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#1
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| Hi Leute, worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Karateka, der sich für die traditionele Kampfkunst (Techniken, Trainingsmethoden und Geschichte) interessiert und einem Karateka, der nur "just for fun" trainiert? Denn rein in den Techniken oder in der Graduierung kann ich keinen Unterschied erkennen. Oder ist mein Blick getrübt? Kann einer sich im Ernstfall besser verteidigen, es besser weiter vermitteln oder was? Oder ist das einfach nur eine Sache von Interesse? Doch dann hätten sich die alten Meister nicht so viel Gedanken um die Techniken, den Einfluß auf den Körper und den Geist gemacht, also muß es doch mehr sein, oder? Würde gerne Eure Meinung und Erfahrungen dazu hören (oder lesen). |
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#2
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| Hallo Nicki! Du hast den 3. Kyu. Somit hast Du schon ein Stück hinter Dich gebracht. Trainiere weiter, und Du wirst bestimmt selbst eine Antwort finden, wenn Du nur danach suchst. Nur eine kleine Anmerkung: Für mich macht es einen sehr großen Unterschied!! Ich habe mich der Tradition verschrieben... (Bitte jetzt nicht schon wieder: Welche Tradition, alles im Karate ist nicht traditionell... bla bla bla; dazu wurde an anderer Stelle mehr als genug gesagt) Oss Dojokun |
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#3
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| HI, je mehr und je tiefgründiger du dich mit Kampfkunst beschäftigst, je mehr wirst du den SINN erkennen und je "unsportlicher" wird das ganze dann...... Angefange habe ich vor 14 Jahren auch mit Shotokan, Turnieren, Regeln ect...... Irgendwann kam der Kanckpunkt und ich habe erkannt, daß Kampfkunst mehr ist, als Pokale und das Selbstverteidigung und "Duellkampf nach Regeln" nichts miteinander zu tun haben.... |
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#4
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| [quote]Original geschrieben von Dojokun [b] Trainiere weiter, und Du wirst bestimmt selbst eine Antwort finden, wenn Du nur danach suchst. Zitat:
Ich verstehe im großen und ganzen schon, was Ihr damit sagen wollt, habe es auch schon oft von anderen Karateka so gehört. Bei mir kommt es mir aber so vor, als ob es genau andersrum ist. Von Anfang an wurde mir das traditionelle Karate nahe gelegt, ich habe mich auch damit identifiziert und erzählte meistens den anderen davon. Doch im Moment habe ich das Gefühl, mir fehlt etwas, vielleicht daß ich mich nicht bei Wettkämpfen ausgetobt habe oder so. Was habe ich von der Tradition, wenn alle anderen mich im Kampf schlagen? Klar, jetzt kommen wir wieder zum Thema Motivation und selber schauen, wo man was verbessern kann. Irgendwie scheine ich mir nur im Kreis zu drehen, ich weiß einfach nicht wo ich anfangen soll! ![]() Manchmal denke ich, daß ich Karate gar nicht begreife, sondern einfach nur gut bin im vorgeschriebenen Lernen und wenn ich "nur" was nachmachen brauche. Das macht mich gleichzeitig traurig und ängstlich. ![]() |
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#5
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| HI, ich kenne diese Problem, ging mir auch nicht anders.... Die Lösung ist aber einfach: WEITERMACHEN |
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#6
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| Es gibt einen schönen Satz zu Deiner gegenwärtigen Situation: Das Glück kommt in Wellen. Dazwischen stirbt man tausend Tode... Weitermachen... Es kommen auch wieder Zeiten, in denen Du froh sein wirst, diese schwere Phase hinter Dich gebracht zu haben!! Ganz sicher!! Denn egal welcher Richtung Du Dich verschreibst, diese Phasen tauchen immer auf. Oss Dojokun |
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#7
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| Zitat:
Karate in letzter Konsequenz begreifen kann wohl kaum jemand. Jeder hat einmal bei Null angefangen. Wie weit man jedoch vordringen kann, hängt einerseits vom eigenen Engagement und Einsatz ab oder davon wen man so im Laufe seines Karatelebens kennenlernt. Machmal bedarf es nur eines kleinen Impulses bei einem Lehrgang um wieder einen Schritt weiterzukommen. Also nicht verzagen. Je weiter man vordringt, desto langsamer geht es, aber mit jeder neuen Erkenntnis tun sich neue Fragen auf, die es zu klären gibt. Man erreicht also nie einen Punkt ab dem man nichts mehr lernen kann.
__________________ Gruß Weudl |
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#8
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| Hi Weudl, "Karate in letzter Konsequenz begreifen kann wohl kaum jemand. Jeder hat einmal bei Null angefangen. Wie weit man jedoch vordringen kann, hängt einerseits vom eigenen Engagement und Einsatz ab oder davon wen man so im Laufe seines Karatelebens kennenlernt. Machmal bedarf es nur eines kleinen Impulses bei einem Lehrgang um wieder einen Schritt weiterzukommen. " DAS IST GENAU DASS, WAS WICHTIG IST. Diese AUSSAGE FINDE ICH KLASSE !!! |
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#9
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| Ein Vorschlag: ich kann mir gut vorstellen, daß Du Lust auf Kräftemessen und Wettkampf hast, gerade wenn Du jung bist. Dann würde ich, wenn es das ist, dem doch einfach nachgeben. Nur - am traditionellen, angereicherten Karate hast Du halt länger Spaß als nur Deine Wettkampfzeit. Du bist natürlich dann auch nicht fürs "traditionelle" Karate verloren, nur weil Du auf Wettkampf "umsteigst". Wenn Dir das zu viel werden sollte, kannst Du immer wieder zurück. Wie hier schon gesagt, der häufigere Weg geht ja sogar andersrum. Und im Wettkampf sagt man, daß ein "Generalist", der Kata wie Kumite beherrscht, oft erfolgreicher ist. Vielleicht helfen Dir ja klassische Aspekte des Trainings im Wettkampf! Probiers einfach mal aus. ![]() |
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