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#1
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| Bin neulich beim Surfen auf das isländische Ringen Glima gestoßen (anbei der Artikel dazu). Die Wikinger/Normannen als doch auffällig starke Krieger im frühen Mittelalter hatten sicherlich auch noch mehr solche "Kampfkünste", immerhin waren sie im Umgang mit Axt, Speer, Schwert und Schild ziemlich bewandert. Hat jemand noch mehr zu diesem Thema parat, denn die diversen Bücher, die ich bsiher gewälzt habe, gaben eher allgemeine Infos zu den Wikingern Preis. "Glima, das traditionelle isländische Ringen, ist ein „Nationalsport“ mit über 1000-jähriger Tradition. In vielen der berühmten isländischen Familiensagas wird diese Wikinger-Kampfkunst bereits erwähnt und die starken Männer dieser Sagas sind in Island bis heute nicht vergessen - wie z.B. Grettir, der aufgrund seiner Stärke, Intelligenz und seines Freiheitsdrangs viele Jahre überleben konnte, obwohl er vom isländischen Volk geächtet und verfolgt wurde. Grettir - eine schillernde Figur, ein starker Ringer und heute der Namensgeber der höchsten Trophäe, die man im isländischen Ringen gewinnen kann: „Grettisbeltid“ - Grettirs Gürtel. Wer diese Trophäe „erringt“, reiht sich ein in die Reihe der sagenhaften Männer Islands. Die Suche nach heutigen Ringerhelden führt in den Norden Islands. Malerisch zwischen schwarzen Lavafeldern liegt der Myvatn-See. Dort treffen wir Pétur, Yngvi, Kristjan und Arngeir: Glima-Kämpfer, die über mehr als ein Jahrzehnt Glima-Geschichte in Island geschrieben haben. Jeder von ihnen hat irgendwann einmal den „Islandsgliman“, die isländische Meisterschaft, und damit Grettir’s-Gürtel gewonnen. Heute sind nur noch Arngeir und Pétur aktiv. Beide treffen wir beim Islandsgliman in Reykjavik. Pétur als Wettkampfrichter, Arngeir als der letzte aktive Kämpfer der „legendären“ Myvatn-Mannschaft. Und noch einer ist mit von der Partie: Der junge Olafur, Hoffnungsträger für die Leute am Myvatn-See. Hoffnungsträger aber auch für diesen scheinbar altertümlichen Nationalsport, der es immer schwerer hat, bei Jugendlichen anzukommen: „Glima - das ist ein Schwulensport, sie tragen da Strumpfhosen, diesen Gürtel und so komische Elfenschuhe", meint ein jugendlicher Arbeitskollege von Olafur. Diese traditionelle Bekleidung hat ihre Wurzeln allerdings in der langen Geschichte, in die sich Glima mit anderen Ringtechniken einreiht. Es wird gesagt, dass Glima möglicherweise über viele Umwege aus Griechenland über Rom und Germanien nach Skandinavien kam, gesichert ist dies aber nicht, da das Ringen neben dem Faustkampf zu den ältesten Sportarten der Welt gehört und urbane Vertreter nicht nur in der europäischen Antike, sondern auch u.a. in West-Afrika, der Türkei, Russland, der Schweiz, Japan und der Mongolei findet......" Hier der isländische Glima-Verband: http://www.glima.is/ |
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#2
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| Vielleicht hilft das ein wenig? http://ejmas.com/jwma/articles/2000/...kautz_0100.htm http://www.geocities.com/athens/acro...933/glima.html
__________________ Man muß Menschen entweder mit Freundlichkeit behandeln oder unschädlich machen; denn wegen geringfügiger Kränkungen nehmen sie Rache, wegen schwerer Schädigung können sie es nicht Niccoló Machiavelli |
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#3
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| Zitat:
Kan Du läsa svenska?Enoksen hat seinen eigene Website: http://www.broktak.com/index.html Vielleicht kommst Du ja mit einem Übersetzungsprogramm weiter - lycka till! Viele Grüße, Trinculo |
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#4
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| Glima ist die einzige halbwegs sauber zurückverfolgbare 'Wikinger-KK'. Was ihren Gebrauch von Waffen angeht, ist uns hier schlichtweg nichts überliefert, was über den Informationsgehalt einer Saga hinausgeht, so daß man hier auf 'Annäherung durch Versuch & Irrtum' angewiesen ist, sprich, mit möglichst genau rekonstruierter Hardware probieren was geht. Wenn das Ergebnis dann 1) Unter Druck einsetzbar ist und 2) in etwa den zeitgenössischen Beschreibungen und späteren Quellen entspricht ist es möglicherweise korrekt. Vielleicht aber auch nicht, diese Unschärfe wird sich nur durch die Erfindung einer Zeitmaschine auflösen lassen. ![]()
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#5
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| Zitat:
Dennoch danke für den Tipp.@Jörg: Ich habe mal im Fernsehen einen Bericht gesehen, da versuchten britische Wissenschaftler die Kampftaktiken der Wikinger zu rekonstruieren. Dabei bezogen sie sich auf die Berichte irischer und schottischer Mönche, die die Angriffe von plündernden Wikingern überlebt hatten. Da diese aber meist mit christlich motiviertem Entsetzen der Mönche über die "heidnischen Bestien" gespickt waren, mussten sie sich auch mehr auf ausprobieren, vergleichen mit anderem Wissen über die Kriegsführung im Mittelalter etc. verlassen. Ich vermute mal, der Kampf mit der langen Axt, Schwert und Schild und Speer, die man nach den Funden ja kategorisieren kann, findet seinen Vergleich am ehesten in den Kampftechniken anderer Völker zu jener Zeit, da die Bewaffnung innerhalb Europas ja recht ähnlich war. |
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#6
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| Zitat:
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#7
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| Ja, das ist das große Problem, da kann man sich nur auf die Mutmaßungen aufgrund der Ausgrabungen von alten Waffen etc. verlassen, was aber alleine ja nicht wirklich Aufschluss über die Handhabung gibt. In seiner "Germania" beschreibt Tacitus zwar auch die Waffen und Angriffstaktiken der Germanen, aber eben nur oberflächlich und mit dem entsetzten Auge eines Beobachters der auf der anderen Seite steht. Hm, gibt es denn andere Aufzeichnungen über die Nutzung von Schwert + Schild (also abgesehen von der Nutzung des Bucklers), die vielleicht Vermutungen zulassen, dass im frühen mittelalter ebenso gekämpft wurde? Es gibt viele Reenactinggruppen, vor allem in GB, die auch Wikinger darstellen, die müssen da doch auch irgendwo einen Anhaltspunkt haben? Apropos: Hat jemand Material über die Nutzung des schottischen Breitschwertes (claybeg) mit dem traditionellen Schild der Highlander, also wie sie es noch im 18. Jahrhundert unter Bonnie Prince Charlie benutzten? Anbei ein paar nette Bilder und ein interessanter Link zum Thema: http://www.iomvikingfestival.com/photographs_2005.htm |
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#8
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| Zitat:
Zitat:
Zitat:
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#9
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| Zitat:
Dat feine Teilchen hier: |
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#10
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__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#11
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| Danke schön, das eine habe ich sogleich bestellt. Und zur Belohnung ein Link: http://www.scotwars.com/ ![]() Geändert von itto_ryu (17-01-2006 um 10:52 Uhr). |
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#12
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| Um zum Topic zurückzukommen, anbei ein Link zu einer wirklich sehr guten Reenacting-Gruppe, die auch ein paar interessante Artikel über den Gebrauch von Speer und Axt etc. bereithält: http://www.jomsvikings.com/ |
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#13
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| kurze frage zu den wikingern: dachte bis jetzt, es wären meist nur handelsposten gefunden worden, und auch die kaum in dem ausmasze, das dem christlichen chroniken zu glauben wäre. könnten die wikinger nicht n beliebter mythos und ausrede gewesen sein? ich probiers mal mit nem beispiel: ein kleines kloster irgendwo in nordfrankreich. die mönche haben etwas über ihre verhältnisze gelebt und es hat sich besuch durch päpstliche kontrolleure angekündigt. flugs den laden angezündet und auf die "wikinger" geschoben hätte da zu nem neuanfang ohne spuren führen können. versteht mich nicht falsch, aber die archäologische faktenlage ist mir einfach zu dünn um "die wikinger" in der form wie sie christliche chronisten beschrieben anzunehmen. |
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#14
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| Sicherlich gibt es gerade in den Chroniken einiges an Übertreibungen, aber die Fundlage in Handelsniederlassungen wie Haithabu oder Birka , oder die Ausgrabungen im 'Danelaw'-Gebiet in und um Jorvik (heute York, U.K) lässt schon darauf schließen, daß sich die Jungs in vielen Teilen der Welt rumgetrieben haben. Und es gibt ja nicht nur Berichte über Plünderung kleiner isolierter Klöster, sondern auch aus Paris, welches damals die grösste Stadt in Europa war. Das die alle gelogen/übertrieben haben, halte ich für unwahrscheinlich. Und Leibgarde des oströmischen Kaisers wird man auch nicht vom Weinsaufen allein, obwohl sie auch dafür berüchtigt waren. ![]()
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#15
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| Es gibt so viele Fundstätten weltweit und Hinweise auf starke Handelsbeziehungen, wie z.B. eine Buddhastatue, die gefunden wurde in Skandinavien. die Niederlassungen auf Island und Grönland sprechen ebenso dafür, wie zahlreiche Funde in Groß-Britannien, Frankreich, Spanien, Sizilien und sonst wo. Sogar in Nordamerika hat man inzwischen Funde ausgebuddelt, die eindeutig auf die Anwesenheit der Nordmänner in der neuen Welt hinweisen. Der Krieg der dänischen Wikinger mit den Farnken war derart groß, warum solte sich das jemand ausdenken (zumal durch Funde belegt) und dass die schwedischen Wikinger als Mitbegründer Russlands gelten, ist auch unbestritten. Und dass ihre Schiffe mehr als hochseetauglich waren und man damit weite Seestrecken zurücklegen konnte, hat sich ja in diversen Selbstversuchen heutzutage bestätigt. |
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