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  #1  
Alt 26-08-2004, 11:54
Benutzerbild von Michael Kann
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Exclamation Karate Präsident tritt zurück ...

Lange haben es die Vöglein gezwitschert, nu is es raus ...
quelle: Nordbay. Nachrichten

Zitat:
Vom Dienst entbunden
Staatsanwalt ermittelt gegen leitenden Polizisten

Bis vor kurzem war Albert Schindler als Chef der Pressestelle des Polizeipräsidiums Niederbayern/Oberpfalz, Präsident des Bayerischen Karate-Bundes und Träger des Bundesverdienstkreuzes nicht nur an seinem Dienstort Regensburg hoch angesehen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Polizeioberrat wegen Untreue und Subventionsbetrug. Vom Polizeidienst ist Schindler entbunden, als Karate-Präsident trat er zurück.

REGENSBURG — Die Szene liegt zwei Jahre zurück und sie war wohl der Höhepunkt in der Karriere von Albert Schindler. Staatssekretär Hans Spitzner überreichte dem Träger des schwarzen Gürtels das Bundesverdienstkreuz. Noch nie hatte bisher ein Karateka eine so hohe Auszeichnung erhalten. Das Verdienstkreuz sollte Schindlers Einsatz bei der Organisation der Karate-WM 2000 in München würdigen.

„Nicht korrekt abgerechnet“

Die Veranstaltung — von der Stadt, dem Freistaat und dem Bund mit insgesamt 600 000 Mark gefördert — war ein Großereignis. 2700 Karatekämpfer aus nahezu 100 Nationen nahmen daran teil. Bei der Organisation der WM hat Schindler, so die ermittelnde Staatsanwaltschaft München I, Einnahmen einer eigens gegründeten GmbH nicht korrekt abgerechnet. Der Beschuldigte legte dazu bereits ein Teilgeständnis ab und zahlte angeblich 25 000 Euro zurück. Die Summe wurde von der Anklagebehörde bisher nicht bestätigt.

Ins Rollen brachte das gesamte Verfahren der Nürnberger Rechtsanwalt Dietmar Dorn. Der Jurist, selbst seit Jahrzehnten Karatesportler und lange Zeit ehrenamtlicher Vorsitzender eines Karatevereins, hat Schindler angezeigt. Gegenüber unserer Redaktion sagte Dorn: „Diesen Schritt habe ich mir genau überlegt, ich musste es schließlich tun — vor allem im Interesse der vielen ehrenamtlichen Jugendleiter, Trainer oder Vereinsvorstände, die wertvolle Arbeit leisten, ohne nach Geld zu fragen.“ Das Vertrauen dieser Leute habe Albert Schindler schwer missbraucht. Die Anzeige umfasst 17 Seiten mit einem kompletten Ordner als Anhang. Dietmar Dorn: „Jeder einzelne Satz in der Anzeige ist belegt.“

Schindler war als Geschäftsführer der eigens zur WM-Organisation gegründeten GmbH für die Unterbringung der Sportler aus aller Welt zuständig. Er kaufte große Bettenkontingente in führenden Münchner Hotels und bot sie mit Aufschlag dann den Teams an. Insgesamt machte die GmbH so einen erheblichen Überschuss. Dieses Geld zweigte Schindler offenbar zu einem Großteil für sich privat ab, genaue Abrechnungen zur WM 2000 legte er trotz mehrfacher Aufforderungen des Münchner Sportamtes bis heute nicht vor. Dabei ist in den Verträgen mit Stadt, Land und Bund festgehalten, dass Einnahmen und Überschüsse auszuweisen und mit den Zuschussgebern abzurechnen sind. Auf den Verband könnten also, so Dietmar Dorn auch noch hohe Rückforderungen der öffentlichen Hand zukommen.

Schindler selbst bestätigte lediglich, dass er vom Polizeidienst bis auf weiteres entbunden ist und dass eine Anzeige vorliegt. Zur Sache selbst will er sich momentan nicht äußern

PETER ABSPACHER
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  #2  
Alt 26-08-2004, 12:03
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Zitat:
Zitat von Michael Kann
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Absolut kein Verständnis... wenn das Geschriebene der Wahrheit entspricht, dann hoffe ich, daß er seine gerechte Strafe bekommt. Im Polizeidienst hat so einer jedenfalls nix zu suchen...

Gruß Micha
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  #3  
Alt 26-08-2004, 12:06
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Ziemlich traurig. Passiert aber nicht selten
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  #4  
Alt 26-08-2004, 12:25
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Die Gerüchte habe ich früher schon gehört. Quelle für diese Meldung?

Das Ermittelt wird bedeutet nicht das die Vorwürfe stimmen. Sollte das der Fall sein ist es natürlich traurig, aber Arbeit in den Gremien von Vereinen/Verbänden hat eben auch mit Politik und Geld zu tun, gerade bei einer solchen Veranstaltung. Für einen "Amateur" ist eine solche Veranstaltung bestimmt auch nicht so ganz einfach zu Organisieren. Ob da vorsätzlich betrogen wurde oder ob es einfach Fehler waren...
Und Karateka sind auch nur Menschen.
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Grüße, Michael
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  #5  
Alt 26-08-2004, 12:32
Benutzerbild von Michael Kann
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Steht im Eröffnungspost - Nordbay. Nachrichten
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  #6  
Alt 26-08-2004, 12:43
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Zitat:
Zitat von Michael1
Für einen "Amateur" ist eine solche Veranstaltung bestimmt auch nicht so ganz einfach zu Organisieren. Ob da vorsätzlich betrogen wurde oder ob es einfach Fehler waren...
Und Karateka sind auch nur Menschen.
Ja, da hast Du recht... kann schonmal passieren, daß ein paar zehntausende Euronen aufs private Konto rutschen...

Und als einen "Amateur" würde ich einen Polizeioberrat nicht bezeichnen. Und wenn er schon eine eigene GmbH gründet, dann hat er auch Ahnung.

Gruß Micha
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  #7  
Alt 26-08-2004, 12:52
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Zitat:
Zitat von Michael Kann
Steht im Eröffnungspost - Nordbay. Nachrichten
Hab ich jetzt auch gesehen. Hätte schwören können beim ersten lesen stand das nicht da..

Zitat:
Zitat von JuMiBa
Ja, da hast Du recht... kann schonmal passieren, daß ein paar zehntausende Euronen aufs private Konto rutschen...

Und als einen "Amateur" würde ich einen Polizeioberrat nicht bezeichnen. Und wenn er schon eine eigene GmbH gründet, dann hat er auch Ahnung.

Gruß Micha
Ob er sich gut genug beim Thema Finanzen und Recht auskennt ist für mich aber nicht klar, auch wenn er Polizeioberrat ist.

Ich geb ja zu das die Meldung für Schindler nicht gut klingt...
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  #8  
Alt 26-08-2004, 12:55
Benutzerbild von Michael Kann
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Zitat:
Zitat von Michael1
Hab ich jetzt auch gesehen. Hätte schwören können beim ersten lesen stand das nicht da..
Ja ... ich hab auch immer solche Lücken ... das Alter
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  #9  
Alt 26-08-2004, 13:09
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Dubiose Machenschaften des BKB überraschen mich nicht mehr.
Wenigstens kommt endlich mal was dagegen ins rollen.

Aber in dem Artikel ist ein dicker Fehler:
Ochi Shihan hat bereits vor mehreren Jahren das Bundesverdienstkreuz erhalten. Und zwar für die Tatsache, dass er seit vielen Jahren das Karate in Deutschland aufbaut. Wegen einer blöden WM das Bundesverdienstkreuz.....
Und dann hat er sich noch in die eigene Tasche gewirtschaftet......

Peinlich peinlich........
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  #10  
Alt 26-08-2004, 13:15
Benutzerbild von Sebastian
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Zitat:
Zitat von Dojokun
Aber in dem Artikel ist ein dicker Fehler:
Ochi Shihan hat bereits vor mehreren Jahren das Bundesverdienstkreuz erhalten. Und zwar für die Tatsache, dass er seit vielen Jahren das Karate in Deutschland aufbaut. Wegen einer blöden WM das Bundesverdienstkreuz.....
Und dann hat er sich noch in die eigene Tasche gewirtschaftet......

Peinlich peinlich........
Wollte ich gerade auch schreiben!!

Schlecht recherchiert von der Zeitung!

Gruß

Sebastian
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  #11  
Alt 26-08-2004, 13:27
Benutzerbild von Michael Kann
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@ Dojokun und Sebastian
ich denke, dies ist eine lässliche Sünde, außer der Recherchierende wäre ein Karateka

@ Interessierte
Im übrigen, ggf. mag sich noch einer daran erinnern, ich hatte mal über die www.kritische-karatekas.de geschrieben. Diese Karateka hatten ja schon mehrfach Beschwerden lauf, siehe hier http://www.kritische-karatekas.de/aktuelles.htm

Dazu mal der passende Text:
Zitat:
Eine Anfrage an den Präsidenten des BKB mit Schreiben vom 16.05.2002, auf welches keine Antwort erteilt wurde. Diese Frage wurde dann weitergegeben an den Präsidenten des DKV, nämlich wie folgt:

"Welche Umstände es vorliegend gestatten sollen, dass der Gewinn der Karate WM 2000 zwischen den natürlichen Personen des Organisationskomitees verteilt werden darf."

Ein entsprechender Beschluss des Organisationskomitees der Karate WM 2000 GmbH wurde gefasst. Bei der Organisationskomitee Karate WM 2000 GmbH handelt es sich aber zum einen um eine Gesellschaft, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung verfolgt. Zum anderen ist Alleingesellschafterin dieser Gesellschaft der Bayerische Karatebund e.V., der ordentliches Mitglied des DKV als auch des BLSV ist. Somit unterliegt die Wirtschaftsführung der Organisationskomitee Karate WM 2000 GmbH nicht nur den Bestimmungen der Abgabenordnung, den Satzungen des BKB und des BLSV, sondern auch den Satzungsbestimmungen des DKV. Gemäß § 3 III S. 2 DKV-Satzung dürfen aber etwaige Gewinne nur für satzungsmäßige Zwecke des Verbandes verwendet werden.

In diesem Zusammenhang sei grundsätzlich angemerkt, dass es nicht darum geht, engagierten Personen eines Verbandes angemessene Aufwandsentschädigungen abzusprechen!

Diese finden jedoch ihre Rechtsgrundlage als Ausprägung der Wirtschaftsführung des Verbandes gemäß § 14 BKB - Satzung in der Kosten- und Honorarordnung - BKB bzw. in der entsprechenden Kosten- und Honorarordnung - DKV.

Gewinnverteilung ist aber naturgemäß nicht Aufwandsentschädigung, unabhängig davon, ob zu wenig oder ob zu viel gezahlt wird.

Weiterhin würde eine solche Gewinnverteilung nicht nur dem Ruf der verantwortlichen Verbände (WKV, DKV, BKB, BLSV) schaden, sondern auch dazu führen, dass die Empfänger eines solchen Vorteils zukünftig befangen wären und in ihrer Arbeit behindert würden. Denn bei einer unsauberen Handhabung der Angelegenheit müssten die Einzelnen immer damit rechnen, dass ihnen insoweit ihre Integrität abgesprochen wird.

Demgemäß wäre es Aufgabe des Präsidiums des BKB aufgrund der ihm zukommenden Fürsorgepflicht für den Verband und der sich in ihm engagierenden Mitglieder gewesen, für eine vollständige Klärung dieser Frage zu sorgen und Auskunft zu geben.

Nachdem die aufgeworfene Frage nicht verbandsintern geklärt werden konnte, wurde diese dann damals an die Oberfinanzdirektion München weitergereicht, die die Unzulässigkeit einer Gewinnverteilung an Privatpersonen bestätigt hatte und wohl entsprechend gegenüber dem BKB tätig geworden war.

Erst nach diesen aufwendigen Maßnahmen wurde von Seiten des BKB bestätigt, dass der von uns in Frage gestellte Beschluss nicht mehr relevant sei.

Aufgrund der weiteren Entwicklungen greifen wir nun dieses Thema wieder auf.

Aktuelles August 2004:

Wie sich im Laufe eines anhängigen Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft München I gegen Herrn Schindler gezeigt hat, hat Herr Schindler wohl ohne Kenntnis der anderen Mitglieder des Organisationskomitees als Geschäftsführer der Organisationskomitee Karate WM 2000 GmbH Gelder privat vereinnahmt und diese nicht erklärt.

Laut Presseberichten sollen diese Gelder an den Bayerischen Karatebund wieder zurückgezahlt worden sein.

Ob dies sämtliche Gelder waren und ob die Ermittlungen weiteres strafrechtlich-relevantes Verhalten des Beschuldigten ergeben wird, bleibt abzuwarten.

Ebenso bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen das kriminelle Verhalten des Herrn Schindler für den Bayerischen Karate Bund und den Deutschen Karateverband haben wird, wenn sich der Tatvorwurf des Subventionsbetruges bestätigen sollte.

Herr Schindler, Sie haben uns und unser Grundverständnis verhöhnt!

In welcher Höhe sich der materielle Schaden bewegen wird, mag augenblicklich noch dahinstehen.

Viel schwerer wiegt der ideelle Schaden für den gesamten Bereich der sich ehrenamtlich engagierenden Personen, für das Ehrenamt, die Stadt München und das Land Bayern, die diese Veranstaltung mit ihrem Namen unterstützt hatten, als auch für die Politik.

Zur Durchführung der Weltmeisterschaft in München waren ca. 200 ehrenamtliche Helfer bereit, ihre Freizeit zu opfern. Viele Berufstätige hatten hierfür Urlaub genommen. Motiviert werden diese Menschen, sich für unsere Gemeinschaft einzusetzen, da auch im Karatesport noch das Ideal einer Sportgemeinschaft existiert, in der sich jeder nach seinen Fähigkeiten einbringen können sollte.

Unsere Idee ist nicht die Förderung der wirtschaftlichen oder persönlichen Interessen Einzelner, sondern wir wollen unsere Sache sowohl in unserer Gemeinschaft der Karatesporttreibenden als auch als Vorbild in der Gesamtgesellschaft voranbringen.

Hierbei handeln wir solidarisch und repräsentieren damit ein Stück des Gemeinwohls. Im Gegenzug hierzu werden wir von der Gesellschaft unterstützt, wie im Fall der Karate WM 2000 mit mehreren hunderttausend Mark.

Nur aufgrund eines solchen natürlichen, ideellen Verständnisses an der Basis existiert ein ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft und kann damit zur Basis einer sozialen Gesellschaft beitragen.

Das Verhalten des Herrn Schindler hat dieses Verständnis aller sich in einer Sportgemeinschaft Engagierenden im Kern beleidigt und zerstört die Bereitschaft, sich in eine Gemeinschaft uneigennützig einzubringen.

Zugleich wurde die Gesamtgesellschaft schwer geschädigt. Diese kann nur funktionieren, wenn alle die Spielregeln einhalten, diese auch für sich gelten lassen, und nicht versuchen, ein Solidarsystem zu Gunsten einer kleineren Einheit oder ihrer Partikularinteressen auszuplündern oder sich an gemeinschaftlichen Werten zu bereichern.

Dass Herr Schindler zugleich eine berufliche Stellung als Kriminaloberrat einnahm und ihn dies gleichwohl nicht davon abhielt, das aufgezeigte Verhalten an den Tag zu legen und erhebliche kriminelle Energie aufwenden musste, um dieses Geschehen nach seiner Vorstellung umzusetzen, erstaunt um so mehr.

Mit seinem Verhalten hat Herr Schindler zugleich das Vertrauen des Schirmherrn der Veranstaltung, des Herrn Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber sowie der einladenden Landeshauptstadt München und ihres Oberbürgermeisters Dr. Christian Ude missbraucht.

Nachdem dem Beschuldigten Schindler aufgrund seines „ehrenamtlichen Engagements“ für die WM von der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, dies im Vertrauen auf seine Integrität und Redlichkeit im Rahmen der Durchführung der Weltmeisterschaft, welches ihm zusätzlich auch als Kriminaloberrat entgegengebracht wurde, wird die Werteordnung unserer Gesellschaft völlig auf den Kopf gestellt. Die Verleihung einer solch hohen Auszeichnung wäre in Kenntnis des tatsächlichen Verhaltens des Herrn Schindler außer Diskussion gestanden.

Nicht nur die zu erwartende Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes wird Herrn Schindler wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen, den er offensichtlich unter seinen Füßen verloren hatte.

Die kritischen Karatekas
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  #12  
Alt 26-08-2004, 15:30
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Es ist nicht viel zu sagen (es "schwante" schon vielen Vieles):

Albert Schindler hat in seiner Amtszeit viel für Karate geleistet,
er hat - offensichtlich - auch illegal viel für sich geleistet,

ich will niemandem, der schwer strauchelt, noch zusätzlich in den Hintern treten, aber

ich fühle mich getäuscht, und ich bin enttäuscht.

nulle
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  #13  
Alt 30-08-2004, 08:19
Benutzerbild von Ki. 102
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Thumbs down Normal ?

Zitat:
Schindler war als Geschäftsführer der eigens zur WM-Organisation gegründeten GmbH für die Unterbringung der Sportler aus aller Welt zuständig. Er kaufte große Bettenkontingente in führenden Münchner Hotels und bot sie mit Aufschlag dann den Teams an. Insgesamt machte die GmbH so einen erheblichen Überschuss.
Mal davon abgesehen, dass da möglicherweise größere Summen auf's eigene Bankkonto geflossen sind ...
Ist das normal, dass man den WM-Teams noch Geld aus der Tasche zieht, indem man als Veranstalter an den Hotelzimmern noch extra verdient ??
Das kann doch eigentlich nicht sein, oder ?

GRUß !
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  #14  
Alt 30-08-2004, 09:30
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Zitat:
Zitat von Ki. 102
Mal davon abgesehen, dass da möglicherweise größere Summen auf's eigene Bankkonto geflossen sind ...
Ist das normal, dass man den WM-Teams noch Geld aus der Tasche zieht, indem man als Veranstalter an den Hotelzimmern noch extra verdient ??
Das kann doch eigentlich nicht sein, oder ?
Leider ist das bei vielen, auch großen, Verbänden normal. Sieh Dich doch mal im Kickbox- oder Muay-Thai- Forum um ...
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  #15  
Alt 30-08-2004, 11:16
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Michael Kann #14

Leider ist das bei vielen, auch großen, Verbänden normal.
Ich weiß, wie Du es meinst; wir sollten, trotzdem diese Sauereien üblich zu sein scheinen, sie nicht als normal bezeichnen.

Das Schlimmste an diesen Saubermännern ist doch, dass gerade sie es sind, die Moral, Anstand, Fairplay (Idealismus!!!) usw. fordern.
Wenn die Sportler einmal dahinter steigen, dass Politik und Sportpolitik von den selben (dreckigen) Charakteren geleitet wird, wird dies nicht unbedingt motivierend wirken.

Zweifelnder
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