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  #1  
Alt 28-11-2011, 14:53
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 15.02.2010
Alter: 16
Beiträge: 485
Standard Entstehung des Karate-Do

Hallo Leute, ich glücklicher schreibe über dieses Thema eine Facharbeit und habe mir gedacht, dass man hier doch mal eine kleine Diskussion entfachen könnte.

a) weil mir das ungemein Hilft, weil hier manch einer sehr viel weiß

b) weil da ja auch verschiedene Meinungen zu existieren

Hoffe auf viel Spass und haut euch nicht

Wie kam das Karate nach Japan (Funakoshis und Mabunis verdienst ? Wer war noch beteiligt)
Wer hat es nach Okinawa gebracht ?
Was waren ausser dem Kranich-Stil einflüsse für die Okinawa-Hand ?
Achja; Welcher Stil ist der beste ?





AUF DIE LETZTE FRAGE WILL ICH KEINE ANTWORT
(Kindersicherung)

Geändert von Haishu (28-11-2011 um 15:18 Uhr).
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  #2  
Alt 28-11-2011, 15:20
Benutzerbild von SKA-Student
Moderator
Kampfkunst: Ohshima Shotokan (FA) & BJJ (BA)
 
Registrierungsdatum: 05.11.2007
Ort: Hier
Alter: 39
Beiträge: 2.002
Standard

Für eine "Facharbeit" solltest du hier nicht nach Meinungen fragen, sondern besser nach Literaturempfehlungen.
__________________
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  #3  
Alt 28-11-2011, 17:33
Benutzerbild von Doc Norris
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Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 25.07.2011
Ort: "Fast" am "Weißwurstäquator"
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Standard

Zitat:
Zitat von SKA-Student Beitrag anzeigen
Für eine "Facharbeit" solltest du hier nicht nach Meinungen fragen, sondern besser nach Literaturempfehlungen.
jo, das bubishi von habersetzer z.B..sin ne menge infos drinnen, doch leider fehlen auch hier eindeutige beweise...
__________________
"Die Zahl der Feinde ist um ein lächerliches Dreifaches größer."
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  #5  
Alt 29-11-2011, 09:58
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 19.08.2007
Beiträge: 91
Standard

Hallo,

in eine ähnliche Richtung (Arbeit für die Schule) ging es vor einiger Zeit in diesem Thema, das Du mal als Ausgangspunkt lesen solltest:

Einloggen

Da Du auf Quellen verweisen mußt, würde ich Dir empfehlen, „ordentliche“ Quellen zu nutzen und keine Internetblog-Einträge. Denn meist wird in denen nur aufgewärmt, was in (englisch- oder deutschsprachigen) Werken so zusammengeschrieben und leider häufig auch zusammengedichtet wurde.

Kurz gefaßt, solltest Du bei folgenden Punkten hellhörig werden:

(1) „Karate“ stammt aus dem Shaolin-Kloster und/oder von Bodhidharma (jap.: Daruma) und/oder von Mönchen

(2) „Karate“ ist das Ergebnis eines oder mehrerer Waffenverbote(s)

(3) „Karate“ wurde von Bauern erfunden, die im „Widerstand“ tätig waren

(4) „Karate“ wurde aus einem uralten chinesischen Gesundheitssystem („Spiel der 5 Tiere“, Ch’i-Kung/Qi-Gong) entwickelt

(5) Als „Karate“ nach Ryūkyū kam, verlor es an Inhalt und wurde qualitativ minderwertiger. Als „Karate“ nach Japan kam, verlor es an Inhalt und wurde qualitativ minderwertiger.

(6) „Karate“ stammt vom „Kranich-Boxen“ aus Fukien

All diese Punkte sind historische Fehlannahmen (oder im Falle von Punkt 5 und 6 gröbste und nicht haltbare Verallgemeinerungen), die auf Grund von frei erfundenen Legenden und Märchen oder verzerrenden Werbebotschaften sowie durch schlechte Quellenkenntnis aufkamen und von „Experten“ wieder und wieder neu aufgelegt wurden.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt!

Grüße,

Henning Wittwer

Geändert von Gibukai (29-11-2011 um 10:01 Uhr).
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  #6  
Alt 29-11-2011, 12:33
Benutzerbild von Holzkeule
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Kampfkunst: U - Karate
 
Registrierungsdatum: 20.08.2003
Beiträge: 867
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Was mich da als Nichthistoriker mal interessieren würde.
Wie kann man denn sichergehen daß bestimmte Quellen nicht auf Mythen beruhen oder überinterpretiert werden .
Militärklassiker ( Buch ? ) kenn ich zugegebenernmaßen dem Namen nach nur einen aber gerade bei dem was der eigene Lehrer einem erzählt wird doch sicher manches mit der Zeit und über die Generationen auch etwas verfärbt oder nicht ?
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Wenn man nichts schreiben will schreibt man nichts und schreibt nicht daß man nichts schreiben will.

Geändert von Holzkeule (29-11-2011 um 12:36 Uhr).
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  #7  
Alt 29-11-2011, 13:09
Benutzerbild von kanken
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Kampfkunst: Karate
 
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Zitat:
Zitat von Holzkeule Beitrag anzeigen
Was mich da als Nichthistoriker mal interessieren würde.
Wie kann man denn sichergehen daß bestimmte Quellen nicht auf Mythen beruhen oder überinterpretiert werden .
Militärklassiker ( Buch ? ) kenn ich zugegebenernmaßen dem Namen nach nur einen aber gerade bei dem was der eigene Lehrer einem erzählt wird doch sicher manches mit der Zeit und über die Generationen auch etwas verfärbt oder nicht ?
Nicht speziell für das Karate, aber für die chinesischen KK kann man die Dissertation von Kai Filipiak sehr empfehlen. Militärische Geschichte, Verbindungen zum Qigong/TCM, Waffen, Geheimgesellschadften etc.. Alles wissenschaftlich belegt mit vielen Primärquellenanalysen.

Die chinesische Kampfkunst, Spiegel und Element traditioneller chinesischer Kultur: Amazon.de: Kai Filipiak: Bücher

Hier mehr Infos zum Autor:

PD Dr. Kai Filipiak Ostasiatisches Institut Sinologie der Universität Leipzig

Zum Karate hast du als einzige seriösen Quellen Heiko Bittmans Buch, beruhend auf seiner Dissertation:

Verlag Heiko Bittmann :: Heiko Bittmann: Karatedo - Meister der vier großen Schulrichtungen und ihre Lehre

und das Buch von Gibukai:

GIBUKAI Aktuelles Buch

zwar keine Diss. aber dennoch wissenschaftlich sauber.


Alles andere (im Bereich der deutschen Literatur) sind zusammengetragene Erzählungen, teils frech geklaute Übersetzungen englischer Bücher von mehr oder weniger seriösen Autoren.

Im englischsprachigen Bereich sind für den Karatebereich mit Sicherheit die Bücher von McCarthy, Bishop aber auch Hokama zu nennen.

Für die chinesischen KK soll das Buch von Maik Albrecht:

Wu - Ein Deutscher bei den Meistern in China: Amazon.de: Maik Albrecht, Frank Rudolph: Bücher

auch noch gut sein, da der Autor wohl auch Sinologe ist.

Das Buch steht jedoch noch bei mir zu Hause rum, habe es nich nicht geschafft es zu lesen.

Es ist halt schwer im Karatebereich an gute Primärquellen zu kommen, da es da vor 1900 kaum welche gibt und dann muss man sich halt auch mal angucken, wie man diese Quellen in den historischen Kontext packen muss. Was bleibt sind die Überlieferungen der Lehrer nach 1900, entweder schriftlich oder auch mündlich. Da sieht man dann die Bandbreite dessen, was später so alles "Karate" genannt wurde, ein Schmelztigel vieler Einflüsse, aber das hatten wir ja schon an anderer Stelle.

Grüße

Kanken
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Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch.

Geändert von kanken (29-11-2011 um 13:18 Uhr).
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  #8  
Alt 29-11-2011, 13:43
Benutzerbild von Holzkeule
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Kampfkunst: U - Karate
 
Registrierungsdatum: 20.08.2003
Beiträge: 867
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Hallo , danke für die Buchempfehlungen.

Hatte mal den Gibukai in den " News " gefragt , dachte da dann auch erstmal an Sachen vor dem 19 Jhdt.. Wobei ich mir das bei der Gesamtweltgeschichte auch manchmal frage woher die das so genau wissen.

Beim Kranich und Qi scheint es hier ja auch 2 divergierende Auffassungen zu geben ( meine jetzt mal außen vor ).

Zum Schmelztiegel kurz noch : sicherlich macht im Uechi der eine mal dies oder das nebenbei aber das Curriculum ( inclusive Kindergarten ) ist jedenfalls seit ca 60 , 70 Jahren immer das Gleiche. Und Kanbuns Sohn wird auch nicht viel
Anderes gemacht haben als sein Vater.

Gruß
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  #9  
Alt 29-11-2011, 18:52
Benutzerbild von kanken
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Zitat:
Zitat von Holzkeule Beitrag anzeigen
Zum Schmelztiegel kurz noch : sicherlich macht im Uechi der eine mal dies oder das nebenbei aber das Curriculum ( inclusive Kindergarten ) ist jedenfalls seit ca 60 , 70 Jahren immer das Gleiche. Und Kanbuns Sohn wird auch nicht viel
Anderes gemacht haben als sein Vater.
Stimmt, nach 1900 bezogen sich viele auf Itosu/Higashionna/Azato etc. und haben versucht genau deren Lehre weiterzugeben, allerdings war es damals halt auch üblich bei verschiedenen Lehrern zu lernen und das Gelernte zu kombinieren. Dieses starre "Stildenken" hat sich erst später aus den unterschiedlichsten Gründen entwickelt und ich behaupte jetzt mal ganz frech, ohne Beweise zu haben, dass da auch wohl viel Ego, Politik und Geld eine Rolle spielte.

Ich persönliche finde es sehr viel interessanter Gemeinsamkeiten zu suchen, als auf Unterschiede zu verweisen, auch wenn sich meine Posts oft nicht danach anhören.

Grüße

Kanken
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  #10  
Alt 30-11-2011, 02:01
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Ich persönliche finde es sehr viel interessanter Gemeinsamkeiten zu suchen, als auf Unterschiede zu verweisen

Grüße

Kanken
Das kommt mir jetzt aber schon bekannt vor ;-)
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  #11  
Alt 30-11-2011, 10:16
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Karate-Do
 
Registrierungsdatum: 15.02.2010
Alter: 16
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Eben. Darum geht es mir auch.
Ich will darauf verweisen, dass das Karate, obwohl es in soviele Stilrichtungen aufgespalten ist im Grunde immernoch ein Karate ist, nur mit anderen Schwerpunkten.
Das zu beweisen könnte jedoch schwierig werden, vorallem im Bezug auf Philosophie...

Danke für die Buchempfehlung.
Bubishi sowie Koshiki-Kata von R.Habersetzer hatte ich bereits. Desweiteren wollte ich auf das Mabuni Buch "Weg der leeren Hand" vertrauen, bin mir nur nicht sicher ob seine mündlichen Aussagen wissenschaftlich genug sind.
Obwohl er ja das meiste miterlebt hat.

Was haltet ihr von "Weg der leeren Hand" als Quelle ?
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  #12  
Alt 30-11-2011, 12:43
Benutzerbild von Shugyo
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Kampfkunst: Xingyiquan
 
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Zitat:
Zitat von Haishu Beitrag anzeigen
Bubishi sowie Koshiki-Kata von R.Habersetzer hatte ich bereits. Desweiteren wollte ich auf das Mabuni Buch "Weg der leeren Hand" vertrauen, bin mir nur nicht sicher ob seine mündlichen Aussagen wissenschaftlich genug sind.
Obwohl er ja das meiste miterlebt hat.

Was haltet ihr von "Weg der leeren Hand" als Quelle ?
Hallo,

Habersetzer schreibt in "Koshiki-Kata" auch das ganze Zeug von der "Bauernkampfkunst", dem Waffenverbot, den chinesischen Qigong-Ursprüngen der Kata, etc... Also das ganze Programm, das Gibukai angesprochen hat.
Mein Tip: Besorg dir das Buch von Gibukai.

Grüße
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  #13  
Alt 30-11-2011, 12:49
Benutzerbild von Holzkeule
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Stimmt, nach 1900 bezogen sich viele auf Itosu/Higashionna/Azato etc.
Nun , wir haben mit diesen 3 Leuten so gut wie gar nichts zu tun.
Das ist unser Gott ( ) : Shushiwa

Der war zugegebenermaßen ein Mixed Martial Art Kämpfer. Aber ob man das zu Regel machen kann daß alle bei mehreren Meistern gelernt haben ? War ja vielleicht auch nicht ganz billig und manche Schulen hatten doch sicher auch kleine Zwistigkeiten.

Auch wenn ich mehr gegenseitigen Respekt einforder ,( kann ja schließlich jeder machen was er will und nicht jeder Trainer/Lehrer vom FSV Hintertupfing muß gleich ein kleiner Miyagi sein ) kann ich mit dem Satz - alles ist ein Karate - wenig anfangen.

Unser Karate hat keinen Waffenkampf , kein Kakie , keine Hebel ( jedenfalls nicht in der Art und Anzahl das ich es extra benennen müßte ) und keinen Bodenkampf ( jedenfalls nicht das was ich darunter verstehe ) von daher irritieren mich diese verallgemeinernden Aussagen immer etwas.
Und warum schimpfen immer alle auf das Kihon wenns dann doch jeder tut machen ( lassen ) ?
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Geändert von Holzkeule (30-11-2011 um 13:02 Uhr).
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  #14  
Alt 30-11-2011, 12:52
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Neben der genannten Literatur kann ich besonders empfehlen:

BSK, Werner Lind, Okinawa Karate und Klassisches Karate Do.
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  #15  
Alt 30-11-2011, 13:03
Benutzerbild von Ichigeki
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Blog-Einträge: 5
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Funakoshis Karate-do: Mein Weg könnte dir auch helfen. Die Ursprünge aufzudecken ist schwerer als man auf den ersten Blick meinen mag.


Viel Erfolg bei deiner Facharbeit.
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