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#1
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| Wenn man sich mal die Zeitangaben für diverse Kata anschaut (Funakoshi, Nakayama, Pflüger), so stellt man fest, dass die Kata im Laufe der Zeit immer schneller wurden. Wie seht Ihr diese Entwicklung? Haltet Ihr die Dauer einer Kata für ein wichtiges Kriterium? Besonders interessant finde ich auch die Meinung von Wettkämpfern zu diesem Thema!! Oss Dojokun |
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#2
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| Bin zwar kein Wettkämpfer, aber m.M nach ist die Zeit bei einer Kata nebensache. Bei einem 100 m Sprint dagegen spielt sie eine große Rolle ![]() |
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#3
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| ich bin der Meinung die Dauer einer Kata ist ziemlich essenziell. Ist sie zu schnell, so sind die Techniken oft nicht sauber, ist sie zu langsam so tritt ein anderer Eindruck auf. Sie muss schon eine gewisse Geschwindigkeit haben. Einen realen Kampf will man ja auch mit einer "Zügigkeit" beenden, somit sollte eine dies symbolisierende Kata nicht ewig dauern.
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
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#4
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| Nun ja, die Einzeltechnik soll natürlich - sofern das Sinn der Technik ist - schnell sein. Aber wie wichtig sind euch Pausen? Macht Ihr welche? Wenn ja, wo? Und warum? Wenn nein, warum nicht? Oss Dojokun |
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#5
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| hallöle, also wir haben vom Anfang an das timing beigebracht gekriegt...die pausen sind mir persönlich sehr wichtig (um n bissl luft zu schnappen) ich lass mir da immer am Ende jeder Bahn so 4-5 Sekunden Zeit*löl*. Sieht auch nich so grausam aus als wenn mans einfach durchläuft. Ich find das vermittelt dadurch den Eindruck einfach schnell fertig werden zu wollen und des sieht nich so professionell aus *gg*.ids. Keksi oss |
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#6
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| HI, die Tempi in den hängen bei uns davon ab, was ich mit der Technik ausdrücken will, bwz. auf welche Art von Anwendung ich mit der Kata eingehen will. Ich sehe keinen Sinn hier zu Standartisieren, da dadruch einiges an Bunkai und Oyo verloren gehen würde. |
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#7
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| Hallo, ich denke die Kata steht und fällt mit dem entsprechenden Timing. Rassel ich eine Kata vom Anfang bis zum Ende mit dem gleichen Tempo und ohne entsprechende Pausen ab, fehlt jeglicher Ausdruck. Das Timing erfüllt meines erachtens eine Kata mit Leben. Ob die Pausen nun einen deut kürzer oder länger sind ist hierbei völlig egal. In den Pausen kann man sich kurz sammeln und dann wieder mit voller Energie loslegen. Gruß Jürgen |
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#8
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| Nun, natürlich soll auch meine Meinung nicht fehlen: Ich halte Timing und Pausen ebenfalls für extrem wichtig! Denn als Prüfer, Wettkampfbeobachter und auf Lehrgängen fällt mir oft auf, dass viele der Meinung sind, schneller ist besser Das geht bis zu hohen Dan-Graden. Aber genau das verhindert den Sprung von der "Form" zum "Inhalt". Wer nur rennt, kann eine Kata nicht verstehen. (vielleicht eine provokante Behauptung, also im Zweifelsfall mit einem versehen)Allerding sind die Pausen mit Zanshin und Kampfgeist lebendig zu halten. Bloss stehenbleiben und nix tun ist da nicht genug. Oss Dojokun |
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#9
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| Ich finde es schwer, bei "niedrigen" Katas den richtigen Augenblick zufinden, weil z.B. Heian Shodan ja eigentlich nur dafür da ist die Drehungen usw. zu erlernen. Und man kann bei mir immer sehen, dass ich der erste mit der Kata fertig bin, obwohl ich so ziemlich als letzter damit anfange.... |
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#10
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| Hallo Dojokun, "Allerding sind die Pausen mit Zanshin und Kampfgeist lebendig zu halten. Bloss stehenbleiben und nix tun ist da nicht genug." Wo steht das? Vielleicht ist die Frage überspitzt formuliert, aber trotzdem: Wo steht, dass Pausen in Kata mit Sanshin und Kampfgeist zu füllen sind. Ich benutze Pausen, um mich wieder zu sammeln, neu zu konzentrieren und neue Energien für explosive Techniken zu schöpfen. Viele andere tun das auch, glauben aber durch exzesives Augenaufreißen und Kopfschleudern einen Eindruck von Sanshin zu erzeugen. Gewollt oder ungewollt. Ich sehen Pausen als das was sie sind: Pausen. Darum verändern sich meine Kata-Ausführungszeiten auch täglich. Bin ich besser drauf, geht's schneller, bin ich schlecht drauf, dauert's länger weil ich einfach mehr Zeit zur Konzentrationsfindung und Sammlung brauche. Tschüssi Ike |
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#11
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| Hallo Ike! Also tust Du auch "nicht nichts"...... Denn wie Du lesen kannst habe ich geschrieben, dass bloss rumstehen und nichts machen, also auch nicht Kraft schöpfen, etwas wenig ist. Oss Dojokun |
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#12
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| Hallo Dojokun, ich bemühe mich aber "nichts" zu machen. Ich weiß, es klingt blöd - weißt Du trotzdem was ich meine? Was mich ziemlich abstößt ist das, was ich oben schon geschrieben habe. Kata-Ausführende blicken wild in der Gegend herum und schwenken ihren Kopf nach rechts oder links und Kampfgeist oder Aufmerksamkeit zu simulieren. Ich vermeide so etwas - zumindest so weit es mir bewusst ist. Tschüssi Ike |
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#13
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| Vielleicht sollten wir klären, was wir als den Sinn einer Kata verstehen. Ich denke, dass das deutlich machen wird, ob unsere Auffassungen unterschiedlich sind oder nicht... ... ich persönlich bin mir da nämlich gar nicht so sicher, ob wir nicht einen ähnlichen Sachverhalt unterschiedlich ausdrücken.... Oss Dojokun |
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#14
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| Hallo Dojokun, um zu erklären, was Kata für mich ist, müßte ich einen 2h-Vortrag halten. Vielleicht geht's auch kürzer. Kata ist für mich DAS DING im Karate, ich glaube, dass Kumite und Kihon (nichts zu unterschätzende) Hilfsmittel sind, Kata zu verstehen. Ist wohl eine Hardcore-Ansicht. Tschüssi Ike |
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#15
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| Vielleicht Hardcore, aber sicherlich nicht verkehrt!! ![]() In diesem Fall denke ich, dass wir wirklich recht nahe beieinander sind! Du nutzt die Pause zum Sammeln neuer Energie und zur Konzentration. Auch versuchst Du, bewußt nichts zu machen. Ich habe gesagt, man solle die Pausen mit Zanshin und Kampfgeist lebendig halten. Das heißt nicht, dass beispielsweise Konzentration kein wichtiger Punkt sei. Ich möchte noch einmal unterstreichen, dass die Pausen sehr wichtig für einen selbst sind! Unterm Strich haben wir m. E. einen gemeinsamen Nenner: Die Pausen helfen uns, tiefer in die Kata einzudringen und zu verstehen. Dadurch verbessern wir unser Karate. Wir versuchen nicht, Show zu machen oder kopieren gedankenlos irgendwen, der die Kata "ganz toll ausführt"... Kommt das in etwa hin? Oss Dojokun |
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