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  #1  
Alt 15-07-2010, 12:01
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Standard A. Merendoni: Stock und Messer

Hier ein Clip von Antonio Merendoni, neben den Erzählungen, gibt es immer wieder Stock- und Messergeschichten, der italienischen Schule, zu sehen.

Viel Spaß !



Gruß Markus
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  #2  
Alt 15-07-2010, 13:39
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ich erkenn da den roberto ... war das nicht mal sein lehrer ?? schon gell
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...just chillin
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  #3  
Alt 15-07-2010, 13:45
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Zitat:
Zitat von D-Nice Beitrag anzeigen
... war das nicht mal sein lehrer ?? schon gell
Ja, aber damals sah er noch aus wie Winnetou
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But if they tell you that I've lost my mind
Baby it's not gone just a little hard to find
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  #4  
Alt 15-07-2010, 21:14
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Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 17:26 Uhr).
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  #5  
Alt 15-07-2010, 22:57
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Zitat:
Zitat von Freier Geist Beitrag anzeigen
1. Ist die Haltung des Messers situationsabhängig, bzw. wann weist die Klinge nach vorn, wann nach hinten?

2. Liegen tendenziell zwischen dem, was man bei den FMA mit dem Messer so lehrt, und den italienischen Messerschulen Welten, oder ist das letzten Endes alles sehr ähnlich?
Hallo,
ich bin zwar nicht der Messerexperte, und schon gar nicht was die italienischen Schulen angeht, aber ich war mal auf einem Seminar beim Roberto- dort hat er unterschiedliche italienische Schulen des Messers vorgestellt.
je nach Schule waren sie auch fechterisch ausgelegt- ich konnte nicht allzuviel Ähnlichkeiten mit den FMA ausmachen- aber wie gesagt, ich bin auch weder im FMA noch bzgl. itailienischer Messerkampfschule eine Kompetenz.

Hier ein Seminarbericht von damals:

Zitat:
"Italienischer Messerkampf mit Roberto Laura


Am Samstag den 19.04.08 fand auf Einladung des „Ilyodo Bochum“ ein Seminar unter der Leitung von Roberto Laura statt. Die Teilnehmer kamen aus diversen Kampfkünsten.

Der Referent:
Roberto Laura unterrichtet in seiner Scuola d´Armi (deut.: Waffenschule), welche er in Anlehnung an seinen ersten Lehrer für genuesischen Waffenkampf, la Superba, gennant hat. Den Schwerpunkt des Trainings stellen die bürgerlichen Methoden Nord- und Süditaliens. Im Wesentlichen sind es das apulische System, "I Cavalieri del`Umiltà" (deut.: die Ritter der Demut), die genuesische Waffenkampfkunst, "Bastone e Coltello Genovese" (deut.: genuesischer Stock- und Messerkampf) und das Piemontesische Messer, die Roberto Lauras` Schule ausmachen. Er lernte bei verschiedenen italienischen Meistern. Seine heutigen Lehrer sind Maestro C. Parodi aus Genua und Maestro Peppino aus Apulien.

Der Seminarverlauf:
Zunächst ging Roberto auf einige Basics ein. Darunter fielen verschiedene Arten das Messer zu greifen, die vier Faustlagen, das Erklären der Gefechts- und Angriffslinie und die Beinarbeit. Grundsätzlich und je nach Methode wird auf fechterischen Linien gearbeitet. Das erste System, welches uns Roberto vorstellte, war das norditalienische „Bastone e Coltello Genovese“, wobei wir uns auf den Umgang mit dem Messer beschränkten. Das System geht auf das Jahr 1750 zurück und zeichnet sich durch schnelle Erlernbarkeit und hohe Effektivität aus. Nach zahlreichen Partnerübungen zeigte uns Roberto Auszüge aus der „Piemontesischen Methode“.Diese ist gut für den Nahkampf geeignet und zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass mit umgekehrter Ausrichtung der Schneide (diese zeigt stets nach oben) gearbeitet wird.

Im Anschluss wurden Teile einer sizilianischen Schule trainiert. Dieses System kommt aus der Region Palermo. In dieser Region gibt es zahlreiche Familien/ Schulen, die dieses System mit leichten Abweichungen voneinander trainieren. Der Ursprung liegt in etwa in der Mitte des 19.Jahrhunderts. Es ist dem Säbelfechten entnommen und sieht auch äußerlich sehr fechterisch aus, die freie Hand wird verdeckt hinter dem Rücken gehalten.
Nach kurzer Pause brachte uns Roberto der nordapulischen Methode „a Cielo e Meraviglie“ (deut.: wie Himmel und Wunder) aus Canosa näher. Es ist eine landwirtschafliche Schule von Schäfern und Hirten. Man schätzt das Alter dieser Methode auf ca. 200 Jahre. Die Methode „a zansara“ (die Stechmücke), wurde insbesondere behandelt.
Alle vorgestellten Methoden wurden ausgiebig in Partnerübungen durchgenommen.Die meißten italienischen Methoden weisen keine Drills oder drill-verwandte Übungen auf.

Zu guter Letzt gab Roberto den Teilnehmern einen kurzen Einblick in das System „I Cavalieri del`Umiltà“ (deut.: die Ritter der Demut). Es kommt ebenfalls aus Nordapulien und ist fast 600 Jahr alt (ca. 1417). Dieses System umfasst laut Roberto alles, was man zum Kämpfen braucht ... also auch diverse Schläge und Tritte, Korrekturen und Notfallösungen, den Stockkampf und den Kampf mit Rasier-und Gartenmesser.
Mich hat besonders die Effektivität dieser Methoden beeindruckt. Man konnte erkennen, dass diese Systeme in realen Kämpfen eingesetzt wurden und zum Kämpfen entwickelt wurden.

Schlußwort:
Das Seminar war sehr interessant, lehrreich und hat echt Spaß gemacht, dank der kompetenten Vermittlung des Seminarstoffes und der humorvollen und unkomplizierten Art von Roberto Laura.
Für mich persönlich war das Seminar ein lohnenswerter "Blick über den Tellerrand".
Schönen Gruß !

Geändert von Girevik (15-07-2010 um 23:09 Uhr).
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  #6  
Alt 16-07-2010, 08:34
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Zitat:
Zitat von Freier Geist Beitrag anzeigen
1. Ist die Haltung des Messers situationsabhängig, bzw. wann weist die Klinge nach vorn, wann nach hinten?

2. Liegen tendenziell zwischen dem, was man bei den FMA mit dem Messer so lehrt, und den italienischen Messerschulen Welten, oder ist das letzten Endes alles sehr ähnlich?
Zu 1) Je nachdem, was man persönlich bevorzugt bzw. nach der Beschaffenheit der Waffe.

Zu 2) Die italiensichen Schulen unterscheiden sich untereinander zum Teil sehr; je nachdem, ob sie aus dem Norden des Landes kommen, insularischer Herkunft sind oder aus den mittleren- bzw. südlichen Regionen Italiens stammen, können die regionalen Besonderheiten große Unterschiede ausmachen. Selbst Schulen, die geographisch sehr nahe beieinander liegen, weisen zum Teil große Unterschiede konzeptioneller Art auf.

Beispiel

1. Eine Schule aus der Murgia Bassa namens `A Cielo e Meraviglia´:
YouTube - Coltello e spago

2. Meine Schule:
YouTube - SCHERMA DEL COLTELLO

Diese beiden Schulen kommen aus Gegenden, die gerade mal wenige Kilometer auseinander liegen. Während jedoch die erste Schule eine reine SV-Ausrichtung hat und über KEIN Sparring verfügt sowie auch die Kombi Messer und Schnur aufweist, handelt es sich bei unserer Schule primär um ein Jahrhunderte altes Duellsystem, welches Sparring als zentralen Bestandteil hat; zudem ist unsere Schule wesentlich fechterischer ausgerichtet.

Und so habe auch die Sizilianer, die Kalbresen, die Neapolitaner etc. ihre Eigenheiten innerhalb ihrer Klingenkampfschulen. Wiederum gibt es aber auch sogenannte Schwesternschulen, bei denen einst ein Austausch stattgefunden hat. In Italien gibt es eben hunderte verschiedener Systeme, und dementsprechend gibt es viele Gemeinsamkeiten wie auch viele Unterschiede.

Mit den philippinischen Systemen sehe ich, bis auf wenige Ausnahmen, nicht allzu viele Gemeinsamkeiten - zumindest nicht im Esprit und in der Methodik und Didaktik. Wenn, dann noch am meisten bei der Schule von Sonny Umpad, beim Pekiti Tirsia und auch beim Lameco.

Ciao,

Roberto
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Geändert von roberto (16-07-2010 um 13:41 Uhr).
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  #7  
Alt 16-07-2010, 11:38
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  #8  
Alt 16-07-2010, 18:25
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  #9  
Alt 16-07-2010, 23:46
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Zitat:
Zitat von Freier Geist Beitrag anzeigen
YouTube - demo vol 4 lajolo Knife system Master Danilo Rossi Lajolo di Cossano

Ist das ab Minute 5:30 eine (Partner-)Form, oder ist das spontan, also eine Art Sparring?

Gruß

FG
Sieht nach Sparring aus; wobei ich das System von Rossi nicht kenne. Wir arbeiten mehr im Kreis und auch etwas lockerer... und so meinte ich es: die Schulen unterscheiden sich dermaßen, dass Vegleiche schwer sind.

Zumindest glaube ich nicht an den Einsatz der Schnur bzw. des Tuches beim Messerkampf. Binde ich nämlich den Gegner, bin auch ich gebunden. Beim Messerkampf sollte man aber stets beweglich bleiben, um jederzeit ausweichen oder im Notfall auch fliehen zu können.

Wenn Stoff, dann eine Jacke oder ein Mantel - beide haben mehr Masse als ein Schnürchen und können demnach auch schlagend, also als Waffe eingesetzt werden. Dies ist aber lediglich meine Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit.

R.
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Geändert von roberto (17-07-2010 um 12:29 Uhr).
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  #10  
Alt 17-07-2010, 19:09
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Kann man Jacke/Mantel auch defensiv, sprich zum blocken des gegnerischen Messers einsetzen oder als Ablenkung um a) Distanz zu schaffen b) abzuhauen? So wie die SV-Systeme ablenken durch Gegenstände in Richtung Gesicht werfen behandeln bzw Hutton in Cold Steel den Schlag mit dem Säbelknauf ins Gesicht des Gegners (bei zu enger Mensur).
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  #11  
Alt 18-07-2010, 08:29
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Zitat:
Zitat von DavidBr. Beitrag anzeigen
Kann man Jacke/Mantel auch defensiv, sprich zum blocken des gegnerischen Messers einsetzen oder als Ablenkung um a) Distanz zu schaffen b) abzuhauen? So wie die SV-Systeme ablenken durch Gegenstände in Richtung Gesicht werfen behandeln bzw Hutton in Cold Steel den Schlag mit dem Säbelknauf ins Gesicht des Gegners (bei zu enger Mensur).
Man kann die Jacke bzw. den Mantel, wie Du auch schon geschrieben hast, auf verschiedene Weisen verwenden: die Jacke kann offensiv eingesetzt werden (hierfür gibt es diverse Schlagformen aus Positionen, die weitgehend offen sind); die Jacke kann "defensiv" eingesetzt werden (hierbei muss auf die Laufrichtung geachtet werden).

Wobei ich jetzt davon spreche, die Jacke in Verbindung eines Messers zu verwenden. Der bloße Einsatz der Jacke, also ohne gleichzeitigen Einsatz des Messers, ist eine andere Geschichte.

R.
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  #12  
Alt 18-07-2010, 11:02
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Hi Roberto,

was genau meinst du mit "weitgehend offenen Positionen"? Meinst du mit der Laufrichtung in der Defensivaktion, dass ich gegen die Bewegung des Gegners mit der Jacke arbeite?

Also das mit nur Jacke gegen Messer würd mich jetzt doch interessieren.
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  #13  
Alt 18-07-2010, 12:48
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Zitat:
Zitat von DavidBr. Beitrag anzeigen
Hi Roberto,

was genau meinst du mit "weitgehend offenen Positionen"? Meinst du mit der Laufrichtung in der Defensivaktion, dass ich gegen die Bewegung des Gegners mit der Jacke arbeite?

Also das mit nur Jacke gegen Messer würd mich jetzt doch interessieren.

Schaust du hier :

Italienischer Messerkampf Lehrgang mit Roberto Laura 25.09.2010
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  #14  
Alt 18-07-2010, 19:08
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Vielleicht in etwa so wie hier (siehe Bilder ganz unten am Artikel):

L’art de se defendre dans la Rue Defense dans la Rue
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Cha togar m' fhearg gun dìoladh - Nemo me impune lacessit
www.cateransociety.com - www.kampfkunstschmiede-kostheim.de
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  #15  
Alt 18-07-2010, 20:37
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Zitat:
Zitat von DavidBr. Beitrag anzeigen
Hi Roberto,

was genau meinst du mit "weitgehend offenen Positionen"? Meinst du mit der Laufrichtung in der Defensivaktion, dass ich gegen die Bewegung des Gegners mit der Jacke arbeite?

Also das mit nur Jacke gegen Messer würd mich jetzt doch interessieren.
"Offene Positionen" sind dann gegeben, wenn der weg zum eigenen Öbrkörper frei ist bzw. dem Gegner frei erscheint.

Soweit ich Dich bezüglich der Laufrichtung richtig verstehe, müsstest Du meinen Gedanken korrekt gedeutet haben. Schriftlich ist das leider immer recht schwer, zu verstehen, was der andere genau meint; aber ich glaube, wir haben das hier in etwa hinbekommen.

R.
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