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#1
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| Zitat:
Kyokushin-Camp-Video aus Holland
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien Geändert von FireFlea (07-05-2011 um 20:41 Uhr). |
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#2
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| Nettes Video, allerdings sehe ich da nur Schmerzen und körperliche Erschöpfung, ich spreche von Angst. Ich finde das gezeigte sehr gut, allerdings muss man dann noch einen Schritt weiter gehen. Das im Video gezeigte ist körperlicher Stress (und natürlich psychische/physische Überwindung), wirkliche Gewalt sieht anders aus, dazu müssten die Angreifer ganz anders vorgehen... Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. Geändert von kanken (07-05-2011 um 09:30 Uhr). |
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#3
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| Was ist daran toll, wenn nicht so gute Leute von erfahrenen Kämpfern verprügelt werden? Abhärtung ja, dort wird's teilweise übertrieben. Viele dieser "Grenzerfahrungen" sind nach Meinung eines befreundeten Psychologen nicht nötig, denn wenn's drauf ankommt, können die meisten Menschen ihre (teilweise nur gedachten) Grenzen deutlich überschreiten. Auch Kinder, um wieder einen Zusammenhang zum Thema herzustellen! ![]()
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#4
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| Wenn du gegen Wölfe überleben willst, musst du erleben was Wölfe machen. Wirkliche Gewalt ist etwas anderes, als das aus dem Kyokushin-Video. Wir hatten hier doch schon die Videos von den russischen Türstehern und dem U-Bahn-Opfer, dem auf dem Kopf rumgesprungen wird. Diese Typen zeigen, was Gewalt ist, mit denen muss man umgehen lernen. Das geht nur, wenn man selber Gewalt kennenlernt und lernt Gewalt auszuüben. Die Türen, die da im Kopf aufgehen, sind unschön und das ist mit Sicherheit nicht etwas für jeden. Muss es ja auch nicht. Kleine Anmerkung am Rand: Ich heiße diese Art der Gewalt nicht gut, aber wenn ich einen Schritt weitergehen will, muss ich durch diese, in dieser Welt existierende, Gewalt hindurch. Sie ist ein Teil von uns und wir müssen lernen sie zu akzeptieren. Dummerweise wird sie uns sehr früh als nicht "konform" aberzogen, das macht sehr oft Probleme, denn diese Gewalt in uns bahnt sich ihren Weg (z.B. Essstörungen, Ritzen, Süchte...). Kampfkunst KANN ein Weg sein an diesen Problemen in uns zu gesunden, Grenzerfahrungen dienen dann als Schlüssel für bestimmte Türen. Wenn man so etwas nutzen will, muss das unter Leuten geschehen, die etwas davon verstehen und wo das in weitere Maßnahmen eingebunden ist, sonst kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Um zu verstehen, was bedingungslose Annahme und Harmonisierung mit dem Anderen meint, muss ich durch diese Gewalt gehen. Ich kann die Liebe nicht leben, wenn ich die Gewalt nicht kenne (aber das gehört wohl eher ins Philosophieforum...). Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. Geändert von kanken (07-05-2011 um 13:40 Uhr). |
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#5
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| Die Frage ist, wie man da herangeführt wird. Jein. Wenn viele erfahrene Kämpfer noch unerfahrenere zusammenschlagen ist das sinnlose Gewalt. Aber freiwillig, und gewissen Regeln unterworfen. Hat definitiv nix mit den Wölfen zu tun. Man sollte Bereitschaft trainieren, mit dem schlimmsten rechnen, aber auch: Leute erkennen / verstehen, dass man sieht, dem komme ich nicht zu nahe (oder wenn doch: Präventivschlag). Zitat:
![]() "Gewalt erzeugt Gegengewalt". Ich meine, man kann auch mit dieser Aberziehung der Ausübung lernen, mit Gewalt umzugehen. Das lernt jedes Kind schon mit seinen Kumpels, welches Maß das richtige ist. Das einfache "tust du mir nix, tu ich dir nix". Und die meisten Kinder lernen sich trotz "Gewaltverbot" zu wehren. Das ist aber auch wichtig! Zitat:
Mich interessiert aber sehr, wie euer Spezialtest genau aussieht, und ab wann ihr das den Leuten zumutet.
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#6
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| Gewalt existiert in jedem von uns, von Kindheit an. Die Frage ist, wie lernen wir damit umzugehen. Bei den einen nimmt sie einen größeren Teil ein, als bei den anderen. Wichtig ist diese Gewalt in uns anzunehmen. Du schreibst sehr richtig, das es genug Menschen gibt, die ohne Gewalt großgeworden sind und lieben können. Aber lieben und lieben kann von der philosophischen Seite her (und von der therapeutischen auch) ein großer Unterschied sein. Das gehört jedoch eher ins Philosophieforum. Leute, die in unserer Schule Karate machen und bis zur Braungurtprüfung dabeibleiben, haben alle eine "Geschichte". Die Auseinandersetzung mit der eigenen Angst, durch erleben realer Gewalt ist mit Sicherheit nicht für jeden geeignet und das ist auch gut so!!! Glücklicherweise gibt es Menschen, für die so etwas nichts ist (einen habe ich geheiratet) aber wer KÄMPFEN lernen will, der muss sich mit so etwas auseinandersetzen. Wie gesagt, wir hängen uns hier an unterschiedlichen Aspekten/Definitionen von Gewalt auf, lass uns das Philosophische hier außen vor lassen, das würde den Rahmen sprengen. Ich halte es für unsere Art der Prüfung zwar auch für wichtig, aber das zu erklären geht nicht in einem Forum. Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. |
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#7
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![]() Zitat:
Ausserdem ist das wahrscheinlich + tatsächlich eine äusserst philosophische Frage ![]() Aber sinnlose brutale Gewalt hat nichts mit kämpfen lernen zu tun und braucht auch kein Mensch zu erfahren - imo... Aber ich finde ja auch das von hashime gepostete Video einfach krank bzw. teilweise extrem Grenzwertig. Erinnert mich irgendwie an eine "Seal"-Ausbildung ![]() Aber Kyokushinkailer sind halt härter als jeder "Seal" + ham definiv meistens ein an der Waffel ![]() Grüsse vom Kuschelkarate ![]()
__________________ September 11 Memorial: http://edition.cnn.com/SPECIALS/2001...lists/by-name/ |
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#8
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| Nun ja, jedem das seine. Kämpfen zum kämpfen lernen, ja. Verprügelt werden zum kämpfen lernen, nein. Seh ich so nicht ein mangels schlüssiger Begründung. Aber muß ich ja auch nicht. |
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#9
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| Was ist daran krank? Ist doch nur etwas härteres Sparring. Wenn man so etwas als krank empfindet, stellt sich mir die Frage, wie man Kämpfen lernen will? Solches Sparring (vielleicht ein etwas anderes Regelwerk) ist eine Notwendigkeit.
__________________ Traditionelles Karate und Judo in Münster |
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#10
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| Es geht ja nicht darum jemanden sinnlos zu verprügeln, es geht darum jemandem zu zeigen, was Gewalt aus einem macht und wie man lernt mit solcher Gewalt umzugehen. Die körperliche Erschöpfung und die Schmerzen sind nur Hilfsmittel, damit gewisse "Schranken" im Kopf schneller fallen. Niemand muss unsere Art der Prüfung gut finden, ehrlich gesagt verstehe ich die Leute sogar sehr gut, die uns für krank halten, daher werde ich auch keine Details hier schreiben. Es gibt (für uns) gute Gründe die Prüfung so beizubehalten wie sie ist. Man muss jedoch mit der Art und Weise vertraut sein, wie ich (und vor mir meine Lehrer) zu Karate stehen und warum wir trainieren, wie wir trainieren. Das hier angesprochene wird ja auch nicht in jeder Trainingseinheit gemacht, solche Dinge werden in Prüfungen durchgeführt, wobei die Intensität von Prüfung zu Prüfung gesteigert wird. Eins sei klar gesagt: es geht eben nicht darum den anderen sinnlos zu verprügeln! Wenn man sich einmal persönlich treffen sollte, können wir gerne diesen Aspekt des Karate vertiefen, da das Thema für mich selber momentan wieder hochinteressant und brandaktuell ist. Diese Prüfungen sind auch bei uns nicht unumstritten, jedoch sehen eigentlich alle die Notwendigkeit sie so durchzuführen. Jetzt aber wieder zurück zu den 12-jährigen Schwarzgurten, ehe uns der gute FireFlea an die Gurgel springt. Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. |
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#11
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| Ich wollte auch nicht unterstellen, dass jemand sinnlos verprügelt wird. Ich finde den Einsatz von gewalt generell etwas überzogen, nicht nur hier. Aber wie du sagst, es ist Ansichtssache. Ihr werdet wohl eure Gründe haben. |
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#12
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| Ich fürchte, es ist unmöglich, via Webforum klarzumachen, warum das Video nicht "krank" ist und warum bestimmte Formen von Gewalt, wie sie bei einer Prüfung (in einem kontrollierten Rahmen) angewendet werden, Sinn machen und zu persönlicher Weiterentwicklung führen können.... Aber noch zwei Gedanken dazu: Jemand, der zur Prüfung antritt lässt sich aus freien Stücken darauf ein....er geht also bewusst einen Weg, auf dem ihm Widerstände von anderen und damit auch Widerstände in ihm selbst begegnen werden.... Schmerz, Frust und Verzweiflung kennen zu lernen führt dazu, dass man seine Angst davor zumindest teilweise verliert....man lernt seine eigenen (Über-)reaktionen auf Überforderung kennen, man kann sich auf künftige unangenehme Situationen besser einstellen, weil man so etwas schon mal durchlebt hat und weiß, dass man irgendwie damit klargekommen ist.... Bye the way, das Thema "Gewalt" bzw. körperliche und geistige Grenzüberschreitung wäre eigentlich einen eigenen Faden wert.... ![]()
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien Geändert von hashime (07-05-2011 um 17:37 Uhr). |
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#13
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| Ich halte es durchaus für möglich, das hier zu vermitteln. Höchstens schwierig. Dann eh in einem eigenen Thread. PS: Mich würde es auf alle Fälle interessieren. Geändert von DeepPurple (07-05-2011 um 17:52 Uhr). Grund: PS |
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#14
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![]() Hast Du die Beiträge vorher überhaupt gelesen?
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#15
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| Kannst du nicht die Beiträge die hier dazu gepostet wurden (Kanken hat schon sehr viel Interessantes geschrieben) in einen neuen Faden verschieben? Und ich denke, Karateforum wäre schon gut, denn es geht hier um Karate und seine spezifischen philosophischen Aspekte ("Show me your spirit") und nicht um "ich krieg im Boxen auch immer auf die Fresse, deshalb kann ich total super mitreden" ![]()
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien |
![]() |
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