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  #1  
Alt 09-11-2011, 14:47
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Absolut.
Mir geht es auch nicht im geringsten darum, wer sich wann "Meister" nennen darf/soll.

Der Punkt ist, dass man vor dem ersten Dan ein "mudansha" ist - nicht graduiert.
Mit dem Dan hat man dann die erste Stufe erreicht.

Ein "black belt" kann bei entsprechendem Trainingspensum in Japan in einem Jahr erreicht werden. Rechnet man das auf unsere übliche Menge um, wären das 2.5 Jahre. Sagen wir 3 um den Verlust durch den längeren Abstand der Einheiten auszugleichen.

3 Jahre würde man in D. als extrem bis recht kurz ansehen. 4-6 Jahre scheinen viele so aus dem Bauch heraus für eine "normale" Zeit zu halten. Davon mindestens 1-2 Jahre als 1Kyu.

Splitten wir das auf die Kyu Grade:
Sagen wir mal 1.5 Jahre als 1.Kyu, 1 Jahr 2. Kyu, 9 Monate 3. Kyu, 6. Monate 4. Kyu, 6 Monate 5.Kyu.
Damit kommen wir auf die 4 Jahre.
Bei 2, 1, 1, 0.5, 0.5 Jahren (zwischen den Prüfungen) wären wir bei 5. Jahren.

Ohne längere Pausen, mangelnde Motivation oder ähnliches (oder eben einen seltsamen Curriculum) halte ich Zeiten von >6 Jahre für zu lang.
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  #2  
Alt 09-11-2011, 23:49
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Zitat:
Zitat von DerLenny Beitrag anzeigen
Ohne längere Pausen, mangelnde Motivation oder ähnliches (oder eben einen seltsamen Curriculum) halte ich Zeiten von >6 Jahre für zu lang.
Da haben wir es doch. Du hälst es für zu lang, ist also eine Meinung. Ein Fakt nicht zwingend. Des weiteren sind wir nicht in Japan. Wenn ihr japanische Verhältnisse haben wollt, bitte. Dann Shut up ´n´train, stellt bitte keine Fragen und (und und..). Das wollt ihr nicht? Dann bitte auch nicht immer diese Vergleiche a la: in Japan xy bla bla.

Man kann nen Schwarzgutz in 3-4 Jahren machen, man kann 8- 10 Jahre (oder länger) brauchen und beides(!) Könnte ich trainingsbedingt begründen und in keinem der Fälle ist der Shodan dann irgend ein Meistertitel.

Ich für meinen Teil habe noch keinen "Dan", trotz etwa 13 Jahren Karate bei mindestens 4x Training die Woche und über 100 Lehrgängen. Trotz meiner brauchbaren Begabung habe ich noch Lernziele für die nächsten 10+ Jahre.

Es gibt keine maximale Vorbereitungszeit für Graduierungen.
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  #3  
Alt 10-11-2011, 00:50
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Gibt es in deinem Verband Menschen mit dem 3 Dan? Wie lange sind die dabei?
Wenn deine Geschwindigkeit die Norm (und auf die weiteren Stufen übertragbar) ist, dürften die Leute eher an Altersschwäche sterben, bevor sie Kudansha Gegenden erreichen

Wenn deine Geschwindigkeit nicht die Norm, sondern deine eigene Entscheidung ist, dann sieht das natürlich wieder anders aus
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  #4  
Alt 10-11-2011, 02:10
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Ja gibt es, aber ich habe nicht gesagt, dass 10+ Jahre bei uns die Regel sind. Ganz und gar nicht, aber das bedeutet noch lange nicht, dass es in jedem Dojo gleich gehandhabt wird.

Nun konstruiere ich mal einen Fall. Sagen wir wir haben einen Schüler, der intensiv 3x/Woche trainiert, seine Prüfung zum 9. Kyu aber erst nach 2 Jahren macht. Heißt dass, das er wieder 2 Jahre warten muss, bis er den 8. Kyu machen kann? Nein. eben nicht, denn in den 2 Jahren hat er ja schon mehr gelernt, als evtl. vergleichbare 7. Kyu mit bspw. 1,5 Jahren Erfahrung.

Keiner sagt, dass das Eine mit dem Anderen zusammen hängt.
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  #5  
Alt 10-11-2011, 07:56
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Zitat:
Zitat von DerLenny Beitrag anzeigen
Gibt es in deinem Verband Menschen mit dem 3 Dan? Wie lange sind die dabei?
Wenn deine Geschwindigkeit die Norm (und auf die weiteren Stufen übertragbar) ist, dürften die Leute eher an Altersschwäche sterben, bevor sie Kudansha Gegenden erreichen

Wenn deine Geschwindigkeit nicht die Norm, sondern deine eigene Entscheidung ist, dann sieht das natürlich wieder anders aus
Bei uns bekommst du unter 6-7 Jahren auch kaum einen Dan, ich hab 10 Jahre gebraucht. Die meisten Höhergraduierten sind tatsächlich bereits ziemlich alt, außer sie haben sehr jung begonnen ....Shit happens
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  #6  
Alt 10-11-2011, 08:39
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Also bei meinem alten verband konnte man ( theoretisch) in 3 jahren / War allerdings Jiu) den Dan haben.
Aber ihr müsst edenken das immer mal was dazwischen kommt. Krankheit. Todesfall. Kein trainings Fortschritt......
Deshalb kann auch gerne mal anders sein.

Gruß
Andy
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  #7  
Alt 10-11-2011, 08:56
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Zitat:
Zitat von DerLenny Beitrag anzeigen

Ohne längere Pausen, mangelnde Motivation oder ähnliches (oder eben einen seltsamen Curriculum) halte ich Zeiten von >6 Jahre für zu lang.
ich nicht.
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  #8  
Alt 10-11-2011, 10:17
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Zitat:
Zitat von ZoMa Beitrag anzeigen
Nun konstruiere ich mal einen Fall. Sagen wir wir haben einen Schüler, der intensiv 3x/Woche trainiert, seine Prüfung zum 9. Kyu aber erst nach 2 Jahren macht.
Warum sollte er seine Prüfung erst nach 2 Jahren machen?
Genau hier ist das erste Problem.

Wie haben 2 extreme. Die einen jagen den Gürteln hinterher, und meinen je schneller sie einen Gürtel haben, desto eher können sie was.
Die anderen trainieren und meinen stets, sie sind nicht weit genug für ihren Gürtel. Mein Lehrer nennt das, das "ewige-Braungurt-Syndrom."

Ich kenne beide Sorten. Und beide haben nicht verstanden, dass der Gürtel im Grunde "so in etwa" ein Maßstab dafür sein sollte, was man kann - im Vergleich zu anderen Leuten im gleichen Stil. Kombiniert man das mit dem Wissen, das "schwarz" der Anfang des Lernens ist, und nicht das Ende, dann passt es.

Wenn jemand nach 2 Jahren bei der Trainingsintensität noch nicht die minimalen Erwartungen eines 9.Kyu erfüllt, dann ist entweder das Kurrikulum schlecht oder der Trainer.
Wenn er das Niveau hat, dann hätte der Schüler den Gürtel haben sollen. Wenn er das Niveau hat, aber den passenden Kyu Grad nicht, dann sollte der Lehrer etwas mit seinem Schüler reden. Ihm klar machen, wofür die Bauchbinden da sind. Und je nach Antwort des Schülers, dem Schüler ggf. anbieten ohne Gürtelprüfungen weiter zu trainieren.

Da finde ich die Methode einiger Systeme ganz gut, in denen nicht geprüft wird, sondern der Schüler den Gürtel bekommt, sobald der Lehrer dies für richtig errachtet ( wobei dieses System natürlich ebenfalls Schwachpunkte hat ).

Zitat:
Bei uns bekommst du unter 6-7 Jahren auch kaum einen Dan, ich hab 10 Jahre gebraucht. Die meisten Höhergraduierten sind tatsächlich bereits ziemlich alt, außer sie haben sehr jung begonnen ....Shit happens
Solange die alten noch den Boden mit den Jungen wischen können ist wenigstens innerhalb des Systems alles in Ordnung. Wobei sich dann eben die Frage stellt, ob das Curriculum passt - also die Frage ab wann jemand die Grundlagen kapiert hat, bzw. was dir Grundlagen ausmacht, etc.

Der erste Dan sollte anzeigen, dass jemand die "Grundlagen" drauf hat. Wenn man dafür 10 Jahre braucht, dann sind das sehr "komplexe" Grundlagen. Wer den Widerspruch findet, der bekommt nen Keks.
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  #9  
Alt 10-11-2011, 10:26
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Selbst für japanische Verhältnisse und 6x Training die Woche ist mir ein Jahr zu kurz. Das wären ja so alle 4 Wochen ein Kyu Grad.
Selbst wenn das ein Ausnahmesportler technisch schafft ist es eben nur eines: Technik. Ich finde zu einem Dan gehört auch eine gewisse Reifung, Erfahrung. Gerade die geistige Einstellung entwickelt sich erst über die Zeit.

Wenn jemand als Erwachsener anfängt und oft und gut trainiert, halte ich 4-5 Jahre für normal. Ich habe als Kind angefangen und mehr als 10 Jahre nur 2x die Woche trainiert. Nach 15 Jahren und intensiverem Training kam dann der Dan. Es war auch nie ein Problem für mich jahrelang als Braungurt zu trainieren.
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  #10  
Alt 10-11-2011, 10:32
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Zitat:
Zitat von Vegeto Beitrag anzeigen
Selbst für japanische Verhältnisse und 6x Training die Woche ist mir ein Jahr zu kurz. Das wären ja so alle 4 Wochen ein Kyu Grad.
Wenn man denn sowas haben will. Kyu Grade waren ja (anfangs) mehr so ein Ding für die Europäer, die schneller was sehen wollten.

Zitat:
Selbst wenn das ein Ausnahmesportler technisch schafft ist es eben nur eines: Technik. Ich finde zu einem Dan gehört auch eine gewisse Reifung, Erfahrung. Gerade die geistige Einstellung entwickelt sich erst über die Zeit.
Wie reif muss denn ein erster Dan sein? Und wie reif ein 4ter? Wie misst du denn geistige Reife?
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  #11  
Alt 10-11-2011, 10:35
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Zitat:
Zitat von DerLenny Beitrag anzeigen
Wie haben 2 extreme. Die einen jagen den Gürteln hinterher, und meinen je schneller sie einen Gürtel haben, desto eher können sie was.
Die anderen trainieren und meinen stets, sie sind nicht weit genug für ihren Gürtel. Mein Lehrer nennt das, das "ewige-Braungurt-Syndrom."

Ich kenne beide Sorten. Und beide haben nicht verstanden, dass der Gürtel im Grunde "so in etwa" ein Maßstab dafür sein sollte, was man kann - im Vergleich zu anderen Leuten im gleichen Stil. Kombiniert man das mit dem Wissen, das "schwarz" der Anfang des Lernens ist, und nicht das Ende, dann passt es.

Wenn jemand nach 2 Jahren bei der Trainingsintensität noch nicht die minimalen Erwartungen eines 9.Kyu erfüllt, dann ist entweder das Kurrikulum schlecht oder der Trainer.
Wenn er das Niveau hat, dann hätte der Schüler den Gürtel haben sollen. Wenn er das Niveau hat, aber den passenden Kyu Grad nicht, dann sollte der Lehrer etwas mit seinem Schüler reden. Ihm klar machen, wofür die Bauchbinden da sind. Und je nach Antwort des Schülers, dem Schüler ggf. anbieten ohne Gürtelprüfungen weiter zu trainieren.

Da finde ich die Methode einiger Systeme ganz gut, in denen nicht geprüft wird, sondern der Schüler den Gürtel bekommt, sobald der Lehrer dies für richtig errachtet ( wobei dieses System natürlich ebenfalls Schwachpunkte hat ).

Solange die alten noch den Boden mit den Jungen wischen können ist wenigstens innerhalb des Systems alles in Ordnung. Wobei sich dann eben die Frage stellt, ob das Curriculum passt - also die Frage ab wann jemand die Grundlagen kapiert hat, bzw. was dir Grundlagen ausmacht, etc.

Der erste Dan sollte anzeigen, dass jemand die "Grundlagen" drauf hat. Wenn man dafür 10 Jahre braucht, dann sind das sehr "komplexe" Grundlagen. Wer den Widerspruch findet, der bekommt nen Keks.
Guter Beitrag, und ich geh mir mal nen Keks holen.

Jeder sollte sich auch nochmal fragen, warum und wozu die Gürtel für einen selber.
Was bringt mir der nächsthöhere?
Warum will ich doch noch nicht?

Ich habe gerade frisch den 3. Kyu (nach 4 Jahren), das ist bei uns ein deutlicher, farblicher Sprung, denn bis dann sind alle Kyu-Grade weiß. Mir ist dabei etwas mulmig, jetzt wird mehr von mir erwartet - aber ich freue mich schon darauf, dass ich jetzt einige Trainingseinheiten bei den "Großen" mitmachen darf.
Ich war mir auch erst unsicher, soll ich diesen Kyu-Test mitmachen, auch wenn Trainer das sagt? Lieber ein guter Weißgurt als ein schlechter Braungurt... jetzt muss ich halt noch besser werden, um eben nicht der Braungurt-Depp zu sein!
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  #12  
Alt 10-11-2011, 11:30
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Wie sagt man so schön. Es ist ein bunter Gürtel der dein Gi zusammen hält. Was du letztendlich kannst, sagt nicht die Farbe deines Gürtels aus.
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  #13  
Alt 10-11-2011, 11:45
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Bei uns ist die Überlegung ob man höhere Prüfungen ablegt oder nicht, auch damit verbunden, ob man

1. Zeit und Lust hat, selbstständig neben dem Training noch zusätzlich zu trainieren, denn das reguläre Training reicht dafür nicht aus.

2. Außerdem auch, ob man sich die Schmerzen/Selbstüberwindung, die während der Prüfung auf einen zukommen antun will, nicht zuletzt die Prüfungskämpfe dauern oft bis zur Aufgabe und darüber hinaus und das ist nicht besonders lustig, wenn man der Prüfling ist.
Ab dem 3. oder 2. Kyo kann man also damit rechnen, dass man auf jeden Fall einiges zu leiden hat und ob man das will, hängt von jedem selbst ab.
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  #14  
Alt 10-11-2011, 12:46
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Zitat:
Wie reif muss denn ein erster Dan sein? Und wie reif ein 4ter? Wie misst du denn geistige Reife?
Ich mess das gar nicht, ist eher Gefühlssache. Und mir ist da ein Jahr im Regelfall zu wenig. Je mehr Zeit jemand sich mit etwas beschäftigt umso mehr Erfahrung und Reife erlangt er darin. 5 Jahre mit vielen Fehlern können viel wertvoller sein als 1 Jahr in Perfektion.
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  #15  
Alt 10-11-2011, 13:02
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Zitat:
Zitat von SKA-Student Beitrag anzeigen
Ich war mir auch erst unsicher, soll ich diesen Kyu-Test mitmachen, auch wenn Trainer das sagt? Lieber ein guter Weißgurt als ein schlechter Braungurt... jetzt muss ich halt noch besser werden, um eben nicht der Braungurt-Depp zu sein!
Wenn der Trainer/ Lehrer sagt es ist i.O. SOLLTE es eigentlich keine Probleme geben.

Zum anderen wächst man mit seinen Aufgaben
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