Kampfkunst-Board



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  #1  
Alt 05-04-2007, 01:38
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: noch keine
 
Registrierungsdatum: 04.04.2007
Alter: 30
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Standard Woher kommt der schlechte Ruf von Karate?

Es macht ja den Anschein als ob Karate irgendwie wenig respektiert wird in der Welt der Kampfkünste. Leute die "exotischere" Sachen wie diverse Kung Fu Stile, Wing Tsun und solche Sachen machen, scheinen oft auf die Karatekas herab zu sehen. In Filmen sind die Karatekas meist nur das Kanonenfutter für die Kung Fu kämpfenden Helden und das Internet is voll von irgendwelchen "Jiu Jitsu guy beats up Karate guy"-videos und ähnlichem.
Selbst der ach so harte Chuck Norris musste als Bösewicht gegen Bruce Lee wie ein hilfloses Opfer aussehen, hehe.

Auch erzählt einem jeder der nicht gerade selber Karate oder Judo macht dass sein Kampfstil viel effektiver und besser ist als Karate.

Woran liegt das? Einfach nur daran dass Karate am weitesten verbreitet ist und somit als "der Standard" angesehen wird von dem sich die anderen alle abgrenzen wollen um was besonderes zu sein?

Oder liegt es daran dass Karate einfach durch die enorme Verbreitung zu sehr "Verwässert" wurde? Damit meine ich dass es einfach zu viele mittelmäßige und schlechte Lehrer und Dojos gibt die den Ruf des kompletten Stils herunterziehen?
Jedes Provinzkaff hat ja heutzutage eine Karateabteilung des Sportvereins und wie es da meist zugeht ist wenig erfreulich für die Kampfkunst als ganzes.
Leute werden zu schnell und automatisch durch die Gurtprüfungen geschleust und so rennen massenhaft Leute mit Gurten rum die die eigentlich nicht verdient haben.
"Üb die Kata 10 mal, führ sie vor, egal wie lasch, ungenau und wässrig, hauptsache du vergisst keine Form und schreist immer schön an der richtigen Stelle. Da, nimm den Gurt. Der nächste!"
In wie vielen Dojos/Vereinen/Schulen sieht man kleine Kinder mit dem blauen Gurt rumrennen?

Ich persönlich glaube das ist das Problem. Karate ist nicht schlecht, es laufen nur zu viele Leute rum die sich Karatekas nennen und nicht wirklich was drauf haben. Weil sie die ganze Laufbahn lang nur auf Gurtprüfungen gebüffelt haben statt sich wirklich um die Kultivierung und Perfektionierung ihrer Kampfkunst und persönlichen Fähigkeiten zu kümmern.

Es ist leider auch eher unüblich in den meisten deutschen Karateschulen die individuelle Entwicklung eines Schülers zu fördern. Meist ist man nur ein Teil der Gruppe. Die Gruppe wird trainiert, die Gruppe wird auf die Gurtprüfung vorbereitet und die wenigen die sie nicht bestehen, werden eben Teil der nachfolgenden Gruppe. Das ist einfach keine Athmosphäre in der man dazu ermuntert wird mehr als das zu tun was man für die Gurtprüfung braucht.
Das ist genau so mies wie in einer normalen Schule in der man nur noch für die Noten lernt und nicht weil man was lernen will und das Gefühl hat dabei zu wachsen.

Ich glaube das ist heute letztlich der Vorteil der "exotischeren" Kampfkünste gegenüber dem Karate. Die Gruppen sind kleiner, die Betreuung ist in der Regel besser und weil in der Regel nicht alles so durchorganisiert und hierarchisch ist wie in den meisten Karatevereinen, hat man eher das Gefühl um der Kampfkunst wegen zu Trainieren und zu Lernen und nicht für die Gurte.

Karate kann sehr wohl so effektiv und kampftauglich sein wie andere Systeme die lauthals mit ihrer Effektivität und Cleverness beworben werden.
Im Karate gibt es ja durchaus zum Beispiel gleichzeitig ausgeführte Blocks und Konter, sowie "Angriffs-Unterbrechungs-Techniken" die dem was man im Wing Tsun macht garnicht unähnlich sind.

Man müsste nur das Niveau der Schulen und Ausbilder wieder anheben um das Ansehen dieser Kampfkunst wieder zu verbessern.

Was meint ihr dazu?

Geändert von TrangleC (05-04-2007 um 01:53 Uhr).
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  #2  
Alt 05-04-2007, 02:24
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Kampfkunst: Boxen und Krafttraining
 
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Bist Du Karateka?
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  #3  
Alt 05-04-2007, 06:14
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Kampfkunst: Karate, Iaido
 
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1.) Dass der japanische Karateka in div. Kung Fu Filmen schlecht wegkommt, ist wohl in erster Linie historisch bedingt (obwohl es zu den Zeiten in denen diese Filme oft spielen in Japan noch gar kein Karate gab...).

2.) In den USA wurde grundsätzlich einmal alles Karate genannt. Da Du Chuck Norris erwähnst: Der kommt eigentlich aus dem koreanischen Tang Soo Do und ist daher gar kein Karateka... Wenn man also auf youtube etc. irgendwelche Videos findet wo es heißt, dass ein JJ-Typ einen Karateka vermöbelt, ist für mich noch nicht wirklich erwiesen, dass es sich dabei tatsächlich um einen Karateka handelt. Wobei derartige Vergleichskämpfe aber grundsätzlich immer eine Frage der vereinbarten Regeln sind.

3.) Was die ewigen Diskussionen über die SV-Tauglichkeit angeht, muss man festhalten, dass es DAS Karate nun einmal nicht gibt, sondern dass es im Laufe des 20.Jhdts. mehrere Entwicklungsphasen gegeben hat, die von Körperertüchtigung über bewegte Meditation bis hin zum Wettkampfsport und Breitensport reichen. Da primär diese Dinge weltweit verbreitet wurden, ist irgendwie in Vergessenheit geraten, dass Karate ursprünglich als SV-Methode gedacht war und in dieser Hinsicht auch keinen Vergleich mit anderen KK aus dem asiatischen Raum (egal ob Kung Fu, TKD, Silat,...) zu scheuen braucht -wenn es entsprechend trainiert wird.
__________________
Gruß
Weudl
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  #4  
Alt 05-04-2007, 07:47
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Nein, ich bin kein Karateka. War nur mal Anfänger. Hatte als Teenager den grünen Gurt in Shotokan, dann einen Motoradunfall und als ich nach einem Jahr wieder ohne Krücken laufen konnte, hab ich nicht wieder angefangen. Hatte damals andere Sachen im Kopf.

Ich hab aber einiges mitbekommen weil ich mit Trainern gereded und in verschiedenen Schulen/Vereinen trainiert hab und auch heute noch Kontakt zu Karatekas hab.

Einer davon hat versucht mit seinem Vater, der ein echter Karateka war und in Okinawa ausgebildet wurde, ein etwas elitäreres Karatedojo zu betreiben. Intensives Training mit kleinen Gruppen, ohne "westliches" Gurtsystem. Kurse und Seminare mit renomierten Gasttrainern aus Okinawa. Hat natürlich deutlich mehr gekostet als die Mitgliedschaft im Dorfsportverein. Und deshalb mussten die bald dicht machen. Die potenzielle Kundschaft hat einfach nicht eingesehen warum sie in der Privatschule 80 DM (Deutsche Mark, für die jüngeren Leser, hehehe) im Monat bezahlen sollten wenn der Karatekurs im Sportverein 80 DM im Jahr oder sogar weniger gekostet hat.
Karate ist doch Karate, haben sich die Leute wohl gedacht.

Und in diesen Sportvereinen geht es eben leider sehr oft zu wie ich es oben beschrieben habe.


Ach so, wusste nicht dass Norris kein Karateka ist. Hab mal so ein altes Video gesehen in dem er mit Bruce Lee und diesem Schwarzen aus "Die Teufelskralle" trainiert hat und da ist er eben dauernd als Karateka bezeichnet worden.
Ja, ich weiß dass die chinesischen Filme wenig gutes an allem japanischen lassen.
Aber es sind auch amerikanische Filme wie "Bloodsport" in denen die Karatekas immer nur gut sind um von den KungFu-lern und Kickboxern vermöbelt zu werden.

Geändert von TrangleC (05-04-2007 um 07:52 Uhr).
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  #5  
Alt 05-04-2007, 08:56
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Kampfkunst: Seidō Karate, über den Tellerrand
 
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Chuck Norris ist schon irgendwo Karateka, für mich ist Tang Soo Do eine Art koreanisches Karate und er hat ja in den USA Contact-Karate mit etabliert.
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  #6  
Alt 05-04-2007, 09:10
Benutzerbild von Engin
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Zitat:
Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
Chuck Norris ist schon irgendwo Karateka, für mich ist Tang Soo Do eine Art koreanisches Karate und er hat ja in den USA Contact-Karate mit etabliert.
ich meine tang soo do, wäre nur was mit beinarbeit. und stimmt es denn nicht da chuck norris zig mal weltmeister wurde in karate?
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  #7  
Alt 05-04-2007, 09:14
Benutzerbild von jinn
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viele kennen aus filmen und so nur diese steifen Typen mit Schlägen und Tritten und wenn man dann im Film diese Kung fu-ler sieht mit den AKrobatischen einlagen und hebel, oda z.b Chackie Chan sieht.....

als beispiel:http://www.kampfkunst-board.info/forum/f7/karate-54821/
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  #8  
Alt 05-04-2007, 09:33
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Ja, das ist wohl auch ein Problem.

Die "Karatefilme" von Van Damme, Dudikoff und den anderen Amis sind eben ziemlich mies im Vergleicht zu den Kung Fu Filmen von Jackie Chan.

Ist eben schade dass es keine echten japanischen Karatefilme zu geben scheint. Es bräuchte sowas wie die Jackie Chan- und die Hong Kong Actionfilme aus den 80ern und frühen 90ern, nur eben mit japanischen Karatekas statt chinesischer KungFu-ler. Aber sowas gibts eben nicht.
Hab jedenfalls noch nie was von einem echten japanischen Karatefilm gehört. Echt seltsam, wenn man so drüber nachdenkt.
Es gibt aus Japan nur Samuraifilme in denen eben kein Karate vorkommt und so kommen Karatekas eben nur als meist lächerlich unterlegende Bösewichte in chinesischen Kung Fu Filmen vor. Das ist natürlich schlechte Werbung.
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  #9  
Alt 05-04-2007, 09:34
leopan8
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Hy

Zitat:
Es macht ja den Anschein als ob Karate irgendwie wenig respektiert wird in der Welt der Kampfkünste. Leute die "exotischere" Sachen wie diverse Kung Fu Stile, Wing Tsun und solche Sachen machen, scheinen oft auf die Karatekas herab zu sehen. In Filmen sind die Karatekas meist nur das Kanonenfutter für die Kung Fu kämpfenden Helden und das Internet is voll von irgendwelchen "Jiu Jitsu guy beats up Karate guy"-videos und ähnlichem.
Überall wird nur mit Wasser gekocht, ob in China,Japan,Korea,Südostasien usw.!(oft wird aber mit heißerem Wasser gekocht)

Das die Japaner in chinesischen Kung fu Eastern, schlecht wegkommen liegt an der Imperialistischen Geschichte Japans im 19/20 Jh. und die greultaten die die Japaner an einigen asiatischen Völkern verübt haben und das sie sich nochimmer bei einigen Staaten nicht dafür offiziel entschuldigt haben!

Es gibt nicht das Karate, genausowenig wie es das JUJUTSU/Bujustu oder das Wushu usw. gibt, es existieren hunderte von verschiedenen Stilen!
Einige sind Esoterisch,Philosophisch angehaucht andere konzentrieren sich vorwiegend nur auf das Kämpfen wie z.B Kyokushin Karate,Kyokushin Budo Kai,Daido Juku,Ashiharakarate usw.!

Das oft Karate Kämpfer z.B. gegen chinesische Sanda Kämpfer verlieren, liegt meiner Meinung daran, das Sie nach Sanda Regeln kämpfen müssen und die Sandakämpfer die besten Profikämpfer aus China sind.

In K1 Wettkämpfen z.B. gewinnen oft Vollkontaktkarate Kämpfer siehe Semmy Schilt,Glaube Feitosa usw..

Kämpferprofil - Semmy Schilt | K-1sport.de
Kämpferprofil - Glaube Feitosa | K-1sport.de

Das oft Karate nicht von anderen Kämpfern ernst genommen wird, liegt an dem weichgespülten breitensport Karate.
Dieses Problem haben aber auch andere Kampfsysteme wie Judo,Aikido,Taekwondo,Taijiquan,sport Wushu usw. .

Gruß
leopan8

Geändert von leopan8 (05-04-2007 um 11:00 Uhr).
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  #10  
Alt 05-04-2007, 09:51
Benutzerbild von Ki. 102
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Kampfkunst: Karate
 
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Beiträge: 1.958
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@ TrangleC
Was WTler meinen, oder was in Filmen zu sehen ist, ist wohl kaum der Maßstab.
Deine Kritik am deutschen Karate-Vereinsleben hingegen klingt interessant.
GRUß!
__________________
Your chances are slim to none ... and Slim has left town.
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  #11  
Alt 05-04-2007, 10:04
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Beiträge: 22
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Woher kommt der schlechte Ruf von Karate?

Ich war mir gar nicht bewusst, dass Karate einen schlechten Ruf hat.

Die Kritiker von Karate wissen in den meisten Fällen überhaupt nichts von Karate. Dies ist vor allem in diversen Dokumentationsfilmen über chinesische Kampfkunst erkennbar. Klar, dass man seinen verhassten Gegner (geschichtlich bedingt) gerne dumm darstellt. Es wird jedoch eines vergessen: Karate wirkte gegen das Samurai-Schwert. Wenn es wirklich so schlecht gewesen wäre, wie es dargestellt wird, würden wir von Karate nie etwas gehört haben, denn es wäre schon in Japan ausgestorben.

Ich für meinen Teil habe Hochachtung vor Karate.

Gruß
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  #12  
Alt 05-04-2007, 10:17
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Moin.

Auch wenn ich hier bestimmt gleich massig Flak bekomme, gebe ich meine Meinung einmal ab.

Vorneweg respektiere ich jede Kampfkunst und Karate noch WEIT mehr als Sachen wie Kung Fu und WT. Insbesonderer die Vollkontakstile.

So.

Das "Problem" von Karate ist, das es keine lebendige Kunst mehr ist. Trotzdem wird den Schuelern oft noch das Bild vermittelt, das es sich um eine effektive Art des Kaempfens handelt.

Bevor Ihr gleich alle rot anlauft, folgendes: Es gibt mit Sicherheit unzaehlige Karateka, die unglaublich starke Kaempfer sind, mit viel Knock- out Power und schnellen Haenden und Fuessen.
Aber um auf irgendeiner Buehne, ausser der eigenen erfolgreich zu sein, MUESSEN sie andere Stile adaptieren.

So hat man ja mit Kyokushinkai (Spelling?) eine starke Grundlage mit Kicks, aber ohne sich westliches Boxen anzugewoehnen, wuerde man zB beim K1 kein Land sehen.

Jemand nannte Schilt und Feitosa. Wenn die beiden Jungs kaempfen, sehe ich keinen Karateka kaempfen, sorry... Von einigen Techniken (axe Kick ala Hug) mal abgesehen, sind das Kick- bzw. Thaiboxer. Und genau das werden sie auch trainieren.

Weiterhin (und das meine ich hauptsaechlich mit lebendig) wird wenig bis KEIN Vollkontakt trainiert. Auch im Kyokushinkai gibt es keine Schlaege zum Gesicht. D.H.:, das erste Mal, wenn ein Karateka eins auf die 12 bekommt, ist er in einer Situation, mit der er nicht vertraut ist. Was nicht heisst, das er verliert, aber ist nicht dafuer trainiert und konditioniert.

Und zuletzt wird im Karate die Clinch Distanz weitestgehend und der Kampf am Boden vollends ausgeklammert. Findet man sich nun in einem MMA Szenario wieder, wird man gegen einen DURCHSCHNITTLICHEN Brazilian Jiu Jitsu Kaempfer in 99 von 100 Faellen verlieren.

Das hoert sich sehr hart an, aber wer das immer noch nicht glaubt, dass man ohne Bodenerfahrung (BJJ hier nur als Beispiel) in solch einer Situation nichts reissen kann, der gehoert vor den Fernseher gebunden und 3 Stunden lang die ersten UFC gefuettert.
Wir hatten erst diese Woche Kung Fu Leute im Dojo, die ihre Anti- grappling Skills gegen uns testen wollten. Auch unsere Anfaenger hatten hier keine Probleme.
Die Gleichung ist simpel, wenn du mich nicht ausknockst, wenn ich die Distanz ueberbruecke, landest Du auf dem Boden und dann ist es vorbei. Das klingt so platt, ist aber wahr. Probiert es aus, ich will euch hier wirklich nicht runtermachen...

Viel Erfolg beim weiteren Training.


Kid

Geändert von Shanghai Kid (05-04-2007 um 10:21 Uhr).
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  #13  
Alt 05-04-2007, 10:25
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Kampfkunst: Karate Jutsu, Kobudō
 
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Beiträge: 632
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Das mit dem schlechten Ruf des Karate bezieht sich hauptsächlich auf die (bestenfalls) Semikontaktler, die nur sog. Breitensportkarate betreiben und Panik vor blauen Flecken haben. Ich denke, dass die Vollkontaktler und besonders die (wenigen) die auch zum Kopf schlagen ziemlich respektiert werden. Allerdings sind die in Deutschland deutlich in der Unterzahl so dass die weichgespülte Mehrheit so das Bild des "Weicheikarate" prägt.

Btw. finde ich die J.C. - Filme (technisch gesehen) massiv schlecht. Das hat ja mal absolut gar nichts mit Realität zu tun. Dann schon lieber "Fighter in the wind" oder "Karate Kid"
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  #14  
Alt 05-04-2007, 10:33
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Kampfkunst: Da fuck?! eskrimo... arktischer stockkampf...
 
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Zitat:
Zitat von Scote Beitrag anzeigen
Es wird jedoch eines vergessen: Karate wirkte gegen das Samurai-Schwert. Wenn es wirklich so schlecht gewesen wäre, wie es dargestellt wird, würden wir von Karate nie etwas gehört haben, denn es wäre schon in Japan ausgestorben.

Ich für meinen Teil habe Hochachtung vor Karate.

Gruß
also zu der zeit, wo karate verbreitung fand, gabs keine samurai mehr...

das heutige karate ist keine hundert jahre alt.


abgesehn davon: karate entwickelt sich nicht?
unter welchem KK-label entstehen mehr und existieren mehr verschiedene stile, als unter "karate"?

sicher sehen die als effektiv anerkannten stile am ende aus wie kick-/thaiboxen, aber das ist doch trotzdem eine entwicklung, oder?
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  #15  
Alt 05-04-2007, 10:39
leopan8
Gast
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Beiträge: n/a
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Hy Shanghai Kid

Bist du noch immer in Shanghai und übst dort BJJ aus?

Muss Dir zu einigen Punkten zustimmen!

Zitat:
Jemand nannte Schilt und Feitosa. Wenn die beiden Jungs kaempfen, sehe ich keinen Karateka kaempfen, sorry... Von einigen Techniken (axe Kick ala Hug) mal abgesehen, sind das Kick- bzw. Thaiboxer. Und genau das werden sie auch trainieren.
Klar,diese Kämpfer haben zu ihren Karate Techniken auch Box/Kickbox techniken dazugelernt.Bei Feitosa kann man jedoch noch viele Tritte aus dem Karate sehen.

Zitat:
Und zuletzt wird im Karate die Clinch Distanz weitestgehend und der Kampf am Boden vollends ausgeklammert. Findet man sich nun in einem MMA Szenario wieder, wird man gegen einen DURCHSCHNITTLICHEN Brazilian Jiu Jitsu Kaempfer in 99 von 100 Faellen verlieren.
Ja die Bodendistanz wird in den meisten Kampfstilen vernachlässigt!


Tipp: mach mal in China Sparring mit einem guten Sanshou/Sanda Kämpfer,erweitert den eigenen Horizont.


PS: War vorkurzem in China, Shanghai,Jiangsu Provinz und bin nun wieder zurück. (Mister du you want massage,a watch....)

Friedensgrüsse nach Shanghai
leopan8

Geändert von leopan8 (05-04-2007 um 17:17 Uhr).
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