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#76
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Ich denke auch, es gibt nur ein Taiji und ich denke die verschiedenen Interpretation und Tradierungen durch die einzelnen Familien beschreiben entweder nur verschiedene Aspekte oder sind abhängig vom "erlebten Verständnis". Wie dem auch sei. Nein Gegensätze sind nicht immer Ausschlüsse. Gleichzeitig von Treffer und Band. Ermöglicht durch Fühlen. Also keine Abwehr und dann "langes Gerangel" - so stelle ich es mir laienhaft vor. Auf YT habe ich natürlich Anwendung gesehen, habe bei deinen Worten aber eine Vorstellung, wie es bei Meistern aussah. In gewisser Weise dem Konzept aus dem Taijiquan ähnlich! das ein Kontakt zugleich Abwehr als Entwurzelung ist (und insofern der Eingang zu weiteren Anwendungen). Liechtenauer bezog sich aber nicht nur auf das lange Schwert, oder? Ich frage mich dann, wie diese Idee beim Ringen aussah ... Und die 5 Haue sind dann so etwas Kardinalstechniken, welche den Prinzipien nahe kommen oder "Lehrstücke", die die 5,6 Wörter am besten erleben lassen? Auf jedenfall werde ich nicht dümmer vom Austausch. ![]()
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ Geändert von rudongshe (13-03-2011 um 16:46 Uhr). |
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#77
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| Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#78
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| Zitat:
Klingt alles sehr spannend ![]()
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ |
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#79
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| Ist spannend, sonst würden nicht langjährige KK'ler wie Jörg, Jens, Thomas sowie meine Wenigkeit ständig weiter dran forschen. Die Schiebenden Hände und klebenden Speere sind ein Konzept, das historisch auf Chen Wangting (1597-1664) zurückgeht. Es ist aber auch möglich, daß Wangting es nur war, der dies zuerst schriftlich fixierte. Man darf nicht vergessen, in China ist der Krieger extrem niedrig angesehen ist und etwa, gesellschaftlich gesehen, auf der Stufe des Mörders rangiert. Bei uns war das genau anderes herum, Milites Christi usw, Herren waren Krieger. Die gehobenen Krieger waren nicht selten Adelige bei uns. Selbst Berufspreister haben bei uns gefochten. Im Chen Jian Fechten ist viel Fechten der Ming-Zeit (1368-1644) überliefert, aus dem der Gebrauch des Jian als Gefechtsfeldwaffe fußt (nach der Ming-Zeit ist, vereinfacht getippt, der Dao eher populär) welche ein sehr einfaches Modell für das Fechten aus dem Band postuliert. Wir Europäer können Fechten aus dem Band, systematisch, auf das I33 zurückführen, was auf 1270-1320 datiert wird. Wir haben dafür Belege. Ach ja, schiebende Hände: Dieses Konzept wird leider, leider von vielen Taiji Übenden nicht so richtig aufgefaßt, fürchte ich. Taiji ist ein Quan, ein Faustkampfsystem. Rumschubsen, oft "Entwurzeln" genannt, kommt da eigentlich nicht viel vor. Aber, wenn ich meinen Übungsparter bei jeder Übung totschlage, dann habe ich nicht viel Freude im Leben. Wenn ich also dieselbe Energie, aus demselben Winkel und derselben Entfernung anstatt als Fauststoß in den Hals als "Entwurzeln" üben kann, dann ist das ein Zugewinn. Aber das "Entwurzeln" ist dann nur ein Substitut für das physische Zerstören des Gegners, nicht die Anwendung selber. Die Schiebende Hände sind eignetlich ein extrem anspruchsvolles Konzept, um aus der Trittentfernung in die Faustkampfentfernung zu kommen, nicht eine Übung, um Schubsen zu lernen. Wie bei Liechtenauer versuchen die Schiebenden Hände ständig eine Übermachtsposition in der Flanke des Gegners zu gewinnen. Wenn man sich das Historische Ringen ansieht, z. B. Liechtenauers Ringen, dann wird klar, das es bei hier eher um das physische Zerstören des Gegners geht, nicht um griechisch-römisches Ringen. Ganz gleich im Taiji, die Stücke sind auf das physische Zerstören des Gegners ausgelegt, nicht auf Fassen, Schubsen und Werfen. Fechtergruß
__________________ Jung Ritter lere / got lip haben frawen io ere / So wechst dein ere - stahlaufstahl.de Geändert von Richard22 (13-03-2011 um 18:41 Uhr). |
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#80
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| Zitat:
Aus meiner Sicht hat Tui Shou mehrere Dimensionen. Fühlen und Ableiten - aber aus meiner Sicht als Schulung für den Moment des Kontaktes den besten Weg für die eigene Kraft herauszufiltern. Steter Aufbau "innerer" Kraft durch Einsatz der Grundbewegung mit angepasstem Gegendruck Das Entwurzeln ist schon ein Ziel, und zwar gepaart mit der Abwehr oder Kontaktaufnahme. In der Form gehen vielen Boxtechniken erst Entwurzelungen voraus. Das Entwurzeln war aber nur der Einstieg in den alten Tagen, um dann Schluss zu machen. Also kein Selbstzweck.
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ Geändert von rudongshe (13-03-2011 um 18:52 Uhr). |
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