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  #1  
Alt 04-02-2010, 18:21
Zunte
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Standard Antiker Leinenpanzer schützt so gut wie Kevlar

Nicht ganz sauber, aber dennoch interessant

Archäologie-Experiment: Antiker Leinenpanzer schützt so gut wie Kevlar - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
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  #2  
Alt 04-02-2010, 18:43
Benutzerbild von Helmut Gensler
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Alter: 59
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wo kreige ich nur den Leim her?
Ich habe schon Schuppenpanzer und Kettenhemd selbst gestrickt, lausig schwer auf Dauer.
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  #3  
Alt 04-02-2010, 21:43
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Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 27.10.2009
Beiträge: 450
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Das Rezept des Klebers ist doch in dem Spiegel-Artikel angegeben. Ich frage mich nur, ob das Shampoo als Zutat wirklich historisch verbürgt ist

Gruß
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  #4  
Alt 04-02-2010, 22:09
Benutzerbild von Klaus
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Beiträge: 12.556
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Es gab auch tatsächlich kugelsichere Westen aus Seide. Kugelsicher allerdings bei damaligen Geschossen, nicht bei ner .50 aus nem M107.

Die Rüstungen aus Seide, Holzplättchen, Lamellen und anderen Textilien waren wirklich ganz schön haltbar. Krieger die noch ein Kettenhemd drüber getragen haben, hatten einen unheimlichen Ruf als "unbesiegbar", weil das einfach ne Menge abgehalten hat was nicht direkt ins Gesicht ging. Man musste es nur tragen können.
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"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
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  #5  
Alt 04-02-2010, 22:29
Zunte
Gast
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Seide hat unteranderem den Effekt, das sie mit dem Pfeil in den Körper dringt und der Pfeil somit viel einfach zu entfernen ist und Entzündungen vorgebeugt wird.
Nicht umsonst hat, Cingiz Khan bei der Heeresreform von 1206 das Tragen von Seidenhemden angeordnet.
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  #6  
Alt 04-02-2010, 22:48
Benutzerbild von mykatharsis
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Man musste es nur tragen können.
Ach, manche Leute können einfach alles tragen.
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Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche
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  #7  
Alt 04-02-2010, 23:28
Benutzerbild von Klaus
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Ort: NRW
Beiträge: 12.556
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Aber nur mit Streifen, oder sommerlichen Farben.
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  #8  
Alt 05-02-2010, 00:09
inaktiv
Kampfkunst: kämpfen
 
Registrierungsdatum: 21.02.2008
Ort: Ingenbohl
Alter: 22
Beiträge: 17.415
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Zitat:
Zitat von Zunte Beitrag anzeigen
Seide hat unteranderem den Effekt, das sie mit dem Pfeil in den Körper dringt und der Pfeil somit viel einfach zu entfernen ist und Entzündungen vorgebeugt wird.
Nicht umsonst hat, Cingiz Khan bei der Heeresreform von 1206 das Tragen von Seidenhemden angeordnet.
igitt... aber klingt logisch
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  #9  
Alt 05-02-2010, 07:38
Benutzerbild von Jörg B.
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Kampfkunst: Hauen und Stechen
 
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Mit einem Geschoß o.ä. eindringen tut jeder Stoff, damals wie heute. Seide hat den Vorteil, nicht mit der Wunde zu verkleben.

Auch später wurde Seide oft in Kleidung verwendet, die unter der Rüstung getragen wurde. In einem Text aus dem 15. Jahrhundert über die Ausrüstung, die man zu einem Kampf in Rüstung tragen soll, wird ein sogen. 'Rüstwams' empfohlen, dessen Innenfutter aus Seide besteht.
__________________
Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem
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  #10  
Alt 05-02-2010, 10:28
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: EskriMma
 
Registrierungsdatum: 12.12.2004
Ort: /dev/null
Beiträge: 2.252
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also in meiner Vorstellung sieht ein antiker Held NICHT so aus
aber guter Fund und sehr interessanter Artikel
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Die HP meiner Freundin:
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  #11  
Alt 05-02-2010, 10:54
Zunte
Gast
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Zitat:
Zitat von mykatharsis Beitrag anzeigen
Ach, manche Leute können einfach alles tragen.
Gibts bestimmt auch in den Farben der Saison
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  #12  
Alt 05-02-2010, 11:43
Benutzerbild von Garin
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Das mehrere übereinander getragene Stofflagen einen guten Schutz bieten ist eigentlich schon längst bekannt.

Im 10. bis 13. Jh. waren gerade die Stoffe neben den Kettenhemden als Rüstung mindestens genau so verbreitet und populär gewesen. Das beste Beispiel dafür ist z.B. Maciejowski Bibel.
Natürlich kann man BIBEL nur bedingt als QUELLE nehmen. Man sieht z.B. dass berittene Kämpfer sind eher mit den Kettenhemden geschützt. Ob es eine Art symbolische Hervorhebung der Ritter gegenüber den normalen Fußsoldaten darstellt – weiß ich nicht. Dennoch findet man unter den Abbildungen mehrere Varianten von Stoffrüstungen. Diese Rüstungsart bezeichnet man als „Aketon“ und sie wird überwiegend über den Gambeson oder Kettenhemd getragen.

Zusätzlich gibt es Überlieferungen aus den Kreuzzügen, wo mit großer Verwunderung berichtet wurde dass die Pfeile richteten den „Kriegern aus dem Abendland“ nicht selten kaum einen Schaden.
Natürlich dies hängt von vielen Faktoren ab, aber Tatsache ist Tatsache.

Ich persönlich trainiere oder kämpfe in einem Gambeson. Ein Aketon wurde bestellt, aber ich bin leider etwas breiter geworden und muss das Teil neu zusammennähen.
Generell kann ich sagen dass so eine Art Rüstung ist extrem beweglich, pflegeleicht (solange keine scharfen Sachen an sie rankommen), transportleicht da wenig Gewicht und beliebig faltbar.
Und vor allem bietet durch kleine Veränderungen sogar einen sehr guten Schutz gegen schwerere Waffen wie z.B. Hellebarde oder so was.
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Ein guter Sportler muss nicht zwangsweise guter Kämpfer sein, aber ein guter Kämpfer ist zwangsweise auch guter Sportler.
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  #13  
Alt 05-02-2010, 12:50
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Ein wirklich sehr interssanter Artikel. Allerdings halte ich den Vergleich mit einer modernen Kevlar Weste etwas übertrieben. Pfeile bzw Armbrustbolzen haben natürlich auch eine gute Durchschlagskraft, aber sie sind sicherlich leichter zu stoppen, als die heutigen Vollmantelprojektile vor denen die Kevlar Westen schützen sollen.

Geändert von mrx085 (05-02-2010 um 13:21 Uhr).
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  #14  
Alt 05-02-2010, 13:03
Benutzerbild von Garin
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Kampfkunst: Schwertkampf Vollkontakt
 
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stimt
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  #15  
Alt 05-02-2010, 14:41
Benutzerbild von sbenji
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Zitat:
Zitat von mrx085 Beitrag anzeigen
Ein wirklich sehr interssanter Artikel. Allerdings halte ich den Vergleich mit einer modernen Kevlar Weste etwas übertrieben. Pfeile bzw Armbrustbolzen haben natürlich auch eine gute Durchschlagskraft, aber sie sind sicherlich leichter zu stoppen, als die heutigen Vollmantelprojektile vor denen die Kevlar Westen schützen sollen.
Die Westen, die gegen solche Geschosse schützen sollen besitzen auch Platten aus Stahl spezieller Keramik oder spez. Kunststoffen
(=>Plattenpanzer)

----

Damit ist wohl ein weiteres Kind der modernen Technologie gestorben, da war wohl schon wieder ein antikes Völkchen schneller.
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