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Alt 14-12-2007, 10:00
Benutzerbild von itto_ryu
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Kampfkunst: Broadsword Academy Germany
 
Registrierungsdatum: 13.10.2005
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Ein weiteres gutes Buch zum Thema ist "Martial Arts of Ancient Greece" von von Kostas Dervenis und Nektarios Lykiardopoulos. Beide sind renommierte griechischen Kampfsportler aus Athen mit verschiedenen artverwandten Hinergründen wie jiujitsu und judo und gehören zum Technical Committee of the Hellenic Pankration Federation, die aus dem Pankratio Athilma Verband hervorging.
Das Buch ist vor allem deshalb lesenswert, da hier Techniken von verschiedenen antiken Quellen (nicht nur griechische) herangezogen werden, derer sich z.B. auch Poliakoff in seinem Buch bedient. Diese Quellen sind dann im sehr groß und ausführlich angelegten Technikbereich durch detaillierte Fotoserien modern interpretiert, Schläge, Tritte, Würfe, Hebel, Bodenkampf etc., allein dieser Teil macht das Buch sehr, sehr interessant. Gut sind dabei auch hin und wieder erwähnte passende Vergleiche mit artverwandten KKs, was den lesenden Kampfkünstler die Techniken noch leichter klar macht (nach dem Mott "Guck, das entspricht in etwa dem und dem Wurf, den wir aus dem judo auch kennen). Manche Interpretationen teile ich zwar nicht ganz, aber so ist das eben bei der Rrekonstruktion von historischen KKs.
Auch interessant das Kapitel über die Entwicklung antiker Kriegskunst und Kampfsportarten, auch wenn hier die Meinungen sicherlich auseinandergehen werden.
Geschmackssache sind dann sicherlich auch die Kapitel über den "inneren Weg antiker Kampfkunst" und die Theorien und Vergleiche von Ost und West und sehr viele esotherisch-wissenschaftliche Aussagen.

Zitat:
Zitat von Baltasar Beitrag anzeigen
Und dass die Schläge stets Geraden waren, sei dahingestellt.
Das ist richtig, die Quellen belegen, dass außerdem Haken, Aufwärtshaken, Leberhaken, Tiefschläge (!!!), Hammerfaust, vertikale Fauststöße, Rückhandschlag, Handkantenschläge etc. bekannt waren, von Ellenbogentehcniken agnz zu schweigen. Die meisten Pankratiasten waren auch Boxer und/oder Ringer, der Faustkampf spielte im Pankration ein wichtige Rolle, zur Vorbereitung von Würfen, zur Schwächung des Gegners, als möglicher k.o. oder um zu verletzen usw. wie eben heute auch beim MMA. Nur waren damals eben viel fiesere, gefährlichere Schläge erlaubt (z.B. Rabbitpunch, also Faustschlag ins Genick, Schlag in die Genitalien usw.).
__________________
Cha togar m' fhearg gun dìoladh - Nemo me impune lacessit
www.cateransociety.com - www.kampfkunstschmiede-kostheim.de

Geändert von itto_ryu (14-12-2007 um 10:07 Uhr).
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