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#1
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| Hallo liebe KKB-Gemeinde, auch auf die Gefahr hin, das jetzt wieder einige die Augen verdrehen, weil schon wieder das Thema Kata kommt, werde ich dennoch meinen Beitrag posten. Ich stehe vor der Aufgabe eine freie Partnerübung für eine Kata zu entwickeln. Dabei ist "freie Partnerübung" nicht als Bunkai im eigentlichen Sinne zu verstehen. Da wir bei uns im Dojo verschiedene KKs trainieren, hatte ich überlegt einige Techniken dem JJ zu entlehnen. Da Karate und JJ vom gleichen Trainer unterrichtet wird, sollte dies kein Problem darstellen. Er ist relativ offen in diesem Punkt. Nun bin ich mir jedoch nicht sicher, wie weit ich den Begriff "frei" fassen darf und es dann immer noch als Kata so und so erkennbar ist. Am Beispiel der Heian Shodan: Sequenz 2: Statt offensichtlicher / "üblicher" Anwendung Hand-Arm-Befreiung bei Tettsui, wollte ich eine Rever-Kragen-Befreiung im JJ-Stil einbauen. Bsp: Angreifer fasst Revers von vorn mit beiden Händen. Uke führt seine rechte Hand an den rechten Ellenbogen des Gegners und zieht anschließend nach rechts außen und bricht somit dessen Gleichgeweicht. Anschließend folgt statt Oi Tsuki eine offene Handtechnik zum Gesicht und der Gegner wird übers Gesicht zu Boden geführt. Nur mal so grob als Beispiel. Sinn und Zweck der Übung soll es sein, die Ausholbewegungen der Kata mehr zu verdeutlichen und deren Nutzen zu demonstrieren. Allerdings fällt mir beim Üben auf, dass die Wendungen und Fußfolgen nicht mit denen des Embusen übereinstimmen. Es verwischt alles recht stark. Für die Übung an sich sind sie allerdings so besser, als die starren des Embusen. Die Armtechniken sind jedoch noch immer in der richtigen Reihenfolge und auch auf der Körperseite, mit der sie in der Kata ausgeführt werden. Gibt es hier jemanden, der mit solch einer freien Partnerübung einer Kata Erfahrungen gemacht hat? Gibt es Richtlinien oder Kriterien für eine solche "Übung"? Wenn nicht, dann werde ich meiner Phantasie freien Lauf lassen. *Hände reib und bös grins* Anmerkung: Es geht nicht darum, herauszufinden was sich irgendwer vor X-Jahren dabei gedacht hat. Sondern lediglich darum: Was könnte ich denn mit dieser und jener Bewegung machen, wenn ich so und so angegriffen werde? Anmerkung 2: Meinen Trainer kann ich leider nicht fragen, es soll eine Überraschung werden. Geändert von Cillura (26-08-2011 um 15:22 Uhr). |
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#2
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| Ich halte mich da immer an Kenei Mabuni und andere Leute die es mit ihren Aussagen ganz klar auf den Punkt getroffen haben. Kata ist nur eine Momentaufnahmen, ein Versuch Techniken zu standardisieren und zu Übungszwecken in eine einigermaßen sinnige Form zu pressen. Das heißt nicht das man es in der Anwendung genau so machen muss. Wenn du aus einer Bewegung eine Anwendung bastelst die funktionieren soll, ist es erst mal Jacke wie Hose welcher Arm oder welches Bein vorne ist. Hauptsache es klappt. Nicht immer so starr an der form kleben. Die Form ist in der Anwendungen Sch...egal! Viele Grüße! Mathias ![]()
__________________ 01.09.2012 - Koryu-Uchinadi LG mit Olaf Krey in Fulda |
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#3
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Haben grad 3 Stunden mit der Kata "gespielt". Ich muss sagen, langsam siehts nach was Vorzeigbarem aus. Hatten einige gute Ideen gehabt und haben bisl Quatsch gemacht. Dann ist uns folgendes aufgefallen: Die Grenzen liegen im Kopf, nicht in der Kata Gedan Barai als Seitfallschule hat dann letztlich die Mauer im Kopf eingerissen. Ich denke ich werde es einfach mal drauf ankommen lassen und das ganze relativ frei, aber dennoch schlüssig für einen Kampf gestalten. |
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#4
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| Das wird dann wohl nicht der erste Gedan Barai der Heian Shodan sein? |
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#5
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| Patrick McCarthy beschreibt Kata in etwa folgendermaßen. Kata ist eine Zusammensetzung aus Verteidigungsszenarien, die in eine geometrische Form verpackt wurden. Das was dabei raus kommt ist mehr als die Summe aller Einzelteile. Im Koryu Uchinadi machen wir ständig Erfahrungen mit der freien Interpretation von Soloformen (Kata). Grundlage für die Interpretation ist die HAPV-Theorie. Ganz grob gesagt, kannst Du Dich von Deinem Partner mit allen möglichen Dir/Euch bekannten Angriffen bepflastern lassen und dann versuchen, ob Deine "Technik" oder Katabewegung wirkungsvoll darauf anwendbar ist. Wie erkennst Du die Anwendbarkeit? Das ist eigentlich recht einfach. Wenn es relativ einfach ist, Dich nicht viel Krafteinsatz kostet und dazu noch recht brutal scheint, dann bist Du auf dem richtigen Weg. <Sarkasmus> Uchi/Joko Uke gegen Mawashi Geri Chudan ist damit jedenfalls nicht gemeint und auch nicht Age Uke gegen Zuki Jodan. </Sarkasmus> ![]() viele Grüße Sven
__________________ funktionale SV und realistische Interpretation von Kata |
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#6
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| Zitat:
![]() ![]() ![]() viele Grüße Sven
__________________ funktionale SV und realistische Interpretation von Kata |
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#7
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Iwo, da sind so viele Gedan Barais drin, dass man sich was schönes zusammenbasteln kann. Doppelt kommt eigentlich nix vor. Wäre ja langweilig.Im Moment hängts eher an den letzten 2 Sequenzen. Liegt allerdings nicht an der Technik (Ideen haben wir genug). Es liegt eher daran, dass uns die Techniken nicht "spektakulär" genug sind. Es ist das Ende der Kata und irgendwie wirkt es lasch und auf eine gewisse Art unfertig. Naja, am Mittwoch wird weiter geübt ![]() |
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#8
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| Zitat:
![]() Für eine Vorführung kann durchaus beides drin sein. Es kommt halt auf das angestrebte Ziel an. viele Grüße Sven
__________________ funktionale SV und realistische Interpretation von Kata |
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#9
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| Zitat:
![]() Zitat:
Wobei, die Höhepunkte der Kata sind ja eigentlich dort, wo die KIAIs kommen. Vielleicht machen wir auch einfach nen billigen Abführgriff ans Ende. Sieht zwar nicht berauschend aus, aber beendet den Kampf relativ gut und effektiv. |
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#10
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| Äh, wollt ihr einen Action-Film drehen? Es geht doch nicht um Unterhaltung - oder ist die Hauptsache die "Aufführung"?
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#11
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Nein, ein Film solls nicht werden. Wär gewiss lustig. Ist aber nicht das Ziel.Hier mal die Schwerpunkte:
Und auch wenn der Unterhaltungswert nicht mit auf der Liste steht, so soll dennoch alles irgendwie zusammen passen. Das Ende stört irgendwie das Gesamtbild. Als extremes Beispiel: In einer wunderschönen Landschaft steht plötzlich ein Kohlekraftwerk rum. Passt auch nicht. Es soll halt alles bisl harmonisch sein, sonst siehts doof aus. |
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#12
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| Falls es euch interessiert was man alles aus der Bewegung für den Gedan Barai herausholen kann, dann kann ich euch dieses Buch empfehlen (Rick holt hier 75 Anwendungen heraus). 75 Down Blocks: Refining Karate Technique: Amazon.de: Rick Clark: Englische Bücher
__________________ Um das Mögliche zur erreichen, musst du das Unmögliche versuchen! Geändert von cross-over (30-08-2011 um 15:15 Uhr). Grund: Erweiterung |
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#13
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| Zitat:
Gib es von diesem Buch mehrere Bände? |
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#14
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| Das hier ist auch von Ihm: Pressure-Point Fighting: A Guide to the Secret Heart of Asian Martial Arts: Amazon.de: Rick Clark: Englische Bücher Hier noch ein paar Infos über ihn: Kyusho Jitsu Home
__________________ Um das Mögliche zur erreichen, musst du das Unmögliche versuchen! |
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#15
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| Das Buch ist wirklich ganz gut, um sich Anregungen zu holen. Ein Seminarbesuch bei Sensei Rick Clark ist ebenfalls lohnend. viele Grüße Sven
__________________ funktionale SV und realistische Interpretation von Kata |
![]() |
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