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#1
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| ARE YOU REALLY TRAINING? Have you ever noticed this about yourself.Notes from class by Vladimir Vasiliev Your partner does an “unfair” move towards you, for example, he responds to your light strike with a hard and painful one. And then you get angry. Or your partner is a bit arrogant or slow to learn, and you get irritated. Then again, your moves work very well, and it makes you proud of yourself. Or someone praises you and vanity starts to creep in. I see this happening every class. In this case, your real training time might be only a few minutes out of the entire session… Technique is relatively easy to learn; you can break it down into parts and grasp it. It is specific and with some practice – you’ve got it. The focus of Systema is different – you need to understand yourself. What does that mean? Watch constantly what is it that interferes with your calm, objective and continuous movement. Uncontrolled emotions are detrimental to effective work. These feelings come in a subtle way and unnoticeably begin to dominate and eat away at your strength. We must be vigilant. Step one is to be aware of these weaknesses; step two is to try to overcome them through breathing, understanding, changing the attitudes and the movements. Then we gain true strength and skill. At that point where you feel angry, annoyed, resentful or self-important - you are not longer perfecting your movement or breathing or doing other tasks, instead you are dealing with a petty conflict. If you succumb to your emotions you can be easily controlled and manipulated. While taken by emotions, you can no longer have clear judgment and swift decision making – and that is destructive for your training and for your life. I recommend, throughout the entire class for you to try and identify what are your limitations that prevent good work. Whether you are learning or teaching, always observe your emotional condition. As soon as your emotions are unstable – you are not really working any more. When we come to class – we come to train, that is the foundation. You might be disappointed in yourself or something in class could be disagreeable. No matter what happens in a session, it should all serve its useful purpose. The work of recognizing and facing our pride and weakness is much more difficult than polishing techniques, but it is much more profound. As we know, memorized techniques often let you down in real unrehearsed confrontations, for example, if your arm is broken or if you are in a confined space. Whereas, if you can control your emotions and study movement, you will be capable of solving any problem in a multitude of ways. I know from experience that such work is extremely rewarding, it creates true skill and allows us to survive and succeed. --------------------------------------------------- Tschüß Björn Friedrich |
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#2
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| Sehr schön, danke! |
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#3
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| Das kann man wohl so zu 100% unterschreiben. Gut geschrieben, weil genau alle Punkte auf mich zutreffen und man das alles, was er anspricht, schon selber so gefühlt hat - unabhängig von einer KK, kann man das auf alles übertragen. Ich glaube, eine Kampfkunst sollte genau dort ansetzten, dass man seine Einstellung zu sich ändert und zu der Tatsache, wie man selber Gelerntes erlebt und umsetzt. Schwächen sind nicht unbedingt eine ärgerliche Nebentatsache, die dem eigenen Ehrgeiz entgegenstehen. SV ist Realität und völlig unvorhergesehen. Ich glaube auch, dass man durch eingeschliffene Techniken eher blockiert wird, da man dadurch unbewusst auch seine Schwächen offenlegt. Dieser Ansatz ist gar nicht so falsch und auch einer der Gründe, warum ich Aikido mache, weil man dadurch einfach lernt, seinen Körper in der einer natürlichen, weniger steifen Bewegungsweise zu schulen - ohne Übereifer diesem verkrampfenden Ehrgeiz, den wir Europäer so verinnerlicht haben. Ein solchen Ansatz und die Überprüfung seines eigenen Trainingsusus würde denke ich durchaus jedem Wettkämpfer weiterhelfen. Alles fängt im Kopf an und darum muss man immer dort anfangen. Spiritueller Quatsch werden es einige abstrafen, aber ich sehe das mittlerweile auch etwas anders.
__________________ Wer Bohnen sät, wird Wind ernten! "And if you listen very hard, The The truth will come to you at last" |
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#4
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| Ich schätze die Artikel von Vladimir sehr und man merkt ihm einfach seine immense Erfahrung in diesem Bereich an! Aber bevor hier dem Einstudieren von Techniken und festen Bewegungen endgültig abgeschworen wird, würde ich gerne noch meine Erfahrung dazu einbringen. Für den Großteil der Leute, die ich kennen gelernt habe im KS/KK Bereich, war das feste Lernen von Automatismen, die mit Abstand beste Erfolgsmöglichkeit! Gute, wirklich freie Improvisation habe ich von ein par Top Leuten erlebt, die ich an einer Hand abzählen kann. Alles andere auf Top Niveau, das ich erleben/sehen durfte, waren hart und endlos eingeübte Bewegungsmuster, die unterbewusst abgerufen wurden. Von daher würde ich so etwas nicht als Einschränkung verstehen. Grüße Ima-Fan |
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#5
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| Zitat:
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#6
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| Es geht darum, das man seinen Zustand trainieren soll. Sozusagen als oberstes Lernziel und Grundlage aller anderen. Wenn man an dem nicht gearbeitet hat, war es Zeitverschwendung.
__________________ "bewegte Prinzipien" http://meinehp.com/bewegen/ |
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#7
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| Ich habe mich erstmal primär auf den Beitrag über mir von Cyankali bezogen. Dann steht aber nunmal der Fakt, dass im Systema keine festen Techniken geübt werden. Ich finde es in Ordnung, weil ich das Gesamtkonzept was dahinter steht und welches ich bisher kennen gelernt habe, für in sich schlüssig halte. Meine eigene Erfahrung zeigt lediglich, dass einstudierte Techniken bei den meisten Menschen eher erfolgsversprechend sind als Improvisation. Ich finde Vladimirs Gedanken zum geistigen Zustand im Training, in diesem Artikel gut! Grüße Ima-Fan |
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#8
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| Also, ich weiß nicht was alle gegen eingeübte Bewegungsabläufe habe. Denn Bewegungen die einstudiert worden sind und schon als fertiges und perfektes Programm im Gehirn vorliegen, sind einfach viel schneller abrufbar. Nehmen wir mal einen normalen Faustschlag. Wenn man Jemanden mit möglichst viel Kraft schlagen will, dann gibt es rein technisch gesehen halt nur eine Möglichkeit. Klar es gibt viele Schläge etc. aber die wurden schon alle von vielen Generationen ausprobiert und es hat sich halt rausgestellt, dass mit einer bestimmten Technik (Hüftbewegung etc.) am meisten Kraft übertragen werden kann. Und wenn man diese bewährte Bewegung schon einstudiert im Kopf hat, dann muss man sich nichtmehr darauf konzentrieren "wie" man jetzt schlagen muss, sondern man kann sich darauf konzentrieren wann man schlägt und zusätzlich noch auf andere Sachen wie Strategien oder sonstiges. Das heisst, dass einem so eine eingeübte Technik schon mehr Raum für Kreativität lässt, wieso soll man dann jedesmal das Rad neu erfinden ? Unser Gehirn funktioniert halt, indem es alles kategorisiert. Daraus folgt, dass dieses zerstückeln der Techniken ein ganz normaler Prozess ist, weil wir einfach so funktionieren, wir denken halt einfach in Schubladen und wir können auch garnicht daraus ausbrechen, weil wir sonst garnicht Lebensfähig wären, dass würde unser kleines Bewusstsein total überfordern! Das wäre ja so, als wenn ich jetzt eine Mathearbeit schreibe und mir jedesmal versuche Plus und Minus neu beizubringen .. besser ist es jedoch, dass man erstmal die Grundlagen lernt .. addieren, multiplizieren etc. etc. bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn ich dann in einer Klausur sitze, dann brauche ich mir keine Gedanken mehr machen "Wie addiere ich nochmal" .. sondern das passiert vollig automatisch .. man ist quasi befreit von diesen Schwierigkeiten und kann sich vollkommen auf die Aufgabe konzentrieren und möglicherweise noch neue Lösungswege entdecken. Geändert von xcris (30-12-2010 um 15:59 Uhr). |
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#9
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| Ich denke mal das Wichtigste an dem Artikel ist der erste Teil. Die unbequeme Arbeit mit seinen eigenen Gefühlen...... Was er über die Techniken schreibt..... da wären wir wieder bei der alten Diskussion und die ist unnötig denke ich. Die einen mögen einstudierte Techniken, ich mag sie nicht mehr....... Tschüß Björn Friedrich |
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#10
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| Hättest du denn dein jetziges Level erreicht, wenn du nicht auch lange Techniken einstudiert hättest? |
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#11
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| Nein, wahrscheinlich würde ich mich bewegen wie einige der Flow Freaks im Internet....künstliche Weichheit die nicht funktioniert...... Aber ich will das nicht pauschalisieren. Nur für mich wäre es ohne Technik nicht gegangen und für meine Schüler geht es ohne Technik am Anfang auch nicht. Aber wie gesagt ich denke der erste Teil des Artikels ist viel bedeutsamer. Egal was man trainiert, wenn man sich wirklich einmal mit den Emotionen auseinander setzt, die während des Trainings und Kämpfens passieren, lernt man viel über sich selber und das ist das Wichtigste denke ich. Tschüß Björn Friedrich |
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#12
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| Danke für den schönen Artikel, Björn. Ich stimme Vlad in allen Belangen zu. |
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#13
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| Danke für den Artikel - gefällt mir.
__________________ Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens. (Wilhelm Raabe ) |
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#14
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__________________ What do u know about fighting if u have never been in a ring/cage ? Nothing ! absolutely nothing |
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#15
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| ... das gilt nur für Systema, sondern auch für einen anderen Stil in dessen Thread immer heftigst gestritten wird ...
__________________ Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens. (Wilhelm Raabe ) |
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