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#1
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| wie schätzt ihr Kyokushinkai in seinem SV- und Straßenkampf-Wert ein, besonders im Vergleich zum Kickboxing? Ist das Fehlen von Fausttechniken zum Kopf ein Manko, oder wird es dadurch und wegen des Kämpfens ohne Handschuhe eher "realistischer"? Welchen Wert haben Kata und Gürtelgraduierungen in euren Augen, besonders im Vergleich zu Kickboxschulen (ohne Kata und oftmals ohne Graduierungen bzw. Prüfungen)? Bei uns wird Kyokushin nur in Vereinen angeboten, Kickboxen dagegen fast nur in teuren Privatschulen. Haltet ihr das Training dennoch für vergleichbar hinsichtlich Frequenz und Qualität? Habe gehört, dass es im Kyokushin auch alle Fußtechniken zum Kopf inkl. Lowkick und Knie gibt, ist das richtig oder habe ich da falsch gehört? Welche Schutzausrüstung trägt man üblicherweise im Sparring und im Wettkampf (Kopfschutz? Schienbeinschoner? Spannschutz?) Danke schonmal für die (hoffentlich zahlreichen ) Antworten ! |
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#2
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| Na ja, ich weiss nicht viel über Kyokushinkai . Im Wettkampf ist ein Tiefschutz Pflicht, ein Zahnschutz erlaubt. Frauen dürfen einen Brustschutz tragen. Kopf- Schienbeinschoner etc. sind nicht erlaubt. Gekämpft wird Vollkontakt. Zu den anderen Fragen muss ich leider passen. Gruss Bruce |
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#3
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| @neutral Zur SV kann und will ich nicht viel sagen, da dies meiner Meinung nach immer eher etwas individuelles und weniger etwas stilbezogenes ist. Man kann hier auch nicht von 'dem' Kyokushin allgemein reden, da es jede Menge Abspaltungen gibt und die eine oder andere kämpft auch mit Armtechniken zum Kopf (üblicherweise allerdings mit Faustschützern). Bei der klassischen IKO Variante, bei der Fausttechniken zum Kopf untersagt sind, kann man natürlich schon annehmen, dass dies in einer realen SV Situation ein nicht zu unterschätzendes Manko darstellen kann. Bezüglich Kata, Kihon etc. gilt wohl dasselbe wie bei anderen 'modernen' Karatestilen, bei denen die Kampfweise mit den 'alten' Techniken nicht mehr ganz zusammenpasst. Für mich ist die Frage in punkto Kata jedenfalls die, ob man Kata als notwendiges Übel für Graduierungen trainiert, oder ob man diese mit der praktischen Anwendung unterrichtet bekommt. Dann macht das Katatraining durchaus Sinn und ist meiner Meinung nach sogar die Essenz des Karate überhaupt. Hierüber kann man aber natürlich lang und breit diskutieren... Fuß- und Knietechniken sind bei allen mir bekannten Kyokushinvarianten eigentlich alle erlaubt. Allerdings sind Angriffe gegen Gelenke und in den Rücken generell untersagt.
__________________ Gruß Weudl |
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#4
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| @ weudl Da es anscheinend versch. Varianten gibt, frage ich dich mal direkt nach dem von dir trainierten Stil: Was für Techniken mit offenen Händen machst du? Machst du Trapping? Kick-Catch? Würfe ? (welche?) Halten, Zerren mit gleichzeitiger Angriffstechnik? Außerdem: Ellbogen zum Kopf oder nur zum Körper oder weder noch? (welche Ellbogentechniken?) Knie mit oder ohne Clinchen ? Knie zum Kopf? Sprungkicks? Benützt du im Sparring Kopfschutz ? Kampfweste? Danke im Vorraus für deine Mühe, es interessiert mich momentan brennend selbstverfreilich sind auch Antworten anderer Boarduser willkommen ^^ |
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#5
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| @neutral In meinem Dojo wurde Kyokushinkai nach IKO Regeln praktiziert. Das heißt, dass im Wettkampf Armtechniken zum Kopf untersagt sind. Es wurde daher im Training üblicherweise auch darauf verzichtet (obwohl wir manchmal auch mit Boxhandschuhen und Armtechniken zum Kopf trainiert haben). Ellbogentechniken zum Körper sind alle erlaubt (außer in den Rücken des Gegners). Zum Kopf sind sie untersagt. Knietechniken und alle Arten von Beintechniken (auch gesprungene) sind auch zum Kopf gestattet. Im Sparring habe ich selber nie Schutzausrüstungen getragen. Allerdings war die Verwendung von Schienbeinschonern doch recht verbreitet. Bezüglich des Haltens waren damals 3 Sekunden erlaubt. Ob dies auch heute noch so ist, weiß ich nicht (bin dort nicht mehr aktiv). Dinge wie Clinchen, Zerren, Reißen etc. sind jedoch bei Wettkämpfen absolut unüblich. Bei einem 'klassischen' IKO Kyokushinkai Kampf stehen sich zwei Gegner gegenüber, die so lange aufeinander eindreschen, bis einer nicht mehr kann ![]() Weit interessanter scheint mir jedenfalls der Stil Blumings zu sein, bei dem auch Wurf- und Hebeltechniken sowie Armtechniken zum Kopf integriert sind. Darüber kann ich leider nur wenig Auskunft geben, da es diesen Stil bei uns in Wien nicht gibt. Du kannst Dich aber auf der Seite von Hrn. Eisheuer http://www.kyokushinkai.de/ näher darüber informieren. Bzgl. des angesprochenen Mankos durch das Fehlen von Armtechniken zum Kopf habe ich einmal ein Interview mit Oyama gelesen, in dem er sinngemäß gemeint hat, dass man im Kihon und im Yakusoku Kumite sehr wohl auch mit Armtechniken zum Kopf trainiert und man daher dadurch auch auf derartige Situationen vorbereitet ist. Naja, ich lass das jetzt einmal unkommentiert so im Raum stehen...
__________________ Gruß Weudl |
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#6
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| Danke vielmals ! die Seite kannte ich schon, sie war eigentlich die Basis meiner Fragen, das Kyokushin Budo gibt´s bei mir aber nicht, leider. Das mit dem Sparren ohne Schutzausrüstung finde ich schon recht derb aber vielleicht kann man sich das als Kickboxer nur einfach nicht so recht vorstellen, weil wir halt doch viel zum Kopf boxen. Der eine Kyokushin-Wettkämpfer mit dem ich gesparrt habe (Kickbox-mäßig) hat soviel Schläge auf die Nase kassiert dass er mir schon leid tat, aber er hat alles ohne Klagen weggesteckt bei seinen Kicks musste ich dann wieder schleunigst in Deckung gehen... ![]() |
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#7
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| Ja das ist ein Manko von Kyokushin Leuten... ohne zweifeln. Die fehlende Hand Techniken zum Kopf (im Kumite) prägen die Gewohnheiten und kampfstill der Schüler sehr. Die meisten Kämpfen ziemlich offen,auch weil sie viel einstecken kennen, was bei SV gegen Messer (z.B.) nicht viel hilft. Deshalb wer realistisch denkt sucht Ausgleich im Boxen , Kickboxen oder Budokai ( nur mit Fausthandschuhchen zum Kopf) etc... Man darf in SV auch den sehr wichtigen Wurf und Bodentraining nicht vergessen,es wird leider von vielen vernachlässigt . Am Ende muß ich aber betonen das Kyokushinkai ein sehr harte Kampfstill ist und auch harte Kämpfer hervorbringt... Kann Lied davon singen (autsch)Osu !! |
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#8
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| Zitat:
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#9
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| Naja, Boxen is zur Messerabwehr sicherlich nicht schlecht, wenn man die "wenigstens isses nur mein Arm" Methode einsetzt. Also einfach irgendein nicht-lebenswichtiges Körperteil ins Messer reinrammen. |
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#10
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| Zitat:
![]() |
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#11
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| Zitat:
ROFL |
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#12
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| Zitat:
So schnell wird man falsch verstanden. Es ging um Ergänzung zum Kyokusin und nicht zum Messerkampf. Das Problem von Kyokushin Kämpfer ist daß sie sich im Kumite zu oft einfach Treffen lassen, weichen auch nicht so viel aus deshalb das Messer Beispiel. Gruß ![]() |
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#13
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| Zitat:
Zitat:
Gruß Jet |
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#14
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| Hallo ! Der Kyokushinkai Stil von Oyama lehrt auch Faustschläge zum Kopf.Das gehöt bei uns zum täglichen Training.Natürlich im Wettkampf in Deutschland nicht erlaubt.In anderen Regionen schon oder war es mal. Der Stil lehrrt natürlich auch das Ausweichen von Schläge und Tritte. Natürlich wird aus der Schulter und aus der Hüfte geschlagen. MfG Andreas Geändert von 1andreas1 (11-12-2003 um 12:30 Uhr). |
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#15
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| Zitat:
... wenn die Wunde tief ist haste aber auch ein ziemliches Problem und Schmerzen sind auch nicht ohne.Fußtechnicken machen im Kyokushin durchaus Sinn, falls die Regeln nur Kicks zum Kopf und kein Kopfschutz erlaubt gelten. So ein Mawashi-Geri gegen den Schädel ist nicht zu unterschätzen ![]() |
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