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Alt 21-02-2004, 10:03
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sooo jetzt wollt ihr nicht mehr weiterdiskutieren?! Pfui schämt euch




Cruz
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Alt 21-02-2004, 16:53
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Hi Cruz,

das liegt vermutlich an vielen Faktoren, u.a. evtl. daran, dass es das gleiche Thema in verschiedenen Foren gibt, meist mit den gleichen Usern. So u.a. hier im KKB und im Kampfkunstforum (natürlich auch im Wing Chun Online Forum - wer hätte das gedacht )

Des weiteren wird hier (aus welchen Gründen auch immer) nur wenig auf Fragen wirklich eingegangen, sondern meist drum herum diskutiert oder weil es oftmals nicht ins eigenen Bild paßt umgehend verworfen.

So wie ich es verstanden habe, leider nicht durch ne Diskussion hier im Thread, hat sich die Schaschka/Shashqa/chacheka weiterentwickelt (wer hätte das gedacht) und es gab später eben auch eine Militärausführung mit einer Parierstange (Bügel), nämlich den von mir schon einmal angeführten CS-88SH.


Lt. Militärhistorikern und Sammlern entwickelte sich also aus dem Shamshir/Scimitar (14. Jh. - dem typischen Schwert der Reiter und Steppenvölker) der spätere Schaschka/Shashqa/chacheka ohne "Handschutz" (17. Jh.) und beim Militär, u.a. bei den s.g. Wehrmachtskosaken und den Kosaken die beim italienischen Militär eingesetzt wurden, noch später (ca. 1938) der Schaschka/Shashqa/chacheka mit "Handschutz". Wobei der Schaschka/Shashqa/chacheka ohne Handschutz weiterhin produziert wurde. Die Weiterentwicklung nicht als Schaschka/Shashqa/chacheka anerkennen zu wollen ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Diskussion ob man den Schaschka/Shashqa/chacheka werfen konnte/sollte oder nicht war, nach meiner Meinung, ein ENTFERNEN vom eigentlichen Thema.

Auch die Begrenzung auf die Kosaken kommt der Sache wenig entgegen. So führte u.a. Sultan Abdul-Hamid II ((1876-1909) eine Schaschka/Shashqa/chacheka. Diese schenkte er einem Museum. Zu finden in Beschreibungen von Hermann Historica (Linprunstraße 16, D-80335 München). Sprich, viele haben sich diese Art von Säbel anfertigen lassen und sie eingesetzt. Es gibt dbzgl. auch Aussagen von Waffenhistorikern, die den Schaschka/Shashqa/chacheka als typische Turkvölker-Waffe einordnen!

Bzgl. dem türkischen Sultan noch eines mit auf den Weg. Nicht ohne Grund führte er eine Schaschka/Shashqa/chacheka, die Geschichte weißt uns auch hier den Weg. Im 6. Jh. wanten sich die "Kaukasen" immer mehr dem Islam zu. Erst 1829 wurden die Türken gezwungen, alle ihre Ansprüche zu widerrufen, und den Russen wurde freie Hand im nordwestlichen Kaukasus gegeben. Der Kaukasus besteht lt. Sprachforschern und Historikern aus vielen Volksgruppen. Darauf weißen auch die ca. 40 Sprachen in dieser Region hin.

Der Yataghan deutet heute noch eindeutig auf die Verwandtschaft zum Schaschka/Shashqa/chacheka hin. Er fand seine Verbreitung bis nach Nordafrika!


(Kabarday Krieger 18. Jh.)
Nochmal ein wenig Geschichte - vielleicht wird dann, auch wenn es einigen ein Dorn im Auge sein mag, die Verbindung verständlicher. Die Kirgisen sind ein Turkvolk, das bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. von den Chinesen erwähnt wurde (am Altai). Seit etwa 49 v. Chr. lebte es am Jenissej, wo sie im 6. Jahrhundert sogar Eisen und Gold abbauten. Die Kirgisen waren zu Beginn des 8. Jahrhundert in schwere Auseinandersetzungen mit den Kök-Türken verwickelt, und beseitigten 839/840 unter Jaglaqar (gest. 847) das Großreich der Uiguren. Sie wurden aber von den Kitan 924 wieder aus der Mongolei verdrängt. Das Volk der Kirgisen wurde im Verlauf des 13. Jh. von den Mongolen aufgelöst, z.T. deportiert, verlor seine (Runen-)Schrift und den wenigen Ackerbau. Geringe Reste zogen wahrscheinlich 1220 im Heer von Dschingis Khans Sohn Dschudschin nach Mittelasien ans Tienschan-Gebirge, wo sie heute leben. Im 15./16. Jhrd. standen sie dort in lockerem Bündnis mit den Kasachen und erhielten nach und nach Zuzug von den im Jenissej-Raum verbliebenen Gruppen. So erreichte 1702 eine große Gruppe im Gefolge der Oiraten den Tienschan.
(Hattukhwaie Abzach 19. Jh.)
Die Kirgisen wanderten im 8. Jahrhundert in das Gebiet Kirgisiens ein. Sie kamen zuerst unter die Herrschaft der Mongolen, ab 1600 unter diejenige der Dsungaren und der Kasachen aus dem Khanat Kokand. Im Verlauf des 19. Jh. erlangte Russland die Herrschaft über Kirgisien.
(Kabarday Attacke 1790 - im übrigen eine reine Frauen Division )
Die Bevölkerung besteht zu 52,4 % aus Kirgisen, 25,3 % sind Russen, 12,6 % Usbeken, 2,4 % Ukrainer, 1,6 % Tataren; dazu kommen noch Deutsche, Viguren, Kasachen und Tadschiken. 1878 wanderten im übrigen Kirgisen auch in den Jordan aus!

Zum Thema Kosaken
Im 15. Jahrhundert schlossen sich an Dnjepr und Don sowie in der Ukraine freiheitsliebende s.g. "Wehrbauern" zu streitbaren Gemeinwesen zusammen, die ihre selbsterstellten Rechte gegenüber dem russischen Staatswesen entschlossen und zäh verteidigten. Unter Katharina II. wurden sie gewaltsam unterdrückt! Sie erhielten später an allen gefährdeten Grenzen des Reiches eigene Gebiete mit Sonderrechten zugewiesen und stellten außerdem die besten Reiter der russischen Kavallerie. Im Bürgerkrieg erwiesen sie sich als erbitterte Gegner der Bolschewiki und erlitten zu Tausenden das Schicksal der Ausrottung, Flucht und Vertreibung. Trotz oder gerade wegen ihres von Anfang an gefährdeten Lebens hielten die Kosaken jahrhundertelang an ihrem Brauchtum, vor allem an ihrer Musik fest. Im Zweiten Weltkrieg stellten sich die Kosaken in Europa freiwillig unter deutschen Befehl, in der Hoffnung, zurück in ihre Heimat gehen zu können, u.a. das Kosakencorps Pannwitz mit mehr als 20.000 Mann. Die Kosakendivision des Oberst Helmut von Pannwitz bestand aus sieben Regimentern, von denen sich zwei aus Don Kosaken zusammensetzten. Nach der deutschen Niederlage wurden die Kosaken von den Westalliierten unter Bruch der Genfer Konvention am 1. Juni 1945 in Lienz, Osttirol, an die UdSSR ausgeliefert. Das Schicksal der mehr als 100.000 Kosaken samt Frauen und Kinder läßt sich im einzelnen nicht mehr weiter verfolgen. Der Rest trat den langen Weg nach Sibirien an. Der Großteil der Offiziere, darunter auch Helmut von Pannwitz, wurden nach Moskau gebracht, wo sie zum Tode durch den Strang auf dem Roten Platz verurteilt wurden.

Gelegentlich werden die Kosaken als direkte Nachkommen der nicht slawischen Völkerschaften (Khasaren, Kossogen, Tscherkessen u.a.) betrachtet, die in der Periode der Zersplitterung einige Gebiete Südrusslands besiedelten. Diese Ansicht stützt sich allein auf die Herkunft des Wortes Kosak aus der "tatarischen" Sprache. Bei den Tataren wurden damit kleine, leicht ausgerüstete Heeresabteilungen bezeichnet. Oft handelte es sich um einzelne Reiter oder um vom Khan (dem Oberhaupt der Tataren) unabhängige militärische Einheiten. Ethnisch sind die Kosaken jedoch trotz ihres entlehnten Namens Russen bzw. Ukrainer.

Im 15. Jahrhundert bildete die ständige Gefahr von Überfällen der tatarischen s.g. Goldenen Horde für die südlichen Randbezirke des russischen und des polnisch-litauischen Staates eine Bedrohung, welche die damals noch schwach entwickelte Staatsmacht aus eigenen Kräften nicht beseitigen konnte. So wurden die Grenzbewohner zu Kriegern, welche sich die "Kriegstaktik des Gegners" aneigneten. Den tatarischen Reitern standen russische Reiter gegenüber, welche von ihren Feinden nicht nur die Kampftaktik, sondern auch die Bezeichnung Kosaken übernahmen.

Die offensichtlichen Vorteile eines Grenzschutzes mit Hilfe leichter Kavallerie wurden von den Regierenden schnell erkannt. Im 16. Jahrhundert wurden zu diesem Zweck spezielle Truppen s.g. Stadtkosaken gegründet, die bei den Grenzbefestigungen angesiedelt wurden und für ihren Bewachungsdienst Grundstücke und Sold erhielten. Fast gleichzeitig ordnete die polnisch-litauische Regierung die ukrainischen Kosaken Schulzen unter, um aus dem damals entstehenden Kosakentum eine Grenzpolizei zu bilden. Doch waren diese Stadtkosaken nicht zahlreich und hatten auf die freien Kosaken keinen wesentlichen Einfluss. Ganz im Gegenteil, Zahl und Bedeutung der freien Kosaken nahmen schnell zu.

Die Verstärkung der zentralisierten Macht im russischen Staat ging mit dem Verlust der politischen Rechte der lokalen Bevölkerung und ständig wachsendem Steuerdruck einher, was schliesslich zur Herausbildung der Leibeigenschaft führte. Das waren die Gründe dafür, dass viele der besonders aktiven und initiativen Leute sich dafür entschieden, die Staatsabhängigkeit loszuwerden und ein neues freies Leben als Kosaken auf eigenes Risiko zu beginnen.

Noch schärfer war die Lage der russischen Bevölkerung in den zu Litauen gehörigen Gebieten, wo sich zu den sozialen Gegensätzen religiöse (römisch-katholische Oberschicht gegen orthodoxe Landbevölkerung) und nationale Intoleranz gesellten. Von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an entstand am Fluss Don die Gemeinschaft der Don-Kosaken, gleichzeitig bildeten ukrainische Kosaken weit in der Steppe eine ähnliche Gemeinschaft, die Saporosher Setsch (Siedlung Saporozhje am Unterlauf des Dnjepr). Von diesen stammen die zahlreichen weiteren Kosakengemeinschaften ab, welche ihre z.T. wechselnde Bezeichnungen von der Gegend ihres Einsatzes erhielten: Die Jaik-Kosaken (später Ural-Kosaken) und das Heer der Orenburger Kosaken spielten bei der Kolonisierung Sibiriens eine bedeutende Rolle (vgl. Pesnokhorki Vol. II). Aus Don-Kosaken wurde 1732 das Heer der Wolga-Kosaken gebildet, das bereits 1770 in den "Nordkaukasus" (sie Kirgiesen) verlegt wurde.

Ebenfalls zur Kolonisation und Sicherung der nordkaukasischen Eroberungen wurden die Greben- oder Terek-Kosaken eingesetzt. Aus ukrainischen Kosaken der im 18. Jahrhundert aufgelösten Saporosher Setsch entstanden die unter Katharina II. gebildeten Schwarzmeer-Kosaken, die gegen die "Türkei" eingesetzt wurden, und die Asow-Kosaken. Diese hatten zuerst als Donau-Kosaken dem "türkischen Sultan" gedient, 1828 ging das Heer wieder in russische Hände über und wurde im westlichen Nordkaukasus (Kubangebiet) eingesetzt.

Anfangs unterordneten sich die Kosakengemeinschaften nur dem Namen nach dem Staat. Sie gerieten oft in Konflikt mit der Politik der Regierungen: Als sie sich nicht mehr mit Überfällen auf die Tataren begnügten, mit ihren Schiffen nicht nur Dnjepr und Don entlang, sondern auch ins Schwarze Meer segelten, brachten sie die Regierungen in Verlegenheit, solange denen ein Krieg mit der Türkei ungelegen war.

Der türkischen Regierung, die beim Zaren wegen der Verwüstungen ihrer Küstensiedlungen vorstellig wurde, musste der Bescheid gegeben werden, bei den Kosaken handle es sich nicht um Untertanen des Zaren, sondern um flüchtige Räuber, die keinen Herren anerkennten. Gleichzeitig jedoch zahlte Moskau den Kosaken insgeheim Sold aus. Vom Kriegshandwerk lebend überfielen die Kosaken gelegentlich auch ihre Landsleute, beraubten russische und polnische Handelsflotten. Da sich die Kosakengemeinschaften hauptsächlich aus mit der damals herrschenden Gesellschaftsordnung unzufriedenen Leuten bildeten, gab es auch Versuche diese Ordnung zu ändern, was zu feindseligen Beziehungen zwischen den Kosaken und der Staatsmacht und nicht selten sogar zu offenem Kampf führte.

Die ukrainischen Kosaken begannen sich der polnischen Regierung immer aktiver zu widersetzen. Gestützt auf die unterjochten ukrainischen Bauern gewannen sie den Kampf und trennten die ursprünglich russischen Gebiete von Polen ab. Dabei wurden die meisten Einwohner zu Kosaken.

Im russischen Staat, wo die ohnehin weniger schroffen sozialen Gegensätze nicht zusätzlich durch religiöse und nationale Motive verschärft wurden, führte der Kampf zu anderen Ergebnissen. Es gelang den Moskauer Zaren, die Selbständigkeit der auf russischem wie auch auf dem von Polen zurückgewonnenen Territorium ansässigen Kosakengemeinden nach und nach zu brechen und sie der Moskauer Zentralgewalt unterzuordnen.

Die Don-Kosaken lebten familienweise in befestigten Siedlungen am Don und seinen Nebenflüssen Medwediza, Khoper, Donez und Sherebez. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es rund 30 solcher Siedlungen, an seinem Ende bereits 125. Das Eigentum an Grund und Boden war gemeinschaftlich. Abgesehen von ihren Feldzügen trieben sie vor allem Fischfang und Jagd. Als der Ackerbau, der anfänglich am Don noch nicht existierte, im 17. Jahrhundert zu entstehen begann, traf die Heeresversammlung die Entscheidung, Bodenbearbeitung bei Strafe zu verbieten. Getreide erhielten die Kosaken teils von der Regierung, teils durch den Handel mit den Einwohnern der benachbarten russischen Gebiete, denen sie Fisch wie auch "türkische und tatarische Waren" verkauften.

Die Verwaltung des Heers lag in den Händen des Ataman (Anführer des Heeres), der wie sein Gehilfe, der Jessaul (Rittmeister), und ein für den Schriftverkehr zuständiger Heeresamtschreiber von der allgemeinen Kosakenversammlung (Krug russ. wörtl. Kreis) gewählt wurde und jederzeit seines Amtes enthoben werden konnte. Alle wichtigen Fragen wurden von der Versammlung entschieden. Der Ataman und sein Gehilfe waren nur Vollzieher des Willens der Versammlung. In die gemeinsame Zuständigkeit des Atamans und der Versammlung gehörten sowohl alle mit den Truppen verbundenen Angelegenheiten als auch Gerichtsverhandlungen.

Im 17. Jahrhundert zwangen die wachsende Macht des Moskauer Staates und die eigene Unfähigkeit, sich aus eigener Kraft feindlichen Überfälle zu widersetzen, die russischen Kosakengemeinden, das Protektorat der Moskauer Staatsregierung anzuerkennen und ihr Wirken nach aussen hin den Anweisungen der Moskauer Politik unterzuordnen.

Auch die ukrainischen Kosaken, die nicht mehr zu Polen gehörten, aber auch keine Möglichkeit hatten, die Unabhängigkeit ihrer Heimat durchzusetzen, wurden im 18. Jahrhundert gezwungen, Untertanen des russischen Zaren zu werden. Die innere Ordnung der Kosakengemeinden wurde davon anfangs nicht berührt, aber allmählich wandelte sich auch diese und erleichterte es der Regierung, die Kosaken zu kontrollieren. Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen kam es im Lauf der Zeit zu einer sozialen Differenzierung in den Gemeinschaften.

Kosaken, die sich dank Begabung und Kühnheit besonders auszeichneten, wurden seit je zu Ältesten gewählt und gewannen dadurch eine privilegierte Vorzugstellung im Heer. Aus ihnen bildete sich eine besondere Klasse heraus, deren Mitglieder alle ein Wahlamt bekleideten. Auch unter den einfachen Kosaken bildeten sich zwei Schichten heraus. Zur einen gehörten wohlhabende, sogenannte haushälterische Kosaken, die meist von den ersten Ansiedlern abstammten, und feste wirtschaftliche Positionen hatten, zur anderen Habenichtse, die erst vor kurzem zu Kosaken geworden waren. Diese namentlich bildeten die Trupps von Räubern und Dieben (wie sie im Moskauer Staat genannt wurden), welche Richtung Wolga zogen, um dort Schiffe von Kaufleuten und manchmal auch Städte zu berauben. Grund dieser Raubzüge bildete nicht allein ihre materielle Versorgung, sondern auch ein noch nicht vergessener Hass gegen die russische Regierung und gegen die Staatsordnung, von der sich diese Menschen befreit haben. Diese Kosakengruppe bildete eine Basis für all jene, die mit den Zuständen des Landes unzufrieden waren, während die wohlhabenden Kosaken, in erster Linie die Ältesten, nach möglichst engen Beziehungen zu der Zarenregierung strebten.

Das im 17. Jahrhundert sich zusehends verschlechternde Leben der russischen Bauernschaft führte zur Flucht grosser Bevölkerungsmassen an den Don und zur Zunahme der Kosakenraubzüge an die Wolga.

Gestützt auf die armen Kosaken organisierte 1669 Stenka Rasin seinen Aufstand. Als er von den Truppen des Zaren geschlagen an den Don floh, wurde er jedoch vom Ataman der Don-Kosaken zur Aufgabe gezwungen und ausgeliefert.

1667 erklärte die russisch-orthodoxe Kirche die Altgläubigen, welche die Kirchenreform ablehnten, zu Ketzern. Verfolgte Altgläubige kamen auch in das Gebiet der Don-Kosaken und gründeten dort in den 70er und 80er Jahren einige Klausen, hauptsächlich am Fluss Medwediza. Die altgläubige Propaganda erfasste bald einen grossen Teil der Kosaken. Es entstanden Pläne eines Aufstandes für den alten Glauben, man knüpfte Beziehungen zu den Jaik-Kosaken im Ural. Mit Hilfe 1688 an den Don gesandter Truppen aus Moskau machte der Ataman Frol Minajew diesen Plänen ein Ende. Die altgläubigen Kosaken wurden vertrieben. Ein Teil versuchte sich unter den Schutz des tatarischen Khans auf der Krim zu begeben, ins Kuban-Gebiet, wurde jedoch unterwegs vom südkaukasischen Volk der Tscherkessen aufgerieben; andere fanden am Terek (Nordkaukasus) Zuflucht. In der Folge dieser Wirren verloren die Kosaken das Recht, die lokale Geistlichkeit selbst zu wählen. Das in ihren Gemeinschaften geistliche Leben des Heers unterstand nicht mehr direkt dem Patriarchen, sondern dem Bischof.

Eine ihrer wichtigsten Freiheiten, das Recht, Flüchtige nicht an die Regierung auszuliefern, verloren die Kosaken unter Peter dem Grossen (1672 - 1725). Der Versuch, die Auslieferung Entlaufener bei den Don-Kosaken mit Gewalt durchzusetzen führte, 1707 zum Aufstand von Kondratij Bulawin, den die Regierung nur mit Mühe zu unterdrücken vermochte. Wiederum stellte sich ein Teil der geschlagenen Rebellen unter den Schutz des Khans der Krim; später, als die russischen Truppen ihre neuen Siedlungsgebiete eingenommen hatten, bildeten sie im Mündungsgebiet der Donau für eine gewisse Zeit ein spezielles Kosakenheer im Dienste des türkischen Sultans. Der Aufstand des Bulawin führte zu einer weiteren Schmälerung der alten Freiheiten: Allmählich wurde die freie Wahl des Atamans abgeschafft. In der Mitte des 18. Jahrhunderts änderte sich auch die Lage der Ältesten im Heer. Dieser schon früher lebenslänglich gewordene Titel wurde zu einem von der Regierung erteilten Amt. So verloren die Kosakenheere nach und nach die Möglichkeit sich gegen die Regierungspolitik zu stemmen. Sie wurden für den Staat, dessen Verteidigungsmittel mit der im 18. Jahrhundert eingeführten regulären Armee wesentlich gestärkt waren, keine Gefahr mehr. Gleichzeitig wurden die Staatsgrenzen immer weiter nach Süden verschoben, und mit der Errichtung der zahlreichen Festungen entlang der Grenze verschwand in den Augen der Regierung ein weiterer Grund, das selbständige Kosakentum am Leben zu erhalten. Sie setzte Kosaken militärisch immer häufiger ausserhalb ihrer Gebiete ein und veränderte die innere Ordnung der Kosakengemeinden: Sie legitimierte die Ständeteilung und das Privateigentum an Grund und Boden, beschränkte die Selbstverwaltung auf Gemeindeversammlungen; mit einem Wort, der bürgerliche Lebensstil des übrigen Russland setzte sich auch bei den Kosaken durch, und von den das alte Kosakentum kennzeichnenden Besonderheiten blieb einzig der ständige Militärdienst erhalten, allerdings angepasst an die Erfordernisse einer zeitgemässen Armee

Voneinander Lernen
Darüber hat man in der Geschichte der Kirgiesen und Kosaken schon einiges erfahren können, doch dieser Austauch ging letztlich räumlich noch viel weiter. Ein weiteres Beispiel ist das französische Model 1866 "Chassepot" einem "Yataghan Schwert Bajonett" das speziell für die Chassepot Rifled Infantrie Muskete entwickelt wurde. Hergestellt zwischen 1866 und 1874 .

Bzgl. der Diskussion ist die Schaschka/Shashqa/Chacheka ein Messer oder ein Säbel ... selbst die Kosaken sprechen von einem Säbel, darauf weißt letztlich sowohl die Form, die Ausmaße als auch das Material hin. Alles andere ist eine (evtl. gezielte) Wegführung vom Thema.
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  #78  
Alt 21-02-2004, 17:52
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wow Danke für die Infos Michael !
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  #79  
Alt 22-02-2004, 20:29
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Also jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben.
Habe mit einem Experten für kaukasische Waffen gesprochen. Er meinte dazu:

Shashka is an altered Chechen "sash-kho", which means "big knife".
It was originally worn on the right, quite high above the waist, and edge up. This allowed rapid draw continued into an uninterrupted cut (not unlike Japanese Iaito). The crossguard could entangle in the loose fitting clothes and was therefore an impediment. Also, in the old times, they carried small bucklers that were used for parrying; thus, crossguards were not needed for defence.
The Chechens valued speed before anything; they said that a good shashka should be "light as a feather, sharp as a razor and flexible as a willow twig".


Scheint mir eine logischere Erklärung zu sein ! Würde gerne Andreas Meinung dazu hören.

Gruss
Cruz
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  #80  
Alt 23-02-2004, 21:05
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das "Nichtantworten" find ich jetzt aber recht arm !
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  #81  
Alt 24-02-2004, 06:11
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Manch einer hat neben dem Forum noch anderes zu tun...
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  #82  
Alt 24-02-2004, 07:53
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Zitat:
Zitat von Cruz
das "Nichtantworten" find ich jetzt aber recht arm !
Von wem erwartest Du eine Antwort?
Ich für meinen Teil hab alles geschrieben was ich zu diesem Thema schreiben wollte und dies auch erst, nachdem es hier ausgeufert ist und sich von den eigentlichen Fragen meilenweit entfernt hatte.
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  #83  
Alt 24-02-2004, 08:17
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Hallo,

Mike hat tatsächlich viel geschrieben, wobei wir das Ganze jetzt doppelt haben. In einem anderen Thread wurde die Geschichte von Kosaken mehr als detailliert besprochen Aber, Mike, wenn Du Dir die Mühe machen willst...

Zu dem Text von Cruz kann ich wenig sagen. Erst müßte ihn jemand ins Deutsche übersetzen

Gruß
Andreas
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  #84  
Alt 24-02-2004, 10:35
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Schnellübersetzung für Andreas:


Shashka ist ein verformtes Tschetschenisches "sash-kho", was "großes Messer" bedeutet.
Es wurde ursprünglich auf der rechten Seite getragen, ziemlich hoch über der Hüfte, Klinge nach oben.
Dies erlaubte schnelles Ziehen, das sich ohne Unterbrechung in einem Schnitt fortsetzte (dem Japanischen Iaito nicht unähnlich).
Der Kreuzschutz konnte sich in der lockeren anliegenen Kleidung verfangen und war deswegen ein Hindernis.
Auch trugen sie (tippe hier mal auf die Sash-Ko)in der Vergangenheit kleine Buckel, die zum Parrieren benutzt wurden;daher wurden keine Kreuzschutze (Parrierstangen)
für die Verteidigung benötigt.
Die Tschetschenen werteten Geschwindigkeit über alles anderem; sie sagten,dass eine gute Shashka "leicht wie eine Feder, scharf wie ein Rasiermesser und biegsam wie ein Weidenzweig" sein sollte.

Geändert von Franz (24-02-2004 um 11:44 Uhr).
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  #85  
Alt 24-02-2004, 11:02
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Zitat:
Zitat von Franz
Schnellübersetzung für Andreas:

...
Der Kreuzschutz konnte sich in der lockeren anliegenen Kleidung und war deswegen ein Hindernis.
...
*Besserwissermodein*

Hier fehlt das Wort "verfangen".

Zitat:
Zitat von Franz
...
Auch trugen sie (tippe hier mal auf die Sash-Ko)in der Vergangenheit kleine Buckel, die zum Parrieren benutzt wurden;daher wurden keine Kreuzschutze (Parrierstangen)
für die Verteidigung benötigt.
Falsch getippt...es sind bestimt nicht die armen Messer, welche sich da einen Buckel gelacht haben. Mal eher die Tschetschenen... Und sie trugen Buckler oder Faustschilde!

*Besserwissermodaus*

Gruß


Tengu
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  #86  
Alt 24-02-2004, 11:45
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Was Buckler ist / war - keine Ahnung bin bei den Kosaken nicht so in der Materie drin
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  #87  
Alt 24-02-2004, 12:05
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Es ist nicht der hier gemeint:


Sondern der hier:


Gruß

Tengu
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  #88  
Alt 24-02-2004, 18:42
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genau. Kleine Schilde ! Sorry das ich den Text nicht ins Deutsche übersetzt habe. Naja ich fand das Ganze interessant (weil alte Waffen aus aller Welt meine Leidenschaft sind). Wollte hier niemandem auf den S*ck gehen.
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  #89  
Alt 24-02-2004, 20:30
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Hallo,

der Text ist wirklich interessant. Und der Aspekt der Kleidung, in der sich eine Waffe verfangen könnte, ist sicherlich wichtig. Wenn man bedenkt, daß die Kleidung der Kosaken der Kleidung der Kaukaser zum Teil ähnlich war, dann spielt dieses Argument bei beiden eine Rolle. Allerdings hatten Kosaken keine Buckler im 19. Jh.

Gruß
Andreas
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  #90  
Alt 25-02-2004, 08:31
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Zitat:
Zitat von Tengu
Falsch getippt...es sind bestimt nicht die armen Messer, welche sich da einen Buckel gelacht haben. Mal eher die Tschetschenen... Und sie trugen Buckler oder Faustschilde!
Moin Tengu,

sollen die Tschetschenen beim Reiten sowohl einen Buckler als auch einen "Säbel" zum Einsatz gebracht haben oder bezieht sich das auf den Bodenkampf?
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