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#16
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| Ich hätte da nochmals ne Frage: Aus den Fechtbüchern kenne ich persönlich nur das Lange Messer. Doch trifft man im Inet oft auf "Kriegsmesser" oder "Großmesser" und die Unterscheidung ist oftmals undurchsichtig. Sind das moderne Bezeichnungen oder werden die Messer tatsächlich, also auch im historischen Sinne, unterschieden (z.B. der Unterschied einer ein- oder zweihändigen Führung)? Worin grenzt sich ein Messer vom Falchion ab, bis auf dem Design des Griffes und dem Rüstnagel? |
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#17
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| Zitat:
Was aber nicht heißen muss, daß es nicht auch andere Begriffe gab. Alle mir bekannten Falchions haben Klingen, die sich zum Ort hin verbreitern, während alle mir bekannten Messer eine relativ gleichbleibende Klingenbreite haben.
__________________ Don't judge the world by your own shitty standards. Just because you cannot do something doesn't mean no one else can do it. (James A. Keating) |
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#18
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| Zitat:
Ich halte Falchion/Messer für eine künstliche Unterscheidung. Falchion ist einfach ein Fremdwort - als ob es keine deutschen kurzen Messer gegeben hätte. ![]() In Italien unterscheidet man m.W. nur zwischen Coltellacio (Messer lang) und Storta (Messer kurz)
__________________ http://www.doppelwaffen.hardatshooting.de ...sie kommen auch hinter deinen Schild |
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#19
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| Ich bezog mich nicht auf Abb., sondern auf Realien.
__________________ Don't judge the world by your own shitty standards. Just because you cannot do something doesn't mean no one else can do it. (James A. Keating) |
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#20
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| Falchion und Langes Messer entspringen meines Erachtens zwei unterschiedlichen Ansätzen, haben einiges gemein, vieles wiederum nicht, und Einzelstücke können bedingt durch individuelle Fertigung bekannterweise die Grenzen verwischen. Betrachte ich aber die in der jeweiligen Frühzeit hauptsächlich verbreiteten Formen, kann eine grobe Charakterisierung so aussehen: Falchion: Gehülz zu den zeitgleichen Schwertern in Form und Größe identisch, Klinge mit starker Hieboptimierung, bauchig, nach vorne hin verbreiternd, keine nennenswerte Biegung in der Ausrichtung der Klinge. Einsatz in sämtlichen mir bekannten Quellen alternativ zum Schwert, in identischen Anwendungsgebieten, also zumeist in Kombination mit Schild oder Buckler. Langes Messer: Gehülz ist ein eigener Typus, garkein oder kein ausgeprägter Knauf, oftmals aufgenietete Griffschalen, Überlänge, dazu ein Kreuz, oftmals vergleichsweise klein, mit Nagel. Klinge eher grade, nach vorne hin verjüngend. Schneide kann dabei leicht bauchig sein, in der Regel ist die breiteste Stelle der Klinge aber direkt am Kreuz. Einsatz breiter gefächert, als bürgerliche Seitenwehr in Friedenszeiten, als Zweitwaffe in der Schlacht, oftmals ohne Schild, dazu eigene Fechtweise. Bedingt durch ihre parallele Existenz innerhalb der selben Gesellschaft beeinflussen sich die Waffen natürlich gegenseitig. Auffällig ist aber, daß sämtliche Adaptionen offensichtlich erst später in die jeweiligen Waffen Einzug gehalten haben. So sind mir etwa auch Waffen mit dem Gehülz eines Langen Messers mit eher Falchion-ähnlichen Klingen bekannt, diese aber erst aus dem fortschreitenden 16. Jhd. Wie immer ist eine strikte Kategorisierung schwierig, eben weil selbige modern und damals ohne Relevanz ist. |
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