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  #16  
Alt 16-01-2012, 13:29
Benutzerbild von califax
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Kampfkunst: Kuchijutsu
 
Registrierungsdatum: 29.04.2010
Beiträge: 1.186
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Als ich von Stromgewinnung sprach, meinte ich das eigentlich etwas anders.
Eine Wasserturbine würde ich nämlich nicht unbedingt als Kraftwerk bezeichnen. Ich denke da eigentlich eher an Elfen in Hamsterrädern. Und das ist der Beweis, daß Elektrifizierung nicht funktionieren kann.
Aber ich würde gerne etwas über Elfen und Feen in Hamsterrädern lernen und mich vom Gegenteil überzeugen lassen.
__________________
Manche Menschen haben einen Horizont mit Radius null und das nennen sie ihren Standpunkt.
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  #17  
Alt 16-01-2012, 23:09
Benutzerbild von bugei
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Kampfkunst: Pogue Mahone
 
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Beiträge: 287
Standard

Zitat:
Zitat von Jörg2a Beitrag anzeigen
Ich denke da eigentlich mehr an Nerven- und Muskeldruckpunkte.
Viele (nicht alle) Punkte sind schwer aufzufinden und müssen in ganz bestimmter Art und Weise stimmuliert werden.
Es macht dabei riesen Unterschiede, ab man eine T-Shirt, oder eine Winterjacke trägt; 70 oder 170kg wiegt; einen Motardhelm trägt, etc.
Ok, wenn diese Punkte tatsächlich schwer zu finden sind und auch noch speziell stimuliert werden müssen, dann sind sie für die SV irrelevant. Auf der ach so oft erwähnten Straße hab ich keine Zeit für Suchaktionen. Entweder, ich halte mir meinen Gegner vom Hals oder ich hab ein Problem

Zitat:
Es ging um eine SV-Situation!
Sicher, wenn ich das Treffen eines Punktes an Kopf oder Hals aus verschiedenen Positionen hunderte male trainiert habe, treffe ich höchst warscheinlich kor.
Bei den meisten Punkten (auch wieder nicht bei allen) setzt das richtige Treffen aber auch grundlegende Kampfkunst-Fertigkeiten voraus.
Da bin ich bei Dir

Zitat:
Einen Hebel an Fingern, Hand habe ich nach einigen Wiederholungen so verinnerlicht, das ich diesen in fast jeder Situation anwenden kann.
Vergiß es. Einen Hebel in Kampf an einem unkooperativen Partner, der darauf aus ist, Dir die Hucke vollzuhauen, anzusetzen und durchzuziehen, ohne daß Du dabei die erwähnte Hucke vollkriegst, ist nicht mit ein paar Wiederholungen abgetan. Probiers aus, aber beschwer Dich dann nicht über blaue Flecke und Veilchen

Zitat:
Die Bekleidung spielt dabei auch kaum eine Rolle.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Anwendung der Technik ist einfacher zu erlernen.
Nochmal: Vergiß es

bugei
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Kater Socke, 04.10.2010-31.05.2011, sinnlos gestorben unter einem Auto. GBNF
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  #18  
Alt 16-01-2012, 23:25
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Kampfkunst: Ju-Jutsu, Alpha Combat System, Luta Livre
 
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Ort: Drolshagen
Alter: 39
Beiträge: 2.208
Standard

Gute Antwort Bugai!!!
Sehe ich genauso...

Effektive SV sollte:


- universell anwendbar sein (in möglichst vielen Situationen, und möglichst vielen verschiedenen Umständen)

- sollte auch unter hochstress (wo oft nur noch Grobmotorik funktioniert) anwendbar sein

- sollte auch anwendbar sein wenn der andere sich mit Händen und Füßen aufs Heftigste wehrt

- das Verhältnis von Training zum Erfolg sollte wenigstens einigermaßen gegeben sein

All das erfüllt Kyushu meiner Meinung nach nicht!!! Und demnach ist Kyushu aus MEINER sicht KEINE realistische SV!

Was Kyushu bietet (aus meiner bescheidenen 2 Seminare-Erfahrung) ist ein besseres Gefühl und Kenntnis für den Menschlichen Körper, bessere Kenntnisse wo man, wie besser treffen könnte, alternativ-med. Kenntnisse (wobei ich das eher skeptisch sehe).

Gefährlich wird es für Leute die gerne zu mystischen Hokuspokus und dem glauben an Exclusiv und Geheimwissen neigen, oder Leute die glauben Katas laufen wäre SV, etc. pp.. ! War schon interessant zu sehen das auf beiden Seminaren vor allem Leute aus der budofraktion anwesend waren aber so gut wie keiner aus den SV-Stilen... und die müßten ja eigentlich am ehesten daran interessiert sein ihre effektivität zu steigern! Bzw. die 3 Leute von über 20 die bekennendermaßen sagten sie kämen aus SV-Stilen (z.B. KM, JJ,..) waren am Ende der Seminare ALLE nicht überzeugt in Punkto SV!
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  #19  
Alt 01-02-2012, 22:35
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Kampfkunst: Shotokan-Karate, Kickboxen, MMA
 
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Alter: 27
Beiträge: 15
Standard Kyusho Jitsu

Kyusho Jitsu ist die Lehre von den Vitalpunkten des Körpers, und welche Effekte sich durch ihre Stimulation auslösen lassen.
Dim-Mak ist eine ähnliche Lehre, welche sich vorallem mit der Einsetzbarkeit dieser Punkte im Kampf beschäftigt.
In vielen Kampfsportarten finden sich einzelne Techniken aus diesen Lehren wieder. Ob ein Kniestoß zum Solarplexus oder ein Handkantenschlag zum Hals, die Effektivität dieser Attacken beruht darauf, dass sie auf obengenannte Punkte zielen.

Die Punkte Kann jeder an seinem Körper selbst finden, und es lohnt sich definitiv seinen Horizont in diese Richtung zu erweitern! Wer dieses Wissen hat, kann es sich in speziellen Kampfsituationen dann auch gegebenenfalls zum Vorteil machen.

Als SV sind diese Techniken allein meiner Meinung nach unbrauchbar.
Die Punkte sind relativ klein, und deswegen schon schwer zu treffen. Für Anfänger sind Kombinationen aus geschickter Abwehr und gezielten Attacken ohnehin mehr als eine Herausforderung. Die Bewegung des Gegners macht einen effizienten Nutzen noch unwahrscheinlicher, auch ein erfahrener Kämpfer wird nicht ohne weiteres derartig präzise Attacken ausführen können. Ein weiterer Minuspunkt ist die Bekleidung, die es auch nochmal schwieriger macht die Punkte überhaupt zu identifizieren und auch anzugreifen...

Geändert von GERMONEY (01-02-2012 um 22:39 Uhr).
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  #20  
Alt 02-02-2012, 13:01
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Wing Chun, Kyusho Jitsu
 
Registrierungsdatum: 12.12.2007
Beiträge: 429
Wink

Als jemand der Kyusho schon eine ganze Weile betreibt, möchte ich mal auf die wichtigsten Fragen antworten:

"eine einfach zu erlernende Art der SV": Vergiss es, es dauert wie bei allen anderen Kampfkünsten eine ganze Weile, bis man damit was anfangen kann. Die Grundlagen sind einfach zu lernen, aber wie bei allem ist zwischen Grundschule und Anwendbarkeit im Kampf ein langer Weg, der mit viel viel Training gepflastert ist.

Das zweite Zitat stammt auch nicht aus dem Kyusho, sonderm dem KTCP. Das ist eine Auswahl von wenigen Punkten mit verschiedenen Anwendungstechniken, die in Zugriffstechniken und ähnlichem eingebaut sind und speziell für den Bereich Sicherheitsdienste entwickelt wurde. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit polizeilichen Ausbildern aus den USA, Portugal, Niederlande, Spanien und ein paar anderen Ländern konzeptioniert und evaluiert. Links findest du da nicht, für die Evaluierung anderer Zugriffstechniken aber auch nicht. Das ist mit "durch internationale Feldstudien überprüft" gemeint

"Einen Lehrgang habe ich noch nicht besucht, jedoch einiges Bücher gelesen.
Schon im Selbstversuch, auf der nackten Haut, ist es schwierig, einen Nervendruckpunkt zu finden und wirkungsfoll zu stimulieren." Ich hab auch mal ein Buch über Düsenjets gelesen, aber finde es trotzdem echt schwierig so ein Ding zu fliegen. Eine Kampfkunst lernt man durch trainieren, mehr trainieren und noch mehr trainieren, nicht indem man ein Buch drüber liest. Dann ist es auch nicht mehr schwierig einen Punkt zu finden und zu stimulieren.

Daher "Um, im Gerangel einer SV-Situation (möglicherweise sogar mit dicker Kleidung am Körper), einen Kyusho wirkunsvoll zu treffen bedarf es sicher einer Menge Übung. " Genau, es bedarf einer Menge Übung, daher trainieren, mehr trainieren und noch mehr trainieren.

"Wenn Deine normalen KK-Drills stimmen, landest Du automatisch und ohne irgendeine Suche auf den Punkten." Das ist genauso, wie wenn man ohne zu zielen Dartpfeile auf eine Scheibe wirft. Da kann auch mal einer in die Tripple 20 gehen. In der Regel landet der aber wo anders. Mit dem Training lernt man eben das Zielen dazu. Wenn man nur auf den Kopf zielt, wird man eben nur den Kopf treffen, wenn man das Glück hat, dass da zufällig einer der vielen Punkte liegt, bekommt man dessen Wirkung gratis dazu. Wenn man auf einen der Punkte am Kopf zielt, wird man eben den Punkt treffen. Wenn man Pech hat und verfehlt, bekommt man aber immer noch einen Kopftreffer gratis dazu. Denk mal drüber nach

"Ob man das bei irgendwelchen kommerziellen Verbänden besser lernt als in der eigenen KK beim eigenen Lehrer, ist natürlich wieder so eine Frage..." Derzeit eindeutig Ja. Ich hatte schon viele Schüler, die neu auf ein Seminar gekommen sind (das sind meistens Dan Träger, die damit anfangen) und vorher im Gespräch gesagt haben, sie würden ja auch Punkte benutzen, wollten sich das aber aus Neugier mal ansehen. Nach dem Seminar war die Ansicht, wie Punkte genutzt werden aber meistens anders. In 10-15 Jahren wird das Wissen aber verbreiteter sein, und dann wird man es wohl auch im regulären Training lernen.
__________________
www.kyusho.info
Alles was man in Foren liest ist wahr. All dein Training war daher nur Zeitverschwendung.
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