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  #1  
Alt 24-07-2011, 15:23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Stilrichtungoffenes Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 06.01.2011
Beiträge: 4
Exclamation Übungen zur "Ganzkörperarretierung" ?

Hallo , ich habe den 3. Kyu im Karate und schon seit längerer Zeit ein Problem. Wenn ich eine Kata laufe , wackeln meine Arme und Beine nach Beendung der Technick immer noch weiter. Ich selber merke das gar nicht richtig , jedoch bekomm ich das andauernd gesagt. Zudem sah ich es auch selber auf Videoaufnahmen . Also wie bekomm ich das weg ?
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  #2  
Alt 24-07-2011, 18:53
Benutzerbild von Masushi
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: bald Goju-Ryu Karate
 
Registrierungsdatum: 23.06.2010
Ort: 24787 Fockbek
Alter: 48
Beiträge: 165
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Hallo,

das hört sich an, als hättest Du zuviel Spannung. Mach die Bewegungen einfach lockerer, dann wackelt auch nichts am Ende. Machst Du Shotokan?
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  #3  
Alt 24-07-2011, 19:15
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Stilrichtungoffenes Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 06.01.2011
Beiträge: 4
Standard

Ja ich mache Shotokan. Aber wenn ich die Technicken lockerer mache , verlieren sie dann nicht an Kraft und Geschwindigkeit ?
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  #4  
Alt 24-07-2011, 19:23
Benutzerbild von FireFlea
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Seidō Karate, über den Tellerrand
 
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Ort: Hessen
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Beiträge: 7.521
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Eigentlich verlierst Du eher Kraft, wenn Du eine zu hohe Anspannung hast.
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  #5  
Alt 24-07-2011, 19:35
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Stilrichtungoffenes Shotokan Karate
 
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Beiträge: 4
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Gibts sonst keine Tipps , z.B was ich anspannen soll etc. ?
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  #6  
Alt 24-07-2011, 19:44
Benutzerbild von stagediver
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Kampfkunst: Ju-Jutsu | Boxen | Judo | Karate
 
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Ort: Sinsheim
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Also mit dem 3. Kyu müsstest du doch aber mal gelernt haben, dass die Spannung mit dem Beenden der Technik zu lösen ist, das ist eigentlich ein Anfängerfehler... Wenn du mit diesem "Wackeln" wirklich das halten der Spannung meinst, wirst du wohl oder übel ganz Bewusst daran arbeiten müssen. Versuch vielleicht mal das:
Übe einige Techniken langsam (am Besten vor einem Spiegel) und mache dir die Bewegung ganz bewusst. Am Ende der Technik solltest du die höchste Spannung erreicht haben, und dann lass ganz bewusst schlagartig wieder locker. Wiederhole das und werde schneller, bis zur vollen Geschwindigkeit, aber immer mit Konzentration auf den einen Punkt der maximalen Spannung, den du dann sofort wieder löst.
Vielleicht hilft's. Glaub mir, wenn du so die Katas läufst, wirst du viel Kraft sparen!

Gruß
sd
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  #7  
Alt 24-07-2011, 20:13
Benutzerbild von Luaith
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Kampfkunst: Karate
 
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Beiträge: 125
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Zitat:
Zitat von Doppelapfel Beitrag anzeigen
Gibts sonst keine Tipps , z.B was ich anspannen soll etc. ?
Hallo Doppelapfel,

das kommt in erster Linie darauf an, was dein Ziel ist. Eine sinnvolle, funktionale Bewegung? Oder Krampfkime, das zwar mit Verstand und eigentlichem Karate nichts mehr zu tun hat, dafür aber in 80% der Shôtôkan-Vereine als Heiliger Gral der Körperkontrollkunst gelehrt wird und dir den nächsten Kyû sichert?

Grundsätzlich gilt:
So wenig wie möglich und so viel wie nötig anspannen! Es gibt keine "Ganzkörperarretierung", auch nicht im Shôtôkan. Du spannst natürlicherweise genau die Muskeln an, die am Schlag (z.B.) beteiligt sind. Das wiederum musst du nicht groß lernen, die meisten Menschen bringen da bereits ein sehr gutes Gespür für mit. Im Gegenteil, den meisten Shôtôkanern muss man mit Mühe und Not dieses völlig kontraproduktive Versteifen bei jeder Technik wieder abtrainieren; und vielen sieht man es selbst nach Jahren noch an ...

Sei bei jeder Technik entspannt und relaxt. Es gibt keinen Brennpunkt, keinen Endpunkt und kein Kime. Stelle dich 3 Stunden vor ein Schlagpolster und du wirst danach mehr dazu wissen, wie du deinen Körper zu gebrauchen und wann du was anzuspannen hast, als so mancher luftschlagende "Sensai" noch nach Jahrzehnten am liebsten dozieren würde. Eigentlich ist die Sache ziemlich intuitiv und idiotensicher.

So far,
L.

Geändert von Luaith (24-07-2011 um 20:20 Uhr).
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  #8  
Alt 24-07-2011, 20:25
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Beiträge: 357
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@ Luaith



@ Doppelapfel

hier mal ein schönes Video, wie ein Schlag aussehen soll ... Man spürt den Schlag buchstäblich im ganzen Körper (wie man unschwer an der Reaktion des Getroffenen sehen kann).
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  #9  
Alt 24-07-2011, 20:47
Benutzerbild von Tori
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Registrierungsdatum: 24.10.2005
Beiträge: 2.752
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Zitat:
Zitat von Doppelapfel Beitrag anzeigen
Ja ich mache Shotokan. Aber wenn ich die Technicken lockerer mache , verlieren sie dann nicht an Kraft und Geschwindigkeit ?
Nein, im Gegenteil.

Dieses Ganzkörpergekrampfe ist typisch Shotokan, leider denn so sollte es eben nicht sein, wie Luaith schon geschrieben hat.
__________________
September 11 Memorial: http://edition.cnn.com/SPECIALS/2001...lists/by-name/
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  #10  
Alt 24-07-2011, 21:03
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Kampfkunst: Karate, Taekwondo in the past
 
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Vielleicht hilft dir der Tipp:

Ich stell mir immer ein bisschen vor, dass jemand vor mir steht und ich versuche z. B. die Faust so schnell wie möglich die entsprechende Körperpartie zu schlagen und spanne erst kurz bevor ich die imaginäre Person treffen würde an. Den Tipp mit dem mit dem Schlagpolster finde ich gut. Der "zeigt" dir wann du deinen Schlag spätestens anspannen musst.

Gruß

p.s.: und wenn dir die ganz brauchbaren Tipps von den anderen Jungs nicht helfen, probiers schlicht und ergreifend mit weniger kraft/körperspannung. Mal schauen, ob deinen Trainern auffällt, dass du nicht mit voller Power zu haust
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  #11  
Alt 24-07-2011, 21:21
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Kampfkunst: Stilrichtungoffenes Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 06.01.2011
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Vielen Dank an euch Alle! Habe soeben das mit der Spannung bewusst loslassen gemacht. Heißt ich bewege mich nur Schnell und lasse einfach danach stehen.Klappt Super ! Kann gar nicht mehr auf das nächste Training warten Nochmal vielen Dank
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  #12  
Alt 24-07-2011, 23:26
Benutzerbild von KeineRegeln
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Kampfkunst: Karate, Taekwondo in the past
 
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Lass uns wissen, wie es bei dir weiter gegangen ist,wenn du es ne Zeit probiert hast.

Gruß
KeineRegeln
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  #13  
Alt 25-07-2011, 08:29
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Zitat:
Zitat von KeineRegeln Beitrag anzeigen
... probiers schlicht und ergreifend mit weniger kraft/körperspannung. Mal schauen, ob deinen Trainern auffällt, dass du nicht mit voller Power zu haust
Eben nicht, das wollen die vorherigen Kommentare doch gerade erklären:
Dieses übertriebene Kime führt bei den meisten zu übertriebener Vorspannung, die einfach alles verlangsamt. Und langsamer heißt weniger Power.

Ich weiß noch ganz genau als ich das erste Mal Gyaku-Zukis auf den Bauch des anderen trainiert habe... Ich war gehemmt und verkrampft - zuviel Vorspannung. Mein Partner sagte mir dann, hey, werd mal locker! Das hat's gebracht, mit dem nächsten Zuki habe ich ihn dann fast zum Kotzen gebracht. (Nein, ich habe nicht den Solar Plexus getroffen! ).

Deswegen sage ich allen Leuten, die diese übertriebene Spannung loswerden wollen: Übt langsam, OHNE jegliches Kime, weich wie Pudding. Extrem darauf achten, dass so gut wie nix angespannt ist.
Wenn man dann schneller wird, weiterhin auf Lockerheit und Exaktheit achten, dass Kime kommt dann mit der Geschwindigkeit.
Aber eben bis zu diesem Endpunkt ist man lockerer auch schneller.
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  #14  
Alt 25-07-2011, 08:43
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Häh? Ich raff gerade nicht, im welchem Zusammenhang der von dir zitierte Teil nicht zu deiner Post passt. Wenn er nicht bei der gesamten Bewegung soviel Kraft/Anspannung wie sonst reinsteckt, wird er doch entspannter und schneller. Die Kraft kommt dann irgendwann von alleine. Oder hab was falsch verstanden?

Gruß
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  #15  
Alt 25-07-2011, 09:38
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Kampfkunst: Ohshima Shotokan (FA) & BJJ (BA)
 
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Zitat:
Zitat von KeineRegeln Beitrag anzeigen
Häh? Ich raff gerade nicht, im welchem Zusammenhang der von dir zitierte Teil nicht zu deiner Post passt. Wenn er nicht bei der gesamten Bewegung soviel Kraft/Anspannung wie sonst reinsteckt, wird er doch entspannter und schneller. Die Kraft kommt dann irgendwann von alleine. Oder hab was falsch verstanden?
"...nicht mit voller Power zuhaust..." hast du oben geschrieben. Aber die effektive "Power" wird ja durch Entspanntheit => höhere Geschwindigkeit größer.

Vielleicht meinst du dasselbe, war nur unglücklich formuliert.

Physikalisch gibt's da mehrere wichtige Größen, welche entscheidend ist, da streiten sich die Gelehrten. Aber alle enthalten die Geschwindigkeit oder Beschleunigung als Komponente.
F = m * a (Kraft = Masse * Beschleunigung)
I = m * v (Impuls = Masse * Geschwindigkeit)
E = 1/2 m * v^2 (kinetische Energie = Masse * (Geschwindigkeit zum Quadrat))
__________________
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