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#46
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| Zitat:
Ich bezweifle, daß man die Struktur einer Koryû (oder auch die Strukturen der Schulen des Te auf Okinawa) mit denen eines Sportverbandes deutscher Provenienz vergleichen kann. ![]() Eine Koryû ist, wie du, lieber Warlock, sicher weißt, ein streng hierarchisch aufgebautes Gebilde. Man kann aber nun mal nicht beides haben - die strikte Hierarchie einer Koryû und die (Pseudo)Demokratie eines Sportverbandes. Zitat:
Aber es geht doch im Grunde um etwas ganz anderes, nicht wahr? Du hast geschrieben: Zitat:
Ist er das nicht, gilt er nicht als qualifiziert? Ich sehe das nicht so. Zitat:
Darum geht es. Und nur darum ... Zitat:
Das klingt mir ein wenig nach "entweder / oder". Entweder man ist in Deutschland Mitglied der Gilde / der Zunft / der Schrebergartenkolonie, oder man ist es nicht. Ist man es nicht, dann ist man ... was? Ein Unbefugter? Ein Störenfried wohl allemal. Es ist also alles gut, was der Sportverband XY / die Gilde / der Vereinsvorstand der Schrebergartenkolonie so tut und dekretiert? Und wenn das einigen Menschen nicht zusagt, sollen sie doch abhauen? Habe ich das richtig verstanden? Es tut mir leid, aber wenn ich so etwas höre oder lese werden in mir ganz ungute Erinnerungen wach. ![]() Edit: Zitat:
... und sich - da ja seine Graduierugen nicht nach "deutschem Qualitäts-Standard" erworebn wurden - zunächst einer "Einstufungsprüfung" unterziehen solle ... Aber ich gerate total OT, tut mir leid. ![]() Just my 1cent Geändert von rambat (09-02-2010 um 01:33 Uhr). |
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#47
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| Btw. ich habe mal vor ein paar Jahren 2 DOSB-Lizenzen gemacht und bin im nachhinein äußerst froh darüber und würde dieses jedem weiterempfehlen. Leider haben nämlich viel zu wenig Trainer Ahnung von Anatomie und gesunden, bzw. ungesunden Bewegungen. |
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#48
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| Dann sehe ich dies als ein Versäumnis der Trainer der jeweiligen Trainer. Könnte man Deine Worte auch so deuten, das alle die die einen schlechten Trainer hatten, als Ausgleich eine DOSB Lizenz machen sollen? Was machen aber die, die eine fundierte Ausbildung durch ihren Trainer erhalten haben?
__________________ ken zen itchi |
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#49
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| Zitat:
) Kampfkunst-/Sportschulen, deren Lehrer keine Sportbundlizenz hat. Da ist mit Sicherheit schon mehrfach etwas passiert. Stehen die alle ohne Schutz da? Und wie Zoma schon anmerkte kann auch ein lizensierter Trainer fahrlässig handeln. (Das ganze wäre vielleicht mal einen extra Thread im allgemeinen Kampfkunstbereich wert).Zitat:
![]()
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#50
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__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#51
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| Zitat:
Du hast mich leider falsch verstanden. Liest Du eigentlich die ganzen Antworten oder suchst Du Dir nur etwas raus, um daraus zu konstruieren wie schlecht es hier ist, z.B. Pseudodemokratie, mittelalterliches Denken, Materialismus und braune Tendenzen. Es geht in diesem Thread nicht um "entweder / oder", sondern darum wie der DKV mit Doppelmitgliedschaften verfährt. Das ganze Thema der Trainerqualifizierungngnotwendigkeit ist jetzt zum Glück in einem eigenen Thread gelandet. Ich wiederhole hier aber gerne nochmal meine Aussage, wie in Antwort #38 dieses Threads, bezüglich der Qualifizierung Karate zu unterrichten: "Karate unterichten kann im Grunde jeder, der von sich glaubt, dass er es kann. Dafür braucht man keine Lizenz und auch keine Mitgliedschaft in irgendeinem Verband." |
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#52
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| Ich sehe, lieber Warlock, die Frage welche Inhalte wie unterrichtet werden als untrennbar von der Frage, wie gewisse Organisationen mit ihren Mitgliedern umgehen. Aber das ist zugegeben eine sehr subjektive Sicht - nämlich meine eigene. Kein Grund zum Streit. Abgesehen davon ... Zitat:
Gesagt habe ich in der Tat, daß ich noch nie erlebt habe, daß in einem deutschen sportverband wirkliche Demokratie herrscht - und zu dieser Aussage stehe ich. Gesagt habe ich, daß in Deutschland nicht nur im Sport ein Denken in Zünften und Gilden herrscht, was seinen Ausdruck darin findet, daß Pluralismus unerwünscht ist. EIN Sportverband pro Sportart soll es sein ... damit alles hübsch seine Ordnung hat. Ich persönlich finde das unmöglich. Von Materialismus schrieb ich nichts, das hast du wohl mit den Äußerungen eines anderen Users verwechselt. ![]() Und von braunen Tendenzen habe ich ebenfalls nichts geschrieben. Ich sagte, daß aufgund der selbstherrlichen Art, mit welcher der DKV darüber verfügt, welchen Umgang seine Mitglieder haben dürfen, bei mir ungute Erinnerungen wach werden. Und zwar an die DDR. Ich hoffe, ich habe mich nun einigermaßen verständlich ausgedrückt. Lassen wir also bspw. Fragen nach Unterrichtsinhalten beiseite. ![]() Bleibt nach wie vor das Problem daß es imho grob rechtswidrig ist, wenn ein Sportverband seinen Mitgliedern zu untersagen versucht, "sportliche Kontakte" zu "nonkonformistischen Organisationen" zu unterhalten. Widerborstigen Mitgliedern, die sich an diese rechtswidrige Aufforderung nicht halten, wird mit einem "empfindliche Übel" (wie es wohl ein Jurist ausdrücken würde) gedroht. Wenn das mal keine Nötigung ist ... ![]() Aber es muß eben jeder selbst entscheiden, ob die Vorteile einer Mitgliedschaft in einem solchen Sportverband die Nachteile überwiegen. ![]() Geändert von rambat (09-02-2010 um 11:07 Uhr). |
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#53
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| @ rambat: "braune Tendenzen" ersetze ich gerne nach Deiner Erklärung durch totalitäre Bestrebungen. Wenn man schon etwas als typisch deutsche Unart charakterisieren möchte, dann die Eigenschaft, dass man gerne überall herummeckert, motzt und jammert, aber nichts aktiv dagegen unternimmt, was einen vielleicht auch nur indirekt betrifft. Diese Einstellung weckt bei mir ungute Erinnerungen. Ich persönlich fände es daher gut, wenn sich mehr Menschen in Vereinen und Verbänden aktiv engagieren würden, damit nicht nur eine Pseudodemokratie praktiziert wird. Geändert von warlock65 (09-02-2010 um 11:58 Uhr). |
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#54
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| @warlock65 Thema Demokratie: Es hat nichts mit Demokratie zu tun, wenn ein mächtiger Verband Druckmittel gegen Kleinere einsetzt. So etwas nennt man Politik und ja ein guter Demokrat macht da mit. Wir haben ja auch sonst nichts zu tun, als uns in irgendwelchen Sitzungen auf den Krieg der Köpfe vorzubereiten. Leider gibt es Methoden sich der Macht des Staates zu versichern. Mal sehen wie sich in Zukunft die Materie entwickelt, vielleicht darf sich in der Zukunft niemand mehr Karateka nennen der nicht im DKV „organisiert“ ist. Thema Verbot: Da der DKV olympisch werden will, kann man in der Regel nichts gegen das Verbot für „Athleten“ an der Teilnahme von Turnieren anderer Organisationen sagen. Solange die Aussage des DKV stimmt, dass dies eine Voraussetzung für Olympia ist. Was mich aber wirklich verstimmt ist das Verbot sportlicher Beziehungen zu fremden Verbänden. Dies hat nichts mit meinem Verständnis der Demokratie zu tun. |
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#55
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| Mir tut sich gerade eine Frage auf. Denn wenn es hier schon um angegriffene Rechte seites des Grundgesetztes geht, fällt das dann nicht unter Strafrecht? (bin leider kein Jurist), denn dann kann geklagt werden ohne dass dem Kläger (=Opfer) erstmal Kosten entstehen. |
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#56
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| Die Grund- und Menschenrechte im Grundgesetz garantieren erst einmal die dort niedergelegten Rechte, die die Menschen gegenüber dem Staat haben und die der Staat auch garantieren soll(te). Die Grundrechte entfalten sich als erst einmal in der Beziehung Menschen - Staat. Um jetzt diese Grundrechte auch in der Beziehung Menschen-Menschen zu sichern, gibt es zum Beispiel auch das Strafgesetzbuch. Hier sind die Tatbestände, gegen die jemand verstoßen kann, abschließend niedergelegt - weitere Straftaten können aber auch in anderen Gesetzen geregelt sein. Man kann also jetzt beispielsweise nicht hergehen und sagen: Verband xy beschneidet mich in meiner Handlungsfreiheit gem. Grundgesetz also zeige ich ihn nach dem StGB einfach mal an. Es muß eine fahrlässige oder vorsätzliche Handlung bestehen, die mit Strafen im entsprechenden Gesetz sanktioniert wird. Mal ein schnell gepinselter Versuch von mir. |
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#57
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| Ganz abgesehen davon unterwirft man sich freiwillig gewissen Regelungen weil man einem Verein oder Verband beitritt. Und solche Verträge lassen einen recht großen Gestaltungsspielraum der hier imho nicht überschritten wird. Angreifbar dürften primär die Stellen sein wo das Regelwerk zu sich selbst im Widerspruch steht. Beispielsweise könnte man anzweifeln das es gegen die in der Satzung festgeschriebene Gemeinnützigkeit verstößt wenn man (durch andere Teile der Satzung oder tatsächliches Verhalten) in wirtschaftliche Konkurrenz zu anderen Verbänden tritt. |
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#58
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| Genau diese Einstellung trägt dazu bei, das einige wenige "Politiker" leichtes Spiel haben. Wem eine Sache nicht passt, der muss nun mal aktiv etwas tun, wenn er etwas ändern will. Aber es ist eben einfacher zu motzen und rumzujammern. |
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#59
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| @warlock65 Dann muss ich dir eine geradezu erschreckende Naivität unterstellen. Glaubst du wirklich ohne mitzuspielen an die Hebel der Macht zu kommen? Schade viel mehr wäre ich auf den Sinn meines Einwands an sich eingegangen. Für realen Unterricht über Politik ist hier meiner Meinung nach das falsche Forum. Mir geht es wie vielen anderen, ich gehe einer geregelten Arbeit nach und Karate ist für mich in der Freizeit. Man könnte darüber philosophieren in wieweit Karate auch mein wirken bei der Arbeit bereichert. Aber niemals ob ich mich auf die politisch Eben begebe um meine Freiheit im Karate zu erhalten, dass ist nicht mir Demokratie gemeint. |
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#60
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| Du unterstellst mir hier Naivität, hast aber leider nicht begriffen, was ich angesprochen habe. Es geht mir hier nicht um das Thema Macht oder (Verbands-/Vereins-)Politik, sondern um eine weit verbreitete und sehr bequeme Einstellung. Immer schön andere für sich machen zu lassen und sich selbst bedienen lassen. Aber wehe, es läuft nicht so wie man sich das vorstellt. Statt dann aktiv zu werden, motzt man lieber rum. So geht man immer schön den leichten, bequemen Weg. (Vgl. "Ist Wissen Holschuld oder Bringschuld?" in einem anderen Karate-Forum) Ich habe nichts gegen konstruktive Kritik oder Vorschläge, aber mich nerven diese ständigen Jammerer und Motzkis, die ansonsten nur schlaue Sprüche klopfen. Wenn man mit dem unzufrieden ist, was der Vorstand eines Verbandes/Vereins macht, dann hat man mehrere Möglichkeiten fair damit umzugehen. 1.) Man sucht den Dialog, um die Situation zu verändern. 2.) Man gründet selber einen Verband/Verein, um es besser zu machen. 3.) Man glaubt nichts ändern zu können, dann tritt man eben aus und sucht sich einen anderen Verband/Verein von dem man glaubt, dass dort alles besser ist. 4.) Man glaubt nichts ändern zu können, tritt aus und praktiziert das was einem wichtig ist ohne irgendeinen Verband/Verein. 5.) Man fügt sich, obwohl es einem nicht passt. Man ist eben bequem und wählt das kleinste Übel. Als unfair und feige erachte ich folgendes: 6.) Man fügt sich oder ist sowieso in einem anderen Verband/Verein, aber hintenrum meckert man und jammert über die böse Welt. Ich glaube nicht, dass man zu so einer Haltung durch jahrelanges Karate kommt, da ist wohl grundsätzlich was schiefgelaufen. |
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