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  #1  
Alt 07-09-2004, 13:16
Benutzerbild von FireFlea
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Kampfkunst: Seidō Karate, über den Tellerrand
 
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Question Heian Shodan

Hallo,

ich hab vor Jahren mal Shotokan Karate in einem DJKB Verein betrieben. Letzte Woche hab ich mal wieder bei meinem alten Verein reingeschaut und eine Änderung bei einer Technik in der Heian Shodan bemerkt. Bei der vierten Technik (Hammerfaustschlag) hab ichs früher so gelernt; dass man das vordere Bein zurück zieht und relativ hoch steht. Jetzt wird es aber so gemacht das man aus dem Zenkutsu das vordere Bein nur kurz hochreißt. Mein alter Verein ist gerade dabei wieder vom DJKB zum DKV zurück zu wechseln; ist diese Technik die DJKB oder DKV Variante ?
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  #2  
Alt 07-09-2004, 13:22
Benutzerbild von Sebastian
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Kampfkunst: Standup + Grappling
 
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im DJKB machen wirs weiterhin so, dass das Bein bis auf eine Fußlänge an das hintere Bein herangezogen wird.
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Have a break, have a ...discussion.
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  #3  
Alt 07-09-2004, 13:30
Benutzerbild von Foofightaa
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Kampfkunst: Leider nix mehr... höchstens Hüftknacking
 
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Wir (DKV) praktizieren das so: Gedan Barai in ZK, dann ausholen zu Tettsui Uchi mit Bein zurückziehen und wieder absetzen in Zk mit Tettsui Uchi in einer fließenden Bewegung (Also wohl eher die von dir zuletzt erwähnte Ausführung). Die Variante mit Renoji Dachi machen wir seit etwa einem halben Jahr nichtmehr.

MfG Foo
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  #4  
Alt 07-09-2004, 13:39
Benutzerbild von JuMiBa
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Zitat:
Zitat von Foofightaa
Wir (DKV) praktizieren das so: Gedan Barai in ZK, dann ausholen zu Tettsui Uchi mit Bein zurückziehen und wieder absetzen in Zk mit Tettsui Uchi in einer fließenden Bewegung (Also wohl eher die von dir zuletzt erwähnte Ausführung).
So kenn ich das auch, nur mit dem Unterschied, daß ich beim Ausholen zum Tettsui die rechte Faust in die linke offene Hand knallen lasse und erst danach wieder mit dem Tettsui-Uchi zurück in den Zenkutsu-Dachi falle...

Die Version mit dem Hochreißen des vorderen Beines kannte ich noch gar nicht.

Gruß Micha
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  #5  
Alt 07-09-2004, 15:23
Benutzerbild von CeKaVau
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Kampfkunst: Shotokan Karate Do
 
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Hallo,

wir sind im DKV und machen das so, dass wir beim Kentsui-Uchi oben in Renochi-Dachi stehen bleiben.

Tschüssi
Ike
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  #6  
Alt 07-09-2004, 15:33
Benutzerbild von JuMiBa
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Kampfkunst: Ju-Jutsu, Kickboxen, Brazilian Jiu-Jitsu, Karate
 
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Zitat:
Zitat von CeKaVau
wir sind im DKV und machen das so, dass wir beim Kentsui-Uchi oben in Renochi-Dachi stehen bleiben.
Pflüger sagt dazu:

Der Tettsui-Uchi wird in Deutschland und bei KANAZAWA aus Shizentai (=natürliche Stellung) ausgeführt, während nach NAKAYAMA beim Hammerfaustschlag zu Zenkutsu-Dachi vorgegangen wird.

Ich glaube mich erinnern zu können, daß man bei diesem Vergleichstreffen aller Stile im letzten Jahr (?) sich im DKV auf die Nakayama-Version geeinigt hat.

Gruß Micha
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  #7  
Alt 07-09-2004, 15:41
Benutzerbild von Foofightaa
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Kampfkunst: Leider nix mehr... höchstens Hüftknacking
 
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...wobei ich persönlich eher zu der "alten" Variante tendiere, die mir für Bunkai eine mehr an Tettsui-Uchi angelehnte Anwendung nahelegt. Ich finde, dass zurück in ZK zu fallen hier eher an einen Wurf erinnert (Was ja prinzipiell ja nicht falsch wäre). Aber das ist schließlich nur meine Interpretation

MfG Foo
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  #8  
Alt 07-09-2004, 15:49
Benutzerbild von JuMiBa
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Zitat:
Zitat von Foofightaa
...wobei ich persönlich eher zu der "alten" Variante tendiere, die mir für Bunkai eine mehr an Tettsui-Uchi angelehnte Anwendung nahelegt. Ich finde, dass zurück in ZK zu fallen hier eher an einen Wurf erinnert (Was ja prinzipiell ja nicht falsch wäre). Aber das ist schließlich nur meine Interpretation
Also Bunkai-mäßig gesehen müßtest Du dann aber Glück haben, daß Du ihn mit dem Losreißen aus seinem Griff mit in Deine Richtung reißt, sonst bist Du aus Shizentai definitiv zu weit weg zum Treffen und diese Distanz gleichst Du eben aus, indem Du wieder in den Zenkutsu-Dachi steigst...

Gruß Micha
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  #9  
Alt 07-09-2004, 15:56
Benutzerbild von Foofightaa
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Kampfkunst: Leider nix mehr... höchstens Hüftknacking
 
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Ich dachte jetzt eher an: Gegner ranziehen, dann erst losreißen und Yoko-Empi-Uchi Jodan, dann Tettsui-Uchi auf die Birne. Geht auch ganz gut.

MfG Foo

Geändert von Foofightaa (07-09-2004 um 16:00 Uhr).
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  #10  
Alt 07-09-2004, 16:03
Benutzerbild von seelae
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Kampfkunst: shotokan karate
 
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Einer meiner Sensai hat die Aenderung mit der Bemerkung quitiert, der Renoji-Dachi sei fuer Anfaenger sehr schwierig (Koerperspannung und Stellung Fuesse), deshalb sei die Kata geaendert worden.
Resultat, wir machen ab blau Renoji-Dachi und die anderen ZK.

seelae
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  #11  
Alt 07-09-2004, 16:36
Benutzerbild von Ryushin
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Zitat:
Zitat von seelae
Einer meiner Sensai hat die Aenderung mit der Bemerkung quitiert, der Renoji-Dachi sei fuer Anfaenger sehr schwierig (Koerperspannung und Stellung Fuesse), deshalb sei die Kata geaendert worden.
Resultat, wir machen ab blau Renoji-Dachi und die anderen ZK.
Hi *,

meines Wissens nach ist diese Änderung - zusammen mit einer ganzen Anzahl weiterer - aufgrund der gewünschten Angleichung der Ausführung von Kata - insbesondere auf internationaler Ebene - vorgenommen worden und basiert auf einer Entscheidung der EKF. Daher ist sie im DKV verbindlich ... und nicht abhängig vom Kyu/Dangrad.

Rgds,
Ryushin
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  #12  
Alt 08-09-2004, 09:35
Benutzerbild von CeKaVau
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Hallo Ryushin,

Zitat:
Daher ist sie im DKV verbindlich ... und nicht abhängig vom Kyu/Dangrad.
Sie sind nicht verbindlich - nichts an Karate ist verbindlich.

Der DKV hat keinerlich gesetzliche Juristiktion - er kann nicht entscheiden was Leute tun oder nicht.

Wenn ich will, darf ich in Heian Shodan alles im Sprung und aus der Rückwärtsdrehung mittsamt Kopfstoß ausführen - und der DKV kann nichts dagegen tun. Und wenn ich will, darf ich es trotzdem Heian Shodan nennen.

Welche Variante anerkannt wird oder nicht, hängt nur von Prüfern, bzw. Kampfrichtern an.

Wenn ich Prüfung abhalte, ist es mir egal, ob die Leute wieder in Zenkutsu vorgehen oder in Renochi stehen bleiben. Sie sollen nur wissen, WAS sie da eigentlich tun.

Tschüssi
Ike
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  #13  
Alt 08-09-2004, 10:16
Benutzerbild von Ryushin
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Kampfkunst: Judo, Karate (S/SOK)
 
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Zitat:
Zitat von CeKaVau
Sie sind nicht verbindlich - nichts an Karate ist verbindlich.
Der DKV hat keinerlich gesetzliche Juristiktion - er kann nicht entscheiden was Leute tun oder nicht.
Wenn ich will, darf ich in Heian Shodan alles im Sprung und aus der Rückwärtsdrehung mittsamt Kopfstoß ausführen - und der DKV kann nichts dagegen tun. Und wenn ich will, darf ich es trotzdem Heian Shodan nennen.
Welche Variante anerkannt wird oder nicht, hängt nur von Prüfern, bzw. Kampfrichtern an.
Wenn ich Prüfung abhalte, ist es mir egal, ob die Leute wieder in Zenkutsu vorgehen oder in Renochi stehen bleiben. Sie sollen nur wissen, WAS sie da eigentlich tun.
Hi Ike,

das Wort "verbindlich" war von mir nicht im Sinne einer legal/juristischen Sichtweise gedacht ... vielleicht war es auch das falsche Wort in diesem Zusammenhang, darüber läßt sich sicher streiten. Ansonsten hast Du völlig recht : selbstverständlich kannst Du auch vor den Zug springen und das Heian Shodan nennen, ich sehe da kein Problem.

Inwieweit eine Einhaltung der Prüfungsrichtlinien des DKV durch die von Dir geschilderte Verfahrensweise zu möglicherweise nicht vom DKV anerkannten Prüfungen (oder zumindest zu Möglichkeiten der - auch juristisch ? - Infragestellung der Prüfungsergebnisse durch den DKV oder eventuell sogar Prüfungsteilnehmer) führt, kann - und möchte - ich nicht abschließend beurteilen.

By the way, hast Du eine DKV Prüferlizenz ?

Ich persönlich halte die Prüfungsvorgaben / Prüfungsprogramme besonders dann für sinnvoll, wenn sich der Prüfling darauf verlassen kann, das auch der Prüfer eine Vorgaben- / Programmkonforme Erwartungshaltung hat.

Die Einhaltung der vom DKV eingeführten Änderungen im Bewegungsablauf verschiedener Kata erscheint mir darüber hinaus insbesondere für Wettkampfteilnehmer als äußerst sinnvoll. Eine nach der Bewertung zu Führende Diskussion mit dem Schiedgericht - so sie überhaupt zustande kommt - im Sinne von "Mein Trainer hat aber gesagt ich kann das machen wie ich möchte" wird imho zu durchweg negativen Erfahrungen führen.

Rgds,
Ryushin
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  #14  
Alt 08-09-2004, 11:12
Benutzerbild von CeKaVau
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Hallo Ryushin,

Zitat:
By the way, hast Du eine DKV Prüferlizenz ?
Ja, aber nur ein Popel-C Lizenz. Irgendwann demnächst soll es mal 'ne B werden, aber drüber hinaus wird's nie.

Es brauch also niemand Angst haben, dass ich Dan (Däner, Dans, Dane?) produziere, die sich nicht exakt an die vom DKV propagierten starren und zwanghaften Kata-Vorschriften halten.

Zitat:
Inwieweit eine Einhaltung der Prüfungsrichtlinien des DKV durch die von Dir geschilderte Verfahrensweise zu möglicherweise nicht vom DKV anerkannten Prüfungen ... führt, kann - und möchte - ich nicht abschließend beurteilen.
Wenn ich die Prüfung anerkannt habe, ist sie vom DKV anerkannt. Genau aus diesem Grund ist man DKV-Prüfer.
Maximal kann es Stress mit dem Landesprüferreferenten geben. Den kenne ich aber ziemlich gut.

Zitat:
Die Einhaltung der vom DKV eingeführten Änderungen im Bewegungsablauf verschiedener Kata erscheint mir darüber hinaus insbesondere für Wettkampfteilnehmer als äußerst sinnvoll.
Wieso? Sollten Kampfrichter nicht toleranz genug sein, andere Ausführungsformen zu kennen und zu respektieren?

Tschüssi
Ike
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  #15  
Alt 08-09-2004, 12:08
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Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
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Die Änderungen an diversen Kata sind ja noch nicht so alt. Mir gefallen sie persönlich nicht alle, wie z.B. das strecken der Hand in Empi statt der Greifbewegung, aber naja...
Was mich aber tatsächlich stört ist das die Änderungen welche ja zu einer Vereinheitlichung gerade auch für den Wettkampfbereich führen sollten ihr Ziel verfehlen. Die Kata werden im Wettkampfbereich nach wie vor (auch) anders gezeigt und trotzdem gut bewertet. Auch jemand wie Karamitsos lehrt meines Wissens nach nicht die geänderten Ausführungen sondern z.T. eigene Interpretationen.
Da hätte man sich das ganze auch sparen können...
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Grüße, Michael
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