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  #1  
Alt 13-11-2002, 15:04
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Question Kyokushinkai - Was gibt es für deutsche Verbände ?

Kann mir jemand sagen, welche deutschen Verbände - ob mit internationalem Überbau oder ohne - Kyokushinkai betreiben ?
Es dürfte mindestens 3 Verbände geben die Kyokushinkai als Hauptstil betreiben. Zusätzlich noch mehrere Verbände , die Kyokushinkai Abteilungen haben.Schon vor mehr als 10 Jahren haben z.B. die WKA Germany oder der Tang Soo Do Verband Kykoushinkai Abteilungen gehabt und Turniere, Lehrgänge, Prüfungen ausgerichtet.
Mittlerweile blicke ich gar nicht mehr durch.
Wer verschafft mir einen Überblick ?

(Andere Fullcontact- bzw. Knockdown Stile wie Ashihara, Seido usw. meine ich nicht. Es geht mir nur um die, die auch unter Kyokushinkai laufen.)
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  #2  
Alt 14-11-2002, 17:50
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hi also ich kenne jetzt nur den KKD (kyokushin Karate Deutschland) und die DKO (deutsche Kyokushin Organisation)
sind beides Organisationen die Kyokushin als Haupstil haben..wie sich schon aus dem namen deuten lässt...
mfg sebastian
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  #3  
Alt 14-11-2002, 20:52
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Kyokushin Budo Kai ist in Deutschland im DKV eingegliedert, national vertreten durch Herrn Eisheuer und International die Organisation (Übrigens gleichen Namens) von John Bluming, ich meine hier gibt es auch eine Kooperation mit dem Ashihara Karate.
International Federation of Karate Germany (IFKG). International IFK, Verband von Steve Arneil. Nationaler Repräsentant Thomas Imm.
Außer diesen und den obigen drei weiß ich auch keine mehr.
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Freundliche Grüße
Jibaku
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  #4  
Alt 14-11-2002, 21:46
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Außer dem Kyokushin Blumings und Arneils gibt es seit Oyamas Tod 3 Organisationen mit dem Namen IKO (IKO1 bis IKO3) welche den Namen Kyokushinkai weiterhin führen.

Verteter von IKO1 (Matsui-Linie) in Deutschland ist Hr.Fischer. IKO2 (Oyama Witwe-Linie) wird von Hrn. Freier und IKO3 (Matsushima-Linie) von Hrn.Behboudi vertreten. Ob diese irgendwelchen deutschen Verbänden angehören oder selber welche gegründet haben, ist mir leider nicht bekannt.
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Gruß
Weudl
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  #5  
Alt 14-11-2002, 22:52
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KKD ist Christoph Fischer
http://www.kyokushinkaikan.de/index.html
DKO ist Ingo Freier
http://www.karate-club-oyama-berlin.de/index.html
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Freundliche Grüße
Jibaku

Geändert von Jibaku (14-11-2002 um 23:01 Uhr).
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  #6  
Alt 15-11-2002, 07:24
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Zitat:
Original geschrieben von weudl
Außer dem Kyokushin Blumings und Arneils gibt es seit Oyamas Tod 3 Organisationen mit dem Namen IKO (IKO1 bis IKO3) welche den Namen Kyokushinkai weiterhin führen.

Verteter von IKO1 (Matsui-Linie) in Deutschland ist Hr.Fischer. IKO2 (Oyama Witwe-Linie) wird von Hrn. Freier und IKO3 (Matsushima-Linie) von Hrn.Behboudi vertreten. Ob diese irgendwelchen deutschen Verbänden angehören oder selber welche gegründet haben, ist mir leider nicht bekannt.
In welche Rubrik läßt sich dann Herr Joachim-Dieter Eisheuer und sein von ihm in DKV vertretener Stil einreihen?

Gruß
Mike
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  #7  
Alt 15-11-2002, 14:35
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@Mike

Eisheuer vertritt das Kyokushin Budo Kai von Bluming. Für mich ist dies eigentlich die interessanteste Variante des Kyokushinkai, da Bluming die modernen Wettkampftendenzen der IKO nicht mitgegangen ist und Wurf- und Hebeltechniken wieder integriert hat. Es soll da zwar einige fragwürdige Geschichten über die Person Bluming geben, aber was KK angeht, ist Bluming sicher eine Empfehlung wert.
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Gruß
Weudl
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  #8  
Alt 15-11-2002, 15:19
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Das stand ja auch schon im Beitrag von Jibaku ganz oben.
Jon Bluming hat dem originären Verband schon lange viele Jahre den Rücken gekehrt, ist aber authentischer als alle anderen zusammen.
Seine Biographie liest sich wie ein Abenteuerroman.
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  #9  
Alt 15-11-2002, 15:29
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oops, hab ich doch wirklich überlesen... tut leid...
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Weudl
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  #10  
Alt 15-11-2002, 17:54
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Hallo Weudl und der Chef,

dass ist mir schon klar und ich hab´s auch gelesen! Bluming is mir ein Begriff, hab ihn leider noch nicht selbst erlebt, aber zählt allgemein zu den lebenden Legenden! Joachim-Dieter Eisheuer kenn ich persönlich ... doch nach der Aufzählung von Dir Weudl, gibt es scheinbar drei IKO Verbände, denen Bluming nicht angehört, ebenso nicht Arneils ... wer ist jetzt dann der offizielle Nachfolger von Oyama? Gibts den überhaupt? Oder ist das Kyokushin inzwischen ebenso zersplitter wie fast alle anderen am Markt?

Das Eisheuer im DKV ist hat ja mal erst mal nix zu sagen (... reinkommen kann letztlich nach dem Grundsatzurteil und der Schaffung neuer Kriterien jetzt jeder Karate Betreibende und davon gibt es bekanntlich viele ... Verweise auf Beweisstück A = mich selbst) und macht das Kyokushin Kai von Bluming damit nicht gleichzeitig zum offiziellen Nachfahren (?)!

Im übrigen verwundert es mich persönlich nicht, dass in das Kyokushin Kai von Bluming wieder Wurf- und Hebeltechniken integriert sind ... Bluming war ein erfolgreicher Judoka und selbst Oyama (seine eigene Aussage) hatte mächtig Respekt vor ihm.

Gruß
Mike
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  #11  
Alt 15-11-2002, 19:41
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@Mike

Gute Frage. Einen offiziellen (von allen anerkannten) Nachfolger Oyamas gibt es nicht. Angeblich soll Oyama Matsui zum Nachfolger benannt haben, aber dies ist nicht rechtlich belegbar. Da es Oyama verabsäumt hat, einen Nachfolger offiziell zu benennen, war es naheliegend, dass die IKO nach Oyamas Tod zerfällt. Naja, wahrscheinlich wäre sie sonst auch zerfallen...

Bluming und Arneil haben die IKO jedenfalls schon vor Oyamas Tod verlassen. Sie haben aber dennoch den Namen Kyokushin beibehalten und bauen im wesentlichen auch auf dem IKO Karate auf. Andere Abspaltungen wie Ashihara haben nicht nur den Namen geändert, sondern auch den Stil an sich.
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  #12  
Alt 16-11-2002, 08:43
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Danke!

Gruß
Mike
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  #13  
Alt 17-11-2002, 03:16
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Zitat:
Original geschrieben von Michael Kann

Im übrigen verwundert es mich persönlich nicht, dass in das Kyokushin Kai von Bluming wieder Wurf- und Hebeltechniken integriert sind ... Bluming war ein erfolgreicher Judoka und selbst Oyama (seine eigene Aussage) hatte mächtig Respekt vor ihm.
Zu Deinem Wort "wieder" :
Das ursprüngliche Kyokushin welches Bluming in den 50er/60er Jahren im Hombu Dojo kennelernte, war deutlich vollständiger als die spätere Wettkampfform.
Man bedenke wie Kyokushin im Wettkampf wirkt: Zwei Kämpfer stehen im Nahkampf voreinander und können sich nicht ins Gesicht schlagen. Stattdessen müssen sie ,um Trefferwirkung am Kopf zu erzielen, aus dem Nahkampf die für Kyokushin typischen hohen Kicks ohne große Hüftdrehung hochziehen.
Fast schon eine paradoxe, widernatürlich Situation.
U.a. aus dieser Not heraus hat der großartige Andy Hug seinen Andy Kick (Kakato Otoshi- Ax Kick) entwickelt. Das war eine der wenigen Möglichkeiten den Kopf K.O. zu erzielen.
In seinen späteren K-1 Fights - in denen Andy boxen durfte - verschwanden diese Kicks nach und nach immer mehr. Wenn er sie trat, dann weil sie sein Markenzeichen und Publikumsliebling waren oder wenn der Gegner eine Pfeife war, mit dem Andy es machen konnte.
Was Bluming in Japan kennenlernte war anders. Es wurde ALLES im Stand gemacht, am Boden weitergekämpft. Allerdings wurde hier nicht großartig gerungen, sondern hauptsächlich geschlagen, aber natürlich auch gewürgt oder gehebelt.
Neben seiner überlegenen Physis hat Bluming sicher auch seine Judotechniken benutzt, um mit den Japanern im Hombu Dojo den Boden zu wischen.

Insofern also nicht "Erweiterung" des Kyokushin, sondern "Back to the roots".
(Erweiterung natürlich auch, weil man heute anders ringt als früher.)

Geändert von Der Chef (17-11-2002 um 07:18 Uhr).
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  #14  
Alt 17-11-2002, 14:22
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@Der Chef

Traurig, aber wahr. Durch die Wettkampfentwicklung ist dem IKO-Kyokushinkai leider die alte Philosophie des Übernehmens effektiver Techniken aus anderen Systemen verloren gegangen. Man konzentriert sich nur noch auf Techniken, die bei den gerade aktuellen Wettkampfregeln erfolgversprechend sind. Alles andere wird vernachlässigt. Nicht nur, dass Wurf- und Hebeltechniken nicht mehr trainiert werden, man trainiert auch keine Techniken, die gemäß Reglement untersagt sind. Die einzige Reaktion auf einen Jodan Tsuki ist für gewöhnlich die Aussage: "das ist bei uns verboten"...
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Weudl
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  #15  
Alt 17-11-2002, 14:45
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@ weudl
Ja, sehr schade.
So ist genau der Karatestil der besonders nahe am ursprünglichen Kampf sein wollte, zu reiner Wettkampfstilisierung verkommen.
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