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#46
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| Unserm Trainer ging es auch nicht darum, dass jetzt Boxen oder Kickboxen DIE super SV ist, sondern er wollte zeigen, dass wir mit unseren schon vorhandenen Fähigkeiten aus so einer Situation rauskommen KÖNNEN und lieber auf das vertrauen, was wir können, statt irgendwas abgedrehtes zu versuchen. |
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#47
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| Du hast ir gerade den Witz versaut ![]() |
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#48
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| Es gibt einige Punkte, die ich aus meiner Senshido-Trainersicht zumindest kritikwürdig finde. Ich würde mich freuen, wenn du mir da ein bisschen erläutern könntest, warum das so gemacht wird. 1) Mir fällt auf (und ich kenne das noch aus meiner Systemazeit), dass die Jungs die typischen Systema-"Haken" (angewinkelte Schläge) machen. Die Faust ist dabei geballt. Das geht gut, weil die Jungs Handschuhe anhaben. Für eine echte Auseinandersetzung (nicht im Ring) raten jedoch die allermeisten Nahkampftrainer, mit der offenen Hand auf den Kopf zu schlagen. Nicht nur, weil die Verletzungsgefahr (Boxerbruch) geringer ist, sondern auch, weil ich mit Offenhandschlägen auch mal bequem ins Auge schlagen kann, was mir einen enormen Vorteil bringt. Offenhandschläge auf den Kopf habe ich aber so gut wie NIE im Systematraining gesehen, da wurde immer so trainiert wie im gezeigten Video. Warum? *** hinzugefügt: Eine der gefürchtetsten Techniken im alten Bareknuckle-Boxen (also noch vor den Zeiten der Handschuhe) war das Blocken eines gegnerischen Faustschlags mit der Schädeldecke. Das wurde damals tatsächlich trainiert und war enorm wirksam, weil es die Faustknöchel durchaus brechen konnte. Aber das kann auch unabsichtlich passieren... In der modernen SV, aber auch im traditionellen Bereich, gibt es viele Stile, die mit Ellbogen blocken (Combatives, Keysi, Crazy Monkey, Thaiboxen). Wer da mit der Faust draufhaut, ist ganz schnell aus dem Spiel. 2) ab 0:20 -- Hier fällt mir eine starke Versportlichung auf. Der Angreifer attackiert in klassischer Ringermanier, und der Angegriffene reagiert leider ebenfalls sportlich darauf (Klammern). Auch hier gilt in realitätsbasierten Stilen, die ich entweder selbst trainiert oder mit deren Trainern ich mich ausgetauscht habe, dass eine Hand des Angegriffenen SOFORT ins Gesicht des Angreifers geht und die Augen attackiert (oder die Ohren oder was sonst noch gegriffen/gezogen/gebrochen werden kann). Durch die Versportlichung, also die Tabuisierung des Gesichts, nehmen sich die Trainierenden eine wirksame Waffe selbst weg, weil sie anstatt dessen auf typische Grappling-basierte Techniken zurückgreifen müssen, um aus dem Angriff rauszukommen. Man kann solche Dinge durchaus spielerisch trainieren (haben wir erst gestern wieder gemacht), und mich interessiert, warum das im Systema nicht gemacht wird. 3) Trainieren eines SV-Stils auf Bodenmatten ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Das ist nicht realistisch, und man erlebt eventuell eine böse Überraschung, wenn man dann mal auf den Beton oder Teer muss. 4) ab 1:35 -- finde ich weder sonderlich spielerisch, noch sonderlich realistisch. Nicht spielerisch, weil Alex teilweise deutlich schneller schlägt als seine "Angreifer", er also eines der Grundprinzipien des Zeitlupenspiels missachtet. Nicht realistisch, weil die "Angreifer" schön brav warten, bis er den jeweils anderen abgefertigt hat, und erst dann selbst angreifen. Diverse Male dreht sich Alex beispielswiese um die eigene Achse und wendet seinen Rücken dem "Gegner" zu (1:36, 1:41, 1:43, usw.) -- und der macht GAR NICHTS und wartet. Wenn die beiden ihm wirklich ans Leder wollten, hätten sie gerade solche Situationen ausgenutzt und ihn von hinten attackiert. Ein sauberes Knie auf die Wirbelsäule ist eine immer wieder gern genommene Technik... Nicht realistisch ebenfalls, weil er nicht versucht, einen Gegner zu überwältigen (mit was auch immer), um ihn als Schild gegen den anderen zu verwenden. Aber vielleicht liegt das am Drill, vielleicht war nur Schlagen erlaubt. Trotzdem bleibt der Kritikpunkt, dass Alex dem Gegner viele Male den Rücken zudreht. 5) ab 2:07 -- hier soll es realistisch zur Sache gehen ("Full Release"), aber ich sehe keinen einzigen Tritt in die Eier, kein einziges Knie, kein einziges Halten und gleichzeitiges Schlagen, keinen einzigen Lowline-Kick. Die realitätsbasierten Systeme, die ich kenne, haben alle zumindest einen Tritt im Repertoire: Stampfen gegen das Knie oder das Schienbein. Wenn sowieso schon Schutzausrüstung verwendet wird, dann hätte es ein guter Unterleibs-, Knie- und Schienbeinschutz auch noch getan. Und dann wäre es um einiges realistischer geworden, weil die Leute, wie auf der Straße auch, auf ihre Klöten und Beine aufpassen müssten. Aber so wird munter und unbeschwert rumgeboxt und gefuchtelt, und die Leute gewohnen sich genau diese Verhaltensweisen an -- was im Ernstfall nicht sonderlich vorteilhaft sein kann. Ich würde mich freuen, wenn du dazu was schreiben könntest.
__________________ ![]() Combat4.de -- Senshido und Selbstverteidigung auf Basis militärischer Nahkampfsysteme Geändert von 123keilerei (25-03-2010 um 12:23 Uhr). |
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#49
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__________________ 我愛廣府話 Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 21:43 Uhr). |
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#50
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| Ich bin wirklich der Meinung, dass eine effektive Selbstverteidigung neben ausgiebigem Deeskalations- und Szenariotraining auf der technischen Seite hauptsächlich die Dinge trainieren sollte, die in den Mixed Martial Arts verboten sind. Dazu nehme ich einfach die Liste der in der UFC verbotenen Techniken her: Kopfstöße Fingerstiche in die Augen Beißen Haare ziehen Fish hooking (beispielsweise Einführen der Finger in Mund oder Nase des Gegners und reißen am umgebenden Gewebe) Tiefschläge Einführung der Finger in Körperöffnungen, Platzwunden oder Verletzungen des Gegners Hebel/Griffe an kleinen Gelenken Schläge auf den Hinterkopf oder die Wirbelsäule Abwärts gerichtete Schläge mit der Spitze des Ellbogens Schläge zum Hals und Greifen der Luftröhre Kratzen und Kneifen Greifen des Schlüsselbeines Tritte zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners Knieattacken zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners Stampftritte auf einen am Boden liegenden Gegner Fersentritte zu den Nieren Werfen des Gegners auf Kopf oder Nacken Hose oder Handschuhe des Gegners festhalten Anspucken des Gegners Voila, fertig ist der SV-Trainingsplan ![]() |
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#51
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| . Geändert von Gleichgewicht (04-05-2010 um 11:09 Uhr). |
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#52
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| Endlich wirds realistisch...
__________________ Es gibt IMMER einen der BESSER oder SCHNELLER ist. |
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#53
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| Zitat:
![]() Z.B. attackieren einzelner Finger..... oder fishhookung und solcher Unsinn! |
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#54
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| Eine geballte Faust ist weniger Verletzungsanfällig als die offene Hand und auch deswegen der bevorzugte Körperteil zum non-verbalen Emotionsaustausch. Btw, man schlägt im Systema gar nicht fest genug um die Hand zu brechen. ![]()
__________________ Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche |
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#55
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| - Geben ist seliger denn nehmen und - Kleine Geschenke erhalten die "Feindschaft" Ne... mal ernsthaft... alles was hilft sollte man nutzen...
__________________ Es gibt IMMER einen der BESSER oder SCHNELLER ist. |
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#56
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| Das ist klar..... andererseits ist es hinderlich, sich auf solche Dinge zu konzentrieren, anstatt aufs echte Zeug! Nur weil's im Training und beim Vorzeigen extrem unangenehm ist, udn ein "spinnst du¨das tut weh" hervorruft, heisst das noch lange nicht, dass es im Kampf diesselbe Wirkung hat ![]() Solche Attacken auf Finger, augen etc. sind erstens extrem diffizil, und schwer anzubringen, und zweitens aben wie oftmals nicht die gewünschte Wirkung, weil ein reines Schmerzempfinden in einem exhten Kampf nicht ausreicht... sowieso nicht, wenn der Täter untr Drogeneinfluss steht, was immer anzunehmen ist, und in fast 50% der Fälle von KV zutrifft! Ein Eiertritt, oder Augenstecher nimmt man im Kampf zwar wahr... mehr aber auch nicht. Der Kämpfer dreht sich weg und reagiert, weil uhm die Pause grade recht kommt, und er auf eine Bestrafung des Attackierenden hofft... er könnts aber auch ignorieren, was man gut in Kämpfen sieht, wo das noch erlaubt war! Hingegen bringt man sich selbst in ein grisses Risiko..... eine misslungene Aktion kann einen den Sieg (oder das Leben) kosten. ein NOCH wütenderer Gegner ist potentiel gefährlicher. Augen zu treffen ist immens schwer, und ruft beim Gegner meist Ausrasten hervor! Eien Takedown wird man damit nie udn nimmer abwehren... des geht viel zu schnell! Und so weiter, und so fort! |
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#57
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| Es gibt in der UFC einige Fälle, in denen Eye Gouging Kämpfe beendet hat. Einer der berüchtigsten Übeltäter in dieser Richtung (Name kann ich nochmal erfragen) wurde sogar lebenslang von der UFC ausgeschlossen, nachdem er einem Gegner derartig hart in die Augen gegangen war, dass dieser erblindete. Das Attackieren einzelner Finger wurde und wird beispielsweise bei den Marines unterrichtet und wird nicht so durchgeführt, wie du dir das vielleicht vorstellst. Also nicht laaaangsam angezogen, sondern BAMM!, damit der Finger bricht. Redman sagte es bereits, natürlich sind das nicht allein kampfentscheidende Dinge, aber sie sind WICHTIG, um dir einen Vorteil zu verschaffen, den du nutzen kannst, um entweder zu fliehen oder besser zudreschen zu können. Bestes Beispiel Beißen: natürlich ist ein Biss keine alleinstehende Technik. Aber wenn du ihn taktisch klug einsetzt, kannst du damit beispielsweise aus unangenehmen Situationen rauskommen. Darum geht's. |
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#58
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| Zitat:
Was du schreibst ist Unsinn! So einen Fall hat es NIE gegeben in der UFC! Und zweitens kannst du dan auch trainieren, dass deinen Gegner der Blitz beim Scheissen trifft.... das ist nämlcih auch schon vorgekommen ![]() Geändert von Kraken (25-03-2010 um 14:52 Uhr). |
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#59
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| Eines unserer Werkzeuge im Senshido ist der Shredder. Der geht nur auf Augen und Hals, und zwar massiv. Und ich garantiere dir, wenn du drin bist, denkst du nur an eines, nämlich Distanz zu bekommen. Ich werde versuchen, im kommenden Jahr Rich Dimitri mal nach Deutschland zu holen. Du bist herzlich auf ein Seminar eingeladen. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Und zu guter Letzt: Die "unfairen" Mittel sind nur ein Bestandteil eines realitätsbasierten Stils. Natürlich muß man reguläre Attacken und Abwehren regelmäßig trainieren. Ich dachte, das wäre eigentlich klar. |
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#60
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![]() UFC Deutschland-Magazin, erste Ausgabe. Da steht's drin. Und das hat mir auch mein Kumpel, der für die UFC Deutschland arbeitet, erzählt... Zitat:
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