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#1
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| Hallo zusammen Der Titel sagt es schon bereits. Wie fechte ich am besten gegen Gegner, welche deutlcih grösse sind als ich? Besten Dank für Eure Hilfe! |
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#2
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| Nimm ein längeres Schwert..... ![]() |
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#3
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| Also, zum ersten muss klar sein, dass der grössere Fechter einen Vorteil hat. Daran kann man erstmal nichts ändern. Eine grössere Waffe zu nehmen hilft nichts, sobald sie über eine gewisse, für einen selbst optimale Grösse geht. Der kleinere Fechter hat auf seiner Seite, dass seine Blössen auch kleinere Ziele darstellen und somit etwas besser zu verteidigen sind. Das wird durch die effektiv gefährlicheren Angriffe des Grösseren (besonders der zum Kopf) relativiert. Dann hat der kleinere Fechter auf seiner Seite, dass die Tempi des Grösseren meist etwas länger sind - wobei man jetzt von ungefähr gleicher Fähigkeit und Mechanik ausgeht. Die Taktik, die sich zwangsweise ergibt, ist also: den Gegner zu einer frühen Aktion aus der Distanz zu verleiten (z.B. eine Finte ausserhalb der Mensur des Gegenfechters) um dann die Distanz in dessen ("indes" wer nach Liechtenauer ficht) Tempo zu überbrücken und zu kontern. Und dann diese Mensur schnellstmöglich verlassen. Man muss sehr aufpassen, dass man *nicht* in der Mensur des Gegners bleibt, sonst kann dieser seinen Vorteil massiv ausspielen. Wenn man schon "nah" ran muss, dann sehr schnell auf Nulldistanz und mit den Schnitten zur Kontrolle der Arme arbeiten. Fazit: Saubere Distanzarbeit, und sich nicht auf den Schlagabtausch einlassen. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#4
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| Ok danke erstmal für den Tipp!!! Werde ich gleich mal im nächsten Training probieren umzusetzen!! Greeez |
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#5
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| Moin, Schwert- oder Sportfechten? Gruß
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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#6
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| Sportfechten (Degen) bin allerdings bin ich noch blutiger Anfäger :-) |
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#7
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| Moin, alsoooo, das hängt natürlich davon ab, was für ein Typ Fechter Du bist. Eher defensiv/ Konter oder offensiv. Ich persönlich war eher ein Konterfechter. Das fand ich gerade beim Degen sehr angenehm, da Du ja auch Hand/ Fuß oder Kopf treffen kannst. Wenn Du im Anfängerbereich fichst, kommen die meisten Degenfechter ja auch noch aus dem Florettbereich und sind das noch nicht wirklich gewöhnt. Einige lernen es nie ![]() Gerade bei den Hand oder Fusstreffern ist es ja nicht schlimm, dass der Gegner größer ist. Mit Bindungen kann man hier schon viel ausrichten. Kurz den Stil des Gegners studieren und sich dazu etwas ausdenken. Kann das etwas schwer beschreiben, aber die meisten haben so einen Standardangriff den man mit ein wenig Vorbereitung gut für eine Finte/ Konter nutzen kann. Mache mir nochmal gedanken, wie ich es besser beschreiben kann. Ist bei mir auch schon ne Weile her.... ![]() Gruß
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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#8
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| Moin, wenn ich mal nen Buchtipp abgeben darf: William Gaugler, Fechten für Anfänger und Fortgeschrittene. Gibts immer mal wieder auf ebay (auch als Neuware). Ich werd mir auch nochmal ein paar Gedanken machen, aber jetzt ruft erstmal das Fahrrad ![]()
__________________ Don't pee on my back and tell me it's rainin'. |
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#9
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| Ich bin selber nen kleiner fieser Linkshäder; meist ist das zu meinem Vortiel. Zumindest im Schwertkampf lässt sich da einiges durch Anpasung der Huten machen. Mhh, okey... einhändig. Egal, ich verusch trotzdem mal dir zu helfen. Dein größtes Problem wird sein, dass der Degen stark im Stich ist- und genau das ist ein Punkt, den du versuchen musst zu vermeiden! Bei einem Stich kann dein Gegner seine überlegene Körpergröße (Arm und Beinlänge) vollends ausspielen. Du solltest daruaf achten, dass du während des Kampfes immer (!) in der Bindung bleibst, sobald die weg ist, macht dein Gegenr nen Schritt rückwärts und sticht dich ab. Je mehr dein Gegner größer ist als du, desdo gefährlicher ist das. Also wenn du (oder dein Gegner) die Bindung löst, musst du sofort ran oder zurrück- wenn du deinen Gegner nichtmehr treffen kannst, gilt das nicht umgekehrt. Eine Technik, die ich sehr gerne mache, ist das Abducken: [Ich such grad die passende Abbildung] Edit: Ich find grad des dumme Bild, das ich gesucht hab, net. Ich verlink dir mal nen anderes http://www.freifechter.org/sutor_71-88.html da bei Bild 76 und 77 so ne Mischung aus beidem. Du gehst in die Hocke, aber hast deine Waffe, bis unmittelbar vorm Sitch überm Kopf. Damit biste dann von oben relativ sicher und kasst von unten zustechen. Im Freikampf funktioniert das sehr gut (nur nicht zu oft hintereinander). Edit: Naja, da benutzt man mal google und schon findet man das richtige Bild: http://krifon.de/essays/zivilefechtk...l_m253d644.png Wenn du nah genug rankommst, kannste dann auch gut ins Ringen gehen und deinen Gegner umwerfen. Ich weiß jetzt nicht, inwieweit sich das ganze vom Schwert aufm Degen übertragen lässt, aber ich hoffe mal, es hilft dir wenigstens nen bissschen. ThirdKing Geändert von ThirdKing (23-04-2010 um 19:15 Uhr). |
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#10
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| Also das der grössere Fechter den Vorteil hat, ist stilunabhängig. Dazu liest man am Besten die Ausführungen von Leuten wie Roux/Kahn, George Silver oder so. Dieser Sachverhalt ist einfach klar. Als Linkser ficht es sich meistens günstiger gegen alle Rechtsfechter, das hat zu einen geometrische Gründe und zum Anderen eben die Gewohnheit der Rechtsfechter. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#11
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| Sportfechten hat aufgrund der Geschwindigkeit mit Fechten mit langen, schweren und langsam manövrierenden Schwertern wenig ausser ein paar Allgemeinplätzen zu tun. Prinzipiell hat ein grosser Gegner grössere Reichweite und längere Schritte, kann sich auch über grössere Strecken vor und zurück bewegen nur durch Oberkörperbewegungen. Dafür sind die Hebel länger, also sind einzelne Bewegungen bei gleicher Athletik langsamer. Schlecht stellen und zuerst treffen bzw. kontern. Das ist aber einfacher gesagt als getan, da liegt einfach mehrjähriges Grundlagentraining zwischen. Also einfach einen guten Lehrer bzw. Verein finden und üben, am besten mit besseren Partnern.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#12
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| Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit dem Langen Messer sprechen (was dem Degenfechten noch am nächsten kommt) und da haben mich die kleineren Gegner dann bekommen, wenn sie mit Druck die Distanz verkürzten und dann in ihrer Mensur gearbeitet haben. Ich konnte das dann nur kontern, wenn ich ihnen schnell genug eins auf die Mütze gegeben hab. Als kleinerer Fechter sollte man es vermeiden, dem größeren das Feld zu überlassen. |
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#13
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| Aaaalso... was mir immer gut geholfen hat, war das gezielte öffnen einer Lücke auf die der Gegner dann auch meistens losging. Weil man schon wusste was kam, hatte man dann einen leichten Zeitvorteil für den Konter ![]()
__________________ "Um ein Messer zu schmieden muss das Feuer HEISS sein - Mit nem kleinen Feuerzeug und viel Sanftheit schmiedest höchstens nen Gummidildo! - Kraken |
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#14
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| Super Leute vielen Dank für die vielen Tipps! Morgen habe ich gleich die Gelgenheit alles im Training auszuprobieren! Greeez... |
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#15
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| Moin, bin nochmal in mich gegangen.....gegen größere Leute habe ich meist defensiv gefochten. Lag aber wohl daran, dass ich recht schnell war. Ich sehe es wie K4in....provoziere einen absehbaren Angriff und lass ihn in Deine Klingenbindung laufen. Vornhemlich solltest Du dann auf Fuß, Hand oder Maske zielen. Wenn Du versuchst, auf den Körper zu treffen, hat er wieder den Vorteil seiner Reichweite und kann noch entsprechendreagieren.... Erfordet natürlich gute Fußarbeit und ein wenig Abgebrühtheit.. Viel Erfolg ![]() ![]() Gruß
__________________ Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt. |
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