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  #61  
Alt 04-03-2011, 18:46
Benutzerbild von itto_ryu
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Zitat:
Zitat von Deno Beitrag anzeigen
@Itto
Was hat ein derzeit lebender Boxtrainer, der einem direkte Anweisungen gibt und einem Dinge direkt zeigt, denn bitte mit historischen Quellen zu tun?
-nicht das Geringste, wir sprachen hier in diesem Kontext allerdings von hist. Quellen..
Ausgehend von Quellen, die dir direkte Anweisungen geben und es somit direkt zeigen, gibt es keinen Unterschied. Warum sollte quellennahes Fechten also albern werden? Das musst du mir bitte genauer erklären.
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  #62  
Alt 04-03-2011, 18:54
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Ja, seltsam. Ich komm nicht dahinter, was dagegen sprechen sollte, Quellen heranzuziehen, wenn welche vorhanden.
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  #63  
Alt 04-03-2011, 18:58
Benutzerbild von itto_ryu
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Zitat:
Zitat von DeepPurple Beitrag anzeigen
Ja, seltsam. Ich komm nicht dahinter, was dagegen sprechen sollte, Quellen heranzuziehen, wenn welche vorhanden.
Ich verstehe eher nicht, warum es alberner wird, je quellennäher es ist. Die Logik entzieht sich mir irgendwie.
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  #64  
Alt 04-03-2011, 19:04
inaktiv
Kampfkunst: Ein paar Escrima und Judo Konzepte
 
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[QUOTE=jpk@kkb;2484229
Es geht nicht darum, seinen eigenen STIL zu finden und zu begründen. Sondern seinen eigenen Weg zu gehen. Bitte verwechselt das nicht. Jemand, dem man innerhalb eines Stils in seinem Weg fördert, wird weitaus schneller lernen, als in einer Gruppe in Nachahmung einer Bewegung.

Hast du das Prinzip verinnerlicht, so dass du es jederzeit abrufen kannst, ist die exakte Ausführung der Bewegungen zwar nicht völlig Banane aber nahe dran. Lernst du immer nur die Bewegungen nachzuahmen, so wird sich kein Verständnis bilden. Das Verständnis des Prinzips sind die Basics in meinen Augen. Erst aus diesem Verständnis entwickelt sich eine korrekte Umsetzung der KK. Nun erst beginnt die eigentliche Arbeit. Nun erst kannst du richtig üben. Alles andre davor, war Nachahmung.

[/QUOTE]



Sehr sehr gute Ausführungen! Perfekt analysiert!!!

Beste Grüße
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  #65  
Alt 04-03-2011, 19:07
inaktiv
Kampfkunst: Ein paar Escrima und Judo Konzepte
 
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Zitat:
Zitat von jpk@kkb Beitrag anzeigen
Was ist also der perfekte Hieb?

Der perfekte Hieb trifft in einer absolut natürlichen Bewegung ohne jeden Schnörkel wie von einer Schnur gezogen ins Ziel. Der perfekte Hieb ist nichts anderes als ein einfacher Bauernschlag, wenn man den alten Meistern glauben kann. Trifft ein Hieb satt - ohne dass man selbst getroffen wird, so hat man den perfekten Hieb vollbracht.

Dein Meister, Lehrer, Trainer kann dir diesen perfekten Hieb NIE beibringen. Er kann dir nur sagen, was du falsch machst und dir versuchen, den Weg für DEINEN perfekten Hieb zu ebnen. Der perfekte Hieb muss von dir und aus dir kommen. Es gibt so genannte Naturfechter, die das in wenigen Wochen beherrschen (ein Phänomen das schon im 18. Jahrhundert diskutiert wurde). Aber es gibt auch Leute, denen ist eine solche natürliche Bewegung so fremd, dass sie für einen einfachen natürlichen Hieb Jahre brauchen. Auf Basis der Militarisierung und Standarsisierung von KK Abläufen, sind diese direkten Lehrer-Schüler Beziehungen zerbrochen. Nur wenige KK nehmen Privatunterricht. Viele Leute meinen, dass sie KK in einer großen Gruppe erlernen können. Doch das dauert etliche Jahre länger, denn statt DEINEN perfekten Hieb zu erlernen, wird dein Körper und Geist auf den Standard angepasst. Du erlernst nun den perfekten Hieb eines Stils. Ob dieser zu dir passt oder nicht, ist irrelevant.
100% Zustimmung!!!
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  #66  
Alt 04-03-2011, 19:14
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Zitat:
Zitat von itto_ryu Beitrag anzeigen
Ich verstehe eher nicht, warum es alberner wird, je quellennäher es ist. Die Logik entzieht sich mir irgendwie.
Interpretationsversuch meinerseits:

Vielleicht so in Richtung:

A: "Hm, das funktioniert nicht so richtig!"
B: "Das steht aber so da! Deshalb machen wirs auch so!"
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"Macht nichts, wenn die Preise für Reis und Mais steigen - Hauptsache, die Bolos bleiben billig!" ;-)
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  #67  
Alt 04-03-2011, 19:21
Benutzerbild von itto_ryu
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ja gut, sowas mag vorkommen, aber der akribische, selbstkritische Steineumdreher wird daraus schließen, dass erirgendetwas noch nicht richtg gemacht hat in seiner Interpretation und weitersuchen. Aber sicherlich gibt es auch Sachen, die individuell nicht funktionieren oder ggf. auch gar nicht funktionieren. Aber das ist ja der Reiz an der Quellenarbeit, korrekt verstehen, korrekt ausführen und mehr dazu erfahren.
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  #68  
Alt 04-03-2011, 19:23
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Ah kapiere. Und die Alternative ist, dass ich das Rad komplett neu erfinde und alles selbst entwerfe, ohne mich auf vorhandenes Material zu stützen.
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  #69  
Alt 04-03-2011, 19:25
inaktiv
Kampfkunst: Ein paar Escrima und Judo Konzepte
 
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Zitat:
Zitat von jpk@kkb Beitrag anzeigen
Körperliche Fitness ist ein erstrebenswertes Ziel, das ich auch intensiv verfolge. Doch man sollte sie nicht mit den Fähigkeiten der KK verwechseln. Nur für Sport brauchst du Fitness.
Das ist falsch. Man braucht für die KK genauso viel Fitness wie für den Sport, aber eine andere.

Ein Bodenkämpfer wie die Gracies, der kann Muskeln haben wie ein Spargeltarzan und zuschlagen wie Regine Halmich und trotzdem dreimal die UFC gewinnen. Ein Boxer kann sich ggf. mit Liegestützen und Klimmzügen behelfen und Beine wie ein Storch haben. Alle Sportler brauchen eine super Kraftausdauer und super Kondition.

Ein Waffenkampf ist nach einem bis drei Schlägen vorbei. Marathontraining bringt daher nichts. Kraftausdauer und Kondition braucht man nur, um ein längeres Training und die Trainings-Spiele durchzustehen, nicht aber für den Kampf als solchen und sollte daher niemals im Fokus stehen. Umso größer muss dafür die Schnellkraft/Explosivkraft/Maximalkraft sein. Das geht nur mit einem sehr gezielten auf den jeweiligen Körper abgestimmten Krafttraining, nicht jeder kann alles trainieren. Und es geht eben nicht darum, Arme wie ein Bodybuilder aufzubauen um sich für Conan der Barbar halten zu können. Für den perkekten Hieb muss die Power aus dem ganzen Körper kommen. Storchen-Beine sind ein No-Go für Schwertkämpfer. Der ganze Körper muss trainiert werden und zwar mit einfachen Grundübungen. Im Krafttraining gilt genauso wie beim Schwertkampf: [B]Basics, Basics, Basics.[/B]

Beste Grüße
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  #70  
Alt 04-03-2011, 19:29
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Kampfkunst: Ein paar Escrima und Judo Konzepte
 
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Zitat:
Zitat von Deno Beitrag anzeigen
Hmm..-muss einem denn wirklich beigebracht werden "seinem Gegenüber zu zu hören, wie er sterben will", oder reicht es evtl. aus für sich selbst zu wissen "ich bringe mein Gegenüber jetzt auf diesem o. jenem Weg um"?
-in einem Kampf versuche ich doch nicht (wie bspw. in einigen KS) auf Lücke zu kämpfen, sondern versuche meinem Gegenüber "meinen Weg" aufzuzwängen, alles andere wäre mir persönlich eine zu defensive mentale Grundeinstellung..

Vollste Zustimmung!

Beste Grüße
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  #71  
Alt 04-03-2011, 19:36
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Zitat:
Zitat von T. Stoeppler Beitrag anzeigen
Das kam ganz klar als Pauschalschlag gegen alle, die mit den Quellen arbeiten, rüber.
Ich hatte mal einen hochinteressanten viel gelesenen Thread zur Weinerlichkeit/Kritikfähigkeit in den FMA verfasst, der leider momentan im KKB nicht mehr auffindbar ist. Was ist denn an verbaler Kritik so schlimm??

Warum müssen Threads bei einer kontroversen Diskussion geschlossen werden? Finde ich sehr schade.

Beste Grüße
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  #72  
Alt 04-03-2011, 19:48
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Wenn man seinen Körper intensiv benutzt, ist ein gewisser Grad körperliche Fitness von Nöten, das ist klar. Die Übung selbst soll diesen Zweck aber schon erfllen, glaubt man einigen Quellen zum Broadsword und Säbel wird der physisch förderliche positive Aspekt der Übungen öfters erwähnt. D.h. aber nicht, dass man wie Tarzan aussehen muss, um ein Schwert effektiv führen zu können. Und man müsste einige Versuchsreihen starten, um evt. belegen zu können, dass bei technisch gleichwertigen Fechtern der körperlich fittere Fechter die ebsseren Chancen hat. Über sowas wurde hier oder anderswo glaube ich schon mal langwierig diskutiert.
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  #73  
Alt 04-03-2011, 19:50
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Zitat:
Zitat von Security Beitrag anzeigen
Ich hatte mal einen hochinteressanten viel gelesenen Thread zur Weinerlichkeit/Kritikfähigkeit in den FMA verfasst
Schlag 1, Schlag 1, Schlag 1
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  #74  
Alt 04-03-2011, 19:57
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Zitat:
Zitat von itto_ryu Beitrag anzeigen
D.h. aber nicht, dass man wie Tarzan aussehen muss, um ein Schwert effektiv führen zu können.
Das stimmt. Wer aber keine starken Hüften/Beine hat und nicht verstanden hat, wo und wie die Power im Körper generiert wird, der schlägt auch mit dem Schwert nur so zu wie Jane.

Schwertkampf und Krafttraining sind Brüder, Technik ist die kleine Schwester.

Beste Grüße
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  #75  
Alt 04-03-2011, 19:59
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Zitat:
Zitat von itto_ryu Beitrag anzeigen
Schlag 1, Schlag 1, Schlag 1
Hurrah, endlich mal jemand der die Basics genauso wie ich schätzt.

Eine Frage an die historischen Fechter:

Wie viele unterschiedliche Schläge/Stiche muss man Eurer Meinung nach beherrschen um ein guter historischer Fechter zu sein? Einen, drei, sieben, 10, 15, 25?

Beste Grüße
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