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#1
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| Hallo, ich plane nach den Sommerferien mit Karate anzufangen, und ich hab mich auch schon ein bisschen belesen und ne Menge Videos geguckt. Jetzt stellt sich mir nur die Frage, wie lernt man denn solche komplizierten Katas auswendig? Sieht das nur für einen unbeteiligten so schwer und unendlich kompliziert aus? Also wollte ich einfach mal fragen wie ihr solche Katas lernt, trainiert ihr immer wieder den Bewegungsablauf oder wie gehts sowas? LG, Yannik |
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#2
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| Ich dachte am Anfang selbst bei der aller einfachsten Kata, die würde ich nie auswendig lernen. Das war aber ein Trugschluss. Das lernt man automatisch beim Training, wie auch die vermeintlich vielen japanischen Begriffe. Mach dir da mal keine Sorgen ![]()
__________________ Sojobo Goju-Ryu Karate und Combat Sambo in Dortmund ก้้้้้้้้้้้้้้้้้้้้ ก็็็็็็็็็็็็็็ |
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#3
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| Hallo Yannik, Es gibt 3 ganz einfache Methoden, Kata zu lernen: Üben, Üben, Üben. Und wenn Du dann immer noch Probleme mit dem Ablauf hast: Üben, Üben, Üben. Aber mal im Ernst: Du lernst die Kata ja nicht alle an einem Tag. Du wirst über Jahre (!) an die Kata herangeführt. Ist eine sehr gute Gedächtnis- und Konzentrationsübung! Und nach 4 Wochen Urlaub (oder Trainingspause) ist erstmal alles vergessen. Grüße vom Ewigen Weissgurt Zitat:
__________________ Weltmeister 2010 im VF, Verband: EWVFV |
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#4
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| Vielen Dank für eure Antworten. Wahrscheinlich habe ich da nur ein bisschen unnötige Panik das ich alles auf einmal lernen muss. Aber das ist natürlich Schwachsinn ![]() Jetzt beruhige ich mich erstmal und gehe schlafen ![]() LG, Yannik |
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#5
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| mach dir keine Sorgen, das ist eigentlich ganz einfach, weil Du im Kihon (Grundschule) das gleiche machst wie in den Katas im Prinzip, zumindest am Anfang, also Taikyuko Shodan und Heian Shodan sind realtiv einfach zu merken. Bei den höheren Katas hilft es meiner Meinung nach, sich immer auf die Mechanik der "neuen" Elemente zu konzentrieren. Ich habe jetzt sehr lange Trainingspause gemacht, aber Ablauf mässig bis Bassai Dai keine Probleme gehabt. Was leidet ist das "tiefe stehen" und explosives Hüftarretieren, wenn man es lange nicht gemacht hat. Da schleicht sich dann viel Schlamperei ein. Spiegel hilft da extrem. (tief stehen, bein durchstrecken - mach ich doch - Ja? dann guck mal - oh....ok!) Gruß Wilfried |
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#6
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| Kann jeder lernen. Kata-ABLAUF ist ne Sache, die man sehr gut als Hausaufgabe machen kann. Hat mir immer geholfen, mich dann im Training auf alles andere konzentrieren zu können.
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#7
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| Hallo! Zitat:
Es gibt verschiedene "Lerntypen". Dazu hängt es von der momentanen Stimmung und der "Stresssituation" im Kopf ab. Also eine recht individuelle Sache. Der klassische Weg ist das Aufteilen der Kata in Phasen und diese nacheinander auswendig lernen. Wenn dann das grobe Raster ersteinmal sitzt, dann wird an der Technik geschliffen und danach konzentriert man sich auf die "Botschaften" und Prinzipien dahinter. Um deine Frage zu beantworten: Ja, der Bewegungsablauf wird immer wieder trainiert und zwar solange, dass du die Kata im Kopf laufen kannst, zum Beispiel wenn du im Bus oder im Zug sitzt. LG Günther
__________________ "Wer den Applaus der Leute sucht, der wird deren Gefangener...!" |
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#8
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| Es gibt Leute, denen das Katalernen so richtig spaß macht ... ![]() Im Ernst, die Einzeltechniken wirst du im Training lernen, wie auch den Ablauf der jeweiligen Kata. Dann einfach zu Hause nochmals Ablauf und Einzeltechniken üben, üben und üben. Fang doch erst einmal mit Karate an und mach dich nicht schon vorher fertig. Später wirst du über deine jetzigen Ängste schmunzeln. ![]() |
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#9
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| Wie lernen wir Kata im Training bei uns (Anfänger-Training bis Blaugurt): Das Training wechselt schwerpunktmäßig natürlich und ab und zu gibt es eine Kata-Session mit Bunkai. Das läuft eigentlich schon mit der Shodan Gelbgurt-Kata so. Man geht die Techniken einzeln durch, wiederholt sie immer wieder und übt es dann auch am Partner, um das dahinter zu begreifen (meist noch sehr grundschulmäßig und nicht so frei wie als Anwendung). Im Schwarzgurt-Training sieht um längen dynamischer und ungezwungener aus. So bekommt man meist zwei Kata durch in 1.5 h. Hin und wieder kann auch eine "Stress"-Kata anstehen. Damit meine ich, dass man die gelernte Kata mit Zwischentechniken (Gyaku) oder auch mal seitenverkehrt (rechts <--> links) macht. Gar nicht so einfach. Sonst ist meist als Abschluss der Trainingsstunde. Man wiederholt angesagte Kata relativ zackig und macht zwischendurch Liegestütze, Sit-Ups oder Kniebeugen. Oftmals um ganz einfach die Zeit zu überbrücken, bis die Stunde rum ist, wenn noch einige Minuten Zeit übrig sind. Eigentlich wird jede Kata in drei Lernabschnitten geübt. Langsam mit Ansagen vom Trainer Schritt für Schritt und korrigieren. Dann nochmals komplett - angezählt. Und dann jeder für sich, wobei es dann noch für einzelne eine Manöverkritik gibt. "Sitzt" das, geht es eben in das Bunkai - also Umsetzung. Partnerübungen also. Da man hier viel steht und zaudert (gerade als Anfänger), ist das auch nicht unbedingt anstrengend. Daher gibt es hinten raus noch immer 10 min Pratzenarbeit oder Sandsack. Zitat:
Wenn du jemanden hast, der schon höher graduiert ist, kannst du mit ihm in der Freizeit mal die ersten Kata vom Ablauf her üben. Die Technikfeinheiten wirst du dann erst später von deinem Trainer gezeigt bekommen. Dennoch hilft es schon, wenn man das Ding so ablaufmäßig im Kopf hat, auch wenn meist überhaupt keine Ahnung hat, warum man das macht. Auf Lehrgängen (Karamitsos z.B.) lernt man auch sehr viel, da hier immer irgendwelche Kata im Mittelpunkt stehen (bei den Anfänger meist alle 5 Heian Kata). Irgendwann wirst du auch noch an den Punkt kommen, dass dir unterschiedliche Leute unterschiedliches erzählen und du wirst verwirrt sein, was jetzt "richtig" ist. Deine Trainer, andere Schwarzgurte, höher Graduierte auf Lehrgängen und und ... das ist etwas nervig.
__________________ Wer Bohnen sät, wird Wind ernten! "And if you listen very hard, The The truth will come to you at last" Geändert von Cyankali (26-07-2011 um 11:27 Uhr). |
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#10
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| Keine Panik! Die Katas lernt man mit der Zeit. Bei einigen geht´s schneller bei anderen braucht´s etwas länger. Der Schwierigkeitsgrad steigt ja langsam an. Obwohl ich die Heian Shodan immer noch schwieriger finde als Tekki Shodan. Apropos Tekki Shodan: Schahrzad Mansouri |
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#11
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| Ich mag die Heian-Kata nicht...gibt es eigentlich Vereine bzw. Verbände, die sich auf zwei oder drei Kata spezialisiert haben zum Beispiel Tekki, Bassai und Kanku ohne den vermeintlich-klassischen Weg der Heian Kata zu bestreiten? LG Günther
__________________ "Wer den Applaus der Leute sucht, der wird deren Gefangener...!" |
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#12
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| Vor allem keine eigenen Grenzen aufbauen! Wenn man sich sagt, das kann ich nicht nicht, das lerne ich nie, etcpp, dann klappt's auch nicht. Nur Mut und ab zum Training! Ich konnte mir im ersten Karate-Training gerade mal 3 Techniken hintereinanderweg merken, und bei jeder Drehung >45° war ich froh, dass ich nicht umgefallen war. Weil beide (Tekki & Heian 1) ja relativ "einfach" sind, muss man sie verdammt gut machen. Tekki Shodan ist meine Lieblingskata - und was wurde ich da korrigiert neulich...
__________________ FA: Fortgeschrittener Anfänger; BA: Blutiger Anfänger |
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#13
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| Die Tekki Shodan gehört auch zu meinen Lieblingskata. Außerdem Hangetsu, Sochin, Gojushiho Sho, und noch einige andere. Ich kann mich da immer schwer festlegen, aber diese mag ich schon sehr. Welche ich sehr gern mag, aber selber nicht laufen kann (nicht nur wegen Knieproblemen) ist die Unsu: ‪ Unsu by Michael Milon‬‏ - YouTube Wegen dem Ablauf: mach dich nicht verrückt, ich hab auch immer gedacht, ich lern das nie. Bei jeder Kata auf's Neue. Und hab es dann nach kurzer Zeit doch geschafft |
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#14
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. Und später Gondan - reinste Comedy hinten raus!
__________________ Wer Bohnen sät, wird Wind ernten! "And if you listen very hard, The The truth will come to you at last" |
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#15
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| @WingChun77, klar gibts Karatestile die keine Heian Katas lehren. Koryu Uchinadi, Uechi Ryu, Goju Ryu und Wado ryu zum Beispiel. @ilwaka-> in den Ferien zu üben ist sicher sinnvoll. am besten auch mit jmd der schon dort Karate macht wo du trainieren willst. Du willst Dir ja nicht 4 wochen Katas falsch einschleifen. Allerdings denke ich die Taikyoku und ersten beiden Heian Katas sollten per Video auch nicht so schlimm sein. Reicht ja wenn Du erstmal taikyoku/heian shodan und heian nidan übst.
__________________ Es ist das Los des Menschen, dass die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die andern wissen. Johann Heinrich Pestalozzi |
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