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  #61  
Alt 23-01-2011, 12:51
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Im ersten Video gefällt mir einiges..vor allem die Stop-Tritte, die Stiche, im zweiten gefällt mir wieder überhaupt nichts...Tritte fehlen gänzlich und aus meiner Sicht macht ihr dort genau das, was ihr den Kanadiern vorwerft.

Den Stock nur zu Distanzüberbrückung nutzen und dann mit grappling/schubsen anfangen - unästhetisch!!! Wenn ich jetzt mal von Stockhandhabung ausgehe, wird er eindeutig als Distanzwaffe genutzt - die Distanz jedoch sehr schnell aufgegeben und der Stock relativ wirkungslos..so wie er dann genutzt wird..aber hier haben wir das Problem der Forenwelt - so etwas könnte man ausgiebig und vermutlich über Monate hinweg ergebnislos diskutieren...
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  #62  
Alt 23-01-2011, 13:06
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Zitat:
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Im ersten Video gefällt mir einiges..vor allem die Stop-Tritte, die Stiche, im zweiten gefällt mir wieder überhaupt nichts...Tritte fehlen gänzlich und aus meiner Sicht macht ihr dort genau das, was ihr den Kanadiern vorwerft.
Das eine ist ein SV-Drill, das andere ein Kampf mit zwei Leuten, die ihre Stöcke bereithalten, eben Duellsituation. Aber genauso würden zwei Leute sich gegenüberstehen, die beschließen sich mit Stöcken zu prügeln, so wie bei einer "wir gehen vor die Tür"-Sache die Leute sich in Kampfstellung begeben könnten. Was den Unterschied macht, siehst du z.B. bei den Interpretationen von Craig Gemeiner des La Canne Vigny: Dort hast du die SV-Drills gegen einen oder mehrere Angreifer, mit und ohne Waffen und auf der anderen Seite, dass eher duellige, "sportliche" Sparring auf Geschwindigkeit und Trefferwirkung oder ggf. zu Boden bringen. Ausgehend vom Broadsword gibt es natürlich shcönere, bessere Takedowns, bei denen man noch steht und den Gegner am Boden absticht, wie z.B. z.T. hier zu sehen:
YouTube - Broadsword Practice

Der Unterschied zwischen dem, was dann im Clinch in unserem Sparring oder bei den Dogs geschieht und beim kanadischen Turnier zu sehen ist, dass eben weitergemacht wird (wenn in unserem zweiten Video auch nur bedingt, weil wir da aufgrund bestimmter Umstände ausgemacht haben, die Sache ist mit einem Takedown vorbei).

Wir benutzen als Basis erstmal simple Techniken zur sofortigen Kampfbeendung, die vom Broadsword kommen und Seven Commands genannt werden, die sehen dann in etwa so aus:
YouTube - The Seven Commands.wmv

Zitat:
Zitat von Stickman Beitrag anzeigen
Den Stock nur zu Distanzüberbrückung nutzen und dann mit grappling/schubsen anfangen - unästhetisch!!! Wenn ich jetzt mal von Stockhandhabung ausgehe, wird er eindeutig als Distanzwaffe genutzt - die Distanz jedoch sehr schnell aufgegeben und der Stock relativ wirkungslos..so wie er dann genutzt wird..aber hier haben wir das Problem der Forenwelt - so etwas könnte man ausgiebig und vermutlich über Monate ergebnislos diskutieren...
Klar, zeigen und ausprobieren, ist besser als schreiben. Aber fachsimpeln kann man ja dennoch. Nur verstehe ich gerade nicht, wieso du einerseits die Mensur bemängelst, andererseits die Distanz betonst, einerseits sagst du gehst lieber rein, andererseits die Mensur bemängelst. Bin ich grad bissi verwirrt in Gehirn
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  #63  
Alt 23-01-2011, 13:28
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Zitat:
Dort hast du die SV-Drills gegen einen oder mehrere Angreifer, mit und ohne Waffen und auf der anderen Seite, dass eher duellige, "sportliche" Sparring auf Geschwindigkeit und Trefferwirkung oder ggf. zu Boden bringen. Ausgehend vom Broadsword gibt es natürlich shcönere, bessere Takedowns, bei denen man noch steht und den Gegner am Boden absticht, wie z.B. z.T. hier zu sehen:
YouTube - Broadsword Practice

Der Unterschied zwischen dem, was dann im Clinch in unserem Sparring oder bei den Dogs geschieht und beim kanadischen Turnier zu sehen ist, dass eben weitergemacht wird (wenn in unserem zweiten Video auch nur bedingt, weil wir da aufgrund bestimmter Umstände ausgemacht haben, die Sache ist mit einem Takedown vorbei).
Nunja..wir machen auch weiter, was ja in meinem und den Doyle Clips auch zu sehen ist - im Turnier sagt das Regelwerk aus Sicherheitsgründen aber, das eine Aktion mit einem Takedown beendet ist.


Zitat:
Klar, zeigen und ausprobieren, ist besser als schreiben. Aber fachsimpeln kann man ja dennoch. Nur verstehe ich gerade nicht, wieso du einerseits die Mensur bemängelst, andererseits die Distanz betonst, einerseits sagst du gehst lieber rein, andererseits die Mensur bemängelst. Bin ich grad bissi verwirrt in Gehirn
So gehts mir auch.. Ich versuche es nur aus deiner Sicht zu sehen...meine Vorliebe spielt da eher eine untergeordnete Rolle...du bevorzugst die Mensur und legst Wert auf die Umsetzung der Techniken im Sparring, eure Stockhaltung weist eindeutig auf die Nutzung als Distanzwaffe hin - gerade das sehe ich in dem zweiten Clip aber nicht wirklich..ich sage ja, so etwas ist schwierig und vor allem langwierig zu diskutieren..

Bei uns ist das einfach, wir müssen/sollen sofort reingehen...viele Techniken bleiben da nicht für gefahrloses Agieren und somit sieht das dann etwas unästhetisch aus - nein das ist es auch. Mein erster Kommentar gegenüber Glen Doyle nach Sichtung des Turniervideos war: Was ist das für ein Rumgeschubse?" Aber nach mehrmaligen Sichten sind dann doch viele Techniken mit erfolgreicher Umsetzung zu sehen, auch wenn sie nicht immer zum gewünschten Erfolg führten..oder für die Zuschauer nicht erkennbar sind...

Geändert von Stickman (23-01-2011 um 13:30 Uhr).
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  #64  
Alt 23-01-2011, 13:45
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Zitat:
Zitat von Stickman Beitrag anzeigen
Nunja..wir machen auch weiter, was ja in meinem und den Doyle Clips auch zu sehen ist - im Turnier sagt das Regelwerk aus Sicherheitsgründen aber, das eine Aktion mit einem Takedown beendet ist.
Klar, das verstehe ich, das hatten wir ja schon im Vorfeld geklärt. Mir ist klar, dass die Turniervideos nicht repräsentativ für den Doyle-Stil an sich stehen können, dazu kennt man auch die Vorgehensweise aus den Instructioinal-Videos.

Zitat:
Zitat von Stickman Beitrag anzeigen
So gehts mir auch.. Ich versuche es nur aus deiner Sicht zu sehen...meine Vorliebe spielt da eher eine untergeordnete Rolle...du bevorzugst die Mensur und legst Wert auf die Umsetzung der Techniken im Sparring, eure Stockhaltung weist eindeutig auf die Nutzung als Distanzwaffe hin - gerade das sehe ich in dem zweiten Clip aber nicht wirklich..ich sage ja, so etwas ist schwierig und vor allem langwierig zu diskutieren..
Okay, verstehe jetzt, was du meinst. Theoretishc ist es immer kompliziert, aber im Grunde genommen ist das leicht erklärt, es gibt für uns/mich viele Wege den Stock zu benutzen, situationsbedingt, z.B. im Sinne des anderen Videos war es als Sparringsübung so gedacht, dass man den Gegner ohne großen Stockschlagabtausch dominieren soll, entweder Waffe abnehmen oder in eine Position bringen, woe er den Schlägen ausgeliefert ist oder eben auf dne Boden bringen. Demnach mit einer bestimmten Zielsetzung, während der Drill eher die "Überraschungsangriff abwehren" Zielsetzung hatte. Im Sparring versuchen wir sowohl die fechterische Mensur, den SV-Gedanken, als auch die Möglichkeit des Stickgrapplings abzudecken, aber das gelingt in der Kampfzeit oft nur mäßig, wie das eben mit Freikampf so sein kann.
Wir halten uns da streng an die Angaben der alten Fechtmeistert zum Broadsword, die es sowohl für das Schlachtfeld, die SV, als auch das Duell und natürlich auch als Sport gleichermaßen gesehen haben. Die Unterschiede werden deutlich durch verschiedene Äußerungen in diesen Quelltexten, z.B. dass betont wird man solle mit dem scharfen Schwert die Mensur waren, aber auch darauf hingweisen wird, wann die "disarms" als Entwaffnungen, aber auch Würfe und Fußfeger genutzt werden können oder wie man sie abwehrt. Interessanterweise empfehlen da manche der Quellen, man solle mit dem Stock als SV-Ersatz für das Schwert gegen einen unbewaffneten Angreifer die Distanzvorteile nutzen und ihn auf Abstand halten, bei einem ebenfalls mit Stock bewaffneten Gegner ihn binden, auf den Boden bringen und dort verprügeln. Andere Quellen empfehlen wieder anderes, da gab es damals schon Meinungen wie Sand am Meer, als moderner Fechter muss man versuchen sich da durchzuwühlen auf den ZWischenwegen. Was letztendlich auch uns dazu gebracht hat, nicht nur auf die alten Fechtquellen zu hören, wenn es um den Stock geht, sondern auch fremdzufischen, sei es La Canne Vigny/Bartitsu, FMA-Stockkampf oder whatever. Grundsätzlich aber würde ich jedem, der mit dem Broadsword angefangen hat und der mit dem Stock üben will, empfehlen, er soll das machen, was er mit dem Broadsword macht aber seine ungeschützte Hand beachten und die fehlende Shcnittwirkung. In die Details geht es dann später.

Zitat:
Zitat von Stickman Beitrag anzeigen
Bei uns ist das einfach, wir müssen/sollen sofort reingehen...viele Techniken bleiben da nicht für gefahrloses Agieren und somit sieht das dann etwas unästhetisch aus - nein das ist es auch. Mein erster Kommentar gegenüber Glen Doyle nach Sichtung des Turniervideos war: Was ist das für ein Rumgeschubse?" Aber nach mehrmaligen Sichten sind dann doch viele Techniken mit erfolgreicher Umsetzung zu sehen, auch wenn sie nicht immer zum gewünschten Erfolg führten..oder für die Zuschauer nicht erkennbar sind...
Das ist klar, oftmals sieht man die Technik dahinter erst beim zweiten, dritten oder vierten Mal, unbedarfte Leute denken ja oft auch bei z.B. MMA- oder Dog-Videos "man was für ein soinnloses Geprügel", dahinter steckt aber tehcnisch weit mehr, als sich im ersten Moment zeigen mag.

Aber unästhetisch finde ich den Doyle-Stil nicht, ehrlich gesagt, macht euch nicht hässlicher, als ihr seid
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  #65  
Alt 23-01-2011, 18:45
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Zitat:
Aber unästhetisch finde ich den Doyle-Stil nicht, ehrlich gesagt, macht euch nicht hässlicher, als ihr seid
Danke, das ist beruhigend!!
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  #67  
Alt 03-03-2011, 21:07
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Was aus der Ecke Pfrenger & Lawson in diesem Kanal:
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  #68  
Alt 03-03-2011, 21:15
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Und noch ein paar neue Kanäle:
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  #69  
Alt 06-03-2011, 21:50
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Noch ein neuer Fund zum Thema:

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