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  #1  
Alt 28-06-2007, 08:55
Benutzerbild von El Commandante
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Kampfkunst: jetzt ThaiBoxing, früher leider WT, früher zum Glück Arnis
 
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Smile Kyokushin ist ganz schön fies.

Ich habe mir einige Kyokushin Kämpfe angesehen und festgestellt, dass man als Anwender in eine fiese Falle tapfen muss. Dadurch, dass man nur gegen den Körper schlagen darf, ziehen fast alle Kämpfer die Deckung nach unten. Sie halten ihre Fäuste also viel tiefer. Dadurch können sie sich nicht so gut gegen Tritte zum Kopf wehren und bekommen dann die härtesten Komafußtritte ab. So schlimme Sachen sieht man z.T. selbst beim TB selten. Ich dachte, die Schläge gegen den Kopf wären verboten, um die Karateka zu schützen? Hat das Sinn, wenn man sie um so gefährlicheren Tritten aussetzt? Wie sieht es in Kyokushin Verbänden aus, wo auch zum Kopf geschalgen wird? Gibt es da weniger Fuß K.O.?


P.S. Wie sieht bei Verbänden, wo zum Kopf ausgeführte Fauststöße erlaubt sind, die Technik aus? Geht das Richtung Boxen, oder ist es noch Karate?

Wiele Fragen, ich freue mich schon auf viele Antworten.

Geändert von El Commandante (28-06-2007 um 11:34 Uhr).
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  #2  
Alt 28-06-2007, 10:13
Benutzerbild von Diokletian
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so was ähnliches ist mir bei einem Silatstil hier in der Gegend mal aufgefallen. die machen VK mit Körperschutz ohne Helm. Folge: Alle brettern auf den Panzer wie die Weltmeister, aber sind offen wie die Scheunentore für eine einfache re-li oder li-re Kombi gegen die Festplatte...

Wie das im Karate aussieht, weiß ich leider nicht...
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  #3  
Alt 28-06-2007, 10:54
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Habe mit einem Kyo mal gesparrt. Das sind harte Jungs, auch durch die ganze Bruchtestkacke ... und deshalb lieben die es auf den Karton zu kriegen

Es könnte auch Maso-VK-Karate heißen, sobald es ins Sparring mit MTlern geht. Ist aber egal, im TKD ist es ja nicht besser und wenn die Jungs Richtung MT/K1 o.ä. trainieren, ändern sie auch ihre Deckung (siehe Andy Hug).

Gruß,
Eric
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  #4  
Alt 28-06-2007, 10:58
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als ehemaliger "Praktizierender": Ja, da hast du völlig recht. Da man mit der Faust nicht zum Kopf schlagen darf, wird man mitunter ein wenig nachlässig bei der Deckungsarbeit. Die Kyokushinkai-Leute, die bei Freefights mitmachen, machen ja - was ich gesehen habe - auch so einen Mix aus Boxen und Karate und haben daher eine solide Deckung, die aber nicht aus dem Kyokushin stammt.

Der Grund, wieso nicht zum Kopf geschlagen werden darf, ist - glaube ich zumindest - folgender: Man kämpft ja bis auf einen Tiefschutz ohne Schutz, auch beim lockeren Randori im Training. Ein Kopftreffer mit der Hand ist wesentlich leichter zu landen als einer mit dem Fuß. Und schon ein leichter Treffer mit der Faust hat sofort ein blaues Auge etc. zur Folge.

Wir haben manchmal mit Boxhandschuhen gespart und da waren Kopftreffer erlaubt, aber das wird wohl von Schule zu Schule anders sein.

Und die bösen Fußtreffer: Ich habe da echt nur extrem wenige gesehen bisher. Es ist gar nicht so leicht, so einen anzubringen. Man geht eher ein, wenn man eine in den Bauch bekommen oder einen Low-Kick voll gefressen hat.
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  #5  
Alt 28-06-2007, 11:53
Neopratze
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Zitat:
Zitat von Elite Combat Beitrag anzeigen
... und deshalb lieben die es auf den Karton zu kriegen
Bißchen was auf die Mütze zu kriegen und das wegzustecken (Stichwort Schlagresistenz), ist ohnehin nicht schlecht

M.M. wird oft zu sehr in Richtung Deckung trainiert - bloß keinen Schlag/Tritt abkriegen, könnte ja wehtun

Da gefällt mir das Kyokushin ganz gut

Das Argument, daß ohne Schutz nicht zum Kopf geschlagen wird, kann ich allerdings verstehen, da sowohl der Angreifer (Verletzung an der Hand) als auch der Verteidiger (blaues Auge etc.) dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Speziell bei den ganz intelligenten Heinis, die auf die Zähne schlagen

Geändert von Neopratze (28-06-2007 um 11:58 Uhr).
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  #6  
Alt 28-06-2007, 12:22
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aber das "härte um der härte willen" verstehe ich heute nicht mehr ganz. ich habe mal ein turnier gesehen, wo kickboxer gegen kyokuhsin-karateka gekämpft haben (nach kickboxregeln plus lowkick) und da hatten die karatekas echt ganz schlechte karten - genau aus dem obengenannten grund. vieles wird wohl auch einfach aus tradition so gemacht werden.
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  #7  
Alt 28-06-2007, 12:36
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Um eines festzuhalten, man lernt im Kyokushin eine korrekte Kopfdeckung die dem des Boxen oder MT nicht unähnlich ist. Die Schlaghand ist, je nach Auslage, wenigstens in Kinnhöhe neben dem Gesicht, oder sogar auf Höhe der Augen. Die Führhand steht mittig, ebenfalls auf Kinn-Halshöhe in einigem Abstand vor dem Gesicht. Also nicht anders, als beim durchschnittlichen Kickboxer.
Wieviel Wettkämpfer davon während des Kampfes umsetzen (können) ist eine andere Sache. Wenn sich 95% des "impact" auf den Körper vom Halse aus abwärts bezieht, wie es die Natur der Sache im Kyokushin ist, hat man natürlich andere Dinge zu tun, als stetig die Hände am Kopf zu halten, während die Treffer (bareknuckled !!!) auf den Körper niederprasseln. Man sollte den Kraftfaktor und die angeborenen Reflexe nicht unterschätzen.
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  #8  
Alt 28-06-2007, 12:43
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Zitat:
Zitat von Bateman Beitrag anzeigen
aber das "härte um der härte willen" verstehe ich heute nicht mehr ganz. ich habe mal ein turnier gesehen, wo kickboxer gegen kyokuhsin-karateka gekämpft haben (nach kickboxregeln plus lowkick) und da hatten die karatekas echt ganz schlechte karten - genau aus dem obengenannten grund. vieles wird wohl auch einfach aus tradition so gemacht werden.
Es gab auch mal ein anderes, grosses Turnier, in dem die Kyokushin-Karateka dominiert haben...

K-1 bows to Kyokushin

...sogar Remy Bonjasky und Alistair Overeem mussten sich an dem Abend den Kyokushin-Leuten beugen.
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  #9  
Alt 28-06-2007, 13:15
Benutzerbild von El Commandante
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Smile

Der hier hat alles. Die richtige Deckung auch.
http://www.youtube.com/watch?v=uj2cQ...elated&search=
Ich finde Kyokushin sehr gut, allerdings sehe ich da durch die Wettkampfregeln vertanes Potenzial. Ich habe mal Technikvorführungen gesehen, da haben die sogar gezeigt, wie man den Gegner greift, um ihn dann schlagen zu können. So eine Art primitives Trapping, aber gerade das ist gut für die Straße. Ich denke, dass Kyokushin mit TB mithalten kann, aber man müßte das anders machen. Ich würde lieber einen Helm tragen und dafür auf die Boxhandschuhe verzichten. So könnte man am besten für den richtigen Fight trainieren.
Ein Kyokushin Kombo, die ich mir gemerkt habe:
- Beide stehen links vor
- der Verteidiger wechselt die Auslage und haut mit seinem rechten Unterarm die Führhand der Angreifers runter
- dann folgt ein linker Ellenbogenstoß ins Gesicht des Angreifers
- Verteidiger umgreift mit dem linken Arm (nachdem der Ellenbogenstoß gesessen hat) den Kopf des Angreifers und zieht ihn nach links unten, dabei führt er mit links (das Bein hat durch den Auslagenwechsel jetzt richtig Raum zur Kraftentwicklung) einen Kniestoß gegen den Angreifer aus

oder auch lustig:
- Verteidiger greift sich mit links den Ärmel der Führhand des Angreifers, zieht ruckartig nach links und entblößt die Nierengegend des Angreifers
- es folgt ein gerader Cross ind die vordere Niere des Angreifers (bei dieser Kombo sehen ich einen Vorteil gegenüber WT und auch TB, weil berücksichtigt wird, dass der Gegner auch Kleidung trägt)

Sowas finde ich gut, das sollte ausgebaut werden. Macht ihr mehr von solchen Sachen? Das Repertoir bei den Wettkämpfen ist schon bei Kypkushin arg beschränkt. Der Vorteil des TB besteht darin, dass man die Sachen aus dem Ring auch immer draußen bringen kann. Klar, SV kann noch besser gehen, aber diese Einheit aus Training, Wettkampf und Straße ist unerreicht. Ich vermute, dass Kyokushin da mithalten könnte, wenn man es entsprechend trainiert. Eigentlich muss technikmäßig gar nichts verändert werden? Ich denke, dass man gerade wegen der Klamottentricks unbedingt Kyokushin Technik für die SV übernehmen könnte. Zumindest bei den sog. harten KK. Was haltet ihr davon.

P.S.: Durch die Kyokushin Liegestütze habe ich jetzt schon meine Fäuste abgehärtet, die Fausthaltung habe ich auch sehr verbessert. Ich mache sie den ganzen Tag, schaffe aber nur 30 Stück in einer Serie. Das wird mal meine Hände retten. Danke für den Tip.

Geändert von El Commandante (28-06-2007 um 13:40 Uhr).
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  #10  
Alt 28-06-2007, 13:18
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Zitat:
Zitat von El Commandante Beitrag anzeigen
P.S.: Durch die Kyokushin Liegestütze habe ich jetzt schon meine Fäuste abgehärtet, die Fausthaltung habe ich auch sehr verbessert. Ich mache sie den ganzen Tag, schaffe aber nur 30 Stück in einer Serie. Das wird mal meine Hände retten. Danke für den Tip.
Wie gehen denn die?
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  #11  
Alt 28-06-2007, 13:29
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Man macht Liegestütze auf Fäusten. Das Gewicht ruht auf dem Zeige- und Mittelfingerknöcheln. Damit das geht, muss man die Fäuste aus der horizontalen Haltung um 45 Grad nach innen drehen. Nur so kann man sich auf den Knöcheln Abstützen, ohne dass das Handgelenk abbricht. Wenn du die machst, wirst du dann feststellen, dass du bei der horizontalen Fausthaltung die Knöchel immer richtig belastest. Ich vermute, dass sich die ganzen Boxer in der Kloppe nicht die Hände brechen würden, wenn sie solche Liegestütze machen würde. Fürs VT gehts auch (habe ich alleine gewusst). Man macht einfach enge Liegestütze und belastet in vertikaler Fausthaltung die drei relevanten Knöchel (Mittel-, Ring- und Kleinfinger). Die Karateversion habe ich hier im Forum kennegelernt (klar, viele kennen das bestimmt schon 10 Jahre, aber ich nun mal nicht, da bin ich jetzt happy).

Geändert von El Commandante (28-06-2007 um 13:33 Uhr).
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  #12  
Alt 28-06-2007, 13:35
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Jetzt fällt mir auf, dass ich im Forum ständig das Wort Kloppe benutze. Das ist natürlich nur eine nachläßige Ausdrucksweise. Ich meine SV-Situationen, wollte bloß nicht ständig Selbstverteidigungssituation schreiben. Ich bin natürlich ein netter Junge.
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  #13  
Alt 28-06-2007, 13:57
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Im Kyokushin sagen viele Wettkämpfer, daß man in der Regel durch Tritte zum Kopf nur getroffen wird, wenn man müde wird bzw. die Energie nach läßt...

Im Kyokushink wird im Wettkampf häufig auch mit anderer Strategie als in anderen Systemen gekämpft.
So werden im Bareknuckle Fight, der allerdings wegen relativ weniger Angriffe zum Kopf oft über eine längere Zeit geht, z.B. Angriffe gegen die Extremitäten sinnvoll.

Ehrlich gesagt finde ich allerdings wegen der Kopfdeckungsgeschichte die Daido Juku Variante auch begeisternder.

Was mir am Kyokushin echt gefällt, ist u.a. das gezielte Abhärtungs- und dann das Fitnesstraining. Auch viele Kombinationen, die ich dort kennen gelernt habe, haben einiges für sich.
Pauschal zu sagen, daß die Kyokushin Leute und deren Ableger die besten Kämpfer im Karate sind, ist so eine Sache...
Allerdings lernt man dort mit Sicherheit eher kämpfen als in anderen Karate Stilen, in denen der Schwerpunkt Kampf sich weniger findet.
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  #14  
Alt 28-06-2007, 14:08
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Was ist Daido Juku Variante?
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  #15  
Alt 28-06-2007, 14:10
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halte das Kyokushin als das karate schlecht hin. einfach nur sau geil.
gruß peter
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