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Karate, Kobudō Alles über die Kampfkünste von Okinawa



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  #46  
Alt 06-04-2017, 19:13
Benutzerbild von Fritzchen
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate (Shotokan-Ryu, Shito-Ryu, Kobudo)
 
Registrierungsdatum: 23.08.2015
Beiträge: 17
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Zitat:
Zitat von Mozi Beitrag anzeigen
Kann man auch Shotokan und Wado parallel trainieren? Ich hab mich grad erst an das Shotokan gewöhnt wenn ich jetzt Wado ryu machen sollte, dann muss ich schon wieder alles umlernen.
Internalisiere doch erst einmal die Bewegungsabläufe im Shotokan, wenn du dich langsam daran gewöhnst. Dann bittest du einen gleichermaßen Erfahrenen wie dich, mit dir Partnerübungen zu machen, um die Techniken (eine Technik beinhaltet mehrere Bewegungen, die jede für sich eine BEdeutung haben können!!!) direkt anzuwenden. Dazu machst du bitte WÄHREND DER ÜBUNG (und nicht vor dem PC alleine) Gedanken über die Bedeutung und testest es mit deinem Gegenüber, ob es funktioniert.

Shotokan, Wado oder Goju oder SONSTWAS-Ryu haben die selben Prinzipien: Es ist EIN Karate, nicht fünf!


Zitat:
Zitat von Mozi Beitrag anzeigen
Warum hat Shotokan eigentlich die ganzen Zwischenbewegungen zb beim Age uke gemacht? Bei den anderen Stilen Goju ryu und shito und vermutlich auch wado machen die keine Zwischenbewegungen. Da wird einfach ein Age uke gemacht und dann der nächste Age uke und beim Shotokan wird erst eine Zwischenbewegung gemacht, dann der erste Age uke, dann wieder ne zwischenbewegung und dann der zweite Age uke.. warum wird das so umständlich gemacht hab ich immernoch nicht kapiert was das soll???

Mich wundert es das es im Shotokan keine Beinzwischenbewegungen zwischen den Tritten gibt, wo doch bei allen Armtechniken immer Zwischenbewegungen gemacht werden, was ich wie geagt nicht verstehe warum das gemacht wird, das kostet nur Zeit. Voll komisch!
Ich habe ca. 17 Jahre Shotokan-Erfahrung auf dem Buckel und kann dir sagen, dass ich a) durch den Text von Funakoshi selbst und b) durch testen folgendes herausgefunden habe:

Die Zwischenbewegungen sind manchmal bereits die Annahme eines Angriffs, die "Technik" an sich der Gegenangriff in Form eines Armhebels/ -brechers oder Halsstoß etc. (beim Age Uke z.B.). Das selbe PRINZIP kannst du bei jeder annehmenden Technik erkennen, etwa bei Shuto Uke bzw. Gedan Barai

--> Zwischenbewegung zum Ohr: Annahme, simultane Bewegung des anderen Armes nach vorne: De Ai mit anschließendem Festhalten des angreifenden Arms des Gegners, dann zuletzt der "Block", derden Gegner entweder auf den Boden bewegt (Wurf) oder am Körper trifft (Shuto = Hals, Gedan Barai = Weichteile)

Das ist ein Prinzip, das für mich Sinn macht.

Nun trainiere ich auch Shito-Ryu neben Shotokan (weil mein Lehrer von Berufs wegen leider umgezogen ist und die im Shito-Verein auch Kobudo unterrichten) und der Sensei sagt mir, dass die Zwischenbewegungen in der Kata nicht gezeigt werden, wie beim Shotokan, aber sehr wohl vorhanden sind und angewendet werden (das Offensichtliche vs. das Verborgene). Wenn ich ihm meine Bedeutungen, die ich im Laufe der Jahre des Shotokan-Trainings herausgefunden habe, zeige, dann sagt er: "Kenne ich, ist richtig, wird aber eben mündlich tradiert, damit nicht sofort alles klar ist."

Das macht dann für den Suchenden Shotokan eben interessant: Es hat eben Zwischenbewegungen, die einem klar die Richtung anzeigen. Denke etwa an Bassai Dai, wenn die mehrmalige Shuto-Sequenz im ersten Drittel endet: Da legt man die linke Hand auf die rechte, bewegt sie kake-te mäßig leicht nach unten und mach dann einen Tritt im Gedan-Bereich --> "Z-Hebel", der den daraufhin vor Schmerz in die Knie gehenden Gegner mit dem Tritt den letzten Stoß verpasst.
Im Shito etwa ist das eine andere Bewegung mit einer anderen Bedeutung. Die Shotokan-Bedeutung jedoch wird dort erst im Dan-Bereich vermittelt.

Das fand ich interessant. Denn Shotokan zeigt in der Kata eher die verborgenen Inhalte, die in anderen Stilen möglicherweise erst später weitergegeben werden - jedenfalls meiner Erfahrung nach.

Geändert von Fritzchen (06-04-2017 um 19:26 Uhr).
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  #47  
Alt 07-04-2017, 22:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: 5 Dan Mozido ryu Karate
 
Registrierungsdatum: 19.09.2012
Beiträge: 183
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<ich hab auch mal Shito gemacht, ich fand da wurden viel mehr Partnerübungen gemacht. Es gab sowelche festen Drills im Prüfungsprogramm die man lernen musste. ZB Heian Nidan(Pinan Shodan) am Anfang, wurde als echt gute Handbefreiung mit Wegwerfen gelehrt, indem die Arme des Gegners verdreht wurden er aus dem Gleichgewicht gebracht und weg mit dem.. das fand ich super! Sowas hab ich im Shotokan noch nicht gefunden. Allgemein im Shotokan wurde mir bisher soeine stupide langereichweite hau den Lukas Anwendungen demonstriert.. Obwohl man doch wenn man sich einzelne Abschnitte der Kata ansieht erkennt, das es Nahkontakt Techniken sind. ZB HeianYondan 8 Technik nach dem Halsschlag mit der Flachen Hand, Arm zug (Hikite) und Bruch statt, hau auf die Nase drauf..^^ Oder Heian Sandan am Ende ein Wurf und nicht Elbogen und Faust attake nach hinten
Nur scheinen die Trainer selbst diese ganzen Anwendungen garnicht zu kennen. Und keiner Trainiert die mit den Schülern im Unterricht. Das wär aber echt super um Karate auch richtig zu lernen und Anzuwenden in Notfällen.

Geändert von Mozi (07-04-2017 um 22:45 Uhr).
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  #48  
Alt 08-04-2017, 08:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan
 
Registrierungsdatum: 13.04.2009
Beiträge: 60
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Moin,

Das wird jetzt aber kein Bunkaiauslegungsthread ,oder ?

Such dir einfach nen neuen Verein , wenn es dir nicht gefällt ,anstatt zu nörgeln.

Es gibt da schon gravierende Unterschiede in den Vereinen .Ich spreche da aus eigener Erfahrung weil ich beruflich viel rum komme und ich mir dann Vereine in der Nähe suche und dort mittrainiere .
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  #49  
Alt 20-04-2017, 07:33
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate, SmartGUARD, SV, Kyushô-dingsbums, Shiatsu, Rollstuhlkarate usw.
 
Registrierungsdatum: 02.11.2016
Ort: München
Beiträge: 79
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Na was jetzt?
Am Anfang wird die Frage nach Hebeln und Würfen usw. im Prüfungsprogramm gestellt und jetzt sind wir bei den bösen Trainern, die einem nichts beibringen (können oder wollen).
Die PO ist eine PO und da stehen nun mal bestimmte Dinge drin, die sich bestimmte Leute zu einer bestimmten Zeit aus bestimmten Gründen überlegt (?) und niedergeschrieben haben. Ob sie Sinn oder Nicht-Sinn macht, wird zum Glück hier nicht gefragt, ich verweise auf parallel laufende Diskussionen.
Das in der Shotokan-PO niedergelegte Kihon-Programm zeigt bis auf einen Ashi-Barai keine bewusst einzusetzenden Fegetechniken, die zu Würfen werden könnten und der berüchtigte Nagashi-Uke, den die wenigsten Leute korrekt ausführen, ist eine andere Sache.
Und dann ist es vorbei das Prüfungsprogramm, weil Du dir dein Kata-Bunkai selber erarbeiten darfst und was Du da machst, ist von Dir (also von Deinen Lehrern!) einerseits und von Deinen Prüfern andererseits abhängig (die einen wollen realistische SV sehen, die anderen gar nichts davon usw. usf.).
Das alles jetzt als ein Problem der PO zu deklarieren, wäre zu einfach und die Diskussion zu komplex (wie man an den parallel laufenden Diskussionen sehen kann).
Es ist aus meiner Sicht vielmehr ein Problem des jeweiligen Vereins und der dort agierenden Trainer und Lehrer. Der eine macht realitätsnahe SV, der andere sportliches Karate und / oder Konditionstraining Karate basiert, vielleicht auch noch Hoppeln bis der Tod eintritt. All das ist Karate heutzutage und wehe, man sagt etwas dagegen, dann hast Du sofort ne Riesendiskussion am Hals bzw. mancher ist beleidigt und spricht hier nicht mit dir.
Es ist aus meiner Sicht auch keine Frage des Stiles, denn auch in anderen Stilen wird auf die gleiche Weise Karate betrieben, mal so, mal anders.
Bist Du also ernsthaft daran interessiert, zu lernen, was in "Deinem" Karate alles drinsteckt, dann bist Du auf Lebenszeit dazu verurteilt, auf zig Lehrgänge überall hin zu gehen und so lange zu suchen, bis Du den bzw. die Meister gefunden hast, die Deinen Ansprüchen ans Karate am nächsten kommen.
Das, finde ich, ist das Tolle an unserer Kampfkunst - es hört nie auf.
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