|
#1
| ||||
| ||||
| Würde mich mal interessieren. Liegt es an den verschiedenen Stilen und Verbänden die es gibt, oder weshalb ist diese populäre Kampfkunst noch immer nicht ein oplymischer Sport geworden. Wenn es mal dazu kommen würde, dass Karate olypisch wird, gehe ich mal stark davon aus, dass man den Shotokan Stil wählt. Aber welcher Verband wäre da am geeignesten oder müsste das Verbandsübergreifend gemacht werden? Gibts da irgendwo Ansätze?
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
|
#2
| |||
| |||
| also nach meinen Informationen (dkv homepage) ist Karate letztes/dieses Jahr in das Olympische Komitee aufgenommen worden also denk ich wird es nicht mehr lange dauern..... von den Vereinen her würde ich DKV sagen..... wiso möchte ich hier nicht ansprechen sonst entwickelt sich da ein streitgespräch und wir drehn uns im Kreis. Oss Oi-tsuki |
|
#3
| ||||
| ||||
| Meinst du nicht es könnte ein Team aus beiden Verbänden entsendet werden?
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
|
#4
| |||
| |||
| ich bin mir da nicht so ganz sicher mit der Verbandslage wie läuft das denn bei den weltmeisterschafften? schickt da deutschland aus 2 verbänden die leute hin? ist sowiso schade mit den verbänden das es da so nen streitfall gibt Oss OI-Tsuki |
|
#5
| |||
| |||
| Es gibt eine ganze Menge Sportarten die vom IOK anerkannt sind ohne olympische Sportart zu sein, ich denke nicht, daß es so einfach wird. Vor allem weil Tea Kwon Do schneller war! Ich denke nicht,daß sich zwei so "ähnliche" Sportarten vertragen und selbst wenn bleibt die Frage, was bringt das Karate als Bereicherung, was nicht schon durch das TKD geboten wird? Selbst mir als Karateka würde es schwer fallen hier für den Laien als objektiv anzusehende Kriterien anzuführen. Was den Stil angeht, es wird halt ein Wettkampffkarate etabliert werden, auch Heute sind bei den deutschen Meisterschaften (DKV) alle Stilrichtungen startberechtigt auch wenn die meisten aus dem Shotokan kommen, welches ja auch die meisten Mitglieder stellt. Aus diesem Grund gibt es ja auch noch Stilrichtungsmeisterschaften. Sollte sich das Karate dennoch durchsetzen, wird es wie alle anderen Sportarten auch eine Spezialisierung durchlaufen an deren Endpunkt , wahrscheinlich, Leistungssportler nur noch die Disziplin trainieren in der sie antreten, Kumite Kata oder was auch immer. Eine ähnliche Entwicklung hat im übrigen auch das Fechten genommen, in dem es ursprünglich, selbst bei ähnlicher Waffe, viele regionale Stile gab. Heute sind die Unterschiede marginal...sicher gibt es noch mehr Beispiele
__________________ Freundliche Grüße Jibaku |
|
#6
| ||||
| ||||
| Hi, das, was Karate ausmacht wird verraten dadurch, das es olympisch werden soll. Traditionen werden über den Haufen geworfen (technisch gesehen). TKD hat das schon durchgemacht. Was ist aus der einst effektieven Kampfkunst geworden ?? Purer Sport, keine Kunst..... Das wird mit Karate auch passieren und ehrlich gesagt, es kotzt mich an. Kampfkunst und Sport passt nicht zusammen. |
|
#7
| |||
| |||
| Erst vor 2 Wochen habe ich aus berufenen Munde gehört, warum Karate wohl auch nie olympisch werden wird: 1. Es gibt zu viele Stilrichtungen 2. Innerhalb des Karate gibt es zu gegensätzliche Auffassungen zum Wettkampfsystem. 3. Es gibt zu viele Verbände. 4. Es gibt zu viel Politik. 5. Tradition und Sport lassen sich nicht verbinden. zu 1. Man kann unmöglich eine Goju Ryu Kata mit einer Shotokan Kata vergleichen und entsprechend durch qualifizierte Kampfrichter bewerten lassen. Niemand kann sich in allen Stilen gleich gut auskennen. zu 2. Die Ansatzpunkte für Shobu Ippon und Shobu Sanbon sind zu unterschiedlich, ebenso die Bewertung der Techniken. zu 3. Leider gibt es im Karate so viele verschiedene Weltverbände, die alle für sich beanspruchen, dass wahre Karate zu verteten und am liebsten keinen anderen neben sich dulden, als dass hier wirklich Hoffnung auf eine Einigung zu sehen wäre. Und ständig gründen sich neue Verbände, nur weil der eine mit dem anderen nicht kann - ist doch traurig oder? So etwas gibt es z.B. beim Schwimmen oder Schießen nicht! zu 4. Olympia hat heutzutage weniger mit Sport als vielmehr mit Politik zu tun. Nur wer die seine Interessenvertreter an der richtigen Stelle sitzen hat, kann seine Sportart auch olympisch werden lassen. zu 5. Bedenkt doch einmal was aus Judo geworden ist, seit es nur noch als Sport betrieben wird! Es ist nur noch ein schwacher Abglanz dessen, was es einmal war... Es gibt noch viele weitere Gründe, aber das soll erst einmal genügen. Gruß Ralph |
|
#8
| ||||
| ||||
| ... schon das attraktive Taekwondo als olympische Disziplin. Man kann doch nicht jeden Kampfstil olympisch machen. Die Thaiboxer wollen ihren Kampfsport auch auf diese Weise 'adeln' und haben extra den Amateurkampf mit Weste und Helm erfunden. Die Leute wollen nicht koreanisches, japanisches, thailändisches und chinesisches "Karate" sehen. Eines reicht! So sehe ich das. Habe ich mich jetzt unbeliebt gemacht ? ![]() msg cdobe
__________________ Wu-Stil Taichichuan in Gießen, Marburg und Umgebung http://www.wu-taichi.info, http://www.taichi-giessen.de |
|
#9
| |||
| |||
| Nein, nein, wir mögen Dich jetzt mehr als zuvor. Aber Du hast absolut Recht. Glaubt denn hier jemand wirklich, dass Olympia 1500 Disziplinen braucht? Mit Medaillenspiegeln von 890USA, 250 Deutschland...? Generell entfernt sich die Olympiade imho von ihrem Grundgedanken. Wer braucht schon 20 Schwimmdisziplinen . Und- von den Techniken her- sind sich gerade Karate und TKD äusserst ähnlich. Habe beide eine zeitlang gemacht, und grösstenteils Unterschiede in der Gewichtung festgestellt. Ganz ehrlich, ich als Zuschauer brauche keine 500KK bei der Olympiade, die mit Olympia an sich ÜBERHAUPT nichts zu tun haben, aus einem völlig anderen Kulturkreis kommen als die klassischen Disziplinen, und sich vom optischen her kaum unterscheiden. Meine Meinung, eure kann anders sein, maxe |
|
#10
| ||||
| ||||
| Stimmt, wenn man wollte, könnte man eigentlich auch Karate-Bundeskader in Tae-Kwon-Do Anzüge stecken und dort mitmachen lassen! ![]()
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
|
#11
| |||
| |||
| Hallo, man muß sich vor Augen halten, was die olympische Anerkennung für eine Sportart bedeutet. Der Sport ( ich betone SPORT!!! ) genießt durch die Anerkennung eine ganz andere Förderung als ohne. Es können ganz andere finanzielle Mittel genutzt werden um die Spitzensportler zu fördern. Wie wirkt sich das auf Karate aus?? Ich bin der Meinung das dadurch eine Kampfkust auf keinen Fall vor die Hunde geht. Lediglich die Spitzensportler genießen eine ganz andere Förderung. Im Karate ist es doch so, daß die Spitzensportler nur einen verschwindend geringen Prozentteil gegenüber den "normalen" Karateka einnehmen. Wichtig ist was an der Basis für ein Karate vermittelt wird. Man braucht ja nicht auf den Zug des Spitzensports aufspringen. Ich denke das ist auch unabhängig von einem Verband wie z.B. DJKB oder DKV um nur zwei zu nennen. Denn auch die Verbände die von sich behaupten traditionelles Karate ( was das auch immer seien mag, ist Interpretationssache) zu betreiben richten ja auch Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften aus. Das soll heißen, daß es auch dort Spitzensportler gibt, die einer entsprechenden Förderung sicherlich auch dankbar wären. Letzendlich ist die Basis in den einzelnen Dojos wichtig und wie dort das Karate interpretiert wird Gruß Hans-Jürgen |
|
#12
| |||
| |||
| Um das ganze weiterzuführen: Ich bin der Ansicht, dass Karate keine Spitzensportler braucht. maxe |
|
#13
| |||
| |||
| Sport und Kampfkunst verträgt sich nicht. Man kann nur eines richtig machen. Konsequenterweise geht dabei immer das eine auf Kosten des anderen. Im Sport geht es um Gewinnen oder Verlieren, wobei Regeln eingehalten werden müssen. In der Kampfkunst geht es letztlich auch um Gewinnen oder Verlieren, aber hier kämpft man nicht gegen andere, sondern einzig und allein gegen sich selbst. Das unterscheidet Budo von Sport. Ich möchte nur einmal kurz das Beispiel Kata herausgreifen. Es gibt viele gute Karateka, die auch hervorragende Kata ausführen, aber es nicht zu übersehen, dass die Tendenz immer mehr weg von der Kata zu außergewöhnlichen sportlichen Leistungen geht, wobei die Kata an Inhalt verliert. Ein sehr hochgraduierter Lehrer sagte kürzlich einmal zu diesem Punkt: Er sei sich sicher, dass man heutzutage einen x-beliebigen Turner nehmen könne. Ihm bringe man die Kata-Bewegungen bei und er würde alle Wettkämpfe gewinnen... Sehr drastisch - aber seien wir doch mal ehrlich: Irgend etwas Wahres ist da leider schon dran. Immer geht es nur um eines: Höher, schneller, weiter! Damit verliert letztlich die Kampfkunst. Karate ist für den Menschen da, damit er seinem Leben einen Sinn geben kann. Dies trifft bedingt auch auf den Sport zu. Aber Sport kann man nur bis zu einem gewissen Alter erfolgreich betreiben, dann setzt der Körper eine natürliche Grenze. Karate als Kampfkunst kennt keine Grenzen. Man kann sein ganzes Leben üben und wird immer noch wachsen... Sport hat heute leider fast nichts mehr mit dem Pioniergeist der Anfänge zu tun. Sport ist zu einem Beruf geworden und damit geht leider auch etwas sehr Wichtiges verloren... Ist es noch normal, dass Spitzensportler Millionen verdienen? Wie dem auch sei - wie wird man eigentlich zum Spitzensportler? Ohne Beziehungen geht leider auch hier nichts und damit sind wir wieder beim leidigen Thema Politik. Jede Art von Politik zerstört den guten Grundgedanken der alle zunächst einte, da Politik immer darauf gerichtet ist, die eigenen Interessen zu durchzusetzen und die Interessen anderer zu stören. Es wäre daher besser, wenn Karate nicht olympisch würde und darüber hinaus die vielen Verbände doch auf einen Nenner kämen... Gruß Ralph |
|
#14
| |||
| |||
| Moin, Ich denke auch, dass man das Karate an sich nicht olympisch machen sollte, wenn dann sollte man Kampfkünste allgemein olympisch machen. Man stellt Regeln auf, die keine Techniken untersagen, aber zugleich dafür sorgen, dass bei diesen Tunieren keiner hopps geht. Man könnte sich seinen Stil oder besser seine Techniken selbst aussuchen, wenn man Tierstile mit reinbringen will, soll man das doch tun. Denn einen guten Kämpfer zeichnet es aus, dass er sich immer weiterbildet und nicht nur in seinem System bleibt. Außerdem würde bei dieser Lösung auch nicht unbedingt der Geist und der Sinn der Kampfkünste verloren gehn, denn sie wurden entwickelt um zu überleben und zu kämpfen. Wenn man versucht Kata wettkampftauglich zumachen, geht dabei mit Sicherheit das verloren, was die Kata ausmacht, nämlich der Sinn der dahinter steht. Die Jury kann nur das beurteilen, was sie sieht. Veranstaltet man aber einen Kampf, ist der Sinn gegeben. Gruß BigBen1 |
|
#15
| |||
| |||
| Hallo Ralph, ich bin kein Verfechter des Sportkarate, kann aber gut mit ihm leben. Denk nur mal drüber nach wenn es kein Sportkarate geben würde, und das Karate über den Sport populär geworden wäre, ob Du dann heute Karate betreiben würdest? Hans-Jürgen |
![]() |
| Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Erstellt von | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Karate kein Budo? | Thorre | Karate, Kobudō | 73 | 27-03-2008 23:13 |
| Änderung der Waffengesetze? | Sebastian | Waffen in Kampfkünsten | 129 | 02-04-2007 11:31 |
| Versicherung | ono | Offenes Kampfsportarten Forum | 26 | 04-08-2002 11:17 |