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  #16  
Alt 26-01-2007, 19:28
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Kampfkunst: Budokampfkünste, SV
 
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Exclamation Wie realistisch muss es sein?

Hallo,
habe Euere Gedanken zum Thema Selbstverteidigung für Frauen gelesen.
Habe vor langer Zeit auch ab und zu als Hilfstrainer für Frauen in unserem Verein meine Erfahrungen gemacht. Wir haben Kick- Boxen geübt und Techniken am Partner mit vollem Kontakt( Schlagpolster ) damit unsere Mädchen erfahren konnten ob ihre Techniken auch etwas nützen.
Jetzt viele Jahre älter, muß ich einfach sagen, es ist nicht einfach einem Mann gute Selbstverteidigungstechniken beizubringen, lerne selbst noch, aber was macht ein Mädchen- das sich toll angezogen hat? Im Abendkleid, oder super Röckchen, da fallen die meisten Beintechniken flach.
Ich muß da einfach mein Buch von Andreas Häckel heranziehen, auch wenn ich damit nerve. Selbstverteidigung die funktioniert. Versuche die Gefahr zu erkennen, desto leichter kann man ihr aus dem Weg gehen. Informiere Dich, das kann auch durch ein Buch sein, wie man eine Gefahr erkennt, was ich meiden soll, usw. nehme Deine Gefühle ernst,
Denke daran im Dojo wird Dir kein Mann Schmerzen zufügen, was aber bei einem Angriff passieren kann.
Lieber mache einen Umweg und vermeide nach Möglichkeit die gefährliche Situation. Nach meiner Ansicht ist der kampf wirklich nur die allerletzte Möglichkeit.
Ist meine unbedeutende Meinung dazu. Wäre wirklich toll, wenn sich mal ein Trainer einer SV- Kampfsportart dazu äußern würde.
Wie wärs mit Christian Braun, Großmeister im Ju-Jutsu?
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  #17  
Alt 26-01-2007, 20:02
Benutzerbild von Mirasol
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Kampfkunst: Modern Arnis
 
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Zitat:
Zitat von soto-deshi
aber was macht ein Mädchen- das sich toll angezogen hat? Im Abendkleid, oder super Röckchen, da fallen die meisten Beintechniken flach.
Deshalb finde ich es sehr wichtig, im SV-Training ab und zu in Straßen- und Freizeitklamotten zu trainieren! Besonders in Schuhen, die man normal trägt (eventuell auch mit Absatz, um zu sehen, was funktioniert und was nicht )
__________________
Es gibt drei Wege, durch die man im Leben weiter kommt; durch Nachdenken, das ist der edelste Weg, durch Nachahmen, das ist der einfachste Weg, durch Erfahrung, das ist der bitterste Weg!
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  #18  
Alt 26-01-2007, 21:09
Benutzerbild von Daniel.P.
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Kampfkunst: Rumkugeln
 
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Zitat:
Zitat von Sven K.
Hi Daniel

Es war zu viel bzw. an der falschen Stelle.
Ein SV - Kurs ist keine Ansammlung von Techniken und ein wenig an den Pratzen arbeiten. In einem SV - Kurs geht es um viel mehr.
Du könntest dazu die SUFU nutzen. Denn die Ausgangsfrage war ein wenig anders.
Hi Sven,

Danke für deine schnelle Antwort.

Eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt.
In meinem Beitrag hatte ich darauf Verwiesen das unser Training recht Sparringslastig ist. Ich hatte die Vermutung das sich die Frauen irgendwie...naja Eingeschüchtert oder so Fühlten da die Männer im Hintergrund ihr Sparringsprogramm Absolvierten.

Ich hatte durch die SUFU vorher schon herausgefunden das die Frauen hier on Board eben kein Kaffekränzchen mögen.

Bei absoluten Neueinsteigern ist es aber zuviel. Wenn ich mich in meiner Ready Position (also Angriff) vor ihnen Stand verkrampften sie. Das ist m.M. nach kein guter Einstieg für ein Training.
Schon gar nicht wenn die Frau schon einen wirklichen Übergriff hinter sich hatte.

Mir ging es um die Frage was ist zu viel oder zu wenig Realität im Training bei EINSTEIGERINNEN.

Ich denke die Frauen die sich schon seit längerem Ernsthaft (>5 Jahre) mit dem Thema SV Beschäftigen, der Körperkontakt und Physischer wie Psychischer Druck kein Thema sein sollten.

Trotzdem Danke für deine Antwort.

BTW:
Topic: Es ging doch gerade darum wie hart oder realistisch das Training sein sollte, oder? Das beinhaltet gerade den harten Kontakt zum Trainingspartner und Situationsbedingte Angriffe oder irre ich mich da?
Genau das bearbeiten wir gemeinsam bei uns im Taining.

Grüße
Daniel
__________________
So mancher alte Lord sprach die letzten Worte: "Du kannst mich nicht töten, weil ich eine magische aaargh."
Echt zauberhaft / Terry Pratchett
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  #19  
Alt 27-01-2007, 09:53
Benutzerbild von Sven K.
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Hi Daniel

Nochmal :

Gerade für "Einsteigerinnen" ist "Realität" zweitrangig. Wenn ich von einem
10 Std. SV-Kurs ausgehe, kommt es, wenn überhaupt ganz am Schluss.
Im normalen Training muss ich die Damen ganz sacht an die Geschichte
heranführen. Da spielen die mentalen Momente eine große Rolle. Der psychische
Aspekt wird oft und gern vergessen, von vielen Trainern.
Es kommt natürlich auch immer auf die Damen an. Bei 95% der Damen spielt der
psychologische Hintergrund ein Rolle. Warum wollte sie bei Euch "SV" lernen ?
Gibt es Vorfälle, die dazu bewegten ? Was hat sie für Vorerfahrungen mit KK im
allgemeinen. Duldet sie Körperkontakt im Training ? Mag sie lieber Training ohne
Männer usw. usf. etc. pp. Nicht jeder der Kampfkunst kann auch SV unterrichten.
Dein Training der Damen war für "normale" KK-Interessierten Damen ok. Nicht aber für die SV.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
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  #20  
Alt 27-01-2007, 10:43
Benutzerbild von Daniel.P.
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Zitat:
Zitat von Sven K.
Hi Daniel

Nochmal :

Gerade für "Einsteigerinnen" ist "Realität" zweitrangig.
Aha Danke.

Zitat:
Wenn ich von einem
10 Std. SV-Kurs ausgehe, kommt es, wenn überhaupt ganz am Schluss.
Ich denke davon reden wir hier nicht.

Zitat:
Im normalen Training muss ich die Damen ganz sacht an die Geschichte
heranführen. Da spielen die mentalen Momente eine große Rolle. Der psychische
Aspekt wird oft und gern vergessen, von vielen Trainern.
Es kommt natürlich auch immer auf die Damen an. Bei 95% der Damen spielt der
psychologische Hintergrund ein Rolle.
Dachte das hätte ich in meinen vorherigen Posts transportiert, ist wohl falsch angekommen, sry.

Zitat:
Warum wollte sie bei Euch "SV" lernen ?
Gibt es Vorfälle, die dazu bewegten ? Was hat sie für Vorerfahrungen mit KK im
allgemeinen. Duldet sie Körperkontakt im Training ? Mag sie lieber Training ohne
Männer usw. usf. etc. pp.
Das ist es was ich in eine Vorgespräch eruieren möchte. Ist aber auch klar das man nicht das Vertrauen in eine gerade erst kennengelernte Person besitzt, um evtl. vorhandene Traumata zu besprechen.

Zitat:
Nicht jeder der Kampfkunst kann auch SV unterrichten.
Dein Training der Damen war für "normale" KK-Interessierten Damen ok. Nicht aber für die SV.
Aha...

Naja ich sag trotzdem Danke.
Bin hier raus.

Gruß
Daniel
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  #21  
Alt 27-01-2007, 11:44
Benutzerbild von marq
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solche kurse nützen nicht viel, egal ob im dojo oder in der normalen umwelt.

jeder der eine kampfkunst betreibt sollte wissen, dass

1. eine technik nur dann unter stress klappt, wenn sie völlig automatisiert ist.
man spricht ab ca. 15000 wiederholungen.

2. für die bewältigung einer sv situation körperliche fitness benötigt wird. insbesondere dann, wenn es zu einer auseinandersetzung kommt. finale schläge oder hebel klappen immer nur in solchen sv-kursen.


deshalb sollten sich solche sv kurse in erster linie auf das erlernen von präventiven massnahmen /regeln beschränken. diese erhöhen dann die wahrscheinlickeitkeit, nicht in gefahrensituationen zu gelangen. das erfordert weniger zeit und ist für die meisten effektiver.

als 2. schritt sollten pyschlogische verhaltenweisen geschult werden, wie man aus gefahrensituation gelangt.

wenn das einigen frauen nicht genügt, sollten sie sich einem regelmäßigen training unterziehen, dass technik- und fitnesstraining einbezieht.
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Geändert von marq (27-01-2007 um 11:53 Uhr).
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  #22  
Alt 27-01-2007, 11:49
Benutzerbild von ***Nakatomi***
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Zitat:
Zitat von soto-deshi
Wäre wirklich toll, wenn sich mal ein Trainer einer SV- Kampfsportart dazu äußern würde.
Wie wärs mit Christian Braun, Großmeister im Ju-Jutsu?
ach- auch das wird den querköppen hier nicht genügen.
das seminar das ich empfohlen habe , welches VON EINER FRAU FÜR FRAUEN abgehalten wird, und zwar von einer ju- jutsu dan trägerin, ju jutsu ausbilderin der polizei berlin- war dem herrn sven k ja nicht mal gut genug.
weil es eine frau ist

so ein blödes machogehabe.


ein frau weiss, was wichtig ist, worauf es ankommt, nimmt auch die gefühle rücksicht - genau das was so einige kerle hier zugegebenermassen falschmachen und falschgemacht haben- und sie weiss in tanjas fall am allerbesten, mit welcher taktik ein vergewaltiger angreift- sie IST polizistin.
woher soll das ein karateboy wissen, der den ganzen tag in seinem dojo kluckt, sich aber das abenteuerlichste seminar ausdenkt und eine traumaspur hinterlässt.
also
scherzkekse und internethelden
realistisch sein bitte

Zitat:
solche kurse nützen nicht viel, egal ob im dojo oder in der normalen umwelt.
marq- du verstehst es wirklich, verschüchterte frauen aufzubauen
__________________
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www.Budokan-Berlin.com The Fighter´s Choice! 9- 17. 8 Fabio Gurgel Trainingswoche und Seminar in Berlin

Geändert von ***Nakatomi*** (27-01-2007 um 11:52 Uhr).
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  #23  
Alt 27-01-2007, 11:57
Benutzerbild von marq
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Zitat:
Zitat von ***Nakatomi***
marq- du verstehst es wirklich, verschüchterte frauen aufzubauen
ich habe ja eine wirklich sinnvolle und durchdachte lösungskette angeboten..... was willst du mehr?? alles andere sind leere versprechungen .
ein gutes gefühl im anschluss eines solchen kurses verschafft keine wirkliche sicherheit, eher eine falsche. oder?
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Geändert von marq (27-01-2007 um 12:01 Uhr).
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  #24  
Alt 27-01-2007, 12:20
Benutzerbild von ***Nakatomi***
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nein
die sicherheit ist echt, wenn man dazu das selbstbewusstsein der frau als vergleich VOR dem kurs betrachtet.
es dürfte sich um einiges gesteigert haben.
kommt natürlich darauf an wer den kurs gestaltet

was bedeutet, die frau hat keine opfer -ausstrahlung mehr (muss ich die euch definieren- nö- oder? googelt doch mal)und damit fällt sie aus dem beuteschema der meisten gewalttäter heraus.
das ist eine prozentuale steigerung von sicherheit die allein mit einer technik nicht zu erreichen ist

das ist ganz einfach

ob sie im kampfsportlichen sinne eine technik beherrscht danach, ist eine ganz andere sache- wenn ist das super- wenn nicht, auch nicht schlimm.

aber wenn man einer frau einredet, sie hätte eh keine chance- oder sie das noch mitbekommt durch "realitätsnahes" training, dann wirft man sie dem nächsten besoffenen vollidioten zum frass vor.

toll!
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  #25  
Alt 27-01-2007, 12:25
Benutzerbild von marq
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meiner meinung nach tut man das, wenn man jemand in falscher sicherheit wiegt.

PS. ein lippenstift macht eine hässliche frau auch nicht schöner, auch wenn sie das glaubt.
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  #26  
Alt 27-01-2007, 12:31
Benutzerbild von ***Nakatomi***
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und eine schwarzer gurt macht keinen meister
es ist eine frage der innreren einstellung- nicht wahr?
und ein paar seminare machen auch keinen blaugurt, wenn ich mir mal diese bemerkung erlauben darf.


dein charme heute wirft mich mal wieder um marq
wünsch dir ein schönes WE *freundschaftsknuff
naki
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Geändert von ***Nakatomi*** (27-01-2007 um 12:40 Uhr).
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  #27  
Alt 27-01-2007, 13:00
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Ich denke auch, daß im Training bereits der Umgang mit der härte des Ernstfalls annähernd trainiert werden sollte. Es kennen sicher viele hier die Erfahrung, die man macht, wenn man weich trainiert und plötzlich im Ernstfall was wegstecken muss, oder Hebel und Würfe nicht funktionieren weil der Gegner sich eben nicht freiwillig auf den Boden fallen lässt!

Alles in allem denke ich ein guter Trainer arbeitet an solchen Punkten und offeriert Dir dann auch ein Repertoire an Techniken die auf der Straße funktionieren (kein Headkick oder Chuck Norris Sidekick oder irgendwelche anderen Techniken, die vielleicht bei den Schnellsten der Schnellen von zehn mal einmal funktonieren, bei allen anderen aber nicht anwendbar sind). Ich weiß nicht was Euer Karatetrainer in seinem VK System anbietet, denke aber daß ein klassisches Karatetraining in keinem Fall die Antwort auf Deine SV-Fragen sein kann!
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  #28  
Alt 27-01-2007, 22:59
Benutzerbild von Sven K.
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Zitat:
Zitat von ***Nakatomi***
ach- auch das wird den querköppen hier nicht genügen.
das seminar das ich empfohlen habe , welches VON EINER FRAU FÜR FRAUEN abgehalten wird, und zwar von einer ju- jutsu dan trägerin, ju jutsu ausbilderin der polizei berlin- war dem herrn sven k ja nicht mal gut genug.
weil es eine frau ist

so ein blödes machogehabe.


ein frau weiss, was wichtig ist, worauf es ankommt, nimmt auch die gefühle rücksicht - genau das was so einige kerle hier zugegebenermassen falschmachen und falschgemacht haben- und sie weiss in tanjas fall am allerbesten, mit welcher taktik ein vergewaltiger angreift- sie IST polizistin.
woher soll das ein karateboy wissen, der den ganzen tag in seinem dojo kluckt, sich aber das abenteuerlichste seminar ausdenkt und eine traumaspur hinterlässt.
also
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realistisch sein bitte

marq- du verstehst es wirklich, verschüchterte frauen aufzubauen

Tu mir bitte den Gefallen und lies Dir nochmal meine Postings durch !
Eventuell kam es nicht richtig rüber aber: Ich habe mich doch gerade dafür
eingesetzt, das nicht jeder KKler irgendwie,irgendeinen SV-Kurs anbietet.
Gerade das Einfühlungsvermögen ist das A & O in der SV. Was kann man an
mental, psychisch usw. falsch verstehen.?

Ich möchte Deiner JuJutsu - Trainerin, beim besten Willen, nicht zu nahe treten.
Ich kenne sie nicht und habe keine Ahnung ob ihrer Qualifikation.
Aber nur weil sie eine Frau ist und dazu noch Polizistin qualifiziert sie das
nicht automatisch dazu gute SV-Kurse zu geben. Nicht jede Polizistin
weis wie ein Vergewaltiger angreift. Woher auch ? Ist jedenfalls in Land
Bremen kein Ausbildungsbestandteil soweit ich weis.

Eventuell hat sie sich psychologisch weitergebildet, hat sich durch
Kriminalitätsstatistiken gekämpft, Profile von Straftätern durchgearbeitet usw.
Fände ich persönlich sehr genial. Jede(r) Anbieterinnen/Anbieter von Kursen
und Unterricht im SV-Bereich, die/der sich mit Gewaltprävention, Opferschutz
und dem Vermeiden/Bewältigen von Traumata aus Straftaten befasst, hat
meinen vollen Respekt. Es machen aber eben leider die Wenigsten.

Nochmal:
SV_Kurse und normaler KK-Unterricht sind zwei verschiedene Dinge.
In beiden muss aber unbedingt auf die psychischen Aspekte von
Frauen/Mädchen eingegangen werden. Einfühlungsvermögen sollte sowieso
an der Tagesordnung sein. Es gibt auch genug Männer/Jungen die Probleme
mit dem Zusammentrainieren mit Frauen haben. Sie werden von den anderen
Männern oft als Waschlappen/Softies usw. abgestraft und meiden oft ein
KK-Training.


Ach und Macho bin ich bestimmt nicht. Das hat meine Frau mir erlaubt zu sagen.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
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  #29  
Alt 29-01-2007, 12:22
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Kampfkunst: Karate (Shotokan)
 
Registrierungsdatum: 10.01.2007
Ort: Steiermark
Alter: 43
Beiträge: 22
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Zitat:
Zitat von Apfelbaum
Die meisten Frauen werden erst aufgeschlitzt nachdem sie missbraucht wurden, und bis dahin bringt jede gut trainierte Kampfkunst den Übberraschungseffekt auf die Seite der Verteidigerin. Hier gehts nicht um Messerkampf oder Einzelkämpferausbildung gegen Gangs, sondern um Selbstverteidigungstraining für Frauen
Du wirst es nicht glauben - das hab ich durchaus verstanden.
Du hingegen nicht, daß es mit dem Überraschungseffekt nicht weit her ist, wenn die Angegriffene selbst vor Schreck starr ist, weil sie ihre Gedanken ganz woanders hatte, als sie überfallen wurde.

Ich wär der letzte, der den Wert eines seriösen Trainings in Abrede stellen würde (lies auch mal meine anderen Postings, viele sind es eh noch nicht), aber wenn das Mindset nicht paßt, helfen auch alle wunderbaren Techniken nicht.

Wer es schafft, sich nicht überraschen zu lassen, kann dann auch einsetzen, was er gelernt hat - und "Hilfsmittel" zum Einsatz bringen, die die eigene Abwehrfähigkeit erheblich erhöhen. Das schöne an Optionen ist, sie zu haben ....

Geändert von Grauer Wolf (29-01-2007 um 12:25 Uhr).
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  #30  
Alt 29-01-2007, 12:31
Novata
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Grundsätzlich finde ich mal Kurse von ein paar Stunden recht für die Katz, weil es wie auch schon erwähnt wurde auch darum geht, reaktionen an zu trainieren, die man nach ein paar Stunden einfach nicht intus hat. Dazu gehört oft sehr langes Training.

Ich finde es auch wichtig, dass man die Sache langsam angeht. Zuerst auf die Stärken eingehen, und was man alles tun kann. (Wobei ich praktische Hilfsmittel sehr gut finde) und erst dann aufzeigen, was denn alles nicht geht.

Allerdings finde ich es auch nicht gut, wenn man alles locker angeht, und sie in die Polster Schlagen lässt, wobei sie dann raus gehen und das gefühl haben, sie könnten jetzt jedem Angreiffer was. Denn so funktioniert das auch nicht, und verleitet vielleicht im falschen Moment sich zu wehren, als einfach weg zu rennen, wenns möglich ist.

Ich finde auch realistische Sitautionen sehr wichtig. Es bringt mir gar nix, wenn ich jemandem die Nase zertrümmern kann, der in Kampfstellung vor mir steht, und mir Zeit gibt mich zu konzentrieren. Dieses Situation gibts im Ernstfall einfach nicht!
Dann kommst meiner meinung auch darauf an mit wem man das übt. Ist ja schön, wenn ich ne Frau in meiner Gewichtsklasse zu Boden kriege, wenn das ganze aber nicht zieht, wenn es ein Typ ist der nen Kopf grösser ist, und ein paar Kilo mehr hat, nützt es mir im ernstfall wieder nichts. Man sollte auf jeden Fall Wert darauf legen, Techniken zu vermitteln, die auch funktionieren, wenn du nen 100kg typen 1.90 vor dir hast. Klar ist es da schwieriger, aber am Beispiel Schockschlag zum Plexus lässt sich das einfach aufzeigen. wenn dein Gegenüber nicht grad ein Schwächling ist, und man den Schlag nicht sehr sehr präzise hinkriegt, nützt der in meinen Augen nichts. Der berühmte Tritt zwischen die Beine bringt auch nur was, wenn man schnell genug ist, und ebenfalls präzise trifft (ist in meinen Augen auch nicht so einfach wies immer klingt). Da find ich Angriffe auf Augen, Ohren oder ähnliches schon sinnvoller, weil die bei jeder Person gleich empfindlich sind.
Klar sollte man niemand erschrecken, oder gar Angst einflössen, aber etwas Realismus sollte schon sein, schliesslich gehts genau um die Situationen.

Das mit den Hebeln ist meist kompletter Schwachsinn in meinen Augen. Denn gerade wenn der Angreiffer schwerer oder grösser ist, gehen Hebel in den meisten Fällen nach hinten los. Man konzentriert sich zu sehr darauf, was dem angreifer wiederum Zeit gibt, und schon ist die Vorteilsposition weg.

Wenn ich das so unterm Stich betrachte, und meine Erfahrungen auswerte, hilft Waffenlose SV höchstens dann etwas, wenn man sie jahre lang trainiert, und dann auch nur, wenn der Gegner nur in einem gewissen Grad grösser, schwerer oder stärker ist.
Schliesslich ist ein Angreiffer meist auch unter Adrenalin und wenn er wirklich etwas will, da kann man den typischen Schockschlag vergessen.
Daher würd ich es wichtiger finden, dass den Frauen die gar nix mit KK zu tun haben beigebracht wird, wie man Alltagsgegenstände, oder was für SV erlaubt ist (z.B. Pfefferspray) RICHTIG einsetzt.
Denn schon das A & O zum beispiel wie man richtig schlägt oder kickt, erlernt man nicht in ein paar Stunden. Da ist die gefahr gross, dass man zu langsam ist, oder sich selber mehr verletzt als den Gegner.

ich hab schon mit vielen Frauen über dieses Thema gesprochen. Wenn sie aus der KK kommen haben sie oft das gefühl, dass sie es nicht nötig hätten einen Pfefferspray oder so was bei sich zu tragen, weil sie ja Thaiboxen machen... Find ich persönlich die falsche einstellung zur Sache. Klar gibt es einem das berühmte Selbstvertraue nicht auf anhieb in die Opferrolle zu fallen, kann aber auch schwer nach hinten los gehen, weil man im normalen MT Unterricht keine realen situationen antrifft. (z.B. wenn man im Zug sitzt, oder sonst kein Platz für Grundstellung und tritte hat, oder was man tun muss, wenn's zu Boden geht)

Ich laufe auch nicht ängstlich durch die Gegend, und bin vom Körperbau her nicht grad ne Ballerina. Trotzdem nehm ich den Pfefferspray oder zumindest den Schlüsselbund in die Jackentasche (in der handtasche bringt er gar nix) wenn ich z.B. nachts alleine unterwegs bin. Es sollte keine Angst sein, aber gesunden respekt vor gewissen situationen. Und lieber einmal vorsichtig zu viel als zu wenig...
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