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  #16  
Alt 30-10-2010, 21:08
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Dieser "gespaltene Griff" kommt schon in der Bronzezeit vor!
Ohrendolche und deren Derivate sind auch bei uns bekannt und kommen im Mittelalter, ach was, in fast jeder Zeit und Epoche, in verschiedenen Varianten vor.
Im ganzen Balkangebiet findet man diese Jatagan Arten von Messerlänge bis Schwertgröße. Die Klingen können mehr oder weniger gebogen oder völlig gerade sein.
Bei den Dolchen dient der gespaltene Griff als Daumenauflage für den Stich von oben eine Technik die man auch bei den ebenfalls gespaltenen Dolchen der Tlingid findet, da allerdings aus Metall und eher in hmmm Federform? Ach und auch die Kelten hatten Gespaltene Griffe aber in Antennenform.
Welcher nutzen die Ohren bei den Jataganen hat weiß ich nicht, aber es kann durchaus sein dass sie einfach aus Tradition so seit der Bronzezeit hergestellt werden
Übrigens sind bei den Bronzefunden tatsächlich Knochen verwendet worden.
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Moral ist ein schmutziger Finger der auf andere zeigt!
HLDF

Geändert von Hamurra-e (30-10-2010 um 21:11 Uhr).
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  #17  
Alt 31-10-2010, 08:52
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@Bärserker
Zitat:
Jetzt mal was ganz irres, könnte der gespaltene Griff nicht auch als eine Art Pistolenauflage gedient haben?
Klingt für mich bisel nach nem vertical Frontgrip^^

Aber ich denke auch eher das das ding als Daumenauflage beim Stoß diehnt.

Lg
Micha
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  #18  
Alt 31-10-2010, 09:04
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Die Daumenauflage lass ich mir noch eingehn bei einem Messer/Dolch, aber bei einem Säbel macht das keinen Sinn nicht.
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  #19  
Alt 31-10-2010, 09:54
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Naja man kann doch auch einen mit nem Säbel abstechen oder? K ist etz net die hauptverwendung eines Säbels, und ob man dafür ne Daumenauflage braucht ist auch fraglich, aber auch net unwahrscheinlich.

Aber ernsthaft musste ich als erstes bei dem Knauf an einen Ergonomischen Griff bei Seniorengehstöcken denken.

Lg
Micha
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  #20  
Alt 01-11-2010, 10:34
Benutzerbild von DavidBr.
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Zitat:
Zitat von Daemonday Beitrag anzeigen
Naja man kann doch auch einen mit nem Säbel abstechen oder? K ist etz net die hauptverwendung eines Säbels, und ob man dafür ne Daumenauflage braucht ist auch fraglich, aber auch net unwahrscheinlich.

Aber ernsthaft musste ich als erstes bei dem Knauf an einen Ergonomischen Griff bei Seniorengehstöcken denken.

Lg
Micha
Zur besseren Kraftübertragung beim Stich bzw. Fixierung in der Hand? Das dürfte ja dann heute mit den Pistolengriffen im Sportfechten vergleichbar sein. An die aktiven/ehemaligen Sportfechter hier: Wenn das Käse ist - I owe you a drink
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  #21  
Alt 01-11-2010, 10:43
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Moin,
ich finde aber, dass es dann nur noch eine reine Stichwaffe (eben Sportfechten) wäre....Florett & Degen. Säbel als Hieb u. Stichwaffe hat den dann eben wieder nicht...auch beim Sportfechten.

Grüße
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Amendt: Liebe ist die Fantasie, dass der andere einem die Großartigkeit widerspiegeln möge, die man in sich selbst wähnt.
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  #22  
Alt 01-11-2010, 10:45
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Ist dann eben die Frage, ob Waffen mit so einem Knauf nur zum Stich verwendet wurden oder auch zum Hieb, wenn man den Knauf so benutzt wie Daemonday das angedeutet hat.
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  #23  
Alt 01-11-2010, 11:21
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Warum sollte ein ergonomischer Knauf nicht auch beim Hauen nützlich sein. Ich finde, das Kraftübertragung und allgemeines Handling mit einem guten Griff immer besser vonstatten gehen, bei Werkzeugen und bei Waffen.
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  #24  
Alt 03-11-2010, 17:17
Benutzerbild von Delbaobao
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Als Daumenauflage wurde das Griffende eher nicht benutzt. Wie ich bereits sagte, war der Hauptsinn eben der Rückzug beim Schneiden, Hacken oder auch beim Herausziehen nach dem stechen.

Der Jatagan wurde samt Scheide in einen gewobenen Hüftstoff (pojas, tkanica) gesteckt, neben anderen Waffen, wie Pistolen oder Messern.

Zu der Zeit trug man für gewöhnlich keine oder wenig Rüstung und oft wurde die Waffe direkt aus der Scheide zum Angriff/Gegenschlag gezogen. Somit muss auch hier wieder ein guter Griff da sein.

Die Pistolenauflage war auch unüblich, da die Schießpulverpistolen nicht sehr weit schießen konnten und eher im Nahkampf benutzt wurden. Möglich wäre eine Gewehrstütze, aber eben auch nur bei geraderen Jataganen, die man auch in den Boden stecken konnte.

Hier ein Bild, auf dem man einige Griffarten sieht.

Viele Grüße

Del
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  #25  
Alt 03-11-2010, 18:21
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Hallo Delbaobao,

Du hast geschrieben, daß die Waffe im Hüftstoff getragen wurde. Meine Frage: Klingenkrümmung nach oben oder unten? In der Rüstkammer in Dresden sah man auf Gemälden (leider hab ich mir weder Maler noch Titel gemerkt), daß die Krümmung nach oben zeigte. Andererseits waren Gehänge und Scheide ausgestellt, wo die Krümmung zum Boden zeigte.
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  #26  
Alt 04-11-2010, 16:59
Benutzerbild von Delbaobao
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Kampfkunst: NAUKA
 
Registrierungsdatum: 14.08.2006
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Hallo Jörg,

also meine persönliche Erfahrung ist, dass die Schneide nach unten zeigen sollte.
Ich kann mit meiner rechten Hand besser die Klinge ziehen, wenn sie an meiner linken Hüftseite anliegt und nach unten zeigt.
Sonst müsste man seine Hand verbiegen oder die Klinge erst drehen, nach dem Zug.

Auf diesem Bild sieht man sowohl bei den Serben (vorne), als auch bei den Türken (hinten), dass die Klinge/Krümmung auch nach unten zeigt.

In dem Video sieht man bei 0:24 die Tragweise beim Marsch und Ruhezustand.

YouTube - Bitka na ?egru - insert iz filma 2(Battle of Cegar - insert the movie 2)

Viele Grüße

Del
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  #27  
Alt 28-03-2011, 16:09
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Salü Leute!

Hab gerade einen Aufsatz über die Entwicklung der Waffen auf dem Balkan gefunden und weil`s so schön zu diesem älteren Thema über das Yagatan passt, mal hinten dran gehängt. KA ob der schon mal gepostet wurde, finde den auf jeden Fall sehr informativ:

Waffen die den Balkan schmiedeten

Gruß Fuß
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  #28  
Alt 28-03-2011, 17:05
KKB-Userstatus: Beginner
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Registrierungsdatum: 25.10.2010
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Klasse. Danke Dir.
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  #29  
Alt 12-04-2011, 19:17
Benutzerbild von Robb
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gespaltener Knauf. die Uhr fanggeräte für Aale waren auch gespalten. Ich könnte mir vorstellen schlangen hätte man auch mit fangen können.

Fangmethoden 1.1 :: Aalfreunde - Wir bringen Licht ins Dunkle :: Aal angeln und Aalschutz
das dritte bild. In der steinzeit gab es Waffen dies an einen stock zwei angebundene auseinander stehende Hörner hatten gefangen wurde wohl nach dem Hammerprinzip oder auf dem Boden reinstanzen. Und das Beutetier so unbeweglich zu machen.
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