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Karate, Kobudō Alles über die Kampfkünste von Okinawa



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  #1  
Alt 07-06-2017, 09:31
Benutzerbild von kanken
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Standard Funakoshi und alte CMA Anweisungen

Zitat:
Es gibt keinen ersten Angriff.

Erkenne zuerst Dich selbst, dann den Anderen.

Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik, Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie Ihn.

Denke nicht das Karate nur im Dojo stattfindet.

Karate üben heißt ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen.

VERBINDE DEIN ALLTÄGLICHES LEBEN MIT KARATE.

Karate ist wie heißes Wasser.

Wandle Dich abhängig vom Gegner.

Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und Nicht-Treffens ab.

Stelle Dir Deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

Hart und Weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.
Alter Schwede, ich habe die Regeln von Funakoshi ewig nicht mehr gelesen. Das ist pure CMA mit konkreten Übungsanweisungen. Dazu noch "leere" Hand. Genial. Aufgeschrieben unter aller Augen...

Grüße

Kanken
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  #2  
Alt 07-06-2017, 10:39
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Kampfkunst: Karate
 
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Standard

Ich stimme dir zu 100% zu was die Übungsanleitungen betrifft, vermute allerdings dass du etwas anderes aus ihnen heraus ließt als ich und vermutlich auch viele andere Karateka. Könntest du deine Gedanken vielleicht noch etwas ausführen?

im Voraus
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  #3  
Alt 07-06-2017, 10:47
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Zitat:
Zitat von Falsche Distanz Beitrag anzeigen
Ich stimme dir zu 100% zu was die Übungsanleitungen betrifft, vermute allerdings dass du etwas anderes aus ihnen heraus ließt als ich und vermutlich auch viele andere Karateka.

... falsche Distanz, aber richtige Figur?

Es ist überhaupt nicht verwunderlich, wenn man sich den Weg der KK anschaut. Dazu kommt, dass auch die Okinawaner ja nur zwei Hände und zwei Füße hatten und einen Kopf zum Denken. Warum soll das, was in China für sinnvoll gehalten wurde, nicht auch auf Okinawa für sinnvoll gehalten werden?

Es ist wie überall. Der Stoff wird aufgenommen, neu durchdacht, verändert ... .. was sinnvoll ist, bleibt erhalten. Normalerweise.
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  #4  
Alt 07-06-2017, 11:14
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Zitat:
Zitat von Falsche Distanz Beitrag anzeigen
Ich stimme dir zu 100% zu was die Übungsanleitungen betrifft, vermute allerdings dass du etwas anderes aus ihnen heraus ließt als ich und vermutlich auch viele andere Karateka. Könntest du deine Gedanken vielleicht noch etwas ausführen?

Das ist ein wenig schwierig, da es teils sehr grundlegende Dinge der Didaktik anspricht, teils sehr konkrete Übungsanweisungen sind, die man jedoch an Hand von Beispielen verdeutlichen müßte.

Hier mal meine kleine "Übersetzung" der oben genannten "Lehrsätze":

Zitat:
Man muss den eigenen Geist schulen und einsetzen um körperliche Fähigkeiten zu erlangen. Dazu muss man universelle Übungsprinzipien und Ideen nutzen, die es einem ermöglichen sich bis ins hohe Alter zu verbessern. Die Ideen und damit verbundenen Übungen muss man bei allem üben was man täglich tut, dann wird man kontinuierlich besser und weicher. Dadurch kann man das Prinzip der Wandlung besser erkennen und es im Kampf einsetzen.
Diese allgemeinen Prinzipien finden sich in konkreten Anwendungen wieder und in den für den Kampf essentiellen Dingen.
Durch stetes erforschen und erweitern des Horizontes wächst man.
Für alles andere bräuchte man den direkten Kontakt und vor allem bedarf es des täglichen Übens um diese Dinge zu erfahren, was ein Verständnis erst ermöglicht.

Grüße

Kanken

Geändert von kanken (07-06-2017 um 11:17 Uhr).
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  #5  
Alt 07-06-2017, 11:40
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Das ist schade, wenn auch verständlich.

Naja schon das Zitat zu den Lehrsätzen ist spannend, regt zum Denken an und hat für mich etwas motivierendes.

Danke dafür.

Geändert von Falsche Distanz (07-06-2017 um 12:01 Uhr). Grund: Rechtschreibung
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  #6  
Alt 07-06-2017, 11:55
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Beiträge: 680
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Hallo,

diese "Übersetzungen" sind überwiegend absurd schlecht. Ich würde sie nicht als Grundlage für irgendwelche Überlegungen verwenden ...

Grüße,

Henning Wittwer
__________________
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  #7  
Alt 07-06-2017, 12:30
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..

Geändert von Gast (17-06-2017 um 10:15 Uhr). Grund: nö
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  #8  
Alt 07-06-2017, 13:08
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Ach Henning, niemand außer du kann Japanisch?

Nimm halt die englische Übersetzung:

Zitat:
1. Karate-do wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto wo wasuruna.
Karate begins and ends with courtesy.

2. Karate ni sente nashi.
There is no first attack in karate.

3. Karate wa gi no tasuke.
Karate is an assistance to justice.

4. Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wo shire.
Know yourself first, before you know others.

5. Gijutsu yori shinjutsu.
Spirit before technique.

6. Kokoro wa hanatan koto wo yosu.
Be ready to free your mind.

7. Wazawai wa getai ni shozu.
Accidents come from laziness.

8. Dojo nomino karate to omou na.
Karate training goes beyond the dojo.

9. Karate no shugyo wa issho de aru.
You will never stop learning in karate.

10. Arai-yuru mono wo karate-ka seyo, soko ni myo-mi ari.
Apply karate to everything. Therein lies it’s beauty.

11. Karate wa yu no goto shi taezu natsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.
Karate is like boiling water. If not given heat, it will go cold.

12. Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo.
Do not think of winning. Instead, think that you must never lose.

13. Tekki ni yotte tenka seyo.
Make adjustments according to your opponent.

14. Tattakai wa kyo-jitsu no soju ikan ni ari.
The outcome of a fight depends on how you handle weaknesses and strengths.

15. Hito no te ashi wo ken to omoe.
Think of hands and feet as swords.

16. Danshi mon wo izureba hyakuman no tekki ari.
When you step outside your own gate, you face a million enemies.

17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai.
Fixes positions are for beginners: later, one moves naturally.

18. Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono.
Kata is practised perfectly, real fight is another thing.

19. Chikara no kyojaku, karada no shinshuku, waza no kankyu wo wasaruna.
Hard and soft, tension and relaxation, quick and slow, all connected in the technique.

20. Tsune ni shinen kufu seyo.
Think of ways to apply these precepts every day.
Die Bedeutung ändert sich nicht. Das Schöne ist, dass ich absolut keinen Anspruch auf "Richtigkeit" erhebe.

Ich gebe lediglich wieder wie ich diese Lehrsätze, mit meinem heutigen Verständnis aus den CMA, sehe, ebenso wie mit "Kime".

Vieles ergibt sehr viel Sinn wenn man es durch diese Augen sieht. Vor allem die Bedeutung von "Leere Hand" oder "Shoto".

Wie gesagt, ich habe mit Karate eh nix mehr am Hut, daher behalte du ruhig deine Deutungshoheit...

Grüße

Kanken

Geändert von kanken (07-06-2017 um 14:34 Uhr).
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  #9  
Alt 07-06-2017, 14:26
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
...

Wie gesagt, ich habe mit Karate eh nix mehr am Hut,
Seit wann das, und warum? (falls du es in einem anderen thread erläutert hast, freu mich über einen link).
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  #10  
Alt 07-06-2017, 14:42
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Meine Suche nach der Vertiefung der Arbeit mit "Bildern", die ich als "Kern" meines Karate gelernt habe, hat mich zu den chinesischen Wurzeln der okinawanischen Kampfkunst gebracht.
2012 traf ich das erste Mal meinen jetzigen Lehrer und habe ein Jahr versucht dieses Wissen in mein Karate zu importieren.
Je mehr mich mein Lehrer jedoch in die Welt der CMA geführt hat, desto mehr wuchs in mir die Einsicht dass ich nach 20 Jahren noch einmal komplett von vorne anfangen musste. Im Karate gibt es, jedenfalls in meinen Augen, zu viel Mißverständnisse und zu viel ist verloren gegangen. Es gibt einen Grund warum viele Lehrer aus Okinawa nach China gegangen sind um dort zu lernen.
Man könnte natürlich sagen "das gab es im Karate auch immer und ich integriere es". Habe ich versucht, aber in meinen Augen bedarf es einer anderen Trainingsdidaktik als derjenigen im Karate, daher diese Neuanfang.

2013 habe ich meinen Gi endgültig an den Nagel gehangen und trainiere seitdem nur Bagua.

Grüße

Kanken
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  #11  
Alt 07-06-2017, 14:48
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Ach Henning, niemand außer du kann Japanisch?

Nimm halt die englische Übersetzung:

Grüße

Kanken
Quelle wär noch gut, wie immer bei Zitaten.
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  #12  
Alt 07-06-2017, 16:14
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Die Bedeutung ändert sich nicht. Das Schöne ist, dass ich absolut keinen Anspruch auf "Richtigkeit" erhebe.

Ich gebe lediglich wieder wie ich diese Lehrsätze, mit meinem heutigen Verständnis aus den CMA, sehe, ebenso wie mit "Kime".

Vieles ergibt sehr viel Sinn wenn man es durch diese Augen sieht. Vor allem die Bedeutung von "Leere Hand" oder "Shoto".
Magst Du die Shoto Bedeutung in Deinen Augen nochmal näher erläutern ?
Die wäre dann ja am ehesten tatsächlich von Funakoshi, das andere kann ja auch er eventuell nur eher unverstanden/ anders mit Sinn gefüllt nachgebetet haben.
__________________
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  #13  
Alt 07-06-2017, 16:42
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Die Bewegung von Piniennadeln im Wind ist ein schönes Bild für recht fortgeschrittene Inhalte in den CMA. Das würde hier jedoch bei weitem den Rahmen sprengen.

Das Bild im Anhang geht in diese Richtung.

Ob Funakoshi jetzt wirklich die konkrete kämpferische Umsetzung der Dinge (im Sinne der CMA) wie "leere Hand", "Shoto", "Ji" etc. kannte oder sich nur durch den Kontakt mit Leuten wie Asahina Sōgen theoretische Gedanken dazu machte kann man natürlich heute nicht mehr sagen. Seine "Lehrsätze" legen jedoch nahe dass er sich damit auch ganz konkret praktisch (im Rahmen des Kampfkünste) auseinander setzte. So sehe ich das jedenfalls heute.
Ich würde einiges dafür geben ihn persönlich anfassen zu können um ihn zu "spüren".

Grüße

Kanken
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Shotoanalogie.jpg (284,8 KB, 76x aufgerufen)

Geändert von kanken (07-06-2017 um 16:53 Uhr).
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  #14  
Alt 08-06-2017, 06:42
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@ kanken - Dein Bild im letzten Post klingt nach dem Todesgedicht von Ouchi Yoshitaka.

Zitat:
Both the victor
and the vanquished are
but drops of dew,
but bolts of lightning -
thus should we view the world.
ansonsten mag ich noch das von Toyotomi Hideyoshi

Zitat:
My life
came like dew
disappears like dew.
All of Naniwa
is dream after dream.
https://www.samurai-archives.com/deathq.html

--> Habe keinen Zugriff auf Originalversionen.

Zum Thema - grundsätzlich muss man bei Übersetzungen schon etwas aufpassen, da manche Sachen auch verfälscht sind. Wenn ich mir mal die nijukun vom BSK nehme, die vielfach verbreitet und kopiert wurden:

Budo Studien Kreis (BSK) | Weltliche D?j?kun

Hier als Beispiel Nr. 17

Zitat:
17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai – Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil annehmen, um danach einen natürlichen Zustand des Verstehens zu erreichen.
Das steht da nicht. Frau Arnold hat hier schon irgendwas reininterpretiert.
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  #15  
Alt 08-06-2017, 07:06
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@FireFlea
Ich denke wir müssen uns nicht über solchen Quatsch wie die Übersetzung vom BSK unterhalten

Grüße

Kanken
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