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  #61  
Alt 10-01-2012, 23:27
Benutzerbild von georgi
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Kampfkunst: Systema
 
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1. die blanke Waffe hat im 2. Weltkrieg eine mehr als unterdurchschnittliche Rolle gespielt, daher sollte man deren Bedeutung nicht überbewerten.

2. die Indianer haben verloren weil sie technologisch unterentwickelt, zerstritten und in der Endkonzequenz zu wenige Menschen waren, die einer expantierenden Gesellschaft von hoffnungsvollen Gründern bis rücksichtslosen Einwanderern unterliegen mußte.

3. die US-Armee bestand bis zum Bürgerkrieg in der Regel aus ein paar tausend Mann regulärer Truppen und einen Milizsystem der einzelnen Bundesstaaten von begrenzten Wert.

4. der Säbel spielte spätestens seit dem Bürgerkrieg eine zweitrangige Rolle, seine Anschaffung war teuer und sein Wert wurde durch mehrschüßige Handwaffen mehr als geschmählert. Selbst jeder Indianer war bereit einen hohen Preis für ein Gewehr oder Revolver zu zahlen.

5. vergessen wir nicht, der Tomahawk war lange im Gebrauch bevor er in Beilform aus Eisen, als Tauschware Bedeutung unter der indianischen Bevölkerung und den Siedlern der Ostküste erlangte.
Bei den Völker des mittleren Westens bis hin nach Kalifornien bestand er falls überhaupt in Gebrauch selbst noch im späten 19. Jahrhundert aus Holz und Stein. Daher dürfte er spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine waffentechnisch untergeordnetet Rolle gespielt haben.

Fazit: als Werkzeug und Waffe in einer begrenzten Epoche von Bedeutung, mehr allerdings auch nicht. Von einer generellen Überlegenheit kann daher nicht die Rede sein.
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  #62  
Alt 11-01-2012, 08:53
Benutzerbild von georgi
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Systema
 
Registrierungsdatum: 15.04.2010
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Moin,

möchte noch im Zusammenhang mit den Thema und zum besseren Verständniss auf die Bücher "500 Nations" von Alvin M. Josephy und "die Geschichte der Indianer Nordamerikas" vom Paletti- Verlag verweisen.


Gruß georgi
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  #63  
Alt 11-01-2012, 23:01
inaktiv
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Um noch mal zu den Steinäxten zurückzukommen.

Spätestens ab dem Mesolithikum wurden in Europa, Äxte und Dechsel im großen Stil aus weicheren metamorphen Felsgesteinen wie Amphibolit, Akthinolith, Grünschiefer etc. gemacht. Die Äxte haben hervorragende Eigenschaften zur Holzbearbeitung und zerschmettern Knochen einfach. Viele Todesopfer aus dem Neolithikum hatten Einschläge von Äxten und Schuhleistenkeilen, so heißen die Quergeschäfteten schmal hohen Steinklingen, wie z.B. beim sogenannten Massaker von Thalheim.

Leider hab ich keine große Ahnung von den amerikanischen natives? Weiß da jemand genaues um Formen und Steinarten der Äxte? Gab es auch welche die aus nicht SiO2 Gesteinen bestanden, ähnlich wie in Europa?
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  #64  
Alt 24-01-2012, 13:53
inaktiv
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Zitat:
Zitat von Amun-Ra Beitrag anzeigen
Um noch mal zu den Steinäxten zurückzukommen.

Spätestens ab dem Mesolithikum wurden in Europa, Äxte und Dechsel im großen Stil aus weicheren metamorphen Felsgesteinen wie Amphibolit, Akthinolith, Grünschiefer etc. gemacht. Die Äxte haben hervorragende Eigenschaften zur Holzbearbeitung und zerschmettern Knochen einfach. Viele Todesopfer aus dem Neolithikum hatten Einschläge von Äxten und Schuhleistenkeilen, so heißen die Quergeschäfteten schmal hohen Steinklingen, wie z.B. beim sogenannten Massaker von Thalheim.

Leider hab ich keine große Ahnung von den amerikanischen natives? Weiß da jemand genaues um Formen und Steinarten der Äxte? Gab es auch welche die aus nicht SiO2 Gesteinen bestanden, ähnlich wie in Europa?
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  #65  
Alt 24-01-2012, 19:43
Benutzerbild von Tokyo-san
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Eine Frage fällt mir ein wenn ich Tomahawk und US Kavallerie-Säbel vergleiche:

Wie gut lässt der sich ziehen und wie sperrig ist der von der Länge her, beispielsweise wenn auf engerem Raum gekämpft werden muss. Im Wald zum Beispiel? Wäre ja vielleicht auch noch ein Aspekt der bei der Ausgangsfrage wichtig wäre...
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  #66  
Alt 24-01-2012, 21:01
Benutzerbild von itto_ryu
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Meinst du den Säbel oder den Tomahawk? Letzteres ist auf engem Raum besser nutzbar.
__________________
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  #67  
Alt 24-01-2012, 21:28
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Zitat:
Zitat von itto_ryu Beitrag anzeigen
Meinst du den Säbel oder den Tomahawk? Letzteres ist auf engem Raum besser nutzbar.
Entschuldige, da war ich etwas unpräzise. Ich meinte den Säbel. Bei nem Tomahawk wird wohl das ziehen auch leichter sein, da 1. nicht in einer Scheide (oder gab´s das für Tomahawks auch?) und zweitens kürzer.
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  #68  
Alt 24-01-2012, 21:40
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Am Untergang der Indianer war nicht der Unterschied zwischen Tomahawk und saebel Schuld sondern die von den Europäern eingeschleppten Infektionskrankheiten gegen die die Indianer keine wiederstandskraefte hatten.
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  #69  
Alt 24-01-2012, 21:56
Benutzerbild von Tokyo-san
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Zitat:
Zitat von RibaldCorello Beitrag anzeigen
Am Untergang der Indianer war nicht der Unterschied zwischen Tomahawk und saebel Schuld sondern die von den Europäern eingeschleppten Infektionskrankheiten gegen die die Indianer keine wiederstandskraefte hatten.
Da stimme ich dir zu, wobei der technologische Fortschritt bestimmt auch eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben dürfte.
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  #70  
Alt 24-01-2012, 22:28
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Zitat:
Zitat von Tokyo-san Beitrag anzeigen
Da stimme ich dir zu, wobei der technologische Fortschritt bestimmt auch eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben dürfte.
Jo klar, gegen eine Schusswaffe hast du damit keine Chance.
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