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  #1  
Alt 17-10-2007, 12:24
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Kampfkunst: Shotokan-Karate
 
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Alter: 31
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Standard Fragen vom Anfänger!

Hallo, ich bin ein absoluter Neuling, d.h. ich habe keinerlei Kampfsporterfahrung in irgendeiner Richtung, bin jetzt 30 Jahre alt und habe jetzt mit Shotokan-Karate begonnen. Hatte bisher vier Unterrichtsstunden. Ich schrieb das jetzt nur als Info damit man mich besser versteht und weiß ich habe keinerlei Erfahrung. Ich habe mit Karate angefangen weil mich die Philosophie interessiert, ich eben nen Sport zum ausgleich gesucht habe, ich ziemlich ungelenkig bin, was sich dadurch hoffentlich verbessert und durch die Arbeit öffters mal Probleme mit dem Rücken sprich Muskelverhärtungen bekomme. Mir macht es bisher viel Spaß! Natürlich entschied ich mich auch für Karate um das Käpfen zu lernen, hoffe aber das wird jetzt nicht falsch verstanden. Meine letzte Schlägerei war irgendwann mal in der Schule also sehr lange her, muß aber gestehen daß ich doch schon drei vier Mal in ner Situation war wo es brenzlig wurde und es nur knapp verhindern konnte, habe zwar keine Angst davor mich zu prügeln, denke schon das ich wenn es jetzt zu ner Schlägerrei mit nem normalen Typen kommt mich auch irgendwie zur Wehr setzen könnte, aber ich bevorzuge es doch eher Probleme anders zu lösen. Will damit sagen ich mach das nicht weil ich agressiv bin aber würde schon gut kämpfen können, man weiß ja nie!

Hab mir jetzt schon vieles hier durchgelesen und frage mich langsam ob ich überhaupt im richtigen Verein bin und was das Shotokan-Karate bringt? Also ich trainiere jetzt einmal die Woche in nem Dojo, ist als Anfänger nicht öffters möglich, als fortgeschrittener kann man dann drei Mal die Woche trainieren, es wird ohne Sandsack, Makiwara oder sonst was trainiert. Mein jetziger Trainer ist 1.Dan, macht aber nen sehr seriösen Eindruck, hat ne Lehrerlizenz und ist im Jahr auf mehrern Seminaren, der trainer der Fortgeschrittenen ist ein 6.Dan und ist mehrfacher JKA Shotokan-Cup Sieger und war Mitglied im Nationalteam und hat ne Trainerlizenz in Japan erworben. Kenne Ihn noch nicht persönlich denke aber man wird von Ihm einiges lernen können.

Ich trainiere jeden Tag noch Abends zu Hause, eben kleinere Sachen und nichts übertrieben und mein Trainer sagte mir bisher nach jedem Training das ich mich wieder sehr verbessert hätte.

Um es klar zu stellen, mir ist es egal wenn man erstmal vier Jahre jetzt als Bsp. trainieren muß um überhaupt mal ein bisschen in der Lage zu sein es nutzbringend auch im reelen Leben einsetzen zu können, aber mein Ziel ist es wirklich jeden Tag zu üben und wirklich was zu lernen und auch zu können. Bin ich damit schon zu alt um Karate wirklich gut beherschen zu können?

Hab natürlich auch gelesen Shotokan sei nicht SV geeignet wegen keinen Körperkontakt und so, und wegen Training am Makiwara. Hab aber auch gelesen das eben im Shotokan dafür die Techniken sehr stark geschult werden und das ist doch auch wichtig? Könnte man dann nicht im Laufe der Jahre mit Shotokan und Heimtraining sprich eben dort mit Hilfsgeräten üben, klar für mich kein Thema zur Zeit, nicht auch gut in der Lage sein sich Verteidigen zu können? Verteidigen heißt ja nicht dem Gegner mit einem Schlag den Kopf von den Schultern zu reißen!!! Ich will nichts schön oder schlecht Reden aber mich stellt sich eben die Frage ob es langfristig sich lohnt sich auf Shodokan festzulegen oder ob es wirklich nur noch Tanzen ist. Mir geht es dabei nicht darum was die beste KK ist, sondern eher darum ob man sich damit auch Verteidigen kann wenn man müßte, wenn man wirklich Trainiert und nicht nur dort vorbeischaut und sich weiter damit nicht beschäftigt! Sagen wir es mal so mich hat das Forum hier mit seinen Beiträgen etwas nachdenklich gemacht! Mich würde z.B. ein Karate interessieren wo man sowas das geistliche als eben auch den Kampf lernt und eben Gymnastik, geht mir ja auch um meinen Körper! Klar könnt ihr jetzt schreiben geh doch in nen Turnverein aber Karate interssiert mich eben mehr als jetzt Gymnastk alleine.
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  #2  
Alt 17-10-2007, 12:52
Benutzerbild von FireFlea
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Kampfkunst: Seidō Karate, über den Tellerrand
 
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Mit Shotokan kann man sich bei entsprechendem Training auch verteidigen. Es finden sich doch bestimmt Leute im Verein die etwas Sparring machen. Bei uns macht man aber nach 4 Stunden auch noch kein Sparring; da wird man langsam rangeführt also keine Panik.

Wenn Du das Gefühl hast der Trainer ist seriös und wenn es menschlich im Verein stimmt, bleib dabei!
__________________
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  #3  
Alt 17-10-2007, 12:55
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Kampfkunst: Keine
 
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Hi,
nur ganz kurz und knapp, schreibe später gerne noch mal ausführlicher.

1.)
Wie gut du dich verteidigen kannst hängt gerade für Anfänger massiv vom Trainer ab. Wie viel Kampf ihr übt, wieviel Pratzen und Pads ihr nutzt. Ob ihr fast "nur" in Anführungsstrichen Kihon und Kata übt usw. usw...

2.)
Wie gut du dich mit Shotokan Karate verteidigen kannst hängt von dir ab! Wie viel du übst, wie deine Einstellung zum training ist usw usw.
Wichtig ist dabei aber, dass man nicht zuviel auf einmal will. Passiert Anfängern oft, dass sie einen Schritt nach vorne gehen um zwei Schritte nach hinten zu gehen. Kein Übertraining, nicht frustriert sein, wenn nach einem Monat noch gegen Schwarzgurte verlierst usw. usw. Ist klar was ich meine

3.)
Ich an deiner Stelle würde nicht das System anzweifeln, sonder in erster Linie dich und dann den Trainer. (Wenn es zu Problemfragen kommt meine ich)
Shotokan wird oft belächelt, ist aber im Prinzip sehr mit Leichtkontakt Kickboxen zu vergleichen, auch wenn es da noch Unterschiede gibt.
Über Kickboxen lästert keiner, über Shotokan viele. Was ich damit sagen will:
Höre nicht auf den Quatsch den du in vielen Threads hier findest, in denen Shotokan zu sehr belächelt wird!

Im Gegenteil!
Shotokan Karate ist Quasi eine Kick Box Ausbildung, bei der du aber noch Philosophie, Tradiotion und Werte vermittelt bekommst, wenn nen fähigen Trainer hast.
Sieh es so, dass Shotokan deine Form von kickboxen ist, bei der du aber mehr und viel saubere Techniken gelernt bekommst!

Was ich damit sagen will ist, dass du und dein Sensei zu 99% verantwortlich sind, für das was du trainierst.

Der härteste Vollkontakt Militär Nahkampf Krieg Dings Bums Stil ist bringt auch nichts, wenn man ne schlechte Trainingseinstellung hat oder nen absolut schlechten trainer.

Hoffe ich konnte dir damit etwas helfen.

Grüsse,
Dubois
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  #4  
Alt 17-10-2007, 13:04
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Ich würde mir an deiner Stelle eventuell einen Sandsack zulegen um auch zu lernen gegen einen Widerstand zu schlagen, dies wird im Shotokan leider oft vernachlässigt. (Kannst du aber selber relativ einfach kompensieren)

Sonst sicher eine gute Wahl
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  #5  
Alt 17-10-2007, 13:07
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Wie gesgat, Trainerabhängig.
Es gibt auch einige Shotokan Dojos, da kann man auf Pratzen und Pads einschlagen.

Aber natürlich ist ein Sandsack eine gute Ergänzung. Würde ich auch empfehlen.
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  #6  
Alt 17-10-2007, 13:08
Benutzerbild von Vegeto
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Nicht so viel denken! Einfach machen.

Es gefällt dir, es interessiert dich, du willst Tradition und Philosophie. Also bleib dabei.

Shotokan ist einer der direkten Vorläufer des Kyokushin und dessen Ableger. Das sind die härtesten Karatestile die man so kennt. Ich lehne mich sogar mal recht weit aus dem Fenster und behaupte Shotokan ist die Leichtkontaktversion des Kyokushin. Bzw umgekehrt ist Kyokushin Vollkontakt Shotokan. *duck und weg*

Wie gut du damit in einer SV Situation klar kommst kommt auf dich und die Trainingsweise an. Als Breitensportler ist man halt keine StreetFigher. Und das trifft halt auf viele Karatekas zu. Aber was spricht dagegen Shotokan zu machen und nebenher andere Sachen kennenzulernen wie z.B Krav Maga oder MMA? Zum Thema SV gibts hier ein Riesen-Albtraum Thread

Von heute auf morgen geht natürlich garnichts. Und Eigeninitiative muss auch sein. Also runter mit den Scheuklappen und weg von der Couch.
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  #7  
Alt 17-10-2007, 13:14
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Zitat:
Zitat von Vegeto Beitrag anzeigen
Shotokan ist die Leichtkontaktversion des Kyokushin. Bzw umgekehrt ist Kyokushin Vollkontakt Shotokan.
Argghh....

Ansonsten stimme ich deinem Post zu, aber hier... arghhh.... *Kopfschüttel*
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  #8  
Alt 17-10-2007, 13:51
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Hey, meiner Meinung nach bist du bei Shotokan goldrichtig

Aber wenn du dich fragst, ob dir Shotokan denn auch für die Selbstverteidigung helfen kann, schau dir doch einfach mal euer Fortgeschrittenentraining an. Da wird sicherlich auch viel Randori gemacht und dann kannst du dir ja mal überlegen, ob du gegen die Leute gerne ohne Regeln kämpfen würdest *gg*
__________________

"ich versteh zwar kein wort, aber gut hört sich klingen tut es." - homosapien
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  #9  
Alt 17-10-2007, 13:55
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Kampfkunst: Shotokan-Karate
 
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Erstmal Danke für die netten Antworten,

in erster Linie hab ich ja nicht wegen Sv damit angefangen, aber ich denk wenn man schon mit ner KK oder KS anfängt und man ja das Kämpfen lernt dann sollte man es auch nutzen können wenn man es nicht vehindern kann, was aber bisher immer klappte. Entwerder zum Glück für meine Gesundheit oder zum Glück für meinem Geldbeutel je nachdem wie es ausgegangen wäre!

Was ich damit meine ist eben das ich hauptsächlich an dem Traditionellen Interssiert bin aber eben an dem Stil welcher auch praktisch hilfreich ist. Ich beschäftige mich jetzt seit einem Monat mit Karate und so wie ich es verstanden habe ist es nicht mehr so wie es mal vor 50 Jahren war, eben aus Gründen weil es ein Sport werden sollte und deshalb vereinfacht worden ist und eben auch aus anderen Gründen. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen daß es durchaus auch was damit zu tun hat, daß man erst später wirkungsvolle Sachen lernt wenn der Lehrer den Charakter des Schülers kennt und keinen Schläger ausbilden will.

In Funakoshis Buch habe ich gelesen das er selber schreibt daß er sich von Shotokan mehr oder weniger distanziert und er der Meinung ist, es gibt nicht unterschiedliche Karate sondern eines und alle Stilrichtungen vereint. Ich denke persönlich das dies richtig ist, es zwar verschiedene Arten gibt aber keine perfekt oder schlecht ist! Aber ich bin eben Anfänger und habe keine Ahnung!

Was das Training betrifft, also bei uns ist der Anfängerkurs auch der Basickurs wo die Grade bis zum Braungurt bisher gingen, und sind im Schnitt zu viert im Training, immer wieder andere, mal der mal der da, vom sagen hörte ich sind meistens zwischen drei und sechs immer im Unterricht. Letzte Stunde war einer das erste Mal da und wollte wissen wie das mit Bretter schlagen und so ist. Mein Trainer meinte dann, das gibts hier nicht, wir schlagen nicht gegen Bretter denn die haben die Angewohnheit nicht zurück zu schlagen, dann fragte er wie es mit Kämpfen aussieht, da antwortete mein Trainer, na dann such dir doch mal einen von denen aus gegen den du Kämpfen möchtest. Er wollte keinen *g* Was haltet ihr von solcher Aussage, also ich persönlich fand sie schon Sinnvoll.

Was das Training selber betrifft, erstmal aufwären, laufen und darin verschiedene Übungen, dann dehnen, immer mal was anderes, dann Kihon, dann ganz leichtes Kumite also ohne Körperkontakt, sagen wir einfach mal Partnerübungen, und zum Schluß drei vier Katas, bei der ersten kann ich schon mitmachen, die anderen sind logischerweiße für erfahrenere wo ich eh nicht weiß was die da treiben *g*.

Zu Hause übe ich dann eben täglich was ich mir so aus dem Training merken konnte und versuche auch aus Büchern (klar ersetzt keinen Trainer) das was ich dort gemacht habe zu wiederholen, sprich Fortbewegung auf die Stellung und Fehler achten die Beschrieben sind oder mir gesagt worden sind eben nicht die Ferse hochheben oder einfache Schläge wiederholen und drauf achten was mir da so gesagt wurde, natürlich auch vorher etwas warm machen und eben leicht dehnen, denk mal schadet ja nicht, bring vielleicht nicht so viel als hartes Dehnen aber das kann ich ja noch vertiefen wenn ich ein bissl Ahnung davon habe was ich eigentlich tue! Will mich ja nicht verletzten oder falsch machen!

Hab jetzt schon ein paar Mal gelesen man soll nichts überstürzen und nichts übertreiben, denke aber nicht das ich das bisher getan habe, aber klar will ich auch üben. Was haltet ihr davon wie ich das so handhabe??? Wie würdet ihr denn zu Hause als Anfänger beginnen jetzt wo ihr schon Erfahrung habt und was würdet ihr auf jeden Fall erstmal lassen?
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  #10  
Alt 17-10-2007, 14:53
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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prinzipiell kannst du alles zu hause üben, aber ich würde dir raten erst einmal nur die absoluten basics zu trainieren, damit du dir keine schwer abzugewöhnenden fehler bei komplexeren bewegungen einschleifst.

soll heißen:
sauberen zenkutsudachi üben, sauberes vorwärts und rückwärts gehen im zenkutsudachi,
sauberer kibadachi, daraus dann saubere tsuki, age-uke und gedan barrai (ich hoffe das schreibt man alles so ^^)
und vielleicht noch den mae geri

mehr solltest du erstmal garnicht machen, was techniken angeht, ansonsten kannst du natürlich dehnen, liegestützen und situps machen und worauf du sonst noch lust hast
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  #11  
Alt 17-10-2007, 16:45
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Kampfkunst: Shotokan Karate
 
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Hallo Krahl,

Shotokan Karate ist super dafür.
Du musst als Anfänger nur etwas GEDULD haben.
Geschenkt wird Dir nichts. Es hängt alles im Wesentlichen von Dir ab. Entscheidend ist nicht der Stil, sondern der, der ihn betreibt.
Deine Einstellung finde ich gut, aber ich spüre, dass durchschimmert, dass Du rasch ungeduldig werden könntest.
Aber: erstmal drauf los trainieren - alles ist ja neu für Dich - und dann später viel Kumite traineren. Sandsack und Makiwaratraining geben zusätzlich (nachdem Du die Techniken gelernt hast!) ein Gefühl für den Impact der Techniken und verstärken ihn langfristig.
Wenn Du´s allerdings ganz ganz doll eilig hast mit der SV, vielleicht (zusätzlich?) noch einen SV-Kurs besuchen?

Gruß
Joetokan
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  #12  
Alt 17-10-2007, 17:32
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Ich würde mich in Sachen Karate übrigens auch nicht auf Funakoshi stützen, er hat es nur von Okinawa nach Japan gebracht weil er fliessend japanisch konnte...

Wenn das alte Karate kein VK war würde mich das ziemlich wundern.
Aber ich respektiere die LK Stile trotzdem, will ja nicht jeder VK kämpfen (Kann man auch im Kyokushin übrigens)

Einfach immer kritisch sein, die alten Herren haben zwar oft, aber halt auch nicht immer Recht.
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  #13  
Alt 17-10-2007, 17:58
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Hallo, Krahl!
Trainierst du zufällig in Nürnberg?

Mein Senf: Die SV-Tauglichkeit einer Kampfkunst hängt nicht vom Stil ab! Ich habe Muay Thai-Schulen gesehen, wo die "Wettkampf-Staffel" aus ein paar Mimosen bestand. Es gibt Karateschulen, wo man sich in jedem Training den A... aufreißt.

Was du also jetzt machen kannst ist Folgendes: Erfahrungen sammeln. Mach Karate ein paar Jahre. So kriegst du noch am ehesten ein Gefühl dafür, wie du dich bewegen musst, etc. Wenn du etwas weiter bist kannst du "selbst in deinem hohen Alter" auch mal stiloffenes Training/Sparring machen.
Behalte einfach einen kritischen Blick für's Training und für Techniken in Anwendung.
Vielleicht kommt der Tag, an dem dir Karate nicht mehr reicht, weil du gemerkt hast: Woanders geht es besser.
Wie gesagt, das ist auch sehr trainerabhängig.

Wovor du dich aber auch nicht scheuen solltest ist, auch ein paar VK-Wettkampfsportarten anzuschauen. Boxen, Kickboxen, Muay Thai. Auch wenn du nicht an Wettkämpfen teilnehmen willst, ist das Training fordernder(gerade beim Boxen ist einfach eine sehr hohe Leistungsdichte vorhanden), du kommst evtl. schneller voran als in einer Karate-Ü30-Truppe.
Aber wie gesagt, all das gerne auch nach ein paar Jahren. Du verschwendest mit Karate auf jeden Fall keine Zeit, es macht Spaß, man kann sich mit einem philosophischen Hintergrund, einer anderen Kultur auseinandersetzen, etc...

Viel Erfolg also auf deinem weiteren Weg!
__________________
Es ist ein Mißverständnis, die Gedankenfreiheit bis zur Unabhängigkeit vom Verstande voranzutreiben.
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
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  #14  
Alt 17-10-2007, 18:01
Benutzerbild von Twiller
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Ashihara/Kyokushin Karate
 
Registrierungsdatum: 06.10.2006
Alter: 26
Beiträge: 84
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Hi,

ich bin erst einen Monat dabei, daher möchte ich dir "nur" wiedergeben, was mir mein Trainer nach der letzten Stunde auf meine Frage nach der SV-Tauglichkeit von anderen Karatestilen, die nicht Vollkontakt sind, sagte. Er erzählte mir, daß hin und wieder Schwarz-/Braungurte aus dem Shotokan oder Goju-Ryu in sein Dojo kommen und er immer wieder darüber erstaunt ist, daß die überwiegende Anzahl derer im Kampf gegen Schüler von ihm, die gerade mal ein halbes Jahr dabei sind, keine Sonne sehen.

Und mein Trainer ist nun wirklich keiner, der ständig damit prahlt, daß sein Stil der weltweit beste ist. Im Gegenteil. Er betont nur, daß SEINER ERFAHRUNG nach den Nichtvollkontaktstilen für die SV eben etwas ganz Entscheidenes fehlt.
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  #15  
Alt 17-10-2007, 18:04
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Karate-Do, Ju-Jitsu, Judo
 
Registrierungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 411
Standard

Zusatztraining:
Ich denke, als Anfänger macht man nichts falsch, wenn man die Grundschule zu Hause wiederholt und grundlegende Dehnübungen macht.
Dinge wie die Fusshaltung beim Mae-geri sind oft reine Koordinationsangelegenheit, die sehr gut auf der Bettkante verinnerlicht werden kann. Grundbewegungsmuster wie Uchi Ude Uke, Soto Uke, ein gerader Tsuki mit Ellbogen nah am Körper kosten manchen am Anfang viel Übungszeit. Die kann man mit 50 Wiederholungen am Tag gut ins Wohnzimmer verschieben, ohne sich die Technik zu verderben. Dauert nicht lang und eröffnet einem im Dojo schneller die interessanteren Übungen. Einfach nicht versuchen, die stärksten und schnellsten Techniken 2000 Mal zu schaffen, bevor man wieder einen 'Fachmann' beizieht.
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