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  #1  
Alt 10-10-2007, 22:57
Benutzerbild von Der Contraveganer
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Kampfkunst: Fighting-Do
 
Registrierungsdatum: 19.02.2006
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Standard Schwert selbst schmieden

Auf diesemGebiet bin ich noch absoluter Neuling. Aber da ich seit einiger Zeit Schwertfechten nach Deutscher Schule betreibe, oder es versuche, ist mir aufgefallen, dass die erforderliche Ausrüstung , vor allem Waffen, nicht ganz billig sind. So bin ich auf die Idee gekommen, dass es doch ganz praktisch und von allem preigünstig wäre, sich seine Trainingsausrüstung selbst zu "basteln". Ich bin recht schnell von der Idee abgekommen billig Schwerter mit verschraubtem Knauf zu verwenden, nachdem mir so ein Ding um die Ohren geflogen ist.

Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass man aus einem Stück Flachstahl, 55Si7 wurde ein paar mal empfohlen, ein ganz brauchbares Trainingsschwert herstellen kann. Ich dachte an ein Schwert von 1-1,055m Länge mit einer 80-83cm Klinge. 2mm "Schneide", da ich als Anfänger noch viel Schlagkante auf Schlagkante schlage.

Und jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen: Kann mir vielleicht jemand sagen, wie genau ich nun meinen Flachstahl bearbeiten muss, um ein vernünftiges Schwert daraus zu fertigen? Wie stark sollte der Flachstahl sein(5-6mm)? Und kann ich hier, mit ein weng Übung selbstverständlich, wirklich flexible und nicht zu schwere Klingen herstellen? 1,3kg wären als Maximum wünschenswert.

Danke schonmal für hoffentlich zahlreiche Antworten.
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  #2  
Alt 10-10-2007, 23:05
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öh wenn deine zentralheizung keine 800°C warm ist und ihr keinen recht großen hammer + zange sowie amboss habt, wirst du wohl recht bald technische probleme bekommen.

Schmied
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  #3  
Alt 10-10-2007, 23:10
Benutzerbild von Der Contraveganer
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Kampfkunst: Fighting-Do
 
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Beiträge: 247
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Das ist mir schon klar. Ich wollte mal beim ein oder anderen Kunstschmied und metallverarbeitendem Betrieb bei mir in der Gegend nachfragen. Oder mir zur Not aus einer Eisentonne und einem großen Gasbrenner selbst einen basteln. Alles Probleme um die ich mich kümmere, wenn ich eine genauere Vorstellung davon habe, was genau zu tun ist.
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  #4  
Alt 10-10-2007, 23:11
Benutzerbild von PeterF
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Das Flachband kann er doch auch am Schleifbock bearbeiten. Als Trainingswaffe allemal ausreichend. Sollte halt zum Schluss auch noch poliert werden
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  #5  
Alt 10-10-2007, 23:16
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Und wenn du wirklich schmieden lernen willst, dann fang erstmal mit was einfacherem an.
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  #6  
Alt 10-10-2007, 23:24
Benutzerbild von Der Contraveganer
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Kampfkunst: Fighting-Do
 
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Richtiges Schmieden wäre natürlich schön, aber dafür fehlt mir leider die Zeit (Abitur/Studium). Ich dacht dadurch, dass ich einen fertigen Stahl nehme mach ich es mir schon einfach. Es soll ja auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen; ich will nur, dass es nicht zu schnell bricht oder durch Schartenbildung zur Säge wird (deswegen Wärmebehandlung/Härten). Luxus wäre schon, sowas wie richtiges Schwertfeeling; durch z.B. Hohlkehle und daraus resultierende Führigkeit.
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  #7  
Alt 11-10-2007, 08:58
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55Si7 ist ein guter Stahl, 5-6 mm Dicke reichen aus.

Eine gute Wärmebehandlung (spannungsarm glühen, härten auf ca. 51° HRC (+/- 1°) und nachfolgendes Anlassen) sind allerdings ein MUSS. Das kannst Du nicht zuhause machen, es sei denn, Du wohnst in einer Härterei.

Und dann ist da noch das Thema Parierstange und Knauf und deren Befestigung.

Wenn es ein einmaliges Experiment sein soll und Du nicht im Bereich Metallverarbeitung schon *sehr* fit bist oder langfristig dauerhaft in die Schwertproduktion einsteigen möchtest, kann ich Dir nur raten, die Finger davon zu lassen.

Mit einem guten Holzschwert für ~40 Euro kommt man schon sehr weit, Stahlwaffen gibt es schon ab ca. 100 - 200 Euro, Aluwaffen sind ähnlich teuer.
Da lohnt das selbermachen schlicht nicht.
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  #8  
Alt 11-10-2007, 10:29
Benutzerbild von captainplanet
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Wenn Du unbedingt ein Metallschwert selbermachen willst denke ich daß Du erst mal mit Schweißgerät und Flex besser beraten bist als mit Hammer und Amboß.
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  #9  
Alt 11-10-2007, 10:34
Moderator
Kampfkunst: historisches Fechten und mehr
 
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Das Schweißgerät braucht man nicht unbedingt, große Flex mit Fächerscheibe,
Schraubstock, Standbohrmaschine, Feilen, Niethammer, kleinen Gasbrenner, Bandschleifer schon eher.
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  #10  
Alt 11-10-2007, 12:36
Benutzerbild von M.Hampel
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Zitat:
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2mm "Schneide", da ich als Anfänger noch viel Schlagkante auf Schlagkante schlage.
Da muss ich mal quasi offtopic nachfragen:
Was ist Dein Ziel, wenn Du fortgeschritten bist?
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  #11  
Alt 11-10-2007, 13:23
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Kampfkunst: Lameco Eskrima Orehenal
 
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Metallografie und Werkstoffprüfung bei Stahl - für Metallograf und Werkstoffprüfer

Als Grundlage, kann ich auch das hier empfehlen - wenn Du Dir dann Deine Blechtonne und den Brenner besorgt hast.

Pat
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  #12  
Alt 12-10-2007, 16:42
Benutzerbild von Der Contraveganer
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Dass man da nicht einfach drauflos arbeiten kann, ist klar. Ich möchte auch nur sowas wie eine Anleitung. Wenn mir das zu unsicher ist, lasse ich es bleiben, bzw. fange mit etwas kleinerem an. Ich möchte nur wisen, ob sowas im Bereich meiner Möglichkeiten liegt, und bin ggf. auch mit der Theorie zufrieden.
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  #13  
Alt 12-10-2007, 17:18
Benutzerbild von Klaus
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Wenn Du einen Garten hast, wo Du einen Ofen selbst bauen kannst, sollte es kein Problem sein. Einen Amboss kann man auch aus Stein machen und eine Platte draufsetzen. Dann fängst Du mit einem Stahlprofil an das nur geschliffen werden muss, eignest Dir das Knowhow zum härten an, und härtest die so daß es flexibel wird. Von da an kannst Du dann graduell weiter machen. Bei den technischen Möglichkeiten die es heute gibt, mit Infrarot-Thermometer und allen Schikanen, ist es viel leichter als zu Zeiten wo man das nach Gefühl und Farbe machen musste. Als Hobby dürfte es auch nicht zu teuer sein, und wenn was rauskommt, schön, wenn nicht, auch gut, und nochmal probieren. Der wesentliche Faktor ist Zeit, und die hat man als Hobbyist ja.
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  #14  
Alt 12-10-2007, 17:32
Benutzerbild von knife
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Kampfkunst: schlafen
 
Registrierungsdatum: 05.01.2007
Alter: 18
Beiträge: 544
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hab nur den anfangspost gelesen, da ich im moment keine großartige zeit hab. nur kurz, ich schmiede auch in meiner freizeit bei meinem nachbarn(gelernter schmied), und hab mir auch das eine oder andere alte lehrbuch(in den neuen steht über handschmieden nicht mehr viel drin) besorgt.

wenn du nur ein schwert zum trainieren haben willst würde ich dir empfehlen auf dem schrottplatz eine alte LKW blattfeder zu holen und von einem schmied gradeschmieden lassen(es sei denn du bekommst 1100° mal so eben hin und kannst härten). wenn sie dann grade ist besorgst du dir am besten einen wasserstein. wenn du keinen kriegen kannst ist nicht so schlimm, hauptsache du schleifst es nass und kalt(unter 200°). dauert zwar nen bisschen bis du die gewünschte form hast, aber ist kaum teuer und fürs training allemal gut genug.

beschreibung fürs schmieden schaff ich zeitlich nicht mehr, wenn erwünscht einfach ne pn schicken, glaub aber das ich vor 11 nicht zum antworten komme.
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  #15  
Alt 13-10-2007, 13:31
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 03.07.2007
Alter: 21
Beiträge: 123
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Ich behaupte einfach mal das es selbst mit dem passenden Equipment in die Hose gehen wird wenn du keine Erfahrung mit Metall hast. Es gibt einfach zu viele Fehler die dir passieren könnten. Das fängt bei der Wahl des falschen Werkzeugs an und hört bei der falschen Wärmebehandlung auf. Auch wirst du den Schliff ohne Übung niemals gleichmässig hinbekommen.

Wenn du das wirklich ernsthaft durchziehen möchtest kannst du schonmal mit viel Ausschuss rechnen. Und in null Komma nichts übersteigen die Kosten deines "Projekts" die eines gekauften Schwertes.

Schlag dir die Idee einfach aus dem Kopf oder such dir jemanden der davon Ahnung hat und dir hilft.
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