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  #76  
Alt 12-02-2010, 14:50
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Zitat:
Zitat von sbenji Beitrag anzeigen
Die Geschwindigkeit mit der das Holz zurückgeht hängt aber von der Beschleunigung ab, wo wir dann wieder bei
F=m*a bzw a=F/m wären
Umgekehrt, die Beschleunigung hängt davon ab was der "Motor", nämlich das gespannte Holz, beim Loslassen macht. Bei konkreten Materialien kann man da nicht mit idealisierten Zahlen kommen. Das wäre sonst als würde man sagen, die Leistung eines Formel-1-Motors hängt davon ab wie stark der Wagen beschleunigt.
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  #77  
Alt 12-02-2010, 14:55
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Also bei Annäherung gegen den Wind würde ich mal einfach in Erwägung ziehen, dass die Viecher einfach gute Augen haben. Löwen nähern sich ja nicht umsonst liegend, und in klitzekleinen Schrittchen an, und tun so als würden sie nur liegen.
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  #78  
Alt 12-02-2010, 15:05
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Das kann bereits ich

Beim einhändigen Kreuzheben mach ich so um die 110kg maximal... also fast 250 englische Pfund......

Und dies ist keineswegs sonderlich viel.....

Denn beim Bodenspannen kann man die Kraft NICHT aus den Beinen holen wie beim Kreuzheben a.k.a HAntel vom Boden heben.

aber 100 Pfund dürften für jeden sportlichen typen drinliegen
Ich meinte da auch nicht kreuzheben, sondern wie beim Bogenspannen eine Hand auf den Boden mit dem Gesicht Richtung Boden, und dann einhändig wie beim Spannen die Hantel heben. 100 Kilo hebe ich so eher nicht an, im Moment leider auch keine 10.
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  #79  
Alt 12-02-2010, 15:23
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Umgekehrt, die Beschleunigung hängt davon ab was der "Motor", nämlich das gespannte Holz, beim Loslassen macht. Bei konkreten Materialien kann man da nicht mit idealisierten Zahlen kommen. Das wäre sonst als würde man sagen, die Leistung eines Formel-1-Motors hängt davon ab wie stark der Wagen beschleunigt.
ich schrieb doch a=F/m

Weiter:
F=D*s

D:Federkonstante

a=D*s/m

hier vereinfacht( ohne Verluste )
Und ob sich D ändert wird auch nicht beachtet.

Wenn man genaue Werte haben will, baut man die Grundformel weiter aus, aber das Physikalische Prinzip ändert sich nicht
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  #80  
Alt 12-02-2010, 15:26
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ich meinte da auch nicht kreuzheben, sondern wie beim Bogenspannen eine Hand auf den Boden mit dem Gesicht Richtung Boden, und dann einhändig wie beim Spannen die Hantel heben. 100 Kilo hebe ich so eher nicht an, im Moment leider auch keine 10.
Mein Beileid ...

Aber 100kg hebe ich so ganz bestimmt nicht

Aber so 40-50 sollten mit ach und krach drinliegen....
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  #81  
Alt 12-02-2010, 15:27
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen


Aber so 40-50 sollten mit ach und krach drinliegen....
Du Tier, mich würd' mal arg dein Trainingsplan interessieren .
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  #82  
Alt 12-02-2010, 15:28
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Zitat:
Zitat von DieKlette Beitrag anzeigen
Du Tier, mich würd' mal arg dein Trainingsplan interessieren .
Ist das viel

Ich würd mal behaupten, jemand der auf Kraft trainiert hebt einiges einiges mehr....
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  #83  
Alt 12-02-2010, 15:32
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Ist das viel

Ich würd mal behaupten, jemand der auf Kraft trainiert hebt einiges einiges mehr....
Logo, aber die Kunst bei ordenlichem Konditionstraining und Kraftausdauertraining noch die Maximalkraft zu steigern ist echt was für sich.

Hab' durch mein vieles Kickboxtraining mein Pumpen relativ einstellen müssen, weil ich nur noch Muskelkater hatte und meine Kondition flöten ging.

Das ist jetzt arg offtopic, aber wenn Du Tipps zur Regeneration hast, gerne per PN!
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  #84  
Alt 12-02-2010, 16:21
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Zitat:
Zitat von sbenji Beitrag anzeigen
ich schrieb doch a=F/m

Weiter:
F=D*s

D:Federkonstante

a=D*s/m

hier vereinfacht( ohne Verluste )
Und ob sich D ändert wird auch nicht beachtet.

Wenn man genaue Werte haben will, baut man die Grundformel weiter aus, aber das Physikalische Prinzip ändert sich nicht
Das ist ja prinzipiell nicht verkehrt, aber die Formel beschreibt einen Zusammenhang in dem eine "Federkonstante" verwendet wird um die Eigenschaften des Materials zu beschreiben. Die ist aber eben nicht konstant über Materialgrenzen und Konstruktionen hinweg: Federkonstante ? Wikipedia

Meine "These" war, dass diese Federkonstante wesentlich davon abhängt, was für eine genaue Konstruktion man verwendet, und welche(s) Holz(arten). Nicht jeder Bogen mit 100lb Zugkraft wird genau die gleiche Beschleunigung erzielen.
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Geändert von Klaus (12-02-2010 um 16:23 Uhr).
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  #85  
Alt 12-02-2010, 16:44
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen

Meine "These" war, dass diese Federkonstante wesentlich davon abhängt, was für eine genaue Konstruktion man verwendet, und welche(s) Holz(arten). Nicht jeder Bogen mit 100lb Zugkraft wird genau die gleiche Beschleunigung erzielen.
Ich hingegen denke, dass dieser Unterschied nicht SOOOOO riesig ist.
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  #86  
Alt 15-02-2010, 03:31
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Die Beschleunigung der Bogensehe ist doch erstmal irrelevant. Ganz vereinfacht gesagt bestimmt der Bogen wieviel Schaden der Pfeil anrichtet.
Im Prinzip wird durch Spannen des Bogens einfach nur Energie (vom Menschen) in den Bogen übertragen und diese Energie wird dann, je nach Wirkungsgrad des Bogens, beim Abfeuern auf den Pfeil übertragen.
es gilt
E_span * Wirkungsgrad = E_kin = 1/2 m v^2
Für die Geschwindigkeit des Pfeils nach dem Abfeuern gilt also:
v = Wurzel {2* E_span * Wirkungsgrad/m }
Wie schnell der Pfeil also fliegt, hängt also nur von seiner Masse ab und vom Wirkungsgrad des Bogens (wenn man immer davon ausgeht das wir immer auf die gleiche Weise spannen also immer die gleiche Spannenergie haben).

Der Schaden den der Pfeil macht hängt insgesammt von seiner Energie (kinetischen Energie) ab. Jetzt zu sagen, die Energie hängt nur von der Masse und der Geschwindigkeit ab, wäre das gleiche wie zu sagen die Farbe eines Apfels hängt davon ab ob er Rot oder Grün ist.

Klar, wenn ich wissen will wieviel Energie der Pfeil hat, kann ich seine Geschwingikeit messen und seine Masse bestimmen und kann dann genau sagen wie groß seine kinetische Energie ist, aber ich weiß nichts darüber wieso er gerade diese Energie hat. Und darum geht es ja.

Angenommen wir können jeden Bogen aufgrund unserer Anatomie genau um 1 Meter spannen (egal wie viel Kraft wir aufbringen müssen) dann hängt die Energie eines konkreten Pfeiles, der mit verschiedenen Bogen abgeschossen wird, nur von der Art des Bogens ab. Also von der Sehnenstärke, Widerstand des Bogenmaterials etc. also von der Energieaufnahmefähigkeit des Bogens und eben noch vom Wirkungsgrad, also dem Maß dafür wie gut der Bogen diese gespeicherte Energie auch wieder abgeben kann (bzw. wieviel davon er wieder abgeben kann). Diese Energieaufnahmefähigkeit bestimmt im übrigen auch wieviel Widerstand der Bogen dem Menschen beim spannen entgegensetzt, sprich die Kraft mit welcher der Bogen den Pfeil beschleunigt.

Es gilt E_span = F * s ; s = Spannweg (wenn man von einer nicht vom Ort abhängenden Spannkraft ausgeht).
Es ist aber, wie schon angesprochen so, das eben nicht die ganze Spannernergie auch abgegeben wird beim loslassen. Denn hier spielt der Wirkungsgrad eine Rolle, teilweise durch Wärme oder Schwungenergie die noch inder Sehne bleibt etc, wirkt beim entspannen nicht die Kraft F auf den Pfeil sondern eine Kraf F' die aber vermutlich nicht so dramatisch viel geringer ist.
Lässt man nun los wirkt auf der ganzen länge des Entspannungsweges die Kraft F', vernachlässigt man die Masse der Sehne dann würde diese Kraft nur den Pfeil beschleunigen. Es gilt also
F' *s = E_kin
grob gesagt kann man sagen F * s = E_kin.
Diese Kraft hängt aber wiegesagt vom Bogenmaterial und der Bauart ab.
Am ende kann man dann Schlussfolgern:
Die kinetische Energie des Pfeiles (bei konkreter Pfeilmasse, seine Geschwindigkeit) hängt vom Spannweg und der Kraft des Bogens ab.
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  #87  
Alt 15-02-2010, 15:13
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Zitat:
Bekannt ist in jedem Fall die Wirkung mongolischer Bögen auf die entsprechenden Rüstungen europäischer Gegner, da man diese vermutlich an Bodenfunden auf bekannten Schlachtfeldern ablesen konnte.
Persönlich kenne ich keine solchen Funde die sich klar der Wirkung mongolischer Bögen zuordnen ließen.

Zitat:
Ob die kolportierten 180lb mongolischer Herrscher stimmen, ist so eine Sache.
Genau genommen haben wir überhaupt keine Angaben, wie Zugstark die Mongolischen Bögen waren.

Es gab kein Maßsystem und es wurden auch keine Stärken überliefert die man irgendwo einordnen könnten. Man kann nur allgemein sagen, daß die mongolischen Bögen sehr zugstark waren, daß ist aber auch schon alles.

Anders sieht es bei den Mandschu aus, die ein System hatten die Stärke von Bögen einzuordnen. Und es gibt klare Überlieferungen sowohl schriftlicher Art als auch überlieferte Bögen die verblüffend große Zugstärken haben und die sich mit den Angaben der Schriften decken.

Buchempfehlung dazu:

Amazon.com: The Manchu Way: The Eight Banners and Ethnic Identity in Late Imperial China (9780804746847): Mark Elliott: Books

Fakt ist, daß Kämpfer der Manchu mit Bögen agierten deren Zuggewicht teilweise extrem hoch war.

Das Zuggewicht ist aber nicht alles, ob ein Bogen ein sehr großes Zuggewicht hat, bestimmt nicht allein wie sich dann der Pfeil verhält. Es gibt Bögen die haben zwar ein extrem großes Zuggewicht, die Arme der Bögen bewegen sich aber langsamer und der Pfeil beschleunigt weniger.

In der Folge dessen können Bögen die ein niedrigeres Zuggewicht haben gegebenenfalls trotzdem weiter schießen.

Darüber hinaus muß beim Einsatz im Krieg bedacht werden, daß der Bogen ja oft hintereinander geschossen werden muß, weshalb sich übergroße Zuggewichte schon daraus verbieten. Egal wie trainiert man ist, bei einer übergroßen Zugkraft ist man nach wenigen Pfeilen bereits am Ende seiner Kräfte.

Für den Einsatz im Krieg waren bei den Mongolen wie bei den Manchu Bögen im Bereich von 100 bis 120 am verbreitetsten. Stärkere Bögen machten in der Praxis des Kampfes keinen Sinn. Es gab zumindest bei den Manchu immerhin auch viele Wettkämpfe deren Inhalt es demgegenüber war, möglichst starke Bögen zu spannen und zu schießen. Die Manchu betrieben aber was wenig bekannt ist zugleich auch exzessiv das Gewichtheben. Solche überstarken Bögen wurden von den Manchu daher zu Trainingszwecken und für Wettbewerbe verwendet, nicht im tatsächlichen Kampf.
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  #88  
Alt 15-02-2010, 15:44
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@Warjag

Hast du Bilder solche überschwerer Mandschubögen?
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  #89  
Alt 15-02-2010, 15:46
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Zitat:
Zitat von Warjag Beitrag anzeigen
Persönlich kenne ich keine solchen Funde die sich klar der Wirkung mongolischer Bögen zuordnen ließen.
Was ist mit Liegnitz, Muhi und Kalka? Exisistieren keinerlei Funde dazu?
Allerdings werden die Heere Batu Chans vermutlich nicht mehr rein mongolischer Natur gewesen sein und von daher auch nicht mehr ausschlieslich oder kaum noch mit mongolischen Bögen bewaffnet.

Geändert von Zunte (15-02-2010 um 15:49 Uhr).
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  #90  
Alt 15-02-2010, 16:36
Benutzerbild von Klaus
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Die Manchu sind Mongolen.
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