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  #31  
Alt 09-02-2006, 17:54
Benutzerbild von roberto
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Kampfkunst: La Superba - italienischer Messer- und Stockkampf
 
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Im vorkaiserlichen Rom gab es eine Vielzahl an Straßenbanden die sich stets Schlachten lieferten ( man denke nur an Clodius und Milos). Trotz Waffenverbot war das Tragen von Knüppeln und der Sica (ein stark gebogenes Messer) bei diesen Zeitgenossen üblich. Die Nobilitas ließ ihre Sklaven z. T. im Ludus ausbilden und in fast allen Caldarien gab es die Möglichkeit zum Ringkampf, welche reichlich genutzt wurde.

Auch gab es keine politische Laufbahn ohne militärische Laufbahn und was die Griechen angeht ... sie galten wahrhaft als sehr gute Faustkämpfer und Ringer. Die meissten Trainer in dieser Hinsicht waren auch griechen. Mit dem Schwert hatten sie diesen Ruf jedoch nicht. Die besten Gladiatoren und Gladiatorenschulen kamen aus Campanien, Sizilien und Rom selbst.

Selbst Senatoren nigten zum kampf bei einer munera. das würde ich mir gerne bei unseren heutigen Piolitikern ansehen.

Als Weicheier kann man uns heute vielleicht bezeichnen, nicht so sehr die alten Römer. Natürlich zerfällt jedes Reich mal, aber man muss immer das gsamte Spektrum betrachten. und wer sich mit Hannibal und damit mit der damaligen Weltmacht Karthago angelegt hat und dabei nicht untergegangen ist, ist kein Weichei.

Ciao

Roberto
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  #32  
Alt 09-02-2006, 18:39
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Kampfkunst: Schwert, Doppelsäbel
 
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Als Ammianus Marcellins um 380 n. Chr. in Rom war, war das so was wie ein kollektiver Freizeitpark.

Um diesen Freizeitparkt einzunehmen, brauchten die Goten 30 Jahre später nur die Aquädukte zu zerstören.
In der Republik wären die Römer rausmarschiert und hätten die Goten vermöbelt.

Gruß
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  #33  
Alt 09-02-2006, 20:04
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Zitat:
Zitat von Jörg B.

Stänkerst Du eigentlich mit Absicht?

Falls ja, dies ist eine Warnung! Lass' das bitte in Zukunft!

Im Übrigen ist Deine Aussage so wie sie da steht, ziemlicher Quatsch.

Die Germanen als Volk gab es nicht. Was es nicht gibt kann man nicht versklaven.

Einige germanische Stämme wurden von den Römern besiegt, andere dagegen nicht und wieder andere zogen es vor, mit den Römern zu kooperieren, zumindest zeitweise.
Richtig, meine Rede! Man sollte die Germanen ebenso wie die Kelten einfach als Kulturgemeinschaft ansehen! Ähnliche Sprache, Götter usw.

Wie? Ich glaube nicht, dass ein regulärer römischer Soldat zwangsweise gegen einen ausgebildeten Gladiator gewonnen hätte! Kann man so sicher nicht verallgemeinern. Oder besser? Wie oft hat der Gladiator schon gekämpft, wie oft der Soldat? Wie immer hätte der Einzelne entschieden...

Off-Topic: Schickt den Malice bitte in die Arena

Geändert von El Loco (09-02-2006 um 20:08 Uhr).
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  #34  
Alt 10-02-2006, 07:17
Benutzerbild von itto_ryu
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Zitat:
Zitat von roberto
Im vorkaiserlichen Rom gab es eine Vielzahl an Straßenbanden die sich stets Schlachten lieferten ( man denke nur an Clodius und Milos). Trotz Waffenverbot war das Tragen von Knüppeln und der Sica (ein stark gebogenes Messer) bei diesen Zeitgenossen üblich. Die Nobilitas ließ ihre Sklaven z. T. im Ludus ausbilden und in fast allen Caldarien gab es die Möglichkeit zum Ringkampf, welche reichlich genutzt wurde.

Auch gab es keine politische Laufbahn ohne militärische Laufbahn und was die Griechen angeht ... sie galten wahrhaft als sehr gute Faustkämpfer und Ringer. Die meissten Trainer in dieser Hinsicht waren auch griechen. Mit dem Schwert hatten sie diesen Ruf jedoch nicht. Die besten Gladiatoren und Gladiatorenschulen kamen aus Campanien, Sizilien und Rom selbst.

Selbst Senatoren nigten zum kampf bei einer munera. das würde ich mir gerne bei unseren heutigen Piolitikern ansehen.

Als Weicheier kann man uns heute vielleicht bezeichnen, nicht so sehr die alten Römer. Natürlich zerfällt jedes Reich mal, aber man muss immer das gsamte Spektrum betrachten. und wer sich mit Hannibal und damit mit der damaligen Weltmacht Karthago angelegt hat und dabei nicht untergegangen ist, ist kein Weichei.

Ciao

Roberto
Ja, auf Härte und Stärke standen die Römer schon ziemlich, nicht umsonst galt das barfuß Laufen (oder eben maximal mit Sandalen) als Zeichen römischer Disziplin und Abhärtung. Der Röme erobert die Welt in Sandalen, er läuft Meilen um Meilen ohne zu klagen. In Zeiten ohne Flugzeug, Züge oder wneigstens ordentliche Kutschen war die Marschleistung der Römer ein nicht zu verachtender Umstand für ihren Erfolg. Wenn man bedenkt, dass die Legionäre in eisigen, matschigen Gebieten wie Germanien oder Britannien dennoch nicht ein Umdenken im Bezug auf das Schuhwerk für notwendig empfanden.

Danke jedenfalls für die Infos zu den Stadtbanden, auf ähnliches wollte ich hinaus. Verbote haben immer zur Folge, dass es Leute gibt, denen diese egal sind und die sie missachten. Ich wette es gab genauso "anständige Bürger", die aufgrund dieses Umstandes trotz Verbotes zum persönlichen Schutz einen pugio o.ä. in ihrer Tunika versteckten.
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  #35  
Alt 10-02-2006, 07:55
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Kampfkunst: La Superba, Non-tree-hugging Yiquan
 
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Zitat:
Zitat von roberto
Selbst Senatoren nigten zum kampf bei einer munera. das würde ich mir gerne bei unseren heutigen Piolitikern ansehen.
Beim unbewaffneten Kampf würde ich unter den Politikern auf Putin setzen; mit Merkel gewinnen wir da keinen Blumentopf. Den Berlusconi würde ich vorher auf jeden Fall auf versteckte Waffen untersuchen

Trinculo
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  #36  
Alt 10-02-2006, 07:57
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Zitat:
Zitat von Trinculo
Beim unbewaffneten Kampf würde ich unter den Politikern auf Putin setzen; mit Merkel gewinnen wir da keinen Blumentopf. Den Berlusconi würde ich vorher auf jeden Fall auf versteckte Waffen untersuchen

Trinculo
Hehehe... wenn wir den Testos-Gerd noch hätte oder unseren Straßenschlachten-Joschi, wäre es schon ebbes anderes

Was aber interessant ist, ist der Umstand, dass Kaiser Commodus (das Vorbild für den Kinofilm) wirklich als Fan der Munera sogar selbst in die Arena gestiegen sein soll. Was mich auch fasziniert ist der Fakt, dass es ja auch Abenteuerlustige gab, die freiwillig in die Arena für Ruhm und GEld stiegen.
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  #37  
Alt 10-02-2006, 09:02
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HIer was interessantes zur Nutzung des gladius, was auch zum Thema Gladiatoren passt:

Mit dem Schwert, das in Italien seit der Bronzezeit bezeugt ist, waren in der Frühzeit des Milizheeres die ersten 3 Zensusklassen ausgerüstet.
Die Hauptwaffe der Phalanx bildete jedoch die Stoßlanze, und dem Schwert kam nur eine sekundäre Rolle zu. Mit der Ausbildung der Manipulartaktik wurde aus dem Massenkämpfer der Frühzeit der mit Pilum und Kurzschwert ausgerüstete Einzelkämpfer.
Dem Kampf mit dem Schwert kam nun besondere Bedeutung zu, und die Ausbildung im kunstmäßigen Fechten nach Gladiatorenart wurde im röm. Heer 105 v.Chr. eingeführt. Das bis zur Einführung des gladius Hispaniensis Ende. 3.Jh. v.Chr. in der Zeit der Manipulartaktik von den Römern gebrauchte Schwert muß daher bereits ein dem iberischen verwandter Typ gewesen sein.
Der gladius hispaniensis war wahrscheinlich nur eine wirksamere Waffe als das bisherige Schwert und bildete nur eine unvollkommene Nachahmung des iberischen Schwertes. Der zweischneidige, spitzige, nicht wesentlich über 50 cm lange, rund 1500 g schwere und zum Hieb und Stich geeignete gladius, dessen Schneiden nahezu parallel zueinander verliefen, ist in seiner Entwicklung dadurch charakterisiert, daß er nach den Funden aus dem 1. Jh. v. Chr. in der Klingenform dem Frühlatèneschwert der Stufe I, in Details der Scheide und des Griffes der Stufe Latène II und in der Form der Scheide der Stufe Latène III entspricht.
In der Zeit des homogenen Heeres der Kaiserzeit ist der Schwertknauf kugelförmig, oder er besitzt eine dem Antennenschwert der Bronzezeit ähnliche Form. Das obere Ende der Angel bildete ein auf dem Knauf aufsitzender abgeplatteter Knopf. Der etwa 18 cm lange Griff bestand gewöhnlich aus Holz, war jedoch öfters mit Metall, Elfenbein u. a. verkleidet.
Die Scheide bestand meistens aus 2 mit Metall verbundenen Holzplatten, deren unteres Ende spitz zulief und dessen Abschluss ein runder Metallknopf bildete. Die Scheide war teilweise oder ganz mit Metallblech überzogen, oder sie bestand nur aus Leder.
Mundstück und Ortband waren jedoch stets aus Metall, ebenso die beiden Querbänder am oberen Teil der Scheide, an deren Enden sich Ringe zur Befestigung des Schwertes am BALTEUS oder CINGULUM befanden. Bis zur Einfahrung des gladius hispaniensis wurde das Schwert von den Römern links, später, mit Ausnahme des Kaisers, der höheren Offiziere und einzelner Chargen gewöhnlich rechts getragen.
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  #38  
Alt 10-02-2006, 09:38
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Zitat:
Zitat von itto_ryu
Der Röme erobert die Welt in Sandalen, er läuft Meilen um Meilen ohne zu klagen.
O no senor, caligae waren mitnichten Sandalen, sondern relativ schwere, wenn auch recht 'luftig' geschnittene Stiefel.

Hier zwei Links:
http://www.larp.com/legioxx/caligae.html

und (ca. Mitte der Seite):

http://www.lore-and-saga.co.uk/html/...equipment.html
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Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.)
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  #39  
Alt 10-02-2006, 09:42
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Und ein Gladius wog keine 1,5 kg, sondern eher die Hälfte, anbei der Link zu einer ziemlich netten Reproduktion (die Klinge ist nicht damasziert, aber sonst stimmt es):

http://www.albion-swords.com/swords/...oman-mainz.htm
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  #40  
Alt 10-02-2006, 10:30
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Zitat:
Zitat von Jörg B.
Und ein Gladius wog keine 1,5 kg, sondern eher die Hälfte, anbei der Link zu einer ziemlich netten Reproduktion (die Klinge ist nicht damasziert, aber sonst stimmt es):

http://www.albion-swords.com/swords/...oman-mainz.htm
Nach meinen Informationen bestand gerade beim Gladius die Klinge meist allenfalls aus besserem Eisen. Ein befreundetet Historiker der auf Rom spezialisiert ist, weigert sich standhaft, das Material als "Stahl" zu bezeichnen. Und Peter Johnsson sagt hier: http://www.myarmoury.com/talk/viewto...=5057&start=40
auch, dass ihm selbst noch keine "pattern-welded gladii" untergekommen sind.

Damasziertechnik scheint eher bei Spatha die Regel gewesen zu sein.
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  #41  
Alt 10-02-2006, 10:39
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Meine Info's stammen von einem Museumsreplikator (ausgebildeter Archäologe).

Damaszierte Gladiusklingen waren laut seiner Aussage zwar nicht die Regel, aber auch nicht soo selten, daß man sie als Ausnahme betrachten müsste.

Ein Legionär musste sich seine Ausrüstung selbst kaufen, daher denke ich, daß diejenigen, die sich besseres leisten konnten, dies auch taten.
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  #42  
Alt 10-02-2006, 10:44
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Zitat:
Zitat von Jörg B.
O no senor, caligae waren mitnichten Sandalen, sondern relativ schwere, wenn auch recht 'luftig' geschnittene Stiefel.

Hier zwei Links:
http://www.larp.com/legioxx/caligae.html

und (ca. Mitte der Seite):

http://www.lore-and-saga.co.uk/html/...equipment.html

Na also mit Sandalen meinte ich auch keine Flip-Flop-Dinger Da ich als Wanderer (und nicht nur Wochenendausflüge, sondern richtig Fernwege wandern) so einiges an Fußschmerzen_Erfahrungen gesammelt habe, wollte ich jedenfalls nicht mit den Dingern eine Tagesstrecke von 40 km und knapp 20 kg Ausrüstung marschieren Und ein Factum bleibt, die Dinger waren luftig und nicht gerade wärmend für eisigen Schneematsch, nich wahr...
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  #43  
Alt 10-02-2006, 10:45
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Zitat:
Zitat von Jörg B.
Und ein Gladius wog keine 1,5 kg, sondern eher die Hälfte, anbei der Link zu einer ziemlich netten Reproduktion (die Klinge ist nicht damasziert, aber sonst stimmt es):

http://www.albion-swords.com/swords/...oman-mainz.htm
Hm, also das Gladius welches ich besitze entspricht in etwa der Replik, wie du sie gezeigt hast. Ich habe es nicht nachgewogen, aber grob würde ich 1 kg plus ebbes schon schätzen.
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  #44  
Alt 10-02-2006, 10:46
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Hi hi, wenn man diese Dinger (Caligae) im sonnigen Mittelmeerraum getragen hat, dann sahen die Beine nach dem Ausziehen wohl aus wie bei einem Zebra
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  #45  
Alt 10-02-2006, 10:46
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Kampfkunst: fliegende Guillotine
 
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Wenn ihr schon über Filme redet.
Kennt ihr das Videospiel Shadow of Rome(ps2)?
Echt wunderschöne Gladiatorenaction,und nebenbei lernt mann bisschen was über römische Geschichte.

In dem Spiel treten nahezu alle erwähnten Gladiatorentypen auf.

Was haltet ihr von dem Game?
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