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  #1  
Alt 25-07-2003, 12:03
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Kampfkunst: Kisshu fushin - a demon's hand & a saint's heart
 
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Angry DKV Stiloffen <-> Soundkarate: Wie seht ihr das?

Hallo Leute mich würde mal eure Meinung zu etwas interessieren.
(gerne auch von Leuten außerhalb des DKV)

Im DKV wurde neuerdings ja der stilrichtungsoffene "Stil" eingeführt. Das ganze sieht knapp gesagt so aus, dass der Schüler weiterhin seinen Stil trainiert und sich dabei selbst Schwerpunkte setzen kann. Bei Prüfungen läuft das dann so ab:
1 oder 2 Katas aus seiner Stilrichtung und daraus werden dann die Kihon Techniken entnommen. Ab dann hat der Prüfling die Wahl zwischen "Kata Bunkai" oder "Kumite" oder "Selbstverteidigung". Soweit so gut, ich finde dieses System ehrlich gesagt auch sehr sinnvoll.

Doch gleichzeitig kann für Kinder "Sound Karate" praktisch als eigene Stilrichtung für Kinder gelehrt werden. Die Kleinen werden dann stiloffen gemeldet. Der Witz an der Sache: In diesem Sound Karate werden nur Wettkampf Kumite Techniken gelehrt und KEINE Katas mehr! Noch dazu sollen angeblich Turnübungen gemacht werden(Radschlagen etc). Als mir das mein Sensei gestern erläutert hat, konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Das ganze wurde von einem DKV Bundestrainer eingeführt der die Aufgabe hatte, zu untersuchen warum uns die Spanier und Italiener auf internationalen Kumite Tunieren überlegen waren. Und von denen hat er das dann scheinbar kopiert.

So was haltet ihr davon oder gibts vielleicht sogar jemanden hier der mehr über dieses Thema weiß?
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  #2  
Alt 25-07-2003, 13:23
Benutzerbild von Dojokun
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Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
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Ich habe vor einiger Zeit mal geäußert, dass ich dieses Soundkarate gelinde gesagt nicht gut finde.

Und da stehe ich auch heute noch hinter.


Ich sehe bei diesem ganzen Soundkarate und Stilfreies Karate einen Makel:
Die Überwindung des inneren Schweinehundes sowie des Egos werden nicht mehr beachtet.

Fun für Kinder und Wettkampferfolge für die Erwachsenen sind halt wichtiger als Budo.
Das finde ich sehr schade.
Karate geht dadurch den Weg der Versportlichung noch weiter.

Und diese Entwicklung konnten wir bei anderen Kampfsportarten bereits mitverfolgen.


Meine persönliche Meinung zu diesen Trends ist deshalb nicht sonderlich positiv.

Dennoch soll es jeder machen, wenn es ihm Spaß macht...
Ist halt seine Sache.


Oss

Dojokun
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  #3  
Alt 25-07-2003, 14:35
Benutzerbild von Goshinsatori
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Kampfkunst: WingChun, Goshinryu-Kempo
 
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HI,

dazu schließe ich mich Dojokun voll an.
So sehe ich das auch.
Ich würde sogar nocht einen Schritt weitergehen und sagen,
daß mit solchen "Methoden", Karate letztendlich austirbt und nur der Begriff übrigbleibt, jedenfalls in DEM deutschen Verband DKV.
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  #4  
Alt 25-07-2003, 15:29
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Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
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Dieser Vermutung stimme ich zweifelsohne zu!!

Aber es gibt ja auch andere Dojos......


Oss

Dojokun
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  #5  
Alt 25-07-2003, 15:42
Benutzerbild von Goshinsatori
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Kampfkunst: WingChun, Goshinryu-Kempo
 
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Hi,

glücklicherweise.
Die Frage ist nur, wie lange noch......

"KEEP THE FLAME BURNING"
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  #6  
Alt 25-07-2003, 15:53
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Zitat:
"KEEP THE FLAME BURNING"
Hammerfall Fan?
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  #7  
Alt 25-07-2003, 16:10
Benutzerbild von Goshinsatori
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HI,

ja, sehr sogar
Aber immer wieder passender TEXT !"!
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  #8  
Alt 25-07-2003, 16:27
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Beiträge: 607
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Das Ganze ist etwas schwierig, wie z.B. das "stilrichtungsfreie" Karate endgültig funktionieren soll wissen ja die wenigsten selbst höheren Funktionäre, zumal es ja nicht eigentlich Stilrichtungsfrei ist.
Wenn eine Stilrichtung nicht verwässert werden soll, im Sinne des "stille Post" Prinzips, dann sollte in meinen Augen zunächst ein Generalist ausgebildet werden, der das was seinen Stil repräsentiert auch einigermaßen beherrscht einer späteren Spezialisierung soll so etwas ja nicht im Wege stehen.
Darum habe ich mit dieser Idee auch so meine Schwierigkeiten, weil sie dazu verleitet das was einem schwer fällt zu umgehen vor allem in Kombination mit "Soundkarate" erschließt sich mir das Ganze nicht, denn eigentlich ist ja "Soundkarate" ein Stilrichtungsfreies Kinderkarate.
Mein Eindruck ist auch, dass nicht vornehmliches Ziel eine Leistungssportliche Kaderausbildung ist, sondern lediglich ein kindgerechteres Konzept in dem es letztlich darum geht mehr Mitglieder zu akquirieren.
Eine Hauptzielsetzung ist hierbei wohl auch Karate Schulkompatibel zu machen, weil soweit mir bekannt eben nicht Mann gegen Mann gekämpft wird und so die Vorbehalte seitens der Kultusministerien gegen „Schlagsportarten“ umgangen werden.
Im ersten Augenblick finde ich das Schade im zweiten erscheint mir die Konzeption leider sinnvoll, wenn sie nicht nur das standardisiert was viele Vereine längst praktizieren.
Denn angesichts der Unsportlichkeit vieler Kinder heutzutage kommt einer sportlichen Basisausbildung die vor allem auch die koordinativen Fähigkeiten ausbildet eine immer größere Bedeutung zu.
Ebenso scheint ja auch eine allgemeine Konzentrationsschwäche und die Bereitschaft sich über längere Zeiträume mit einer Sache zu beschäftigen immer mehr zurück zu gehen.
So wie ich es verstanden habe soll das Soundkarate die unzweifelhaft notwendigen hohen Wiederholungszahlen des Karate dadurch erreichen dass unbewusst wiederholt wird, also in immer wieder neuem Rahmen die eigentlich gleichen Bewegungen.
Auch das erscheint leider Sinnvoll.
Das könnte eine Basis schaffen, wenn die Begeisterung erst einmal da ist die Jugendlichen hin zu „richtigem“ Karate zu führen, wenn das dann noch geht...?
Vor allem weil dieses Konzept ja wohl bis Klassenstufe 13 vorgesehen ist.
Die grundsätzliche Konzeption einer sehr breiten Basisausbildung und einer späteren Spezialisierung hat sich übrigens mittlerweile im Leistungssportlichen Jugend und Kinderbereich allgemein durchgesetzt, nicht nur beim Karate sondern z.B. auch beim Ski fahren in der Leichtathletik etc. von daher erscheint es sinnvoll.

Die unterstellte Zielsetzung von Vegeto, also eine Ausbildung im Hinblick auf leistungssportliche Wettkampferfolge würde mir dagegen als absolut sinnvoll erscheinen, denn sie denkt Konsequent zuende was in diesen Bereichen längst praktiziert wird.
Viele Kumitewettkampfsportler quälen sich durch die als Zwang auferlegten Kata die sie nur Zeit kosten ebenso wie Kihon (Was hat der im DKV übliche Wettkampf mit den Kampfkonzepten von Wado oder Goju Ryu gemein?). Es ist noch nicht lange her da wurde vor allem von Japanern Kihon als ideale Vorbereitung auf Kumitewettkämpfe propagiert, die Realität strafte diese Annahme lügen.
Dann soll doch ein Leistungssportler nach sinnvollem sportwissenschaftlichem Konzept Sport-Karate machen, den ganzen Ballast von Stilrichtung, Do und Kulturellen Einflüssen kann er über Bord werfen und sich auf das eigentliche konzentrieren, das wäre zumindest ehrlicher.
Ein sehr gutes und unter diesem Gesichtspunkt auch vollkommen richtiges Buch dazu „Modernes Sportkarate“ von Rudolf Jakhel.
Die darin beschriebenen Trainingsansätze werden im Wettkampfsport ja auch schon vielfach angewandt den Ballast wegzulassen wäre dann nur logisch.
Im übrigen spräche ja auch nichts dagegen sich auch später noch „richtigem“ Karate zuzuwenden, mit idealen körperlichen Voraussetzungen und der sicherlich größeren Fähigkeit einen inneren Schweinehund zu überwinden als mancher KarateDo praktizierende, schlicht die Bereitschaft und Fähigkeit zu „harter Arbeit“ an sich selbst, das ist ja schon fast Do.
Ich fände es konsequent.

Es gibt auch jetzt schon im DKV als einem Großverband Dojo unterschiedlichster Ausrichtung, warum also nicht, jeder nach seiner Fasson.
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku
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  #9  
Alt 25-07-2003, 16:32
Benutzerbild von Dojokun
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Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
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Beiträge: 3.298
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Keinerlei Wertung:
Es wird deutlich, wie weit unterschiedliche Karate-Auffassungen auseinanderdriften.


Oss

Dojokun
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  #10  
Alt 25-07-2003, 17:20
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Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 16.10.2001
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Die Menschen verstehen es nicht und werden es nicht verstehen. Es gibt nur einen Weg. Man kann nicht einen neuen erfinden oder faule Kompromisse schließen. Dies alles sorgt dafür, dass der ursprüngliche Do völlig verfälscht und damit vernichtet wird. Sollte diese Entwicklung so weiter gehen, dass es nur noch Leistungsorientierung oder Neuentwicklung von Dingen gibt, die kein Mensch braucht, dann wird bald etwas wunderbares allmählich und unbemerkt verschwinden.
Wer Sport sucht soll gefälligst in einen Sportverein gehen, aber das Karate wird sonst schlichtweg vernichtet. Und das sträfliche ist, dass die die behaupten wirkliches Karate zu betreiben es nicht tun und Menschen unterrichten die dann auch nichts anderes mehr kennen.
Somit wird eine Grundidee, die uns Menschen eigentlich in Harmonie bringen sollte durch Sport & Spaß Gedanken völlig vernichtet. So etwas wie Soundkarate ist eine Ausgeburt der Kommerzialisierung eine völlige Lächerlichmachung des Weges. Wenn nicht gar, um drastisch zu sagen, ein Verbrechen am Karate.
Sicher werde ich jetzt einen Aufschrei hören, dass dem nicht so sei. Aber das zeigt mir nur wieder, dass sie es nicht mehr besser wissen können. Es ist traurig um den Weg. Aber ich weiß, dass die die nach ihm Suchen ihn auch finden werden. Ich habe ihn schließlich auch gefunden, weil ich ahnte, dass meine Entwicklung im großen Verband nicht vorangekommen wäre.
Jeder bekommt das, was er sucht.

Einen freundlichen Gruss

Julian
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  #11  
Alt 25-07-2003, 17:21
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Zitat:
Es wird deutlich, wie weit unterschiedliche Karate-Auffassungen auseinanderdriften.
Hm, ich hab doch garnichts über meine Karateauffassung geschrieben..?
Nur wer bin ich anderen Vorzuschreiben was sie wie zu machen haben, es sei denn sie kommen freiwillig zu mir, dann sieht das schon ganz anders aus..!
Ich glaube einfach, daß es ehrlicher wäre, denn der Wunsch von so manchem mag eine große Karatedo Gemeinde sein, die Realität sieht aber ganz anders aus warum dieser, für die die es wollen nicht Rechnung tragen?
Es sind die politischen Realitäten, ein Verein und mehr noch ein Verband hat soziale Aufgaben je besser er diesen Gerecht wird und je größer die Mitgliederzahl desto größer der Einfluss.
Ein sozialelitärer Habitus als kleine Elite von echten Karateka passt dazu nicht.
Es sind sportliche Realitäten, wird Karate jemals Olympisch werden wir an der Spitze nur noch Spezialisten sehen. Daraus folgend natürlich im Hinblick auf die Fördergelder wirtschaftliche Interessen.
Und es ist die schlichte Realität des Mitgliederquerschnitts, wer von diesen macht den KarateDo?

Hier nun zu sagen der und der macht Sportkarate und eben nicht Shotokan, Wado Ryu etc. gibt dem Ganzen eigentlich nur das Etikett das es Heute schon verdient hätte.
Ich sehe darin eigentlich auch keine Gefahr wie auch das Kontaktkarate oder das Kickboxen die ja auch maßgeblich aus demkaratre hervorgegangen sind dem Karate nicht geschadet hat.
Leute die aus Zwang bestimmte teile des Karate mitschleppen sind in meinen Augen der größere Schaden.
Wie gesagt es ist konsequent und ehrlich, wenn man es unter dem richtigen Etikett verkauft, will man natürlich aus allemdas Beste...?
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku
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  #12  
Alt 25-07-2003, 18:46
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Warum legt Ihr es nicht mit dem ersten Thread zusammen Verkommt das traditionelle Karate??

Nur ne Frage
Mike
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  #13  
Alt 25-07-2003, 21:14
Benutzerbild von Vegeto
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Oh sorry hab nicht daran gedacht das es da schon einen Thread drüber gegeben hat...

Ich hab da jetzt nicht alles gelesen aber man sollte schon anmerken das Soundkarate und Tae Bo /Kara T Robics auch einige Unterschiede haben...

Aber wie Jibaku schon sagte ich bin aber sowieso mal gespannt wie die das Soundkarate mit der eigentlichen stiloffenen Stilrichtung unter einen Hut bringen wollen. Denn den stiloffenen Kids enthält man die Katas vor und bei den stiloffenen Erwachsenen basiert alles auf Kata

Was ich jetzt nicht bei jedem direkt herauslesen konnte habt ihr Abneigungen nur gegen das Soundkarate oder komplett gegen Stiloffen?
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  #14  
Alt 26-07-2003, 10:07
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Hallo Vegeto,

solange mir niemand etwas vorschreibt, stehe ich den meisten Entwicklungen eher Neutral gegenüber, ich oder besser wir können entscheiden was uns nützt.
Obwohl ich im DKV bin, stand noch nie jemand bei uns im Dojo und hat gesagt: Kihon stopp, Makiwara in die Ecke, Musik an und Purzelbäume schlagen!

Würde ich dennoch eine Bewertung abgeben sollen, lautete sie etwa wie folgt:

Ich sehe das stiloffene Karate sehr kritisch, weil es nicht eigentlich stiloffen ist und darum suggeriert Shotokan zu machen, da sehe ich eine Gefahr der Verwässerung!

Soundkarate stehe ich ambivalent gegenüber, es erscheint mir ideal auf die Bedürfnisse zugeschnitten zu sein (Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, Schulkarate) ich habe aber meine Zweifel ob man einen zwanzig Jährigen der schon Jahre lang so trainiert hat noch in eigentliches Karate zu integrieren.
Für Kindergruppen finde ich es teilweise ganz vernünftig, die Anwesenheit von Musik muß nicht deckungsgleich mit der Abwesenheit von Do sein.

Eine Entwicklung hin zu einer Art Sportkarate würde ich begrüßen weil es Konsequent und ehrlich wäre.
Vor einigen Jahren habe ich mal in einer dieser Bahnhofkioskkampfkunstzeitschriften eine "Trainingsvorstellung" von verschiedenen Kampfsporlern gelesen unter anderem ein recht erfolgreicher französischer (Shotokan)Wettkampfkarateka.
Auf die Frage was er für seine Schlagkraft tun würde sagte er: "Nichts! Das brauche ich nicht für meine wettkampfform, es kommt lediglich auf die Schnelligkeit an"
Der Mann war zweifelsohne ein hervorragender Sportler, ich stehe auch dem Wettkampf nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, halte ihn sogar vielmehr für eine (EINE) sehr gute Trainingsform, nur was hat das noch mit Shotokan zu tun?
Kein Kime, kein Makiwara, kein schärefen der Körperwaffen!
Warum das Ganze nicht als das bezeichnen was es ist? Geht die Entwicklung zum Leistungssport weiter wird dort kein Generalist mehr mithalten können, dann sollen die Spezialisten auch speziell trainieren und es wird kein Etikettenschwindel mehr betrieben!
Im übrigen würde ja auch weiter eine Durchlässigkeit zwischen den Systemen bestehen im Hinblick auf "Karate für ein ganzes Leben"
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku

Geändert von Jibaku (26-07-2003 um 10:12 Uhr).
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  #15  
Alt 27-07-2003, 11:02
Benutzerbild von Dojokun
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@ Julian: Ah jo, meine volle Zustimmung!!!

@ Mike: In dem damaligen Thread wurden meiner Meinung nach die Grenzen überschritten.
Deshalb ist er geclosed und sollte es auch bleiben.
Hier geht die Diskussion einen besseren Weg!

@ All
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass durch die Entwicklung des Karate zur olympischen Disziplin (also durch die teilweise extreme Versportlichung, was auch Jibaku deutlich gemacht hat), dass Kickboxen neu erfunden wird...
Warum dann nicht zum Kickboxen gehen, und das Karate als Kampfkunst existieren lassen?
Ganz einfach: Weil viele Mitglieder viel Geld bringen, während wenige Mitglieder nur wenig Geld bringen....



Oss

Dojokun
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