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Karate, Kobudō Alles über die Kampfkünste von Okinawa



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  #16  
Alt 06-03-2017, 16:07
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Zitat:
Zitat von Mardl Beitrag anzeigen
Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber zu dem ganzen Energiebahnen, Meridian-Gedöns habe ich eine eigene, wenig esoterische, Meinung. Die Menschen mussten sich früher gewisse Gegebenheiten des Körpers und der Einwirkung darauf erklären oder weitergeben.

Wenn ich mir jetzt nur mal die "Zentrallinie" des menschlichen Körpers an der Vorderseite ansehe, entdecke ich viele "Vitalpunkte" deren Treffer Wirkung zeigen - einfach weil es anatomische Schwachpunkte des Körpers sind: Nasenrücken, Kinnspitze, Kehlkopf, Kehlgrube, Brustmusekelansatz am Brustbein, Solarplexus, Magen, "Nahtstelle" der Bauchmuskulatur, Blase, Genitalien.

Andere Vitalpunkte sind Muskelansätze, Sehnen, gut erreichbare Nervenbahnen, Lymphknoten, etc. Also alles Stellen die auf Druck oder Schläge sehr empfindlich reagieren. Alles andere ist in meinen Augen Hokuspokus und Scharlatanerie.
Mein reden. Vergl. auch hier: Qi, Jin und innere Kraft im Taiji- eine Übersicht
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  #17  
Alt 06-03-2017, 16:12
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Kampfkunst: Karatedo
 
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Zitat:
Zitat von Ineluki Beitrag anzeigen
Ich werfe mal eine Idee in den Raum... diejenigen die ihre Wohlfühloase im "ichkönnteja" Kyusho finden, sind mehrheitlich nicht gerade die "digital natives", und damit auch nicht so richtig diejenigen die die diversen, den Betrüger Dillman, entlarvenden Videos kennen.

Was mich an der Sache stört ist daß jemand wie Fritz Oblinger, den ich sonst für einen recht "normalen" Typen halte, den dillmanschen Unsinn entweder glaubt oder gegen die Realität trotzdem vermarktet.
Ahhh.. .. oben wurde die Webseite von "Musashi e.V." verlinkt. DUD ist ein gestandener Karateka und - Physiker.

Geändert von washi-te (06-03-2017 um 19:39 Uhr).
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  #18  
Alt 06-03-2017, 16:27
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https://www.youtube.com/watch?v=tPsO7DSdg2s

.. man kommt nicht drumherum ...

https://www.youtube.com/watch?v=_Z0_n7tGnK0
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  #19  
Alt 06-03-2017, 18:03
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Gibt es eigentlich eine gediegene Abhandlung zu dem Thema "KyuSho/u und BuDo"?!

Nicht Alles, was da angeboten wird, ist schlecht.

Vieles davon ist freilich einträgliches (amerikanisches) Geschäft. Vor 15, 20 Jahren kostete ein Dillman-Tape um die 60 Dollar.
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  #20  
Alt 06-03-2017, 18:10
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Um auf den Titel das wahre Karate zurückzukommen:
Kyusho lehrt zum Teil völlig andere Anwendungen zu klassischen Blocks und vor allem Kata. Und vielmals machen diese mehr Sinn, als das was gelehrt wird. Es geht nicht nur um Punkte. Obwohl wenn man diese kennt dann fängt man an, Kata aus einem ganz anderem Winkel zu sehen.

Kyusho ist eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Training und macht Angriffe effizienter. Ersetzt aber nicht hartes Grundlagentraining und Sparring. Das ist mein Hauptkritikpunkt an den Kyusholeuten. Sie doktern zu sehr an den Punkten herum und vergessen dabei, dass dies nur eine Optimierung darstellt und nicht ersetzt.

Die Ki Sachen sind lächerlich. Genauso wie die Chi Sachen im Kung Fu.
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„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
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  #21  
Alt 07-03-2017, 07:17
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Zitat:
Zitat von -KINGPIN- Beitrag anzeigen
Um auf den Titel das wahre Karate zurückzukommen:
Kyusho lehrt zum Teil völlig andere Anwendungen zu klassischen Blocks und vor allem Kata. Und vielmals machen diese mehr Sinn, als das was gelehrt wird. Es geht nicht nur um Punkte.
Da kommen wir auf das zurück, was kanken schrieb
Zitat:
Mangels Inhalt im heutigen Karate läuft man halt so einem Schwachsinn hinterher.
Auch mir gefallen ein paar Sachen beim Kyusho (bspw. die von Dir angesprochenen uke waza) im Durchschnitt besser, als der 'übliche' Karate Durchschnitt. Das liegt aber nicht am Kyusho, sondern daran, dass die Inhalte im normalen Karate oft genug etwas dünn sind und Leute mit Schwarzgurt teils noch 08/15 Block+Konter machen und da einfach auch nicht mehr wissen. Dann sind solche Sachen auf einmal toll.

Ich kann und mag aber nicht zwischen hands on Kyusho und dem Müll trennen. Die führenden Lehrer zeigen praktisch alle Sachen, wo man nur den Kopf schütteln kann. Da kann der Rest noch so toll sein, ich gehe zu niemandem, wo die Leute Zitteraal-mäßig zusammenbrechen, wenn der den Arm berührt oder no-touch Sachen zeigt.
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  #22  
Alt 07-03-2017, 08:37
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Ich persönlich finde Kyusho ja sehr interessant, wenn es darum geht die Schwachstellen des menschlichen Körpers besser kennenzulernen um seine Feinde effektiver zu bekämpfen. Ob man aus diesem Wissen allerdings eine eigene KK Sparte namens Kyusho machen muss, weiß ich nicht. Und wie viel das mit den alten KK zu sein kann ich auch nicht sagen.

Nicht viel glaube ich, wenn ich Kanken da richtig verstanden habe.


FireFlea Was genau meinst du den mit wahren Karate? Das ist ein nicht gerade sehr glücklich gewählter Begriff, da sich Karate ja immer verändert hat, aber das weißt du ja auch.

Ist jetzt pre WW 2 Karate das wahre Karate? Oder das Itosu Schul Karate das wahre Karate? Oder das Karate das auf Okinawa im 19 Jahrhundert betrieben worden ist? Oder das Karate des 18 Jahrhunderts oder noch weiter zurück?

All das könnte das wahre Karate sein, ist wohl eine Frage des persönlichen Standpunkts.

Ich denke ja das die Vitalpunkte ja bis zum WW2 Karate wichtig waren, erst danach sind sie wohl in Vergessenheit geraten, und werden jetzt von geschäftstüchtigen Leuten "neu" entdeckt.

Das Problem gibt es aber nicht nur im Karate. Auch in den chinesischen KK gibt es jetzt in Europa ein paar Dim Mak Verbände.

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  #23  
Alt 07-03-2017, 13:08
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Wir haben so einen Typen in der Ortschaft. Der hat eine Karate Schule mit diesem Schwerpunkt und unterrichtet auch noch Kiai-Jitsu.

Er fährt lt. Homepage auch 1x im Jahr zu Dillman.

Ich muss da echt mal hin. Ob ich bei einem Klaps aufs Jochbein KO gehe will ich selber sehen.
Aber das machen die bei "non-believer" glaub ich gar nicht.
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  #24  
Alt 07-03-2017, 14:23
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Zitat:
Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
Da kommen wir auf das zurück, was kanken schrieb

Auch mir gefallen ein paar Sachen beim Kyusho (bspw. die von Dir angesprochenen uke waza) im Durchschnitt besser, als der 'übliche' Karate Durchschnitt. Das liegt aber nicht am Kyusho, sondern daran, dass die Inhalte im normalen Karate oft genug etwas dünn sind und Leute mit Schwarzgurt teils noch 08/15 Block+Konter machen und da einfach auch nicht mehr wissen. Dann sind solche Sachen auf einmal toll.

Ich kann und mag aber nicht zwischen hands on Kyusho und dem Müll trennen. Die führenden Lehrer zeigen praktisch alle Sachen, wo man nur den Kopf schütteln kann. Da kann der Rest noch so toll sein, ich gehe zu niemandem, wo die Leute Zitteraal-mäßig zusammenbrechen, wenn der den Arm berührt oder no-touch Sachen zeigt.
Ich weiss was du meinst. Es hat viiiel Müll dabei. Ich übe es hauptsächlich aus dem Trefferaspekt heraus. Ich schlage nicht zum Körper oder zum Gesicht, sondern ich schlage zu spezifischen Punkten mit ganz bestimmten Schlagarten. Daraus ergibt sich ein bescheidener Vorteil. Nicht mehr nicht weniger. Müsste ich aber entscheiden so ist Grundlagentraining und Sparring eindeutig wichtiger. Kyusho kann man, muss man aber nicht.
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  #25  
Alt 07-03-2017, 15:50
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Zitat:
Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen
FireFlea Was genau meinst du den mit wahren Karate? Das ist ein nicht gerade sehr glücklich gewählter Begriff, da sich Karate ja immer verändert hat, aber das weißt du ja auch.

Ist jetzt pre WW 2 Karate das wahre Karate?
Wahres Karate beginnt ab Orangegurt.

Für alle darunter : Fire Fleas 1. clip 9. post - gibt einfach einen Konsens, wie bestimmte Kata-Bewegungen Anwendung finden. Zwei Arme nehmen an, etc..
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  #26  
Alt 07-03-2017, 16:09
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Zitat:
Zitat von Gürteltier Beitrag anzeigen
Wahres Karate beginnt ab Orangegurt.
.
lsdfjg dfgj.
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  #27  
Alt 07-03-2017, 18:36
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Zitat:
Zitat von karate_Fan Beitrag anzeigen
FireFlea Was genau meinst du den mit wahren Karate? Das ist ein nicht gerade sehr glücklich gewählter Begriff, da sich Karate ja immer verändert hat, aber das weißt du ja auch....
Wo genau habe ich das geschrieben?

Meine Kritik richtet sich daran, dass Kyusho sich als original/ursprüngliches Okinawa Karate wahrnimmt, mit einer etwas fadenscheinigen Lineage (s.Link am Anfang). Was so sicher nicht stimmt.
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  #28  
Alt 08-03-2017, 19:02
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die meisten Leute schnallen noch nicht mal ansatzweise wie Kloppen funktioniert, dazu noch echten Druck eines unkooperativen Gegenübers und dann noch lustig irgendwelche Meridiane anlaufen....
und dann noch magische Lufthände

erscheint mir sehr plausibel und ursprünglich, solltet Ihr trainieren
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  #29  
Alt 21-04-2017, 19:44
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Bin über die Suchfunktion auf diesen Faden hier gestossen.

Habe mich heute über einen eigentlich sehr guten, aber andererseits auch miserablen Artikel eines ehemaligen Freundes, jedoch guten Lehrers, auf facebook aufgeregt, was ich ja nicht tun sollte.

Fangen wir gaaaanz vorne an, man regt sich also über die Schreibweise auf, kyusho mit beliebigen Vokalen an beliebigen Stellen und jitsu/jutsu sowieso.

Meine ältesten Bücher schreiben (egal, ob dt., frz. oder engl. Bücher) von "jiu-ji(u)tsu" bis "Dschiu-Dschitsu" alles, wurscht, es kommt, wie es kommt.

Erinnert mich daran, dass außerhalb Bayerns jeder Bewohner dieses Landes gleichgesetzt wird mit Lederhose und "einem" "Maas" Bier in der Hand - ist ok, wenn man es nicht besser weiß und es einem keiner erklärt.

Ich verwende nun also jutsu statt jitsu, setze auch brav aufs Shotokan meine "^", besser fühle ich mich dadurch nicht.

Und weil wir gleich dabei sind: Shôtôkan-Ryû - ist das überhaupt existent? Hat nicht ein Funakoshi selber gemeint, er wolle davon nichts hören? (Also nicht, dass man sein Dôjô - uupps, da sind sie wieder, die bösen "^" - so bezeichnet, wohl aber "sein" Karate).
Also kotzt mich diese Diskussion der Reingeschmeckten langsam an, weil nur ganz wenige, wie z.B. vor langer Zeit ein freundlich und geduldiger Gibukai, mir in einem persönlichen Brief die tatsächliche Bedeutung von "kyusho" erklären können.

Weiter geht's mit der "vergessenen" Kampfkunst - was ist daran falsch, wenn nicht mal die, die es wissen sollten, heutzutage ihren eigenen Stil bzw. dessen spezifische Merkmale erklären können (s. Diskussion über das DKV-Prüfungsprogramm hier im Forum a.a.O.)?

Ein Jamal Measara veröffentlicht ein Buch mit dem Titel „Die verschollenen Traditionen des Okinawa- Karate“ – was ist daran falsch, außer, dass ihn manche mal wieder hier in D nicht akzeptieren? Sie sind verschollen, von mir aus auch vergessen.

Ich zitiere aus dem Gedächtnis Sensei Kase (der ja auch kein Shotokan gemacht hat....) in seinen Worten "Entwicklung, Entwicklung, Entwicklung!"

Das Karate, das unsere Gründerväter gemacht haben, ist lange tot, ob man will oder nicht, es wird auch nicht mehr zurückkommen. Es hat sich weiter entwickelt. Ob gut oder schlecht, will ich gar nicht diskutieren.

Aber hier wird ja so getan, als ob es die historischen Perioden gar nicht gegeben hätte:
1. Die Meiji-Reform mit Schwertverbot, Verbeamtung der Samurai, Zopfabschneiden und Bestrafung des willkürlichen Tötens anderer Menschen - schlicht, das Ende der Kampfkunst im Sinne von Töten oder Getötetwerden.
2. Die darauffolgende Besinnung auf "ideale" Ziele wie Dô und je nach Ausrichtung völliger Hingabe an Zen-buddhistischen Unsinn.
Und dass 3. mit dem verlorenen Krieg für die Japaner eh alles vorbei war, man aus der tiefen Sinnkrise erstmal raus musste, um sich dann darauf zu besinnen, man könne ja aus den Kampfkünsten eine sportliche Sache machen und dann wieder zur Weltspitze werden, ist die nächste Angelegenheit.
Wo hatte da noch irgendetwas von kyusho, nakadaka-ippon-ken oder tsumasaki-geri zu suchen?

Ja, aber, aber, unsere Meister haben es auch nicht gelehrt!
Wie sollten sie auch? Niemand hatte es ihnen gelehrt, wie sollten sie etwas, was sie selbst nie gelernt hatten, weiter geben können?

Wenn aber der bereits zitierte Kase sensei darüber anekdotenhaft berichtet, wie der junge Funakoshi vom alten Funakoshi bei dessen Betreten des Dôjô „angeknurrt“ wird, er mache kein „richtiges“ Karate und der Sohn dem Vater gegenüber stammelt, ja aber Du machst das doch daheim auch so und letzterer sich daraufhin schmunzelnd abwendet und weitergeht – ja dann wird eine Geschichte daraus, weil man jetzt trefflich darüber spekulieren kann, ob denn das „richtige“ Shotokan tatsächlich von Itosu oder nicht doch eher von Azato abstammt?

Aber in jedem Buch findet man "Landkarten" des menschlichen Körper, mal genauer, mal ungenauer.

In den letzten Kriegstagen haben die Japaner das sogar wissenschaftlich untersucht, am besten sollte jede/jeder einen anlandenden US-Soldaten massakrieren, Japan wäre unbesiegt geblieben. Leider hilft Kyusho (noch) nicht gegen Atombomben....
Nachzulesen bei Henry Plée, leider nur auf französisch oder spanisch, eine dt. Übersetzung kam nicht zustande, wie Andreas F. Albrecht zu berichten weiß.

Mein Gott Dillman hat dann das Beste draus gemacht, was ein Ami machen konnte: Kohle!

Notabene soll er ein nicht ganz untalentierter Karateka (gewesen) sein, wobei ich allerdings über Isshin-Ryu zu wenig weiß. Er hat da irgendwann einen 10. Dan bekommen, ebenso wie z.B. auch einen 5. Dan im Shotokan (seinerzeit von Nishijama - ich gehe mal aus, Promotion, aber einfach soo geschenkt hat mir auch noch keiner so nen Dan).

Bücher haben außer Dillman auch andere und sogar schon vor ihm über das Thema geschrieben. Er hat es eben besser vermarktet, etwas, was Deutsche ja überhaupt nicht abkönnen! Jemand verdient ungerechtfertigter Weise mit meiner Lieblingssache Geld und wird reich und "berühmt" und jeder kennt ihn - Schweinerei, geht gar nicht.
(Engländer und Franzosen haben lange vor Dillman über "Kyusho", "Atemi", "Kuatsu" usw. geschrieben, meine ältesten Sachen sind um 1925 erschienen...)

Alles gut, lieber Boris Becker, wärst Du nur nie in die Besenkammer gegangen und hättest nie auf einer Talkshow gesprochen.....schlechter Vergleich, aber ein bisserl passt er schon. Hätte Dillman mal nur niemals ein TV-Interview gegeben - seit der Zeit muss (!) kyusho-ji(u)tsu ja Scharlatanerie sein!

Dumm bloß, dass der Mist tatsächlich wirkt und dass es einige wenige Leute gibt, die es sogar (vorführen) können!
Die Ahnung haben von biomechanisch korrekten Bewegungsabläufen, dem Einsatz von Körperachse und Körperschwerpunkt und ihr ganzes Karate darauf aufbauen.
Die sogar meinem Ex-Freund Anerkennung abringen, wenn da bloß dieses blöde Kyusho nicht wär (das ist jetzt ein fast wörtliches Zitat aus guten alten Zeiten).

Aber recht habt ihr, wenn ihr all die Namen nennt, die ihr nennt, weil es bei (gefühlt) 97 von 100 großen (aber oft auch nur sehr sehr kleinen) Meistern nur ums k.o.-Hauen geht und wenn ich Hauen sage, meine ich das auch. Und wenn ich klein schreibe, dann meine ich nicht den Ungarn, sondern viel eher den Engländer oder vieles, was da aus Amerika oder aber auch z.B. aus Frankreich zu uns rüberschwappt (Wobei: Der Franzose ist nicht klein, er kann nur leider nicht mal richtiges Judo bzw. Ju-Jutsu, wie will er was von Kyusho verstehen?)

Das Feine, Subtile kommt zu kurz oder fehlt gar völlig. Statt Lockerheit und Entspannung nur dummes Gekloppe, also besser, ihr geht weiterhin "nur" in euer Karatetraining und meidet Kyusho.

Und ja, auch in meinen Kreisen gibt es bis heute "Klopper", die eben leider nichts anderes als das können, aua.

Dass es anders geht (und es geht anders!), wissen nur wenige.
Und schon kommen wir an die Krux der Unendlichkeitsdiskussion, welches Karate ist besser, deins oder meins? (Ich hör ja schon auf, bevor hier zu gemacht wird...!).
Aber bis heute habe ich keine Antwort auf die Frage, wie man Karate zu trainieren habe: Im kleinen elitären Kreis einiger weniger Gleichgesinnter, für die es sich echt lohnt, oder für die breite Masse, die sich eben in weißen Anzügen und barfuß konditionieren will und eben nicht auf dem Fußballplatz?
Mein privates Dôjô, seit kurzem geschlossen, konnte ich mit Methode 1 nicht finanzieren, ich brauchte die Leute aus Gruppe 2, die mir die Miete bezahlt haben.
Jetzt, in den öffentlichen Turnhallen, brauche ich die Breitensportler erst recht, auch die Hallen wollen bezahlt sein.

Und nach wie vor lasse ich es mir nicht nehmen, mehr als nur Gedan-Barai/Oi-Zuki zu trainieren.

Meine Definition (die nicht richtig sein muss!) von traditionellem Karate versteht sich auf das noch immer latent vorhandene Töten-Wollen bzw. -Können, wenn es denn darum ginge, sich oder das Leben seiner Familie verteidigen zu müssen.

Und nein, das ist in meinen Augen keine Budoromantik, ich habe in den 70ern eine komplette Combat-Schiess-Ausbildung absolviert und wir waren damals (auf dem Schiessstand) besser als das zufällig anwesende SEK des LKA B-W. Aber Schiessen mit ner Karre hat mich nie so sehr fasziniert, wie die Möglichkeiten, die in meinen eigenen Händen liegen (können/könnten)! Also doch Karate.

Wer Meister in seiner KK ist, soll das bleiben und braucht dazu kein Kyusho (sagt mein Meister).

Aber selbst die, es es kategorisch ablehnen und nicht praktizieren (Gott, steh' uns bei, Allmächt!), lassen sich in der Lehrgangspause dann höchst willig von mir mittels Shiatsu behandeln - schizophren oder neopren oder was jetzt?!

Und nein, wir wissen sehr wohl was Kuatsu ist, nur leider können wir nichts dafür, dass einer der wenigen Lehrer desselben in D ein leider recht zweifelhaft beleumundeter Kampfkünstler ist. Es hat mich aber dennoch nicht abgehalten, auch mit ihm in eine Ausbildungsreihe Kuatsu einzusteigen, man kann nur lernen. Und um des Kuatsu-willen werde ich das auch zu ggb. Zeit wiederholen.

Wieso einige hier TCM und den Zusammenhang zur Kampfkunst bemäkeln, entzieht sich meinem Verständnis, wenn's Mao für gut befunden hat, von mir aus, ist mir wurscht, Kung-fu (oder was auch immer) war jedenfalls in der "Maozeit" in China nicht erwünscht. (Also kann kein Zusammenhang zwischen Kung-fu oder Dingsbums und TCM bestehen, logisch, oder?)

Nebenbei würde ich mich aus heutiger Sicht zurück in die Spät-60er als Maoisten bezeichnen, das "Rote Buch" war stets zur Hand, "China im Bild" hat von sensationellen Operationen mittels Akupunktur berichtet (also ohne Narkose) - aber dass man TCM propagiert hätte, war mir nicht bewusst....

Bruce Lee und diese ganzen Filme haben mich damals nie interessiert, aber die bereits anfang der 70er-Jahre veröffentlichte Vergleichs-Studie aus Amerika über den Zusammenhang von Kung-fu und der Heilung hoffnungsloser Krebspatienten war einer der Auslöser für mich, ins Karatetraining zu gehen. Das wollte ich lernen und erfahren!

Aber wahrscheinlich besteht auch zwischen QiGong, Tai-ji und TCM, sowie dem menschlichen Körper bzw. dem Einfluss darauf keinerlei Zusammenhang, die Leute werden nur durch die gute Luft in China so alt. (Und natürlich, um Meister Kanazawa zu zitieren, viel Fleisch und Fisch!)

Wahrscheinlich liegt das wieder an der laienhaften Darstellung: Akupunktur und Wissen darum bzw. das Wissen um "Punkte" gibt es seit irgendwelchen 3.000 Jahren, TCM aber wurde erst um 1967 in der chinesischen Kulturrevolution durch Dr. Fu-Man-Schuh mit einem copyright versehen und der doofe Deutsche hat das blind übernommen, so, wie damals Dschiu-Dschitsu (das Buch hat kein Druckdatum, wahrscheinlich um 1923 in Leipzig erschienen)

Komme ich jetzt aber daher und erzähle was von Marmapunkten und Ayurveda, dann bin ich esotherischer Spinner und endgültig unglaubwürdig werde ich, wenn ich die Körpersäfte des europäischen Mittelalters zitiere, allerdings im positiven und nicht im negativen Sinne wie einer meiner Vorredner hier.

Wieso müssen wir Dingen, die wir nicht sofort erkennen können, immer sofort ablehnend gegenüber stehen? Man hätte den Steinzeitraderfinder sofort killen sollen, wir wären heute wesentlich gesünder ohne Auto und seine negativen Auswirkungen auf die Umwelt (allerdings auch ärmer weil jeder 6. oder 7. Arbeitsplatz daran hängt, egal, Hauptsache dagegen).

Kein Fleischesser postet permanent was über Fleisch und seine tollen Eigenschaften. Aber Veganer brauchen Gemüseschnitzel und Monsanto freut sich über blühende Sojafelder weltweit.

Ja, man kann mit Kyusho-dingsbums Geld verdienen, aber wenn ihr im Karate kein Geld verdient, dann liegt das doch in erster Linie daran, dass man für einen Lehrgang mit drei Trainern, die zusammen um die 25 Dane haben, in D nur 18 € bezahlen muss (Kinder ermässigt auf 12€)!
Geht es also um Kyusho, dann muss das schlecht und falsch und eine neuzeitliche Erfindung sein, weil es ja fast ausschließlich von genauso schlechten Leuten und vor allem schlecht dargeboten praktiziert wird, wie unser Karate heutzutage.

Wem wird in D nicht schlecht, wenn er DKV und gleichzeitig Namen wie … und … hört?
Du bist im DJKB? Was, lebt der alte … noch? Macht er noch immer das Training wie von vor 25 Jahren?!
Wo bist Du? Im (prust….)Verband von …., kann doch nicht dein Ernst sein!?

Hier schreibt jemand, er schätze Meister … als guten Karateka, aber dass er jetzt auch Kyusho mache…, na, so was geht ja gar nicht!
Tja, Du kennst halt diesen Meister nicht, sonst wüsstest Du, dass er ein Ewig-Suchender ist, ein Ewig-Dazu-Lernender, der im Kyusho einen Meister für sich gefunden hat. Und da kann man dann zum heutigen Erwerb eines 8. Dan stehen, wie man will, ich kenne nur ein klitzekleines Häuflein von gaaaanz wenigen, die als 7. oder 8. Dan sich am letzten freien Wochenende ihres Trainingsjahres noch zu Meister … in die Halle stellen, um dort zu lernen! (Am 01. Mai geht ihr zum Maitanz, er wird auf freiwilliger Basis in einem kleinen Kreis in einem Wiederholungs-Lehrgang stehen, weil man die zu lernende und vor allem zu begreifende und dann eben auch praktisch umzusetzende Materie nicht mal so eben schnell aufschnappt, wie Gedan-Barai/Oi-Zuki).

Ach so, ja, Kyusho als eigenständige Kampfkunst (oder Dingsbums, nein, natürlich am besten als kyusho-ho). Gibbet nitt! Nein, gibt es nicht. Wer das behauptet, ist ein Trottel.
(Und obendrein ist es ein Widerspruch in sich. Denn entweder gibbet kein Kyusho-dingsbums oder es gibt diese Methode doch, dann nennen es die Japaner eben auch kyusho-ho, aber lassen wir das, wird sophistisch).

Leider kenne ich sehr viele solche Trottel und noch mehr von meinen Freunden wollen jetzt unbedingt ihren xten Dan im Kyusho-jitsu machen, von mir aus! Ist nichts wert, sorry! Doch ist was wert, nämlich 150 € für den Verband. (Gilt auch für mich, nehme mich da nicht aus oder raus, mitgefangen, mitgehangen - Mein Lieblings-Klassiker ist Goethe's Faust und da die "Nacht" - ...bilde mir nicht ein, was rechts zu wissen, bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren, die Menschen zu bessern und zu bekehren..." -
gilt auch für das hier).

Gleiches gilt fürs Kobudo und für was auch immer morgen zusätzlich dazu erfunden wird, z.B. dieses „SOK“ im DKV (was wahrscheinlich meine Zukunft werden wird, obwohl ich es bislang nicht aktiv propagiert habe. Aber nachdem Shotokan im DKV nun tot ist für lange Zeit, muss man sich ja wohl eine neue Bleibe suchen).

Das Handhaben einer Waffe wie dem Langstock ist Bestandteil unserer Kampfkunst (schreibt Nakayama - igitt - was über den Bo?) und wird durch andere ergänzt (von mir aus Tonfa, haben Polizisten auch, ist praktisch anwendbar; bei Sai hört mein historisch-traditionelles Verständnis auf, keine Sau läuft heutzutage mit solchen Dingern durch die Gegend, also dürfen sie aus meiner persönlichen Sicht gerne im Schrank verrosten; wir müssen uns auch nicht mehr gegen Schwerter mit eisernen Gabeln verteidigen – und jetzt grillt mich, aber denkt an Kase sensei und die „Entwicklung“!).

Zusammengefasst:
Wenn Du Migräne oder Kopfweh hast, dann kommst Du zu mir, ich massiere Dir bestimmte "Regionen" (äh, jintai kyusho) an Kopf, Hals, Schultern und Rücken und alles wird gut. Du musst nicht wissen, dass das Shiatsu heißt.

Wenn Du morgen einen elektrischen Schlag bekommst (hoffentlich nicht!) und bewußt- und atemlos am Boden liegst, dann ist hoffentlich jemand zur Stelle, der Dich mit Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage zurück ins Leben holt! Dass das Kuatsu heißt, musst Du nicht wissen.

Wenn Du am nächsten Wochenende beim Alte-Herren-Fußballturnier in ein Mausloch auf dem Dorfacker trittst und Dir das Bein verdrehst oder gar brichst, werde ich Dir das Bein prophylaktisch schienen und ruhig stellen bis der Arzt kommt. Dass das Seifuku heißt, muss Dich nicht kümmern.

Wenn Du mich morgen auf der Straße angreifen solltest, werde ich (hoffentlich) schnell genug ausweichen, den Angriff blocken (uah – er schreibt blocken, dabei heißt uke doch annehmen…) und dir so aufs Maul hauen, dass Du bewusstlos bist, bevor Du auf dem Boden aufschlägst. Dass das Karate heißt, und dass da neben Prinzipien wie Go-no-sen oder sen-no-sen (kommt halt auf die Situation drauf an, ich bin aber eher der De-ai-Typ) oder Kuzushi und Kawashi auch Nage-Waza drin sind, der k.o. wiederum durch leichten touch auf Ma5, Gb20 oder Ma9, KG26 oder einer Kombination von allem und auch etwas von diesem und jenem zustande gekommen ist, das alles muss Dich freilich in diesem Fall überhaupt nicht kümmern!

PS: Jetzt hab ich so viel geschrieben und noch nicht mal angefangen von physikalischer, elektrischer, energetischer und mentaler Ebene zu schreiben. Aber das gibbet ja alles auch nitt! (Und jetzt bin ich mir nicht mal sicher, ob Gott Dillman darüber schreibt! Von wem stammt der Mist also?)

PPS: In meiner Kyusho-dingsbums-Organisation ist das höchste Ausbildungslevel das der „Heilung“. Ist jetzt auch wieder falsch, kann ja wieder nur Scharlatanerie sein….
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  #30  
Alt 21-04-2017, 22:37
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Ob Jutsu oder Jitsu geschrieben wird, ist aus meiner Sicht nur ein Nebenkriegsschauplatz. Jedi-Zaubertricks (ja, so etwas ist Scharlatanerie) und Märchenstunden sind das Thema.
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