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#1
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| Hallo! Ich hätte da mal eine Interessante Überlegung für euch... Wäre das Karate ohne das Graduierungssystem besser dran? Würden dann wieder mehr Leute kommen um zu Trainieren anstatt nur zu kommen um den Dan abzuholen und endlich unsterblich zu sein? Ich stelle nämlich in letzter Zeit fest, dass die "acker-bereitschaft" sehr nachlässt und einfach nicht mehr so selbstverständlich ist. Wenn jemand sagt ich geh Boxen heisst es immer [etwa (THEORIE)]: Oha, da muss das Training aber hart sein... Beim Karate hört man das leider selten, da diese Kunst (oder ist es mittlerweile leider ein Sport -.-´) mMn von den Gürteljägern überschwemmt wird... WAS MEINT IHR? |
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#2
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| Ging früher auch, warum also nicht heutzutage? Wer sich heutzutage an diesen Gürteln orientiert bzw durch diese motiviert, hat nichts im Karate zu suchen. Schlussendlich ist es nur ein Mittel, um seinen Anzug zu binden, bzw die Hose nicht zu verlieren. mfg |
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#3
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| Ich denke es währe auf dauer , wenn überhaupt nur geringfügig besser dran. Wie in einigen anderen graduierungsfreien Systemen werden sich nach einiger Zeit Leute finden die sich nicht mehr in ihren Gruppen messen. Und genau so schlecht sind wie heute mit unteren Graduierungen grün/blau Ich behaupte mal, dass es bis grün/blau meist recht einfach ist, dann aber viele aufhöhren oder auf diesem Gurt bleiben weil dann die Leistungserwartung der Prüfer höher ist und halt manche diese Leitung nicht bringen wollen und nur Sport machen wollen. Diese Leute sind es die halt nach 10 Jahren nur Sportkarate immer noch ihren Grünen tragen. Dann gibbet ja noch die Ewigen Braungurte. Die sich oft nur raufen wollen oder aber nicht mal ne längere Zeit intensiv Trainieren wollen "Dan-Vorbereitung" Naja Und dann gibt es wieder ne Inflation nach 3.Dan wo die einst Guten nur noch Trainer sind aber nicht mehr Trainierender und sich in verschiedenen Verbänden ihre Graduirungen schnorren um die Hierarchie irgendwie aufrecht zu erhalten oder ihr Ego zu pflegen
__________________ Mit Atzen einen HEBEN, dass bedeutet LEBEN!!! |
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#4
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| Naja - die Gefahr jedes Graduierungssystems ist meiner Meinung nach, dass das Gürtelprüfungsprogramm irgendwann zum aleinigen Trainingsinhalt (für manche Trainierende) wird. Die wollen dann nicht mehr "besser" werden, sondern möglichst schnell das lernen, was für die nächste Prüfung notwendig ist. So und nun kommt´s halt darauf an, was der Inhalt des Prüfungsprogramms ist. Wenn es - wie in vielen trad. KK - vor allem Formen und abgesprochene Partnerübungen sind,dann leidet eben ganz klar die Entwicklung kämpferischer Attribute. Und die wollen die Leute oft nicht (weiter)entwicklen, denn (so denken die Gürteljäger) in einem Sparringgame bspw. lerne ich ja nix Prüfungsrelevantes, also warum damit Zeit im Training verschwenden? Aber genau dabei würden sich eben Fußarbeit, Timing, Koordination, Schnelligkeit etc. verbessern - kämpferische Attribute eben. Es gibt aber auch Graduierungssysteme/ Prüfungsprogramme, bei denen auch die Entwicklung von Attributen und kämpferischer Leistung einfließt, insofern sind Graduierungen bzw. Gürtel nicht per se schlecht, es kommt vielmehr darauf an, was im Prüfungsprogramm verlangt ist. Geändert von Quickkick (02-05-2011 um 19:49 Uhr). |
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#5
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| Kurzstreckenziele zu haben hat nichts mit Gürtelgötzerei zu tun. Insgesamt halte ich das Graduierungssystem für gar nicht so verkehrt. In jedem Sport (ich trenne nicht zwischen KS und KK) muss es für den persönlichen Fortschritt ein Feedback-System geben, um die eigene Entwicklung zu protokollieren und vor allem zu sehen/fühlen. Weniger für einen Prüfer oder Dritte als für den Sportler selbst. Das Dilemma im Karate ist, dass es großflächig in die Situation "wir trainieren etwas nicht, um es irgendwann dann aber zu können" pervertiert ist, und die Gürtelstufen auch entsprechend abgeprüft werden. Sofern das erklärte Ziel des Sportes mit den durch die Graduierungen attestierten Fertigkeiten deckungsgleich ist, erhalten wir ein höchst funktionales, motivierendes System - so etwa im BJJ, wo niemand mit Blaugurt herumläuft, der nicht wirklich etwas auf dem Kasten hat. Im Karate ist das Gürtelsystem in seiner derzeitigen Form - wie gesagt großflächig, aber nicht überall - aus diesem Grund auch ziemlich obsolet und bedürfte einer grundlegenden Renovierung. lG L. |
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#6
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| weiß - (braun) - schwarz reicht meines Erachtens. Da weiß jeder, wen er ein bischen fester hauen darf und gut. Und es sind deutliche Unterschiede in den Fähigkeiten zu erkennen. Ich finde diese Farbabstufungen für die Erwachsenen unnötig und albern, für Kids zur Motivation evtl. okay.
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#7
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Ein paar Krav Maga Kollegen trainieren für den Blauen (glaube ich), oh Mann, die würden aber jeden Shotokan Blaugurt (den ich kenne, mich eingeschlossen) an die Wand, äh meine natürlich auf den Boden klatschen...
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#8
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| Ich finde das viele sich selbst unter Druck setzen mit den Prüfungen. Was nutzt es wenn ich schnell meine Prüfungen mache aber nicht wirklich was kann?
__________________ Reden ist Silber.....Schweigen ist Gold.... |
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#9
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| Falsch. Hier riecht es nach dem Wille "kämpfen" zu können. Kurzstreckenziele? Machen wir uns mal nichts vor! Das Ziel jedes KK/KSlers ist es irgendwo, sich selbst verteidigen zu können bzw kämpfen zu können. Da hilft mir weder ein Gürtel um der Taille, noch ein eingeschränktes und beschnittenes Graduierungssystem. Ich trage heutzutage nur noch einen Gürtel, weil ich mich unterordnen und andere Menschen respektieren kann. Nicht mehr und nicht weniger. mfg |
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#10
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| ich bin da ähnlicher meinung, wenn die gürtel mit einer tatsächlichen aussagekraft verbunden sind, gut. sonst weg damit. dieses gürtel gehabe führt doch dazu, dass sich der blau gurt vom grün gurt nichts sagen lassen will, der grüne vom orangen und so weiter.... bei kindern kann ich es noch verstehen, dass sie feedback brauchen und für ihre leistungen belohnt werden wollen und sollen. eine medallie würde es aber auch tun oder das -> ![]() ![]() ![]() |
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#11
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| Nein, hier stinkt es nach einer kategorischen Verurteilung sämtlicher Karateka, die den Gürtel zur Motivation und als Triebkraft benutzen wenn sie mal auf einem Leistungsplateau gefangen sind. Da du anscheinend dem Karateka abverlangst, in grundlegenden psychologischen Belangen anders zu ticken als der Rest der Menschen- und Tierwelt, damit es deinem Ideal entspricht. Das kannst du gerne tun. Aber wenn du in den Raum wirfst das jeder, der es nicht so handhabt, "im Karate nichts verloren hat" dann wirft das für mich in erster Linie einen leicht faschistoiden Beigeschmack auf. Leben und leben lassen. Nicht jedes A....rschloch ist ein schlechter Mensch. Und manche Selige sind Arschlöcher. lG L. |
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#12
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| Hm. Ein Gummizug würde ich sagen wäre hilfreich.
__________________ "Macht nichts, wenn die Preise für Reis und Mais steigen - Hauptsache, die Bolos bleiben billig!" ;-) |
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#13
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| Das ist auch das, was meine Karatehose hält! 1000 mal angenehmer als die "traditionellen" Strippenhosen. Der Gürtel hält die (meist unnötige) Jacke zu, und das mehr schlecht als recht.
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#14
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| Das Gürtelsystem, wie es sich Kano mal überlegt hatte, war eine Klasse Sache, damals konnte jeder Höhergraduierte einen niedriger Graduierten besiegen. Es war ein Kampfsystem. Heutzutage dienen die Gürtel der Motivationsgebung und der Egopflege, mehr nicht. Wer seinen Gürtel braucht, um sich besser zu fühlen oder sich als "Meister" zu sehen, sollte sich vlt. noch einmal ein wenig mit dem "Do" beschäftigen ![]() Grüße Kanken
__________________ Der Weg zum innersten Kern unseres Seins führt nicht an unseren tiefsten Ängste und Gefühlen vorbei, sondern mitten in sie hinein und hindurch. |
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#15
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Einige unserer Kids wollen auch nur ihre Gürtel haben, um beim An- und Abgrüßen weiter vorn in der Reihe zu stehen Ich glaub die hören uns garnicht zu, wenn wir ihnen sagen, dass sie ihren heiß geliebten Gürtel auch nicht auf der Straße dabei haben und der sie dann auch nicht beschützen kann Kinder ![]() |
![]() |
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