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Karate, Kobudō Alles über die Kampfkünste von Okinawa



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  #61  
Alt 28-12-2004, 14:45
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Kampfkunst: Karate
 
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P.S. wird wohl doch mit zwei Buchstaben geschrieben, es heißt nämlich in der Tat Post Scriptum. Latein hat aber keine zusammengesetzten Worte. Ein weiteres Beispiel ist post mortem oder post bzw. ante meridiem (a.m. bzw. p.m.).
Wenn schon besserwissen, dann richtig. ;o)
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  #62  
Alt 28-12-2004, 14:56
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 28.12.2004
Ort: Braunschweig
Beiträge: 8
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Aber jetzt mal ein seriöser Beitrag zum Thema und nicht zum P.S.
Karate ist meiner Meinung nach sehr wohl für die SV geeignet. Man muß eben nur mal von den starren Trainingsformen (Kihon, Kata) abstrahieren und auch die Kumiteformen etwas umändern, da diese in der Tat auf Karate-Angriffe ausgelegt sind. Sobald man sich "normal" und etwas näher zum Partner hinstellt, klappen die meisten Sachen auch wieder etwas realitätsnäher. Und letztlich ist es ja wohl egal, wo man einen Schlag oder Block gelernt hat, solange er funktioniert. Man sollte nur ein wenig schauen, dass man nicht versucht die ellenlangen Kombinationen, die Kata vorgeben in realitätsnahe SV-Bewegungen umzumünzen. Die sind aufgrund der Komplexität ungeeignet und müssen deswegen aufgeteilt und vereinfacht werden. Auch lassen sich eine Vielzahl von Interpretationen generieren, wenn man etwas länger über einzelne Bewegungen nachdenkt.
Was aber allgemein etwas problematisch erscheint, ist die doch ziemlich hohe Effektivität der Technken, wenn man diese "planmäßig" ohne Abstoppen ins Ziel bringt. Da kann schnell mal was brechen und dem Getroffenen das Licht ausgehen.
Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist da mal schnell strafrechtlich relevant verletzt. Und an Kampfsportler werden da vermutlich höhere Ansprüche an die Einschätzungsfähigkeiten brenzliger Situationen gestellt.
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  #63  
Alt 06-01-2005, 13:35
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Kampfkunst: Different Fighting (Thai,Kick,Boxen,Bodenkampf)
 
Registrierungsdatum: 02.01.2005
Beiträge: 6
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]KARATE ZUR SV GEEIGNET ??????
[/SIZE]Meine Antwort zu diesem eigentlich schwierigen Thema ist ein klares NEIN!! Karate ist sicherlich ein toller Sport, aber damit sollte es dann auch bleiben.

Es gibt sicherlich ehr viele Stile und auch hier sollte man unbedingt unterscheiden, da das shotokan karate schon eine modifizierte und effektivere form des karate ist. Aber trotzdem bleibe ich bei meiner harten meinung gegenüber karate. Ein guter Freund von mir ist seit einigen Jahren Trainer im Taekwondo und im Karate, er selber ist meiner Meinung.

Macht einfach den Versuch, lasst einen KKNeuling ein halbes Jahr Karate trainieren und dann lasst ihr jemand anderes ein halbes Jahr ein simples Boxtraining durchführen, sollten dies zwei aufeinandertreffen, schon in einem einfachen sparring sieht es doch für den karateka dann sehr übel aus.

Nun wollen wir uns alle nichts vormachen, die meisten hier in diesem Forum verfügen über eine hohe Erfahrung in mehreren KK. Dies macht dieses Forum ja auch aus, aber wenn Ihr ehrlich seid und z.B. schon einmal in eine Schlägerei geraten seid, dann wisst Ihr, dass sämtliche hochkomplizierten Übungen aus vielen KK aus dem Kopf verschwunden sind.

Ich könnte jetzt noch stundenlang über SV schreiben, aber ich will mich jetzt kurz fassen.

Meiner Ansicht nach, baut sich eine funktionierende SV auf einem guten Boxtraining auf, hierüber kann man natürlich auch ein Kickbox und ein Thaiboxtraining absolvieren. Das natürlich im Vollkontakt!! Danach kann man sich auch diversen Hebeln und Bereiche aus Krav Maga Maor oder auch aus dem BJJ widmen. Wenn man nicht gerade zu dem TOP Stadtschläger aufsteigen möchte, dann reicht das schon mal als gute Grundlage.

GAAAANNNNZ WICHTIG: Der Kopf eines jeden einzelnen entscheidet einen wesentlichen Teil der Auseinandersetzung, und aus einem eher ängstlichen Gesellen kann man keinen Fighter zaubern. Merkt euch das. Denn ein Strassenschläger verfügt meist über eine langjährige Erfahrung, und das ist durch kein Training dieser Welt zu ersetzen.

Ich habe einige Jahre in einer Sicherheitsfirma ( Discos Veranstaltungen etc.) gearbeitet und deswegen sage ich euch, unterschätzt niemals die Brutalität und die Willenskraft eines Schlägers, der noch nie in seinem Leben eine KK betrieben hat.

Der Charakter spielt in einer Schlägerei, sowie im ganzen Leben die grösste Rolle.

GRUSS!!
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  #64  
Alt 06-01-2005, 14:44
Benutzerbild von Dojokun
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Kampfkunst: Shotokan-Karate-Do
 
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Ich werde keinen Schüler in einem halben Jahr zum Streetfighter ausbilden.

Aber anders argumentiert:
Wenn jemand unerwartet und heimtückisch angegriffen wird bringt einem weder Karate noch (Thai-/Kick-)Boxen viel...
Auch die "Nehmerqualitäten" sind völlig anders, wenn ich unerwartet und mit der bloßen Faust (OHNE Handschuhe) oder gar mit Gegenständen getroffen werde. Und wenn ich einmal am Boden liege und die Jungs mit meinem Köpfchen Fußball spielen ist es eh zu spät. Da hilft auch kein Bodenkapf, Grappling oder was auch immer.

In einer "Duell"-Situation könnte ein Kampfkünstler eine Chance haben, wenn es vom Kopf her soweit ist. Dann ist die Technik eh von eher untergeordneter Wichtigkeit.

Und by the way:
Ich kenne Karateka, die in einer SV-Situation siegreich waren und Kickboxer, Boxer und Ringer, die ordentlich auf die Mütze bekommen haben.

Man hüte sich vor Pauschalaussagen und Verallgemeinerungen......
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  #65  
Alt 10-01-2005, 14:27
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Kampfkunst: Shukokai Karate, Ringen
 
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Aloha,

Also ich selbst habe zum Glück noch nie Karate richtig anwenden müssen. (liegt vielleicht an meiner Statur *g* 1.88, 95kg) Auf jeden Fall erzählte mir kürzlich ein Trainingskollege, wie er in eine SV Situation kam inder er Karate sehr effektiv anwenden konnte. (Er trainiert auch wie ich seit 9 Jahren und hat den 1 Kyu, ist ca 1.80gross, 70 kg)

Er war mit seiner Freundin in einer Bar, als ein angetrunkener Halbstarker zu ihm kann und vor seinen Augen seine Freundin anmachte. Er machte ihn mehrmals darauf aufmerksam das zu lassen, als dieser plötzlich weit ausholte und versuchte einen Haken zu platzieren, mein Kollege blockte mit Jodan-age-uke (ein wenig angepasst) und verpasste ihm einen Gyaku-Zuki aufs Kinn, dieser sackte sofort zusammen und lag nun KO am Boden. Dann riefen sie den Türsteher und gingen heim.

Meine Meinung ist dass sich Karate sehr gut zur Selbstverteidigung eignet! Mann muss einfach die Techniken so anpassen dass man sie auch wirklich verwenden kann! Beim Karate ist es (so glaube ich zumindest) so, dass man am Anfang (so die ersten 5-6 Jahre) die Sachen nicht zur SV anwenden kann. Man aber dann extreme Fortschritte im Verständniss der Technicken und in der Anwendung hat. So würde ich behaubten dass JEDE Kampfsportart in den ersten paar Jahren besser zur Verteidigung geeignet ist als Karate, nach diesen ersten Jahren holt das Karate aber wieder alles auf und ist dann sogar in gewissen Sachen anderen Stilen überlegen.

Allerdings ist alles sehr abhängig vom Stil, Dojo, Sensei und wie man selbst trainiert. Wenn der Sensei es schafft eine gewisse Härte in den Unterricht zu bringen und auch Situationen, Makiwara Training durchführt, auch ein paar Sachen die vielleicht nicht gerade Karate spezifisch sind (zB: Hebel) hineinbringt, und auch mal Nahkampf macht (also nicht Mitteldistanz wie beim Karate üblich), dann denke ich das längerfristig Karate zu einer der besten Selbstverteidigungssytemen überhaubt zählt!
Aber auch der Sensei kann nicht alles machen, schlussendlich entscheidet sich alles am Kämpfer selbst, wie regelmässig , mit welcher Motivation, wie er trainiert.

Eine Kampfkunst ist IMMER besser als gar Keine!!!! Denn ich glaube, dass sich auf der Strasse keine langjährigen Kickboxer, Grappler, WTler, Karatekas ect. prügeln. Vielleicht irgend ein Halbstarker der vielleicht mal 1 Jahr Kickboxen (oder Karate, oder Thaiboxen ect) gemacht hat. Aber mit 99% sicher niemand der sich wirklich intensiv mit Kampfkünsten beschäftigt hat!!!

Schöne Zeit
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Wie ward ich oft gebrochen, brach mich selbst, und dennoch leb ich, unverwüstlich starch, was alles liegt in mir geknickt, verdorrt, doch unaufhaltsam wächst es nach...

Geändert von Kouhei (10-01-2005 um 14:34 Uhr).
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  #66  
Alt 10-01-2005, 14:46
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Zitat:
Zitat von Dojokun
Auch die "Nehmerqualitäten" sind völlig anders, wenn ich unerwartet und mit der bloßen Faust (OHNE Handschuhe) oder gar mit Gegenständen getroffen werde.
Nehmerqualität ist Nehmerqualität. Besser "weiches" Boxen machen als gar keinen Kontakt, dann kann man sich gleich umpusten lassen.
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  #67  
Alt 10-01-2005, 15:01
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Zitat:
Zitat von DieKlette
Nehmerqualität ist Nehmerqualität. Besser "weiches" Boxen machen als gar keinen Kontakt, dann kann man sich gleich umpusten lassen.
Hast Du mich nicht verstanden?
Zu viel nehmerqualitäten trainiert?

Nein, nur Spaß!!!
Ich bin der Meinung, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich vorbereitet Schläge mit Handschuhen kassiere oder unvorbereitet ohne Handschuhe oder mit Gegenständen bearbeitet werde.

Aber Dein Standpunkt ist mir nicht ganz klar...
Erklär doch mal etwas ausführlicher, wie Du das meinst.

Oss

Dojokun
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  #68  
Alt 10-01-2005, 15:12
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Zitat:
Zitat von Dojokun

Aber Dein Standpunkt ist mir nicht ganz klar...
Erklär doch mal etwas ausführlicher, wie Du das meinst.

Oss

Dojokun
Grüß Dich,
ja, ich weiß, ich neige zu provokanten einwürfen . Mir geht es darum, dass jede Nehmerqualität besser ist als keine. Und Nehmerqualiät kann man durchaus trainieren. Wenn man das nicht tut, dann hat man prinzipiell verloren, wenn es mal Stress gibt ( Schockeffekt, übertriebene Angst vor Schmerzen, sofortiger Strukturverlust bei einem Treffer ).

Zitat:
Zitat von Dojokun
Auch die "Nehmerqualitäten" sind völlig anders, wenn ich unerwartet und mit der bloßen Faust (OHNE Handschuhe) oder gar mit Gegenständen getroffen werde.
Was die bloße Faust anbelangt, ich denke, dass wird überschätzt. Es ist definitv härter, aber aber auch nicht übermäßig viel, die Gefahr für Blatzwunden steigt nur immens. Gegenstände, nun ja, sicher, da ist wenig tun. Ausser vielleicht ein Dog Brothers Gathering .
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  #69  
Alt 10-01-2005, 15:15
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Nehmerqualität heißt also man muss sich regelmäßig anknocken oder zumindest heftig verhauen lassen, nebenbei ein paar überflüssige Gehirnzellen verlieren, um in einer SV Situation besser bestehen zu können!?
Halte ich für Blödsinn.
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  #70  
Alt 10-01-2005, 15:20
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Zitat:
Zitat von Sebastian
Nehmerqualität heißt also man muss sich regelmäßig anknocken oder zumindest heftig verhauen lassen, nebenbei ein paar überflüssige Gehirnzellen verlieren, um in einer SV Situation besser bestehen zu können!?
Halte ich für Blödsinn.
Man sollte zumindest einmal erfahren haben, was Schmerz in einem bewirkt. Das heißt nicht, dass man sich regelmäßig zerlegen lassen sollte.
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  #71  
Alt 10-01-2005, 15:20
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Nein, aber Menschen die nie Kontakt hatten, also nie "einstecken" mussten, werden sich in einer ernsthaften SV-Situation im Nachteil befinden, meinst du nicht ?

Sie sind es nicht gewohnt, Schläge abzubekommen, wohin auch immer, Schmerzen zu empfinden / zu ignorieren, schlimmer noch, sie rechnen garnicht damit.

Ich bin der Meinung, dass Kontakt (muss ja nicht Vollkontakt jedesmal sein) unumgehbar ist, wenn man auf SV trainiert.
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  #72  
Alt 10-01-2005, 15:25
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ja, das sehe ich wie du.

Und ich kenne auch kein Karate (kein Stil, kein Dojo), wo kontaktlos trainiert wird.
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  #73  
Alt 10-01-2005, 15:32
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Was ist mit Vollkontakt ?

Ich bin der Meinung, wenn man VK trainiert (nicht immer, aber regelmässig), ist man auch im Vorteil, vor allem wenn es nicht nur um Nehmerqualitäten sondern um Timing und Distanz geht.
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  #74  
Alt 10-01-2005, 15:58
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Und das ist genau der Punkt, um den sich hier zahlreiche Diskussionen im Board drehen. Gerade die Frage nach wer wo wann im Vorteil ist, ist immer sehhhhr schwer zu beantworten.
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  #75  
Alt 10-01-2005, 17:08
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@Sebastian: Was ist denn mit Shotokan Karate? Kenne diesen Stil nur kontaktlos! Selbst oder besser gesagt gerade die höher Graduierten sind äußerst stark darauf trainiert, zwar die Richtung zum Trainingspartner zu haben, aber den Abstand ihrer Techniken so zu wählen, dass sie im Freikampf keinesfalls treffen, sondern einen knappen cm vorher die Technik abrupt stoppen...

Auf diesem Wege trainiere ich selbst bereits seit Jahren (allerdings auch Bodenkampf, Nahdistanz etc.), und auf diesem Wege bin ich immer gut gefahren...

Ich selbst konnte mich - auch wenn ich nie auf Kontakt trainiert habe - erfolgreich verteidigen, als ich es mal musste. Ich denke nicht, dass man die Chancen in der SV an einem Stil festmachen kann, es hängt von viel mehr ab! Karate bei einem Meister ist zum Beispiel ein ganz anderes als bei einem anderen Meister, selbst wenn es derselbe Stil und derselbe Dachverband ist! Jeder legt sich seine Schwerpunkte im Training selbst fest und richtet danach auch sein Training aus! Zusätzlich ist es der Schüler, der die Selbstverteidigungsfähigkeit projiziert. Wenn ein Schüler regelmäßig zum Training geht, hart an sich arbeitet, seine Techniken und Reflexe zu schulen, wenn er die richtige Einstellung hat, dann wird er wohl eher in der Lage sein, sich zu verteidigen, als wenn er einfach mal so vielleicht einmal die Woche zum Training geht, um zu relaxen. Zusätzlich hängt es von der Situation ab, ob ein Stil SV - technisch effektiv ist oder nicht: Gegen ein Messer kann ein Karateka selten etwas ausrichten, darauf ist er in den seltensten Fällen ausgebildet. Einen Stock dagegen kann er - wenn das Training stimmt - relativ gut handhaben, die Techniken sind ihm geläufig. Jemand der Messerkampf trainiert, wird nicht so gut auf Stockkampf hinarbeiten können. Und gegen eine Schusswaffe ist keine KK selbstverteidigungsfähig, da braucht man eher Glück als Verstand und Technik...

Außerdem ist es bei der Effektivität einer KK auch wichtig, dass man lernt, einen Weitblick zu behalten (selten, dass ein Typ, der einen vermöbeln will, allein ist...)

Zu der These, dass ein Straßenschläger selten KKs trainiert haben: Es mag richtig sein, dass eben diese Typen nicht allzu viel KKs trainiert haben, aber diese Menschen haben einfach mal meistens ziemlich viel Straßenkampferfahrung, und das darf man keinesfalls unterschätzen!!! Diese Typen sind die einzigen, die es mal gelernt haben, einzustecken, und das meist nicht so knapp... Solche Typen gehen nicht mit einem Schlag ko, aber sie haben ihre "Techniken" auch meist optimiert (ich rede hier nicht von einem einzelnen Besoffenen, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat...)

Ciao Maze
__________________
Karate ist eindeutig kein Budo, denn es ist nicht der Weg des Militärs, vielmehr ist es Bushido, der Weg des Kämpfers...

Geändert von MazeMan (10-01-2005 um 17:24 Uhr). Grund: SChusseligkeit, habe die Hälfte vergessen...
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