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#16
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Bei herkömmlichen Kata gibt es für jede Kombination eine oder mehrere praktische Anwendungsmöglichkeiten. Wenn ich Dich richtig verstande habe, kann man bei Euch aber die Techniken beliebig aneinanderreihen ohne sich über deren Anwendung in der Kombination Gedanken zu machen.
__________________ Gruß Weudl |
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#17
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2. Individualität: Nein es macht nicht jeder was er will Individualität bedeutet, dass wir niemanden einen Stil aufzwingen. Wir versuchen uns auf die natürlichen Anlagen des Einzellnen einzustellen und diese zu fördern und darauf aufzubauen. Z.b. haben wir einen Anfänger, der klein und schnell ist. Da ich das auch bin, versucheihnzu zeigen, wie er diesen Vorteil ausspielen kann. Natürlich kann man sich nicht ständig um jeden einzellnen kümmern, deshalb haben wir immer einen Trainingsleiter, der bestimmt wos lang geht und 2, die sich um einzellne Gruppen kümmern. Wir versuchen gerade die fortgeschrittenen Schüler "laufen zu lassen" und nur ein wenig die Richtung zu bestimmen. Lernen durch Lehren: In gewisser weiße hast du sogar recht Wir lassen z.b. immer wieder zwischen durch Orange-Gurte Gelb-Gurte beobachten und korrigieren. Blau-Gurte grün- u. Orange-Gurte usw. Das hat den Zweck, dass 1. Die Schüler langsam in das Trainerelement herrangeführt werden und 2. sieht man wenn man andere beobachtet und Korrigiert oft fehler, die man selbst macht, die aber einem noch garnicht aufgefallen sind.@ weudl 1. Natürlich teoretisch gibt es keinen Grund, weshalb man daraus keine Wttkampfdiziplin machen sollte. Allerdings ist die Freikata (wie meiner Meinung nach die meisten disziplinen in der Kampfkunst) etwas, dass nur für einen Selber da ist und nichts womit Wettkampferfolge feiert. Meine Meinung, kann jeder sehen wie er will. 2. Es stimmt, dass man die Techniken aneinander reihen kann wie man lustig ist, allerdings funktioniert das bei Anfängern erfahrungsgemäß nicht. Wenn man es ausprobiert, merkt man, dass man die Techniken verstanden haben muss und das haben die meisten anfänger nicht. Für Anfänger sind herkömmliche Katas besser geeignet, da sie ihnen helfen die Techniken zu verstehen. Wir lassen die Freikata erst so ab Grün oder Blau laufen. |
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#18
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| Hallo Rawn, da Du mich um ein Statement gebeten hast, hier kurz mein Senf zum Thema „Freikata“. Die Übung ist ab einem bestimmten Fähigkeitslevel durchaus sinnvoll und erhält einige sehr positive Elemente, die in bestimmten Schulungsrichtungen mit Sicherheit vernachlässigt werden: Freies Improvisieren, die Fähigkeit erlernte Techniken auf den eigenen Körper abgestimmt kreativ zu immer wieder neuen Mustern zu ordnen. DAS kann mit Sicherheit nicht jeder Karateka. Das Beherrschen einer Standart – Form bedeutet nicht zwangsläufig, ein auch nur rudimentäres Verständnis der persönlichen körperlichen Bewegungsmöglichkeiten entwickelt zu haben. Das regelmäßige kreative Arbeiten, „Ausdenken“ von Techniken, Herumspielen mit verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten etc. unterscheidet den fortgeschrittenen Kampfkünstler vom Anfänger. Ich gehe davon aus, dass früher oder später jeder Fortgeschrittene seine individuellen Methoden des freien Improvisierens entwickelt. Einige „phantasieren“ am Sandsack, andere betreiben „Schattenboxen“ und wieder andere imaginieren Kämpfe komplett im Kopf. Die „Freikata“ gehört für mich in diese Kategorie der kreativen Arbeit. Aber: Klar ist für mich, dass die Freikata die Standart Formen niemals ersetzen kann. Die Aufgabenstellung ist eine komplett andere. Traditionellerweise ist Kreativität erst erwünscht, nachdem sich ein Schüler solide Grundlagen erarbeitet hat. Was jemand herumphantasiert, der die Grundlagen nicht beherrscht, ist im besten Falle irrelevant, wahrscheinlich ist es aber der Kunst sogar abträglich. Das hängt vor allem mit dem zusammen, was durch das Training einer Freikata psychisch ausgedrückt wird: Dem individuellen Geschmack, dem subjetiven Phantasieren wird in der Freikata Bedeutung beigemessen. Das ist nur gerechtfertigt, wenn der Schüler eine gewisse Reife erlangt hat und nicht selbstverliebt auf sein waagerecht abgespreiztes Bein schaut. Aus so einer Vorstellung kann nämlich sehr schnell ein dekadenter Affenzirkus werden, bei dem sich die Beteiligten voranging in narzistischer Liebkosung ihres Egos ergehen. Da muß ein Lehrer natürlich einschreiten. Es geht in der Kampfkunst nicht darum, unsere Gefühle auszudrücken oder unsere Individualität zu betonen. Wenn man das klar vor Augen hat, ist die Freikata eine gute Sache, glaube ich. |
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#19
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| Hallo, ich hätte gar keine Zeit und Lust eigene Katas zu erfinden. Bei uns gibt es 26 faszinierende Katas und ich nehm mir für den Rest meines Lebens vor, diese gut zu können, mit allem was dazu gehört. Und siehe da, man denkt nur man beherrscht eine Kata, dabei kennt man sie nur. Und lernt auch nach vielen Jahren der Übung immer noch neue Details dazu und gewinnt neue Einsichten. Ich finde, man hat damit schon so viel zu tun, die Katas eines Systems richtig zu lernen, dass, wenn man es gut machen möchte, keine Zeit mehr bleibt, noch selber welche zu erfinden. Aber das ist sicher Geschmackssache und von der Person abhängig. Gruß, Joetokan |
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#20
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| @Fa-Yong ich stimme dir zu, nur muss ich noch anmerken, dass ich auch nicht gesagt habe, das es bei einer Freikata darum geht seine Gefühle auszudrücken, sondern das ich festgestellt habe, dass sie einfluss auf die Kata nehmen ![]() Zum Tehma individualität bin ich allerdings anderer Meinung. |
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