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#1
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| Hallo! Ich hätte da mal eine Frage an erfahrene Karate-Sportler. Und zwar macht mein Sohn (12) Karate, seit einigen Jahren, ich schätze 5 Jahre und zwar in einem Verein. Mal mehr mal weniger bin ich unzufrieden mit dem Training. Ich meine, Gürtelprüfungen sind sicher nicht alles. Aber nach ca. 4 Jahren haben die ersten die Prüfung zum weißen Gürtel gemacht, das war vor einem Jahr. Es tut sich nichts, ich habe das Gefühl, man kommt nicht voran. Die anderen sind auch gefrustet, motzen aber nicht sondern bleiben weg. Es wird Werbung gemacht, es kommen neue dazu, nur die Gruppe kommt nicht voran. Finde ich jedenfalls. Eine weitere Gürtelprüfung gab es seither natürlich nicht. Wenn ich mit dem Trainer spreche, meint er, ich sei übereifrig, das sei halt schwierig und dauert seine Zeit. Er stellt mich quasi als zu leistungsbezogen hin, da ich ja sowieso von Karate nichts verstehe (wobei letzteres sicherlich stimmt ) Aber den Schuh der hysterischen leistungsfixierten Mutter will ich mir einfach nicht anziehen. Daher meine Frage: ist es normal, nach 5 Jahren Karate (zweimal pro Woche Training) erst den weißen Gürtel zu haben? Mir ist schon klar, dass man das nicht in Jahre fassen kann. Aber ich persönlich denke, dass ein realistisches Ziel die Kinder motivieren würde. Und mein Sohn trainiert regelmäßig und mit (im Vergleich zum Gruppendurchschnitt) viel Motivation. Leider ist es der einzige Karateverein hier in der Gegend und Kampfschulen sind erheblich teurer. Ich überlege, das Geld trotzdem zu investieren, obwohl ich keine Ambitionen habe, ihn auf Turniere zu schicken. Es eigentlich "nur" ein Freizeitsport sein. Aber eben doch mit ein bisschen (!) Fortschritt. |
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#2
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| Zitat:
Ich würde den Fortschritt nicht daran fest machen. Mfg. Markus
__________________ bêtise = parole ou action qui manque d'intelligence |
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#3
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| @ Markus11 Das kann man sehen wie man will . Mit einen neuen Gürtel kommen andere Sachen ins Training . 5 Jahre immer das gleiche ...Na Ja @Maren1970 Machen die Anderen im Verein auch keine Prüfungen ,oder ist das nur bei den ''Zwergen :-)'' so ? |
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#4
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| Wie lange soll denn die Ausbildung zum Schwarzgurt, also zum Fortgeschrittenen, dauern?! Zirka 6 Monate Abstand zwischen den ersten Gürteln ist wohl eher sinnvoll. Und so ist es ist auch gängige Praxis in den meisten Kampfkunstschulen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche sind regelmäßige Gürtelprüfungen eine wichtige Motivation. |
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#5
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| Hallo, ich leite einen kleinen Karate-Verein, eine Kindergruppe haben wir aber erst seit einigen Wochen. Es finden ca. 2 mal im Jahr Prüfungen statt. Bei den Kindern werde ich das, denke ich, genauso handhaben, vorausgesetzt natürlich regelmäßiges Training. In gewisser Weise muss ich meinem Vorredner Recht geben: Man macht nicht Karate wegen der bunten Gürtel, andererseits ist es auch schön, eine Bestätigung der eigenen Leistungen zu bekommen, wenn man regelmäßig trainiert. Bei Kindern denke ich, ist es zur Motivation noch wichtiger. Außerdem ist es auch eine kleine Herausforderung, sich einer Prüfung stellen zu müssen. Also vier Jahre bis zur Weiß(!)-Gurt-Prüfung finde ich einfach unmöglich. Es mag sein, dass der Verein keine eigenen Prüfer hat, aber dann kann man immer noch von auswärts einen holen. Grüße
__________________ http://www.kungfu-marburg.de/pages/d...startseite.php Geändert von Shugyo (23-06-2010 um 18:51 Uhr). |
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#6
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| Normal ist das unabhängig vom Alter nicht. Standard is eher 1-2x im Jahr ne neue Graduierung. Allerdings bin ich eh dafür das Kinder unter 12 keine Gürtelprüfungen machen sollten. vielleicht sieht das der Trainer ja genauso wie ich. Ein Gürtel sollte normalerweise eben aussagen , wie weit jemand in einer Kampfkunst fortgeschritten ist. ( Klar tut er das leider heute in den meisten Dojos überhaupt nicht mehr) Wenn man nun von Anfang an viele Gürtelprüfungen macht , laufen bald 14 järhige Knirpse mim 1 Dan Schwarzgurt rum ... obwohl sie jeder 16 jährige der etwas rauher aufgewachsen ist verhauen würde. Kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.
__________________ What do u know about fighting if u have never been in a ring/cage ? Nothing ! absolutely nothing |
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#7
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| Ich bin genau gegenteiliger Meinung. Gürtelprüfungen für Kinder als Motivationshilfe und als Ausbildungsleitfaden für den Trainer in übervollen Kinderkursen sind sinnvoll. Erwachsene brauchen keine Gürtelprüfungen. Ein Erwachsener sollte sich eigene Gedanken über sein Training machen und er sollte wissen, dass der Gürtel nur ca. 4 Zentimeter kurz über'm A ... abdeckt, und daß er den Rest selber schützen muss. ![]() |
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#8
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| 4 jahre für die erste prüfung ist aber auch sehr krass. Klingt für mich so, als ob den trainern ihr training recht egal ist. Wenn du/dein sohn das gefühl hast, dass er da keine fortschritte macht, würde ich mir evtl. tatsächlich eine ordentlich kampfkunstschule überlegen, da sonst zeit vergeudet wird, die er auch besser nutzen hätte können... |
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#9
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| Hallo und danke für eure Meinungen und Erfahrungen. Nein, es hat kein anderer "Zwerg" in der Zwischenzeit oder auch in den Jahren vorher eine Prüfung gemacht. Und klar, es stimmt natürlich, dass ein bunter Gürtel im Grunde nichts über den Fortschritt aussagt. Aber was sagt dann was über den Fortschritt aus? Ich habe das ein kleines bisschen wie Bronze, Silber und Gold beim Schwimmen gesehen. Gerade für Kinder ist der "Aufstieg" eine große Motivation. Wirklich viel Fortschritt sehe ich leider sonst auch nicht, muss ich gestehen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass der Trainer Prüfungen unter 12 Jahren ablehnt. Das hätte er ja auch klar so sagen können, damit kann ich durchaus leben, sofern er andere Möglichkeiten findet, die Kinder zu motivieren. Aber die "Dauer-Drohung" beim Training ist: "Ihr wollt doch Prüfung machen, also gebt euch endlich mal Mühe". Was die Kinder nach den Jahren nicht mehr wirklich ernst nehmen, logischerweise. Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr tendiere ich dazu, den Verein zu verlassen. Denn dass es dem Trainer egal ist, das ist auch mein Eindruck, leider. Denn eigentlich finde ich Karate eine tolle Sache und einige Trainingsstunden waren ja auch wirklich gut. Aber so bringt es ja nichts. |
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#10
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| Sinn von Gürteln hin oder her. Solche ein Verhalten ist für mich abnormal. Es würde mich wirklich interessieren, welchem Verband die Schule angehört. 4 Jahre bis zur ersten Prüfung ist mehr als merkwürdig. Sollte der Trainer keine schlüssigen Argumente haben würde ich die Schule verlassen. Bei den Vereinen die ich kenne wird/wurde 1-2 mal im Jahr eine Prüfung ANGEBOTEN. Die KANN man dann mitmachen. Aber man hat halt wenigstens die Möglichkeit. Meistens sind die Prüfungen auch in den Prüfungsordnungen der Verbände geregelt. Da gibt es meistens Abstände von 6-9 Monaten. Einfach mal nach dem Verband und der Prüfungsordnung fragen. Der Verband steht auch meisten auf den Urkunden. Im Internet mal nach googlen und schon erfährt man mehr. Sieht für mich jedenfalls sehr unseriös aus. |
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#11
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| Die Weißgurt-Prüfung habe ich, wenn ich mich noch korrekt erinnere, damals direkt im Anschluß an den Anfängerkurs gemacht.
__________________ "And if I die before I wake, I pray the lord my soul to take" |
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#12
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![]() @Maren 4-5Jahre bis Weißgurt sind keinesfalls normal. Es muss ja nicht übertrieben werden aber das ist definitiv ungewöhnlich lange.
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=jaq72-rAqJU |
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#14
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| Hallo, liebe Maren! Erst meine direkte Anwort und dann die Begründung, die mich zu dieser Antwort führt: Nein, denn nach vier Jahren ist man eigentlich schon auf dem Weg zum Schwarzgurt (entsprechender Einsatz vorausgesetzt). Vor allem sollte man den Kontext einer Kindegruppe sehen: Gerade hier sind die zu erwerbenden Gürtel der pädagogische Kick schlechthin! Von daher ist es nicht nachvollziehbar in vier Jahren nicht eine Gürtelprüfung anzubieten bzw. angeboten zu haben. Ich weiß nun nicht, welchen Karate-Stil dein Bub praktiziert, aber normalerweise steht spätestens nach einem halben Jahr die erste Gürtelprüfung (gelb) an. Vier Jahre sind ein schlechter Witz! Die Behauptung des Trainers, von wegen "es brauche seine Zeit" mag für eine fortgeschrittene Ebene des Karate gelten, aber wir reden hier von Kindern und nicht von einem strengen Weg im Sinn des Budo. Ein möglicher Weg in zwei Schritten: (1) Mit dem Trainer sprechen und eine klare Ich-Botschaft senden - es sind ja scheinbar genug Eltern dabei, die ebenso denken. (2) Wenn keine Reaktion erfolgt, dann abmelden! Eine Frage meinerseits: Wie hoch sind denn die monatlichen Kosten? LG sendet Günther
__________________ "Wer den Applaus der Leute sucht, der wird deren Gefangener...!" |
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#15
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| Ich kann den Trainer - obwohl unbekannt - eigentlich nur beglückwünschen.... Im Breitensportverein gehen die Kinder für wenig Geld ins Training, (sollen) Karate lernen und damit auch etwas für sich und ihr späteres Leben. Ein Gürtel ist zunächst nur dazu da, die Hose zu halten.... In einer privaten Schule zahlen die Leute (üblicherweise) mehr, haben höhere Ansprüche (z.B. und durchaus zu recht auf mehr persönliche Zuwendung und individuelles Eingehen) - können deahalb auch nicht unbedingt mehr. Aber Gürtelprüfung muss sein!!! Folge: Man führt (zur Rettung seiner selbst!!!) Zwischenstufen, also gestreifte Gürtel ein - es ist immer noch zu schnell! Auch nach 3 (!) Jahren beherrschen die wenigstens den Wechsel von ZK in KK oder KB, und überhaupt: Was ist Kiba-Dachi???? Also: Lieber langsam und qualitätvoll, als schnell und schlampig. Und: Was nützt der schöne Gürtel, wenn die Technik Sch.... ist und einen der leiseste Luftzug schon umpustet? Und alles meine ich total stilrichtungsunabhängig. Mit 20 Jahren schon Papst? Und was dann?? 10. Dan mit 35??? |
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