin dann im Training (bei Partnerübungen) sehr rau, mit vorgestreckten Kopf und lauter Stimme auf die Frauen zugegangen und habe Angriffe simuliert. Ich habe sie nicht verletzt oder so, aber auf ihre Gegenwehr und Reaktionen nicht geachtet, sondern einfach ein bisschen gewürgt oder festgehalten, und dabei möglichst großen Stressdruck auf sie ausgeübt.
Das kam allerdings gar nicht gut an. Das Ende vom Lied war, dass sie sich hinter meinen Rücken über mich beschwert haben und nicht mehr mit mir üben wollten.
Mittlerweile denke ich, dass man Stresstrainings nur mit wirklich fortgeschrittenen Leuten machen sollte. Die Anfänger bekommen sonst unter Umständen noch eine antrainierte Angst zu der dazu die sie sowieso schon haben.
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  #10  
Alt 26-01-2007, 15:36
Benutzerbild von Joe Cool
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Alter: 25
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Zitat:
Zitat von Grauer Wolf
Das ist auch das Wichtigste - selbst für einen durchtrainierten 100 kg - Karateka.
Wer vollkommen überraschend angegriffen wird, hat selten auch nur den Hauch einer Chance. Aber wachsam, die Sinne geschärft, unterwegs sein, "stupid places" meiden, Fallen riechen - das ist schon die halbe Miete. Das hat nichts mit Angst oder gar Paranoia zu tun, sondern sollte zu einem Standardverhalten werden wie das anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto.

Und: seine eigenen Fähigkeiten in Sachen waffenloser SV nicht überschätzen. Jede "Waffe", sinnvoll eingesetzt, erhöht die Chancen erheblich. Ein Straßenräuber mit einem simplen Messer ist eine tödliche Gefahr, gegen die keine waffenlose Kampfkunst hinreichend zuverlässig wirkt. Das geht nur in schlechten Filmen und verantwortungslosen Lehrgängen.

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110 Punkte von mir für einen der vernünftigsten Beiträge, die man imho hier lesen kann!
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  #11  
Alt 26-01-2007, 15:53
inaktiv
Kampfkunst: .
 
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Beiträge: 1.004
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Zitat:
Zitat von Grauer Wolf
mit einem simplen Messer ist eine tödliche Gefahr, gegen die keine waffenlose Kampfkunst hinreichend zuverlässig wirkt. Das geht nur in schlechten Filmen und verantwortungslosen Lehrgängen.
Die meisten Frauen werden erst aufgeschlitzt nachdem sie missbraucht wurden, und bis dahin bringt jede gut trainierte Kampfkunst den Übberraschungseffekt auf die Seite der Verteidigerin. Hier gehts nicht um Messerkampf oder Einzelkämpferausbildung gegen Gangs, sondern um Selbstverteidigungstraining für Frauen
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  #12  
Alt 26-01-2007, 16:03
Benutzerbild von va+an
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Kampfkunst: Dao Wing Chun , Chen TaiJiQuan
 
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Zitat:
Zitat von Apfelbaum
Na ja, ich dachte mal, dass man realitätsnah trainieren sollte. Möglichst realitätsnahe Situationen simulieren damit die Frauen ihre Ängsten verlieren, ihre Stärken erkennen und trotzdem realistisch bleiben.
Ich bin dann im Training (bei Partnerübungen) sehr rau, mit vorgestreckten Kopf und lauter Stimme auf die Frauen zugegangen und habe Angriffe simuliert. Ich habe sie nicht verletzt oder so, aber auf ihre Gegenwehr und Reaktionen nicht geachtet, sondern einfach ein bisschen gewürgt oder festgehalten, und dabei möglichst großen Stressdruck auf sie ausgeübt.
Das kam allerdings gar nicht gut an. Das Ende vom Lied war, dass sie sich hinter meinen Rücken über mich beschwert haben und nicht mehr mit mir üben wollten.
Mittlerweile denke ich, dass man Stresstrainings nur mit wirklich fortgeschrittenen Leuten machen sollte. Die Anfänger bekommen sonst unter Umständen noch eine antrainierte Angst zu der dazu die sie sowieso schon haben.

Hai..
der Ruf nach "realitätsnahen" und kontaktfreudigen Lehrgängen/Seminaren ist zwar immer laut, aber spätestens nach der 2. Einheit mit gemäßigtem Kontakt weiter zu führen.

Ein permanentes unter Druck und unter Stress setzen erzeugt eine Anti-Wirkung, so dass der ganze Seminar nach hinten los geht.

Ausserdem kann man innerhalb von nur vielleicht 10 Einheiten á 1,5std gerade mal nur so viel merken, dass man weiß worum es geht. MEHR AUCH NICHT. Derartige Angebote muß man fortwährend ausüben, damit Frau mehr verinnerlichen kann.

Davon ab... jemand der vor Schreck erstarrt, kann man mit noch so hartem Training oft leider nur mäßig helfen.

grüsse
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  #13  
Alt 26-01-2007, 17:12
Benutzerbild von Sven K.
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Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
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Moin

Ich möchte wirklich keinem zu nahe treten aber...

Kurse "von Frauen für Frauen" find ich blödsinnig. Die meisten Frauen werden
nicht von Frauen sondern von Männern angegriffen.
Häufg zeigt dies immer nur das "Unvermögen" der Kursleiter/innen das in "real"
umzusetzen, was sie den Teilnehmern zeigen. Bestes Beispiel sind immer die
Leiterinnen, die den Mädels/Frauen die supertollen Kipphandhebel usw. zeigen,
die bei einem Fettsack wie mir eh nicht wirken.

Zur Härte: Ein energisches Angreifen muss sein. Damit lernt man wie es sich
"in echt" anfühlt. Dies sollte aber nur in kleinen Portionen und mit Absprache
erfolgen. "Stresstraining" sollte nicht innerhalb des ersten Kurses behandelt
werden. Dafür sind Folgekurse gedacht.

Training nur im Dojo: Ein guter Kursleiter sollte immer mit seinen
Teilnehmern raus in die reale Welt gehen. In einem Fahrstuhl,Auto oder in
der Bahn, auf eine Parkbank, wirken gelernte Techniken oft ganz anders.

Aber es geht hier ja nicht um Grundsatzfragen von SV-Kursen.

Meine 2 Ct.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
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  #14  
Alt 26-01-2007, 18:33
Benutzerbild von Daniel.P.
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Rumkugeln
 
Registrierungsdatum: 01.03.2006
Ort: CH-Schwerzenbach
Alter: 34
Beiträge: 144
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Hi Leute..........

Hmm...SV für Frauen...
Ich muss gestehen das ich in meiner kleinen Trainingsgemeinschaft da vor einem kleinen Problem stehe. Vielleicht könnt ihr (speziell die Damen) mir da weiterhelfen. Ich gebe 2x die Woche in einer kleinen Schule unterricht.

Unser Training fällt, durch unsere Art und Weise, sehr Sparringslastig aus. Wir haben z.B. die erste halbe Stunde Technik Training das in der weiter halben Stunde freier ausfällt und das die letzte Stunde zum freien Sparring bis auf den Boden übergeht. Zwar nicht immer aber meistens läuft es so. Ich halte das Training recht individuell und versuche auf die Leute einzugehen.

Wir sind eine recht überschaubare Gruppe von 5-6 Leuten, allesamt Männer.
In der Vergangenheit haben uns 3 Frauen (unabhängig von einander) besucht um sich im Bereich SV fortzubilden (Sie hatten alle noch 0 Erfahrung im Bereich KK/KS). An sich kein Problem....dachte ich mir....
__________________________________________________ _______________
Zu meiner Vorgehensweise:

Ich erklärte das ich ihnen hier kein Packet verkaufe mit dem sie hier ihre Sicherheit erkaufen können.

Sie bekämen die Möglichkeit ihre Stärken und Schwächen zu finden.

Ihre Sinne sollten für kritische Situationen geschärft werden.

Das erkennen ihres Persönlichen Sicherheitsradius ("Magnetisches Feld").

Schlaghemmugen abzubauen und zu sehen was ein Treffer von ihnen bei einem 80 Kg Mann bewirken kann.

Wie können mögliche Angriffe aussehen und vor allem wie fühlen sie sich an. (Das Problem ist meines erachtens nicht nur der Körperkontakt sonder vielmer der Psyschiche Druck der ensteht)

Die Trainingsintensität hängt davon ab wie weit sie auch bereit sind zu gehen.
__________________________________________________ ____________

Naja...kurzum die Damen haben sich nach der 1 Stunde nicht mehr gemeldet

Das Training an sich hatte ich mit Schlag und Tritt Übungen an Wand und Sandsack begonnen. Dannach kamen einfache Konterangriffe für Jabs und Cross-Schläge. Zum Schluss hatten wir Konter gegen die ansätze von Handhebel und Umarmungen.

War das zuviel oder zu wenig ???

Ich muss zugeben das ich eigentlich nur mit Leuten aus dem KK/KS Spektrum zusammen trainiere und bei den Frauen die komplette Anfänger sind manchmal das Gefühl habe sien entweder zu über- oder unterfordern.

Wie würdet ihr Einsteigen ?

Oder anders gefragt: Gibt es für euch so etwas wie den "Goldenen Mittelweg" für Anfängerinnen ?

Ich Frage deshalb weil sich wieder jemand neues angemeldet hat und dachte mir das ihr eventuell ein paar gute Tipps für mich habt, wollte nicht schon wieder jemanden vergraulen

Grüße
Daniel
__________________
So mancher alte Lord sprach die letzten Worte: "Du kannst mich nicht töten, weil ich eine magische aaargh."
Echt zauberhaft / Terry Pratchett

Geändert von Daniel.P. (26-01-2007 um 18:35 Uhr).
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  #15  
Alt 26-01-2007, 19:03
Benutzerbild von Sven K.
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Kampfkunst: SENKI-Combat.
 
Registrierungsdatum: 20.06.2002
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Alter: 46
Beiträge: 8.752
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Hi Daniel

Es war zu viel bzw. an der falschen Stelle.
Ein SV - Kurs ist keine Ansammlung von Techniken und ein wenig an den Pratzen arbeiten. In einem SV - Kurs geht es um viel mehr.
Du könntest dazu die SUFU nutzen. Denn die Ausgangsfrage war ein wenig anders.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
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