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#1
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| Hallo, hat jemand vielleicht ein paar nützliche Tipps für einen Neuling als Türsteher? Richtige Verhaltensweisen bei Stress ect. Danke an alle! |
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#2
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| Da gibts ne Menge. Wichtig ist auch, wo Du arbeitest und mit welchem Klientel Du arbeitest. Aber immer ruhig und gefestigt wirken, keine Frauen abtasten und bei verbalen Attacken nicht reagieren, wenn es geht. |
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#3
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| Das Wichtigste in Kürze: Aufmerksamkeit und Deeskalation. Lass Dich nicht provozieren, schau über jegliche verbale Provokation selbstbewusst hinweg, lass dich gar nicht auf Diskussionen ein. "Ja, Danke.", "Sicher nicht.", "Genau.", "Ganz bestimmt nicht." und solche kurzen Aussagen sind mein Stammrepertoire - ziemlich egal was der sagt... Da kann dann auch mal "Du bist ja ein Arsch." --> "Genau." rauskommen. Ist mir herzlich egal, Hauptsache keine Diskussion. Widersprichst Du, musst Du meist diskutieren. "Bist DU schwul, oder was?" --> "Ganz genau!" und die Diskussion ist meist beendet. Versuche, ihn nicht direkt anzusprechen. Also nicht "DICH lasse ICH bestimmt nicht rein." sondern, "sorry, heute nicht.", "Geht jetzt nicht, sorry"... Nicht "hau ab hier, DU NERVST" sondern "Wir brauchen hier BITTE etwas Platz, damit die anderen Gäste durchkommen. DANKE." Funktioniert nicht immer, ist aber IMHO immer einen Versuch wert. Hab keine Lust alles wieder zu schreiben, aber hier findest Du glaub ich ein paar Anhaltspunkte, auch wenn ich diese Sachen eher für Private umgeschrieben habe: Der Vorkampf - Distanz, Körperreaktionen, Deeskalation Der Charakter entscheidet Der Teil, wo Du wirklich kämpfen musst, ist wesentlich kleiner, als der Teil der Sprache, den ich eben beschrieben habe (oder zumindest SOLLTE das so sein). Jeder sammelt dazu eigene Erfahrungen. Aus meiner Sicht:
Für Fragen immer offen, beste Grüße vom Bruce
__________________ It's NOT Bruce Lee - Who is bruceberlin? |
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#4
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| danke euch schon mal. Besonders an bruceberlin für den tollen Text. Wenn noch jemand was weiss, bitte hier rein. Danke. |
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#5
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| Kann mich den meisten Dingen die Kollege Bruce gesagt nur anschließen: - AUF JEDEN FALL Grundsatzdiskussionen vermeiden !! Die führen meistens zu gar nix und Du wirst von Deinem eigentlichen Job abgehalten - Laß Dich nicht provozieren. - Wenn ihr von der Geschäftsleitung Anweisungen habt, dass ihr bestimmte Leute nicht reinlassen dürft - denk Dir nen paar unverfängliche Ausreden aus, auf die Du nicht festgenagelt bzw. festdiskutiert werden kannst ("Sorry, aber geschlossene Gesellschaft....." "private Feier...." " heute Krawatte Pflicht..." usw. usw. Irgendwelche Totschlagargumente, bei denen sich die Leute aber nicht angemacht fühlen ! "Du kommst hier nicht rein..." geht in der heutigen Zeit ja wohl überhaupt nicht mehr !! - Versuch gerade bei abschlägigen Antworten NETT zu bleiben. Kollege sagte mal zu mir: "Meine stärkste Waffe ist meine dummliebe Fresse!" Und was soll ich sagen - es funktioniert. Diplomatie ist bekanntlich das in Papier gewickelte Schwert !!!- Wenn ihr Krawatten tragen müßt - keine "richtigen" benutzen sondern welche mit Gummizug am Hals - Besorg Dir ggf. schnittfeste Handschuhe. Messer sind m. E. die größte Gefahr. - Pfefferspray - hmmm...., weiß ich nicht. Könnte auch andere unbeteiligte treffen wenn es im geschlossenen Raum eingesetzt wird. Ich hatte immer nen Teleskopschlagstock dabei. Achte aber unbedingt darauf, dass der auch in Deinem Bundesland legal ist ! - Bodenkampf so gut als möglich vermeiden, nur wenn nicht anders geht (ist mir allerdings schon mal passiert....) - Wenn es beim Fighten nicht anders geht - sei Schwein (sonst laschen die anderen Dich evt. zu dritt ab.... ). Denk mal darüber nach, dass Du nur eine Gesundheit hast. Ich bin lieber 2 Monate im Knast als 5 Minuten tot(was jetzt aber keine Aufforderung zu Mord u. Totschlag sein soll !!!). Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz sollte schon im Hinterkopf bei Dir sein. - Wenn Du mit Leuten in verbaler "Konfrontation" ist, versuche dass Dein Kollege im "L-Format" steht (typische Methode der Polizei zur Eigensicherung) - Besorg Dir am besten schon mal VORHER ne Rechtsschutzversicherung oder nen guten Anwalt. Wenn Du es länger machst, kommt garantiert irgendein Hirni, der Dich vor den Kadi zerren will. - Ne absolut geeignete KK/KS für die Tür - m. E. Muay Thai/Kickboxen. Evt. mit nen klein wenig Judo/Ringen kombiniert. Zur Sicherheit kann nen bischen Kali-Training auch nicht schaden. Messer/abgebrochene Bierflasche/Knüppel hab ich schon mal gesehen in der Disse. Aber m. M. nach das wichtigste sind schnelle und wirkungsvolle Schläge und Tritte beim Fighten. Zum "rumlamentieren" haste da keine Zeit. Wie Kollege Bruce schon sagte: Alles sehr stark von der Lokation und den Leuten abhängig. Wenn Du auf ner Dorfdisse der Türsteher machst ist das ne ganz andere (weil viel einfachere) Nummer als beispielsweise in Hannover in im Steintorviertel (Kiez von Hannover). So hoffe ich konnte nen bischen weiterhelfen. Würde mich mal interessieren wie es Dir bei der Arbeit so ergeht. Könntest ja mal nach nem halben Jahr nen Bericht schreiben. Greets Matthias |
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#6
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| Hallo Kaliber 44 Dein Name sagt schon alles. Es fällt dir aber ein bisschen spät ein dich über den Job als Türsteher zu informieren. So etwas macht man vorher. Vernünftige Tipps hast du ja schon bekommen. Warum fragst du nicht deine anderen Mitarbeiter , denn wenn du ihnen nicht vertraust, wird es nicht so toll in deinem neuen Job. Oder bist du gar allein an der Tür , das wäre natürlich als Neuling sehr unklug.Viel Spaß Sam |
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#7
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| Also ich war zwar nie Türsteher, aber ich kann mir denken, dass man seiner Sache ziemlich sicher sein muss bzgl. Ausreden ala "aber meine Freundin ist gerade schon reingekommen; sie hat ihnen doch bescheid gegeben". Wenn man sich durch so etwas verunsichern lässt, ist das doch bestimmt nicht gut, oder? |
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#8
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| Immer den Rücken zur Tür oder Wand und auf dem Heimweg mal über die Schulter schauen. Nen Kumpel von mir haben 15 Mitbürger "mit ausländischer Herkunft" auf dem Nachhauseweg so fertig gemacht, dass er zwei Wochen im Koma lag. Sorg dafür, dass Du dich mit deinen Kollegen gut verstehst, die sind deine einzige Rückendeckung. |
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#9
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| Tja, das meiste wurde hier von meinen Vorrednern schon gesagt. Allerdings würde ich von so Aussagen wie „geschlossene Gesellschaft, private Feier oder Krawattenpflicht“ abraten Gut, kommt auch auf die Beschaffenheit Eures Einlassbereiches an aber wenn die Abgewiesenen noch die Möglichkeit haben in Sicht- oder Hörweite zu stehen, können Dich solche Aussagen schon in blöde Situationen bringen. Der muss nur sehen, dass der nächste Gast ohne Krawatte rein läuft und schon geht’s unter Umständen los. Oder Du sagst „geschlossene Gesellschaft“, der steht noch in der Nähe u. 2 junge Damen fragen Dich lauthals „Ja, was läuft hier Sie sind zum ersten Mal hier“ – Tja, dann kannst Dir überlegen die 2 auch weg zu schicken oder hast unter Umständen auch wieder den Disput. Vor allem bei diversen Subkulturen, die etwas leichter erregbar sind, geht das sehr schnell. Ansonsten wie bereits mehrfach gesagt: Locker u. ruhig bleiben. Gibt meiner Meinung nach nichts Peinlicheres als den lauthals krakelnden Türsteher in der Bomberjacke. |
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#10
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| Stimmt. Nach Hausweg ist auch zu beachten. Kollege von mir wurde auch schon bei Einsteigen niedergestochen. Und schau, dass Du möglichst keine Runde alleine im Laden drehst. Sollte eigtl. oberstes Gebot sein aber gibt tatsächlich noch Läden wo das nicht gemacht wird. |
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#11
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| Zitat:
Deswegen bleibe ich bei grammatikalisch und aussagemäßig sehr bescheidenen Sprüchen wie "Heute leider nicht" "Tut mir leid, SO heute nicht" "Sorry, aber DAS geht heute nicht." Und, da muss ich LongIP zustimmen: Freundlichkeit (nicht Schwäche!) ist gerade beim abweisen immer ein Plus. Beste Grüße vom Bruce
__________________ It's NOT Bruce Lee - Who is bruceberlin? |
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#12
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| Auf jeden Fall. Bestimmt aber immer Freundlich. Noch ein Tip aus geschäftlicher Sicht - versucht immer einen groben Überblick auf die Gäste zu haben. Das Verhältnis Frauen / Männer. Wir machen z.B. einen Einlassstop für Männer ohne weibl. Begleitung wenn das Verhältnis im Laden nicht mehr stimmt. Zu viele Frauen sind nie ein Problem. |
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#13
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| @ Sam Fiedler das mache ich doch gerade, ich informiere mich vorher. Also einen Schlagstock habe ich zu Hause. Kann ich auch selbst ein Messer bei mir tragen? Wie sieht es denn mit der Bekleidung aus? Wird das vom Chef angeordnet oder ganz normal in schwarz? Thx |
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#14
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| Das mußt Deinen Chef fragen wie Du Dich anziehen sollst. Verschwende nicht mal einen Gedanken an das Messer u. frag bitte nicht warum! |
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#15
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| Ich meine es ja nicht so, das man bei jeder Angelegenheit gleich ein Messer zückt. Nur nochmal extra zur Sicherheit. |
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