| Umfrageergebnis anzeigen: charakterschule im karate ist... | |||
| ...wichtig und sieht bei uns wie folgt aus (siehe beitrag) | | 21 | 36,84% |
| ...wichtig, aber bei uns leider zu wenig oder garnicht enthalten | | 19 | 33,33% |
| ... irgendwas, aber ganz sicher kein grundbestandteil des karate | | 8 | 14,04% |
| ...sinnlos/nutzlos/zeitverschwendung/eh nicht umsetzbar | | 9 | 15,79% |
| Teilnehmer: 57. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen | |||
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#1
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| tja... es heißt öfters im karate werde besonderer wert auf eine schulung des charakters gelegt und eben dies unterscheide karate von anderen KK wie sieht diese charakterschule bei eurem karatestil konkret aus? (bitte euren stil mit angeben) hier mal ein beispiel aus nem anderen topic: Zitat:
auch interessant: wie steht ihr überhaupt dazu? geistige ausbildung im kampfsport? kommt durch große kraft auch große verantwortung und muss dementsprechend gelehrt werden oder vertraut ihr einfach auf die natürliche zurückhaltung von leuten, die (sich) nichts mehr beweisen müssen? mfg
__________________ -Ays- war HIER!!! Geändert von noppel (18-05-2007 um 20:38 Uhr). |
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#2
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| Reigi zum beispiel ist sehr wichtig! Es lehrt den Respekt gegenüber anderen. An- und abgrüßen beim Partnertraining, die begrüßung zum beginn des Trainings und die Verabschiedung, bei partnerübungen keinen Quatsch machen und nicht willentlich den Partner verletzen. Das sind ja an sich auch Dinge, die man in anderen KK/KS macht und meist auch aus dem gleichen Grund, nur legt man im karate darauf mehr wert, als das Gewinnen eines Kampfes. Das Ziel im Karate ist nicht Sieg oder Niederlage Geistige ausbildung in Kampfkunst: sonst wär es keine " " in Kampfsport: Eig auch;um den sinn/das Prinzip der KK zu verinnerlichen
__________________ Ich BIN cool! Geändert von jinn (18-05-2007 um 19:11 Uhr). |
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#3
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| Shotokan DJKB Wer zu spät kommt setzt sich Seiza in die Ecke.Dann muss er Liegestütze machen und dann darf er mittrainieren. Wer stört macht viele viele Lieestütze. Wer sabbelt macht 20 Liegestütze. Wer vor dem Trainer rumläuft kriegt rüffel. Wer gegenredet macht liegestütze. Blöde fragen bekommen Blöde antworten Wer beim Kumite durch die Reihen läuft wird zurecht gewiesen. Ist meiner Meinung nach alles notwendig.Schliesslich sind wir diszipliniert,und kein Sauhaufen. greetz Eggert
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#4
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| hat das wirklich auswirkungen auf den charakter? disziplin ist schonmal nicht schlecht, aber seid ihr dadurch auch in anderen lebensbereichen disziplinierter geworden?
__________________ -Ays- war HIER!!! |
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#5
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| ja schule bin ich ruhiger geworden z.b. und man benimmt sich im Allgemeinen höflicher und netter dem Mitmenschen gegenüber. Meeine Meinung
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#6
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| Bei uns gibt es auch die üblichen Geschichten - Wer zu spät kommt, wartet im Seiza bis der Sensei ihm ein Zeichen gibt, dann muss er das Training am hinteren Ende der Reihe verbringen, also bei den Weißgurten - Im Kumite an-und abgrüßen des Partners (sonst kriegt man Ärger mit dem Sensei) - Verbeugen beim Betreten des Dojos (sonst schonmal viel Spaß beim Rennen) - Dojokun nach dem Mokusu (die 5 Schlagwörter sollte auch jeder kennen) - Respekt vor dem Sensei, also nicht dazwischenquatschen etc (aber das gehört wohl überall dazu, nicht nur bei einer KK) Ob das nun der Charakterschulung dienlich ist, ist fraglich. Tatsächlich kann ich bei uns aber zum Beispiel beobachten, dass die meisten von den Kleinen sich gegenüber den Großen (und meiste auch Höhergraduierten) relativ respektvoll verhalten, was ich bei anderen Gelegenheiten sehr vermisse ---> Ein bisschen was haben die Belehrungen unseres Sensei also gebracht Die Frage ist, inwieweit sowas auch mit in den Alltag genommen wird.Ich halte es auf jedenfall für wichtig, dass den Trainierenden auch dieser Aspekt von Karate vermittelt wird. |
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#7
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| Wenn ich mir die letzten Beiträge über „Charakterschulung“ anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass Disziplin und Unterordnung (nicht zu verwechseln mit Einordnung) höchst erstrebenswerte Charakterzüge darstellen. Demzufolge besitzen/besaßen KZ-Wächter und militärische Massenmörder den höchsten Grad an Charakter. null |
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#8
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| Also ich finde ordentliches Benehmen im Dojo selbstverständlich. Genauso wie in Bibliotheken oder Museen die Klappe zu halten ist, man in Bussen oder sonstigen engen Räumen (Flure etc) nicht herumläuft, oder viele andere westliche Kleinigkeiten die einem persönlich garnicht auffallen. Das alles geschieht im Alltag aus purer Achtung seiner Mitmenschen, sie nicht unnötig bei ihrer Tätigkeit zu stören oder fahrlässig zu behindern. Dementsprechend sollte dem Sensei (oder irgendwem, von dem man lernen möchte) niemand dazwischenquatschen oder unaufmerksam sein. Ich bin noch im Anfängertraining, von den Trainern wird es (leider) noch relativ lasch gehandhabt (man will ja verständlicherweise auch keinen vergraulen). Partneran- und abgrüßen wird nur flüchtig angetäuscht, der Zarei am Schluss des Trainings entfällt auch schonmal aus Zeitmangel. Wenn ich uns aber mit der Kindergruppe (10-16 glaub ich) vergleiche, ists aber noch relativ zivilisiert (da quatschen einige selbst noch im seiza oder bekommen nach dem Training kurz böse Blicke vom Trainer). Ich persönlich lege großen Wert auf vernünftiges Grüßen beim Betreten/Verlassen sowie vor/nach Partnerübungen. an-osu-en tu ich aber niemanden, bin davon überzeugt daß es tiefste Gossensprache ist - zumal es eh inflationär verwendet wird. Zum Grüßen gibt es halt eine Verbeugung, auf bestätigende Fragen halt ein hai oder ein kurzes kopfnicken. |
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#9
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| @null Zitat:
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#10
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| Hmm, lustig, anscheinend habe ich eine gaaanz andere Vorstellung davon, was Charakterschulung bedeutet. Ich finde, dass Charakterschulung im Karate dadurch stattfindet, dass man durchhält, eine Kata 100 mal am Stück gelaufen ist und trotzdem weitermacht. Dass man sich im Kumite seiner Angst stellt, einem Angriff nicht nur physisch, sondern auch psychisch zu begegnen. Dass man im Kihon-Training seine Müdigkeit und Faulheit überwindet, und sich nie mit 95% zufrieden gibt. Das könnte man jetzt noch eiwg weiterführen... Aber jedenfalls ist für mich Charalterschulung im Karate nicht, 1000 mal am Tag Osu zu sagen, meinen Sensei zu beweihräuchern und alles blind abzunicken, was er sagt. Auch Karatekas dürfen denken... Und zu guter Letzt: Es ist (zumindest für mich) definitiv nicht Charakterschulend, alle Schwarzgurte mit Osu begrüßen zu müssen, meine Mitschüler aber nicht! Das ist kein Respekt, dass ist Arschkriecherei! Irgendjemand schlaues hat mal (so in etwa zumindest) gesagt: "Wenn du etwas über einen Menschen herausfinden möchtest, guck dir an, wie er Gleich- und Niedrigergestellte behandelt, nicht die Höhergestellten". Ich zumindest respektiere meinen Sensei dafür, dass er jeden (ja, auch jeden Weißgurt!) respektiert, nicht weil er einen Schwarzgurt trägt! Was ich hier zumeist vorher las, klang für mich eher nach Charakterversauung als nach Charakterschulung... |
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#11
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| @Null: @Ensiferum:Stimme dir grösstenteils zu. @All:Füge das mit dem Partner an- und Abgrüssen hinzu,sowie das Verbeugen beim betreten und Verlassen des Dojos. Es kommt auch oft genug vor dass ein Grüngurt mal Schabernack mit einem Blau/Braungurt macht aber da wir uns alle verstehen lachen auch die Senseis mit.Es ist alles nicht böse gemeint und das wissen alle.Also geht man fair und ordentlich um trotz kleiner Späschen.Was wäre es denn für ein Leben wenn ich jedesmal nachdem mein Sensei einen Ball beim Völkerball(ab und zu mal aufwärmen) von mir bekommen würde?Da kriegt man ja keinen Fuss mehr an die Erde!!!
__________________ ... |
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#12
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| Obwohl die Bemerkung von Null natürlich etwas krass war, hat sie doch durchaus einen Hintergedanken den man beachten und ggf. diskutieren sollte. Wenn man zurückdenkt, in welcher Zeit Japans die vielbeschworene 'Charakterperfektionierung' durch Karate 'erfunden' wurde, so haben dort in etwa die selben Zustände geherrscht wie bei uns in den 30er Jahren. Insofern hatte man an einen 'guten Charakter' dort damals wohl auch die selben Ansprüche wie bei uns. Das wären also Dinge wie Disziplin, Gehorsam und Aufopferung. Und wer sich den Brief Itosus von 1908 mal durchliest, wird erkennen, dass genau das auch der Grund war, warum man Karate an den Grundschulen einführen wollte (a la 'Die Kriege der Zukunft werden in unseren Schulhöfen gewonnen'). Wenn man Nulls Argumentation folgt, hätte man also durchaus eine Parallele zu 'unserer' HJ... Von unseren humanistischen Vorstellungen eines guten Charakters ist man da also ursprünglich einmal weit entfernt.
__________________ Gruß Weudl |
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#13
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| hmmm da muss ich mal einen einspruch hinein bringen... wir als karatekas ordnen uns zwar unter unseren sensei, jedoch nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir von ihm etwas lernen wollen!(stellt euch vor, ihr haltet das nicht mehr für notwendig und macht faxen...das würde nicht klappen!: also unter disziplin kann man immer noch am besten lernen!) in der HJ oder ähnlichen systhemen hat man jeden keim des freien denkens erstickt um einen soldaten zu schaffen, der keinen befel hinterfragt! nun fragt euch mal: macht ihr alles, was ein höher graduirter euch sagt?, hinterfragt ihr noch die aussagen anderer? oder ist es schon soweit, dass ihr den verstand abgeschaltet habt und blind einem sensei/führer follgt?? ich denke wer das buch: der hauptmann von köpenik gelesen hat wird wissen, was ich meine! dort sind die wieder sprüche: "wer ein richtiger mann sein will muss sich unter ordnen können!" "nein! erst kommt der mensch, dann die menschen ordnung!!!" ich finde im karate sollte man nicht um seinefreiheit bangen ihr geht doch freiwillig dahin! mein oper wurde in die HJ gezwungen! gruss Dany |
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#14
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| null=null?
__________________ Ich BIN cool! |
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#15
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| Also die Hälfte von dem, was hier als Charakterschulung hier angeboten wird, hört sich eher nach asiatischer Arschkriecherei an. Ausserdem brauche ich keinen Schwarzgurt, der mir erklärt, was Charakter ist. Jeder soll selbst bei sich anfangen. Ihr seid schon etwas komisch. Wo bleibt eure deutsche antiautoritäre Erziehung? ![]() |
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