Kampfkunst-Board



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  #1  
Alt 16-01-2008, 10:05
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Budokampfkünste, SV
 
Registrierungsdatum: 22.11.2006
Ort: Bayern
Beiträge: 189
Standard Selbstverteidigung ohne mentale Vorbereitung ...

Hallo,
ich habe mich in diesem Teil des kampfkunst-Board etwas umgesehen, um zu erfahren was die Spezialisten so schreiben.
Leider bin ich etwas entäuscht - auch hier werden nur Kampftechniken mit Kampftechniken, Ausbildungspläne, Sicherheitskurse verglichen.
Jeder der einmal in einer - auch nur kleinen Auseinandersetzung - ohne Gewalt beteiligt war, hat zuerst seine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu halten.

Warum wird nicht bedacht, dass wir beides trainieren müssen, den Körper und den Geist.
Wird nicht der Angreifer versuchen uns verbal einzuschüchtern... und entscheidet letztendlich nicht auch die geistige Einstellung über den Ausgang einer Auseinandersetzung?
Warum wird der offensiven Geisteshaltung- bereit sein sich zu wehren - so wenig Beachtung geschenkt.
Oder habe ich bisher noch nicht die richtigen Berichte gelesen?
soto-deshi
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  #2  
Alt 16-01-2008, 10:17
Benutzerbild von miskotty
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: kungfu im ehrwürdigen nacktmullstil/geheimnissvoller ewto superkämpfer
 
Registrierungsdatum: 24.06.2007
Ort: 3. ebene 2.tür links
Alter: 27
Beiträge: 1.893
Standard

Da musst du nochmal schauen. ich glaub im sv-forum, kravmaga, wt, u.a. gibts schon was darüber.
__________________
hach, das mag ich so an euch wt'lern, ihr habt so 'ne erfrischend unbekümmerte phantasie! :D Flöchen
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  #3  
Alt 16-01-2008, 10:20
Benutzerbild von Luggage
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: [beliebiges Klischee hier einsetzen]
 
Registrierungsdatum: 20.05.2002
Ort: Bei Mannheim, gerade noch Hessen
Alter: 26
Beiträge: 5.598
Standard

Kann man das überhaupt trainieren? Bleibt nicht jede Simulation eben das und weit weg von jeder Realität?

Ich glaube ein Stück weit wird besagter Wille durch das alltägliche Training entwickelt. Man lernt mit Angriffen umzugehen, selber anzugreifen, Schlaghemmungen abzubauen, etc. - erlangt einfach eine gewisse Erfahrung im Umgang mit körperlichen Konfrontationen.
Ich glaube, viel mehr geht da nicht. Man muss Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, alles andere ist Typ-abhängig und wird im Feuer der Lebenserfahrung geschmiedet. Stressdrills, wie z.B. im Krav Maga können helfen wenigstens irgendwas zu machen, wenn's plötzlich heiß hergeht, sind aber auch kein Allheilmittel.

Meine Erfahrung in echten Konflikten, in denen Handgreiflichkeiten unmittelbar bevorstanden, sind da etwas erschreckend: Wenn einmal eine bestimmte Schwelle überschritten ist, sprich ich wütend bin, und es geht los, dann geht's los. Da ist jeder Gedanke an irgendwelche Techniken, Taktiken oder auch nur Notwehrgesetze vergessen, dann bin ich auf kaputt-machen gepolt. Glücklicher Weise war das in der Vergangenheit selten und kam dann doch nie dazu, dass wirklich Schläge ausgeteilt wurden.
Das ist die maximale Eskalationsstufe. Wie man da reagiert, weiß man erst, wenn man's erlebt hat. Wenn man's oft erlebt hat, kann man bestimmt auch anders damit umgehen und es beeinflussen, Training ist aber meiner Ansicht nach soweit von einer solchen Stresskonstellation entfernt, dass es darauf kaum Einfluss haben kann.
Die nächst frühere Stufe ist der soziale Konflikt, wo es darum geht sich verbal und körpersprachlich eine bessere Position zu erarbeiten (hier ist Platz für weiche Knie oder ein großes Maul). Das kann man vllt. noch etwas trainieren, aber auch hier ist das Leben der beste Lehrmeister. Wird man öfter mit soetwas konfrontiert, weiß man die Lage besser zu nehmen. Aber auch ohne häufiger in solche Situationen zu geraten wird man doch meist reifer und erfahrener mit wachsendem Lebensalter und reagiert dann auch etwas ruhiger in Extremsituationen.
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  #4  
Alt 16-01-2008, 10:20
Benutzerbild von BenitoB.
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: to hot to handle!
 
Registrierungsdatum: 27.10.2006
Ort: tief im westen
Alter: 37
Beiträge: 2.760
Standard

also ich kenn auch zahlreiche threads,ohne die jetzt aufzählen zu können und zu wollen,wo eindeutig gesagt wird,dass neben dem technischen know how auch die kopfgeschichte wichtig ist. will heissen,wenn ich nicht willens bin dem anderen weh zu tun,komm ich nicht heil davon
durch stresstraining kann man gewisse ängste besser kontrollieren,wie man im endeffekt dann reagiert ist vorher nicht zu planen.
__________________
pudding schmeckt warm genauso kalt wie lecker!
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  #5  
Alt 16-01-2008, 10:27
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: KravMaga(IKMF)
 
Registrierungsdatum: 19.09.2003
Ort: Erlangen
Beiträge: 119
Standard

Zitat:
Zitat von soto-deshi Beitrag anzeigen
Hallo,
ich habe mich in diesem Teil des kampfkunst-Board etwas umgesehen, um zu erfahren was die Spezialisten so schreiben.
Leider bin ich etwas entäuscht - auch hier werden nur Kampftechniken mit Kampftechniken, Ausbildungspläne, Sicherheitskurse verglichen.
Jeder der einmal in einer - auch nur kleinen Auseinandersetzung - ohne Gewalt beteiligt war, hat zuerst seine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu halten.

Warum wird nicht bedacht, dass wir beides trainieren müssen, den Körper und den Geist.
Wird nicht der Angreifer versuchen uns verbal einzuschüchtern... und entscheidet letztendlich nicht auch die geistige Einstellung über den Ausgang einer Auseinandersetzung?
Warum wird der offensiven Geisteshaltung- bereit sein sich zu wehren - so wenig Beachtung geschenkt.
Oder habe ich bisher noch nicht die richtigen Berichte gelesen?
soto-deshi
Hallo soto-deshi,

allso ich kann nur für das Krav Maga sprechen, bin mir aber ziemlich sicher das alle Systeme die sich mit SV beschäftigen eine Stresstrainingskomponente beinhalten. Diese ist im Krav Maga recht ausgeprägt und beinhaltet z.B. Training des Kampfgeistes, Durchhaltewillens und des Selbstbewusstseins. Jeder der sich mit SV oder Kampf (egal ob Krav Maga oder Karate) beschäftigt weiß, das es letztlich der Geist (bzw. die Einstellung) ist die es mir ermöglicht eine SV Situation oder einen Kampf zu überstehen. Die Technik selbst wäre ohne den Geist nur eine leere Hülle.
__________________
Jeder der lebt, stirbt einmal, aber nicht jeder der stirbt, hat davor auch wirklich gelebt!
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  #6  
Alt 16-01-2008, 10:54
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 09.11.2007
Beiträge: 236
Standard

Zitat:
Zitat von soto-deshi Beitrag anzeigen
Warum wird der offensiven Geisteshaltung- bereit sein sich zu wehren - so wenig Beachtung geschenkt.
Weil das eine durch das andere erreicht wird und man das nicht isoliert einfach so trainieren kann. Wenn ich weiss, dass meine Kampffähigkeiten arg begrenzt sind, sagt mir mein Gefühl instinktiv das richtige, nämlich dass ich mich besser zurückhalten sollte.

Die Bereitschaft, sich zu wehren, entsteht durch das Bewusstsein, es auch zu können. Es gibt nichts schlimmeres, als zu glauben, man sei gut und ist es nicht.

Also erst das eine und dann das andere.
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  #7  
Alt 16-01-2008, 11:08
Benutzerbild von BenitoB.
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: to hot to handle!
 
Registrierungsdatum: 27.10.2006
Ort: tief im westen
Alter: 37
Beiträge: 2.760
Standard

das widerspreche ich dir holzfäller,zumindest teilweise. es gibt leute die technisch gut sind,und lange trainieren,denen versagt aber in ner extremsituation das nervenkostüm,und es gibt leute die technisch nicht so gut sind,nur gewisse techniken können,aber den willen/nerven und biss haben das umzusetzen

klar,oftmals ist jemand der gut trainiert ist souveränder,doch das pauschal zu sagen halte ich für falsch.
__________________
pudding schmeckt warm genauso kalt wie lecker!
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  #8  
Alt 16-01-2008, 12:58
Benutzerbild von Vamacara
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: BBT, KM, Sparring
 
Registrierungsdatum: 24.01.2007
Alter: 30
Beiträge: 940
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Zitat:
Zitat von soto-deshi Beitrag anzeigen
Hallo,
Jeder der einmal in einer - auch nur kleinen Auseinandersetzung - ohne Gewalt beteiligt war, hat zuerst seine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu halten.

Warum wird nicht bedacht, dass wir beides trainieren müssen, den Körper und den Geist.
Wird nicht der Angreifer versuchen uns verbal einzuschüchtern... und entscheidet letztendlich nicht auch die geistige Einstellung über den Ausgang einer Auseinandersetzung?
Warum wird der offensiven Geisteshaltung- bereit sein sich zu wehren - so wenig Beachtung geschenkt.
Oder habe ich bisher noch nicht die richtigen Berichte gelesen?
Komisch. Jede Diskussion hier und in anderen Boards, die sich um die Unterschiede von SV und KK/KS dreht, Erfahrungen mit Konflikten behandelt, geht doch genau auf diese Notwendigkeit ein.
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  #9  
Alt 03-03-2008, 19:06
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Budokampfkünste, SV
 
Registrierungsdatum: 22.11.2006
Ort: Bayern
Beiträge: 189
Standard Selbstverteidigung ohne mentale Vorbereitung

Hallo,
ich möchte noch eine kleine Anmerkung machen.
Im American Kenpo,wird ein mentales Training als Hilfsmittel für das Training, ausdrücklich vorgestellt.
Siehe im Studien- und Informationsserver nach.
soto-deshi
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  #10  
Alt 14-05-2008, 20:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: muay thai
 
Registrierungsdatum: 09.02.2008
Alter: 23
Beiträge: 16
Standard also

ich mache zwar thaiboxen , halte aber diese systema atemschule für ein gutes mittel zu üben . man kann das im alltag oft genug anwenden , wenn man merkt das man bei anspannung zum beispiel oft unbemerkt die luft anhält . wenn man verbal bedroht wird und eine konfrontation kurz bevorsteht ist es nach eigener erfahrung wichtig nicht auf jeden der sprüche des gegners einzugehen . das führt nur zu panischem und schnellem atmen .
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  #11  
Alt 15-05-2008, 18:33
Benutzerbild von Frank G.
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taifun - Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 10.12.2004
Ort: Köln
Alter: 35
Beiträge: 1.052
Standard

Die einzige möglichkeit sowas zu "üben" ist erfahrung! Man kann eine SV situation nicht trainieren. NIEMALS!
__________________
Mother North - TAIFUN BLOG
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  #12  
Alt 20-05-2008, 08:19
Benutzerbild von Birdsegg
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Kampfkunst: Latosa Weapon System
 
Registrierungsdatum: 27.07.2007
Ort: Immenhausen bei Kassel
Alter: 36
Beiträge: 77
Standard ..Gefühle...

SATIRE ;-)

Lass Deinen Hass jetzt FREI......
oder so ähnlich


Tja da fehlen mir einfach sonst die Worte.
Ob sich jemand in einer Sitution behaupten kann liegt in jedem selbst, bist Du bereit Dich zu wehren oder läßt du alles mit Dir machen?
Was sind die Konsequenzen Deines handelns, was die Deines nicht handelns?
Gibt Dir Dein Training das Selbstvertrauen Dich zu wehren, anzugreifen oder überläßt Du dem anderen einfach alle Initiative?

Ich halte nicht viel vom Studium der östlicher Philosophie, da wir einfach in einer anderen Gesellschaft und Kultur leben.
Ich denke jeder muß da sein Ding finden mit dem er klar kommt.


Gruß. Birdsegg
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  #13  
Alt 20-05-2008, 18:22
Benutzerbild von Alex!
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Boxen - LL - MMA
 
Registrierungsdatum: 03.01.2002
Ort: Köln
Alter: 25
Beiträge: 1.830
Standard

Man kann Gefühle nicht trainieren, sowas bringt einfach die Erfahrung mit sich. Und durch gute physische Kenntnisse wird man auch mental stärker, da man mehr Selbstbewusstsein in solchen Situationen entwickeln kann. Das Thema wurde schon häufig angesprochen, aber es gibt eben keine Lösung dafür ...
__________________
"Wo Dummheit herrscht, ist Selbstvertrauen König."
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  #14  
Alt 05-06-2008, 15:33
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KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taiji-Quan, Wing Chun, Boxen, Ringen, eigener Stil
 
Registrierungsdatum: 17.02.2008
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Beiträge: 201
Smile

Ich kann meinem Vorrednern nur anschließen. In der SV ist alles anders. Das was man im Training gelernt hat kann einem helfen die Situation unter Kontrolle zu halten. Dabei sollte man stehts auf die Umgebung aufpassen. Wenn es einem zu gefährlich erscheint, sollte man nach seiner Intuition und Instinkte handeln. Das spart eine Menge Ärger.

Also wie gesagt: Ohren und Augen offen halten.

Wichtig dabei ist, das man vertrauen auf seine eigene Fähigkeiten hat.
__________________
Was dich nicht umhaut, mach dich nur stärker.
Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.

Geändert von Superho (05-06-2008 um 16:22 Uhr).
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