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  #31  
Alt 09-02-2004, 17:38
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@ moki
konstuktiver Beitrag
Nur weil Du eine andere Art zu Kämpfen schätzt , sollen neo`s Ideen
gleich das Dümmste sein !?
Kennst Du Dich mit der Materie aus ? - so nen Schwerterkampf ist nicht mehr was für jedermann .

meine Meinung zu :
-ohne Parierstange - hat vielleicht mit dem ziehen des Säbels zu tun ; einhändig zu ziehen ( ohne Hilfe der zweiten Hand , abkippen der Scheide , ) ist nicht einfach . Eine Parierstange kann sich zusätzlich verhedern ( an Uniform ,Gehänge andere Waffen )

- Werfen eines Säbels , Schwertes etc . warum nicht - ausser wenn es "stecken" sollte , kein Problem
ob es Sinn macht ????

gruss aus der Schweiz sigi
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  #32  
Alt 10-02-2004, 10:24
Benutzerbild von Tengu
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Ich glaube mittlerweile, daß da eh keiner mehr eine Antwort weiß. Warum auch. Gewisse traditionelle Waffen haben nun mal ein bestimmtes Design. Ich könnte jetzt mal behaupten, das Ganze liegt daran, daß die alten Kämpfer da im Winter wahnsinnig dicke Fausthandschuhe getragen haben. Und da konnten sie den Schaschka ohne eine Parierstange besser anfassen.

Eine Behauptung wie viele andere auch. Und auch so gut wie jede andere.


Gruß

Tengu
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  #33  
Alt 10-02-2004, 19:28
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finde die ausführungen von neo1 eigentlich recht einleuchtend.
MoKi was passt dir nicht?
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  #34  
Alt 13-02-2004, 09:57
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So ... hier gehts mal sachlich weiter, jeder weitere Nonsens wird automatisch gelöscht!

Da die Info scheinbar untergegangen ist ... die Beiträge sind NICHT GELÖSCHT sondern in der für genau solche Fälle eingerichteten PRÜGELECKE gelandet. Dort dürft Ihr nach Herzenslust zu den allg. bekannten Bedinungen weiter posten ...

Hier noch der entsprechende Link http://www.kampfkunst-board.info/for...727#post200727
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  #35  
Alt 15-02-2004, 16:00
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Hi faB*

Zitat:
Zitat von faB*
Werte Freunde der russischen Kampfkunst,
seit Tagen finde ich keine Ruhe mehr, treibt mich doch folgende Frage um:
Wieso hat die Schaschka keine Parierstange?
Sicher ist eine Schaschka ohne Parierstange besser als eine Parierstange ohne Schaschka, aber warum verzichtete man auf den zusätzlichen Handschutz?
Gruß,
-f.
Ursprünglich war der Schaschka/Shashqa die kaukasische Nationalwaffe, mit schwach gekrümmter Säbelklinge ohne Handschutz, mit schnabelförmigen Griffabschluss als stilisierter Vogelkopf. Später wurde es der traditionelle Säbel der russischen Kosaken-Regimenter. In Russland war der Shashqa während des ganzen 18. Jh. groß in Mode. Die Standardausführungen sind inder Regel in Messing gehalten, es gibt aber auch schöne Stücke in Silber mit Niello-Dekoration. Sie wurden für die russischen Offiziere von Handwerkern in Daghetan im Kaukasus hergestellt.

Den Kavallerie-Schaschka M 81/27 gab es mit und ohne Bajonetthalterung an der Scheide (siehe Seifert, DWJ 3/1986, Seite 302 f).

Die gesamte russische Kavallerie führt den Schaschka/Shashqa mit der Krümmung nach oben getragen.

Selbst die s.g. Wehrmacht-Kosaken trugen während des zweiten Weltkriegs noch den Schaschka/Shashqa.

Bzgl. der Handhabung
Seine Klingenform weißt ihn deutlich als Hiebwaffe aus, was aber das Stechen nicht ausschließt. Ob man den Schaschka/Shashqa zum Werfen benutzt hat konnte ich nirgends belegt finden, was aber wiederum nicht ausschließt und/oder widerlegt das er zum Werfen benutzt werden kann! Letztlich liegt es im Ermessen des Kämpfenden wie er seine Waffe einsetzt.
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  #36  
Alt 15-02-2004, 22:49
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Wurde die Schaschka von Reiternomande wie den Skythen übernommen ?
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  #37  
Alt 16-02-2004, 13:17
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Zitat:
Wurde die Schaschka von Reiternomande wie den Skythen übernommen ?
Nein, von den Skythen wurde der Säbel allgemein übernommen. Die Schaschka wurde erst im 18. Jh. von den Kaukasern übernommen. Das Wort "Schaschka" bedeutet in kabardinischer Sprache "langes Messer". Wie ich bereits geschrieben habe, ist die Schaschka eine Kavalleriewaffe, mit der man nicht fechtet. Daher wäre eine Parierstange oder ähnliches fehl am Platz.

Gruß
Andreas
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  #38  
Alt 16-02-2004, 15:18
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Zitat:
Zitat von Andreas Weitzel
Wie ich bereits geschrieben habe, ist die Schaschka eine Kavalleriewaffe, mit der man nicht fechtet. Daher wäre eine Parierstange oder ähnliches fehl am Platz.
Hi Andi,

das ist eine etwas, naja, pauschale Aussage. Es kommt so rüber, daß bei Waffen und insbesondere bei Waffen, mit denen man nicht ficht, eine Parierstange oder ähnliches fehl am Platz wäre. Dem ist aber nicht so.
Diverse Beispiele:

Offiziers-Pallasch Garde du Corps
Abmessungen: Klingenlänge 949 mm, Gefäßhöhe 146 mm, Klingenbreite 25 mm ; das ovale Mittelschild ist 51 mm hoch. Die Scheide war 997 mm lang

Kavalleriesäbel M 1826 (Kavallerie-Offizierssäbel)
Chevauleger-Säbel: Eisernes Bügelgefäß mit 2 Spangen, Scheide mit 2 Tragringen, Länge mit Scheide 104 cm

Russ. Dragonersäbel, Ende 19.Jh., Zust. 1-2

Russischer Husarensäbel, 75,5 cm lange Rückenklinge beidseitig gekehlt, einseitig graviert
mit den gekrönten Initialen von “Zar Alexander I.” (1801-1825), poliert, fleckig, etwas angerostet einfaches Messingbügelgefäß mit langen Mittelstegen, ganze Griffkappe, beledertes Griffholz mit verdrillter Kupferdrahtwicklung, schwarze Lederscheide mit Messingblech überfangen, längliche Durchbrüche, 2 bewegliche Tragringe, etwas eingedellt, patiniert (He)


Oder auch Panzerstecher:




Also so pauschal kann man es nicht sagen!


Gruß

Tengu
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  #39  
Alt 16-02-2004, 17:10
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Danke für die Info Andreas !

Gruss
Cruz
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  #40  
Alt 16-02-2004, 22:36
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@ Tengu:

Ich habe keine pauschale Aussage getroffen. Meine Aussage gilt nur für die Schaschka.

Gruß
Andreas
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  #41  
Alt 17-02-2004, 12:32
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Moin Andreas,

ich wollte mal wissen ob der Schaschka/Shashqa IMMER ohne Parierstange hergestellt wurde? Erinnere mich da an eine Militär-Shashqa namens CS-88SH (Verwendung WWII) die einen Griffbügel hat!

Was mich etwas irritiert ist Deine Aussage bzgl. FECHTEN Wieso hätte man damit nicht fechten können? Lt. Beschreibung ist die Spitze der Schaschka/Shashqa zweischneidig, ansonsten einschneidiges gekrümmtes (typisch Säbel - sprich Hiebwaffe) Blatt, was deutlich auf eine Stich- und Hiebwaffen hindeutet. Es würde keinen Sinn ergeben wenn sie nicht zum FECHTEN erdacht wäre.

Bzgl. der Abstammung
Es gibt Historiker die die Abstammung der Schaschka/Shashqa beim Shamshir/Scimitar/Kilij sehen.


Sprich einem Schwert das seine Verbreitung in Indien, Persien (später der gesamte arabisch/muslimischen Welt) und auch bei den Steppen-(Reiter)völkern Asiens fand. Dies ab ca. Mitte des 16. Jh. Auf diese Abstammung weißt auch der später weiterhin benutzte stilisierte Vogelkopf hin.
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  #42  
Alt 17-02-2004, 13:36
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Hallo, Mike,

eine Schaschka hat normalerweise keinen Bügel. Das ist eben eins der wichtigsten Merkmale der Schaschka. Ein weiteres Merkmal ist die Trageweise: Mit der Schneide nach oben (genau genommen nach hinten). Daher wurden später in Rußland alle Säbel, die man so getragen hat, "Schaschka" genannt, obwohl einige davon keine geweisen sind.

Zum Fechten: Damit meine ich die Kampfweise, bei der gegnerische Hiebe pariert bzw. geblockt werden, und ein Austausch von Angriffen mit der Waffe stattfindet. Dafür war die Schaschka nicht gedacht, sondern für schnelle Kavallerieangriffe, bei denen es nicht zum Kampf "Klinge gegen Klinge" kam. Man ging an der gegnerischen Klinge vorbei und griff den Gegner direkt an, oder man kam den gegnerischen Hieben zuvor. Anders konnte es kaum funktionieren, wenn zwei Kavallerieeinheiten im vollen Galopp aufeinander losgingen. Wenn es zu einem Kampf gegen die Infanterie kam, dann war eine Parierstange bzw. Bügel sowieso von keiner Bedeutung.

Die Schaschka ist eben eine Waffe, bei der das weggelassen hat, was man nicht gebracht hat. Im Gegenteil zu anderen Säbel.

Gruß
Andreas
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  #43  
Alt 17-02-2004, 13:58
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Bei der ganzen Sache habe ich eigentlich nur noch 2 Denkanstösse:

Der eine ist der Vergleich zwischen Schaschka :


und Jatagan
, vor allem in der Griffform.

Die andere Sache ist das, was auch Andreas erwähnte:
Zitat:
Zitat von Andreas Weitzel
Das Wort "Schaschka" bedeutet in kabardinischer Sprache "langes Messer".
Schaut Euch mal Hau- oder Hiebmesser an.
Z.B. Bei unseren Indischen Freunden (eine der gefährlichsten Waffen, nach meiner Meinung)

Da findet man, ähnlich wie bei Macheten, keine Parierstange.


Gruß


Tengu
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  #44  
Alt 17-02-2004, 14:41
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So richtig zufriedenstellend ist es nicht! Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass man im Kampf Mann gegen Mann (z.B. nach einem Sturz vom Pferd) nicht gefochten hat. Der Schaschka/Shashqa ist doch von seiner Art her in jedem Fall auch dafür geeignet oder hat man ihn dann nicht benutzt?
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  #45  
Alt 17-02-2004, 14:46
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@ Mike:

Es geht nicht darum, was man damit machen kann, sondern was man damit gemacht hat Es lag einfach an der Art zu kämpfen. Eben nicht "Klinge gegen Klinge", sondern "Klinge gegen Mann". Daß man mit der Schaschka trotzdem fechten kann, steht außer Frage.

Gruß
Andreas
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