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#1
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| Mein idealer Karate-Verband Karate ist entstanden als äußerst effektives Selbstverteidigungssystem und eine Möglichkeit der Charakter-Erziehung. Durch westlichen Einfluss wuchs ihm ebenfalls ein wettkampfsportlicher Arm. Obwohl es schon immer hieß „Es gibt nur ein Karate“, gab es niemals nur ein Karate. Schon auf Okinawa herrschte ein wildes Chaos an verschiedenen Ausrichtungen. Alles Mögliche läuft unter dem Namen. VK-Kickboxen, SK-Kickboxen, Grundschul-Karate, damit verbunden Sound-Karate, dann „traditionelles“ Karate, das wiederum tausend verschiedene Gesichter von reinem Kata-Laufen, Kobudo, bis hin zu hartem SV-Training haben kann. Die Frage, was denn das „wahre“ Karate sei, vermag niemand zu beantworten. Wie müsste ein Verband organisiert sein, um alle Aspekte, die das Karate zu bieten hat, sinnvoll unter einen Hut zu kriegen? In meinem idealen Karate-Verband gäbe es keine Kihon-Kata-Kumite-Trinität. Karate bietet alles, was man sich wünschen kann. Darum gäbe es in meinem Verband eine Kampfkunst-Selbstverteidigung-Kampfsport-Trinität. Der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele/Charakter. Schwerpunkttraining für den Körper wäre der Sport-Aspekt, Schwerpunkt für die Seele der Budo-Aspekt, Schwerpunkt für den Geist der SV-Aspekt. Die Kampfkunst-Säule bestünde aus Kata. Die Kata wäre der Katalog für alle Techniken und Taktiken. Es käme nicht darauf an, besonders viele zu beherrschen. Die alten okinawanischen Meister waren selbst der Meinung, in einem Leben könne man nicht mehr als 5 Kata perfekt beherrschen. Qualität stand Quantität. Schwerpunkt läge auf der praktischen Anwendung der Kata (Bunkai). Ziel wäre, in der Kata, die unendlich viel Wissen verbergen sollen, nach den Geheimnissen des Karate zu forschen und dieses Wissen zu entschlüsseln. Niemand würde nur eine wunderschöne Flasche kaufen, sondern jeder würde von dem köstlichen Wein darin kosten. Karateka werden oft als Tänzer kritisiert. Das „Herz des Karate“, als das sie viele sehen, ist aber kein Tanz. Im Sinne des Budo wäre das eine lebenslange Aufgabe. Das Streben nach Perfektion – nicht im Tanzen, sondern im Kämpfen – wäre vorgeschrieben. Kata wäre technisch gesehen die Grundschule des Karate. So wurde Karate früher gelehrt, so würde es wieder gelehrt werden. Manche trainieren so, aber nur manche. Die Selbstverteidigungs-Säule würde technisch auf dem Kata-Arsenal aufbauen. Einfachheit und Realitätsnähe wären oberste Prämisse. Manch einer sagt „Bunkai und SV sind dasselbe“. Das mag bis zu einem gewissen Punkt stimmen. Dabei müssten aber die Trainingsmethoden der moderne(re)n Hybridstile ins Konzept eingebaut werden. Das hieße: Stress-Drills, Szenario-Drills, Rollenspiele et cetera. Und nicht nur waffenlose SV, sondern auch Waffenabwehr (Messer, Schläger etc.) müsste enthalten sein. Ein modernes Kobudo wäre Bestandteil des Trainings. Aber der Gedanke des Kobudo ist es, sich mit dem zu verteidigen, was man hat. Es würde also nicht mit alten okinawanischen Feldwerkzeugen, sondern mit Gegenständen aus dem heutigen Alltagsleben trainiert werden. Karate wird oft als SV-untauglich belächelt. Mit richtiger Einstellung und anständigen Trainingsmethoden kann man sich aber eigentlich gar kein besseres System zur SV denken. Den Geist offen und aufmerksam zu halten und den Karateka mit seinem System SV-fähig zu halten, wäre das Ziel dieser Säule. Manche trainieren so, aber nur manche. Die Kampfsport-Säule hieße Kumite. Karate ist im westlichen Kulturkreis integriert und auch versportlicht worden. Es besteht kein Grund, einer natürlich gewachsenen historischen Entwicklung gegenzusteuern. Das Wettkampfsystem wäre aber ein Vollkontakt-Kampfsport, der alle Distanzen abdeckt, sprich: MMA oder Allkampf. Nur dann, wenn auf Effekt und nicht auf Punkte gekämpft wird, wird auch wirklich am ehesten der bessere Kämpfer zum Sieger ernannt. Vor allem werden im leistungsorientierten Sport körperliche Grenzen überwunden. „Kämpfen lernt man durch Kämpfen“. Dieser Aspekt ergänzt die anderen beiden in einem hohen Maß. Manche trainieren so, aber nur manche. In meinem idealen Karate-Verband gäbe es eine Grundausbildung mit nur 3 Gürteln: Weiß, Grau (oder Braun) und Schwarz. Keine Geldmacherei durch zig Prüfungen. Für jede Prüfung, die man nur einmal im Jahr ablegen könnte, müsste nur eine Kata samt umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten trainiert werden, sodass diese nicht nur ablaufmäßig einstudiert, sondern auch wirklich verstanden und verinnerlicht wären. In jeder Prüfung müsste man nicht nur abgesprochene SV-Techniken vorführen, sondern sich auch (entsprechend der Graduierung) freien und überraschenden Angriffen stellen, um zu zeigen, dass man wirklich SV-fähig ist. Und vor jeder Prüfung müsste (ebenfalls entsprechend der angestrebten Graduierung) eine bestimmte Turniererfahrung (gegebenenfalls Turniererfolge) bescheinigt werden und eine bestimmte Anzahl an VK-Kämpfen vor Ort absolviert werden. Nach einer solchen Grundausbildung (1. Dan, der als Schülergrad angesehen werden würde, nicht als Meister-Grad), die frühestens in etwa 3 Jahren erreicht werden könnte, könnte sich ja jeder gemäß seinen individuellen Vorlieben, Stärken und Interessen auf einen Bereich spezialisieren. Kein Stil hat z.B. nur 3 Kata zu bieten. Kämpfer könnten auch ins Oktagon steigen. Wer höhere Dan-Grade anstreben möchte, müsste allerdings trotzdem weiterhin alle 3 Säulen auf den Prüfungen vorzeigen. In einem solchen System würde niemand mehr große Barrieren zwischen den verschiedenen Aspekten des Karate sehen (wie z.Z.: Kihon, Kata, Kumite+SV). Alles würde schlüssig zusammen gehören. Die Qualitäten der verschiedenen Säulen würden sich gar nicht besonders unterscheiden: Ziel ist überall nicht das gute Aussehen, sondern die Funktionalität in einem möglichst realitätsnahen Szenario. Ein Kata(-Bunkai)-Experte könnte z.B. auch ein guter Selbstverteidiger und ein guter Wettkämpfer sein. Karate wäre auch keine einseitig betriebene Sache, wie bei reinen Traditionalisten oder reinen Wettkämpfern, sondern es wäre ein umfangreiches, vielseitiges System, das für jeden etwas zu bieten hätte. Karate wäre in meinem Ideal-Verband nicht zusammengewürfelt aus Säulen, die sich so sehr auseinander entwickelt haben, dass sie für sich genommen schon als autonome, eigene Sportarten gelten könnten, sondern wäre eine Einheit aus Altem und Neuem, aus östlichem Budo, westlichem Sport und allgegenwärtigem Ernst.
__________________ Sojobo Goju-Ryu Karate und Combat Sambo in Dortmund ก้้้้้้้้้้้้้้้้้้้้ ก็็็็็็็็็็็็็็ |
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#2
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| Warum ist zB SV mehr für den Geist als der Sport?
__________________ "Somebody's telling ME that about my wife... I'm sorry sir, but I'm gonna break your leg." - Bas Rutten |
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#3
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| Alle drei Aspekte stecken in allen dreien Trainingsinhalten drin. Nur halte ich Kampfsportler in der Regel für körperlich fitter, da sie leistungsorientiert trainieren. Budo gilt nicht umsonst als Weg zur Persönlichkeitsentwicklung; Kata-Laufen hat z.B. etwas Meditatives und auch bei der Bunkai geht es nicht ums Gewinnen, sondern darum, für sich selbst immer besser zu werden. Bei gutem SV-Training wird der Geist auf alle Situationen (z.B. durch Szenario-Drills oder Rollenspiele) vorbereitet. Meine Meinung. Wie gesagt, beim Sport entwickelt man sich auch weiter und trainiert seinen Geist etc. Karate bzw. das System ist eine Einiheit und nichts kann man so ganz gelöst vom anderen betrachten.
__________________ Sojobo Goju-Ryu Karate und Combat Sambo in Dortmund ก้้้้้้้้้้้้้้้้้้้้ ก็็็็็็็็็็็็็็ |
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#4
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| Komisch, bei uns wird selten so strikt differenziert und ähnlich trainiert wie du es gerade beschreibst. Alles läuft Hand in Hand. Meist wird auch fachübergreifend gearbeitet. Aber das liegt wohl an meinem Trainer und dessen Schule. Ich kann also deine Gedanken schon verstehen, nur hab ich keinen Vergleich zu Schulen, wo das nicht so ist. ![]() Da Weihnachten ist, gönne ich dir deinen Wunsch. Meiner ist diesbezüglich schon erfüllt. ![]() |
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#5
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| Zitat:
Wo wird SV vom Verband gelenkt anständig gefördert? Dass die Top-Leute in der neuen SV-Lehrer-Ausbildung WT machen ist eine Sache. Aber vom Verband wird nur geprüft, dass man sich gegen einen Schlag und gegen Fassen/Halten/Stoßen verteidigen kann. Das liegt daran, dass es ein SPORT-Verband ist. In anderen Verbänden ist es doch ähnlich. Oder wo nicht? Beim Kyokushin wird VK trainiert, beim Kyokushin-Budokai sogar in allen Distanzen. Und dennoch hört und liest man immer wieder, dass Kata, wenn überhaupt, nur gelaufen wird, aber ohne Bunkai, und dass SV ebenfalls nur stiefmütterlich behandelt wird. Traditionalisten in kleinen Verbänden oder komplett ohne haben meist dem Wettkampf komplett abgesagt, was aus meiner Sicht auch falsch ist. Danke, dass du mir das wünschst Aber wahrscheinlich muss ich in 15-20 Jahren selbst so eienn Verband gründen^^=== Edit: Ich kling ja schon ein bisschen sauer. Es geht um Verbandspolitik und Politik ist genau deshalb im KKB verboten^^ Ich würde mir Kritik an meinem Idealverband wünschen und, wie IHR Euch Eure Ideal-Verbände vorstellt.
__________________ Sojobo Goju-Ryu Karate und Combat Sambo in Dortmund ก้้้้้้้้้้้้้้้้้้้้ ก็็็็็็็็็็็็็็ Geändert von Sojobo (26-12-2011 um 11:01 Uhr). |
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#6
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| Zitat:
Der Technikteil wurde nicht ala Grundschule laufen abgeprüft, nein es wurden freie Bewegungen im Raum gefordert. Nicht dummes vor und zurücklaufen. Denn seltsamerweise bewegt man sich im Kampf ja auch nicht nur vor und zurück. Dann gabs zum Technikteil noch Kumite. Allerdings mit Hebel und Würfen und Fegen und dem ganzen Spaß. Dann gabs Kata und freies Kata Bunkai. Wobei der Bunkai-Teil überwog. Und am Ende noch einen SV-Teil, der mich vom Inhalt und den Anforderungen stark an unsere JiuJitsu-Prüfungen erinnert hat. Alles in allem eine sehr interessante Prüfung. ![]() Und das beste daran. Mein Sensei prüft auch auf diese Art ab. ![]() ---------- Als Kritik zu deinem Verband: Ich würde den Wettkampfteil nicht als Pflicht für die Prüfung nehmen. Es gibt sehr viele Leute, die haben gar keine Ambitionen oder Zeit für Wettkämpfe. Dürfen die dann keine Prüfungen machen? Ist doch Unsinn. |
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#7
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| lG L. |
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#8
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| Zitat:
Dann wäre da noch die Frage: Was für Wettkämpfe. Kata oder Kumite? Oder hab ich was überlesen? Kata würde ich jederzeit mitmachen. Kumite allerdings nicht. Ich habe gesehen was für Deppen teilweise auf Wettkämpfen antreten. Haben noch nicht mal die Regeln verstanden und kloppen nur wild um sich. Nur unkontrollierte Techniken und keine Punkte gesammelt. Und am Ende gewinnt man, weil der andere wegen unkontrollierten Schlägen und Tritten zum Kopf disqualifiziert wird. Jeah. Fragt sich obs das wert ist. Meine Gesundheit muss ich nicht wegen nem Gurt kaputt machen. Und ich kann mir denken, dass viele nach nem Wettkampf wieder auf Arbeit müssen und nicht ständig beim Chef anrufen können: "Sorry, muss erstmal zum Arzt. Hab im Wettkampf mal wieder eins auf die Nase bekommen." Das geht nicht! |
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#9
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| Zitat:
![]() Es geht nicht um den Gurt sondern um die Skills. Und wenn du für die nicht bereit bist, gewisse (kontrollierte, unkritische) Risiken zu tragen ... bist du dann im Kampfsport wirklich richtig? Mit welcher Berechtigung willst du dann jemals den Schwarzen Gurt tragen, wenn du immer nur gegen liebe und nette Kollegen im eigenen Dôjô gesparrt hast, die nie wirklich mit dem Vorsatz auf dich losgegangen sind, einen Kampf zu gewinnen? Gerade solche Erfahrungen sind wichtig für einen Kampfkünstler. Trophäen sind wurscht. Aber dieser Dinge halber sollten sie für Prüfungen relevant sein. Es braucht keinen Dan-Träger, der schon panisch die Flucht ergreift, wenn er im eigenen Semikontakt-System mal gegen einen Typen kämpfen soll, der vielleicht ein Jahr Thaiboxen auf dem Buckel hat. Das ist peinlich. Man kann ja als Sportler alles tun und denken und glauben. Aber gerade diese Doppelmoral zwischen "Ich bin voll krasser Schwarzgurt im Karate!" und "Ich steig doch nicht in den Ring! Bin ich denn blöde??" hat doch erst dazu geführt, dass das Karate so verkommen ist. lG L. |
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#10
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| Zitat:
![]() Wichtig ist doch, dass man eine realistische Einschätzung seiner Fähigkeiten hat und weiß, was man kann und was man nicht kann. Dafür braucht es aber nicht unbedingt einen Wettkampf. Bei anderen Systemen gehts doch auch ohne Wettkämpfe. |
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#11
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![]() Aber es bleibt dabei: Wer nicht kämpfen will, der ist frei das zu tun. Doch wozu muss er Graduieren, wozu muss er anderen sein Unwissen später als Trainer weitergeben? Wozu macht er Kampfsport, wenn er Angst vor dem Kämpfen hat? Ich hatte mal einen Pianisten im Training, der nach 20 Minuten ausgestiegen ist, weil er Angst hatte, sich beim Pratzentraining die Hand zu verletzen. Das war ein sehr guter Grund und ich hätte ihm nie Vorwürfe gemacht. Aber so jemand wird dann halt nie eine Ahnung davon haben, was Kampfkunst ausmacht; man entscheidet sich immer freiwillig für oder gegen einen Weg. Wer keine Kampfkunst möchte, sollte halt nicht in einen Kampfkunst-Verein marschieren. lG L. |
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#12
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| Zitat:
Ich weiß, dass auch auf einem Semikontakt-Turnier was passieren kann, aber wenn einem wirklich was schwerwiegendes in JEDEM Turnier (so klingt das nämlich gerade) passiert, dann macht man irgendwas kategorisch falsch. ![]() ![]() |
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#13
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| Zitat:
Sorry, das kann auf anderen Turnieren natürlich anders aussehen. Das weiß ich nicht, weil ich nicht dort war. Ich kann nur sagen, was von meiner Seite aus dagegen spricht, weil ich es erlebt habe. Da mach ich lieber Kata und JJ-10-Techniksystem und hab meine Ruhe. Vielleicht noch irgendwann Kickboxen, die Mädels warn lustig. Aber Kumite, nein Danke. Ist nix für mich. |
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#14
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| Tut nichts zur Sache ... Was nichts an dem Fakt ändert, dass man Ausreden sucht, essentielle Erfahrungen nicht zu machen und sich vor wichtigen Stützpfeilern seiner Kampfkunst drücken will. Wer nicht kämpfen will, ist in der Kampfkunst falsch, so einfach ist die Sache. Kämpfen muss nicht Wettkampf bedeuten, der kämpferische Aspekt und die Erfahrungen sind wichtig. Andere Systeme haben vielleicht keine Turniere, aber andere kämpferische Aspekte. Sofern man sie ernstnehmen kann, zumindest. Man kann doch nicht hingehen, sich aus jedem System gerade das herauspicken, was einem gefällt, und es als Argument in seinem eigenen, ganz anderen System heranziehen ... Kampfkunst ist nicht fair, die Welt ist nicht fair. Woher kommt immer diese Vorstellung, jeder müsste in der Kampfkunst alles erreichen können? Wer bestimmte Dinge nicht kann, der kann sie halt nicht. Das schmälert ja nicht die übrige Leistung, aber an diesem Fakt ändert es nicht. In keiner Disziplin der Welt kann ich einfach Teilbereiche ausblenden und auf die Samtpfoten der Umgebung hoffen. Der Chemiker kann auch nicht einfach auf's Labor verzichten, weil er Angst vor gesundheitlichen Folgen mutagener Stoffe hat. Und wer eine Lebensmittelallergie mit bringt, kann halt nicht Koch werden. Nur in der Kampfkunst sind diese Barrieren selbstgestrickt. Wer nicht will, der will halt nicht. Egal ob seine Gründe nachvollziehbar sind oder nicht. Du scheinst ein schlechtes Turnier gesehen zu haben und da beschlossen zu haben: "Turniere sind bä, pfui, will ich nicht und brauch ich nicht." Ist dein Recht, aber auch dein Problem - nicht das deiner Kampfkunst. Und es ist nicht ihre Aufgabe, diese Einstellung von dir zu tolerieren, dich in Samt zu betten, zu streicheln und zum Einschlafen zuzuflüstern: "Macht nichts. Du bist auch so ein toller Kampfkünstler! Eigentlich verpasst du nichts ..." lG L. Geändert von Luaith (26-12-2011 um 21:17 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
Diese Meinung kann sich allerdings auch irgendwann ändern. Ich sage lediglich, dass ich es nicht in Ordnung finde, wenn Turniererfahrung als Prüfungsvorraussetzung gilt. Weiterhin würde ich dir jetzt liebend gern für deine letzten Sätze eine ballern. ![]() |
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